Neuer US-Präsident Biden - Und dann geht die Party richtig los

Über Tage zog sich die US-Wahl wie Kaugummi. Als Joe Biden schließlich Pennsylvania holte, zog es die Menschen auf die Straße. Die einen feiern, die andern sehen weiter eine große Verschwörung am Werk.

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Wilder Westen and er East Coast / Eva C. Schweitzer

Autoreninfo

Eva C. Schweitzer arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen in New York und Berlin. Ihr neuestes Buch ist "Europa im Visier der USA"

So erreichen Sie Eva C. Schweitzer:

Ganz New York verwandelte sich in eine Feiermeile, nur wenige Minuten, nachdem der Nachrichtensender CNN den Sieg des demokratischen Herausforderers Joe Biden verkündet hat. Der Times Square füllt sich mit Menschen, die meisten davon jung, es sind weiße, hispanische, schwarze, Asiaten. Sie jubeln, tanzen, singen, schreiben, pfeifen und schwenken amerikanische Fahnen und, vor allem, sie fotografieren einander. Es ist ein historischer Tag, von dem einmal den Enkeln erzählt werden wird.

Und das Wetter spielt auch mit

Es ist das erste Mal seit dem monatelangen Corona-Lockdown, dass sich so viele Menschen auf dem zentralen Platz von New York versammeln, und das auch noch bei schönstem Frühlingswetter. Es ist wie eine Neujahrsfeier, nur ohne Schnee und Kälte. Und fast alle sind Amerikaner, denn die Touristen sind noch nicht zurück. Alle sind fröhlich und friedlich, alle tragen Masken, niemand drängelt.

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Christa Wallau | So, 8. November 2020 - 18:11

N i c h t s ist mit der Wahl Bidens für die US-Bürger besser geworden, allenfalls sind seine Gegner nun ihren täglichen Ärger über den rüpelnden Trump los.Weder hat der neue Präsident ein Patentrezept gegen Corona in der Tasche noch ein Programm für das Auffangen der wirtschaftlichen Probleme, die daraus u. aus alten Sorgen erwachsen.
Biden steht ebenso ratlos da wie andere Staatslenker in Amerika, Europa o. sonstwo. Überall müssen die Menschen einen hohen Preis für die Verwüstungen des aus China entwichenen Virus bezahlen - so oder so. Die einzige Frage ist: Werden die Folge-Kosten einigermaßen gerecht auf alle verteilt o. vertieft sich der Graben noch weiter zwischen den Lohnabhängigen u. denen, die mit ihrem Geld auch diese Lage wieder ausnützen können, um üppig zu verdienen (z. B. die Pharma-Industrie)?
Je weniger homogen eine Gesellschaft ist, umso
geringer sind die Chancen auf zufriedenstellende Lösungen; denn Solidarität erwächst nur auf dem
Boden eines Gemeinschaftsgefühls.

'... Ganz New York verwandelte sich in eine Feiermeile, ... es zog es die Menschen auf die Straße. Sie jubeln, tanzen, singen und schwenken Fahnen. ... Es ist ein historischer Tag, von dem einmal den Enkeln erzählt werden wird. ...' .
Schön!
Aber: Ist ein solcher Massen-Auflauf zu Corna-Zeiten denn 'hilfreich'? Sollte man in Zeiten einer weltweiten Pandemie nicht besser in kleinem Kreis etwas feiern?
Die Bundes-Justizministerin formulierte jedenfalls hart und konsequent: '... Tausende dicht an dicht ohne Masken sind ein Gipfel der Verantwortungslosigkeit und des Egoismus! ...'
Oh, eben sehe ich, Frau Genossin Lambrecht hat nicht die begeistert Feiernden in New York; sie hat 'nur' die Demonstranten in LEIPZIG gemeint.
Verantwortungslose Egoisten sind eben immer nur die ANDEREN!
Wenn die Guten meinen, einen Anlass zum Feiern gefunden zu haben, ist Corona plötzlich nicht mehr so wichtig!
Wer soll eine solche Heuchelei, eine solche Doppel-Moral noch ernst nehmen?

Ein Sachverhalt wird erst durch die Medien zu einem guten oder schlechten Ereignis gemacht. Außerhalb der Meinung der links-grünen Medien darf es seit einigen Jahren keine Wirklichkeit mehr geben.
Wenn die Massen vor Begeisterung auf die Straßen eilen, ist es gut. Wenn aber die Massen vor Verärgerung auf die Straßen eilen, ist es schlecht - It depends.

The biggest Donald ever against "Sleepy Joe" - and the winner is "Sleepy Joe!".

Wie beschämend für den nach eigenen Aussagen besten und erfolgreichsten US-Präsidenten aller Zeiten, ausgerechnet gegen einen älteren, immer etwas müde wirkenden, eigentlich ziemlich uncharismatischen Kandidaten zu verlieren!

Es stimmt, auch ein Biden kann keine Wunder vollbringen.

Aber wenn er nur die vergiftete Rhetorik, die spaltende, ja aggressive Politik, den öffentlich verkündeten Rassismus und Nationalismus des Donald Trumps vermeidet, hat er schon MEHR getan als Trump während seiner gesamten Amtszeit.

Es ist jetzt Bidens Hauptaufgabe, die schäumenden Bevölkerungsteile zu beruhigen. Danach dürfte die Zeit für eine Kamala Harris und andere gekommen sein, in den USA lange überfällige Reformen durchzuführen.

Dass die Massen vor Begeisterung auf die Strassen eilen - wer kann es ihnen verdenken?

Ulrich Jarzina | Mo, 9. November 2020 - 08:39

Dass die großen Medien Biden zum Präsidenten erklären, ist ziemlich voreilig, finde ich. Trump hat angekündigt, diese Woche vor den Supreme Court zu ziehen. Diese Entwicklung sollte man zumindest abwarten, bevor man sich festlegt, wer dieses Wahlen gewonnen hat.

Dass es Unregelmäßigkeiten gab, twitterte bereits im Oktober sogar ARD-Korrespondent Stefan Niemann:

"Das von #Trump beklagte Chaos bei der Zustellung von #Briefwahlunterlagen gibt es. - Ich darf hier nicht wählen. An meine #Washingtoner Adresse kamen aber 3 #Wahlzettel: für vor 5 Jahren verzogene VORmieterin, in #PuertoRico lebende VERmieterin und deren verstorbenen Mann"
https://twitter.com/SNiemannARD/status/1314895111617159168

Ich habe mittlerweile mehrere Videos gesehen, wo Amerikaner die Wählerlisten online auf Verstorbene überprüfen und fündig werden. Und diese Toten haben- ganz offiziell - gewählt!
Allein das sollte schon zu denken geben.

Diese Wahl ist noch nicht gelaufen- allen Medienberichten zum Trotz.

Die OSZE Beobachter haben Fehler und Mängel, aber keine Manipulationen oder gar Betrug gefunden.
Natürlich kann Donald Trump ein Nach Zählen fordern. Es ist sein gutes Recht. Es ist ein Aufschieben einer Niederlage. Das Ergebnis ist äußerst knapp und oftmals handelt es sich um einige Tausend Stimmen. Aber der Drops ist im großen und Ganzen gelutscht. Nun auf eine Pressemitteilung eines englischen Boulevardblattes sich zu verlassen kann nur Donald Trump einfallen. Wer sich nun in Schadenfreude übt, sollte aufpassen. Der Kandidat Al Gore hat sich auch verrannt bei der Anerkennung von Wahlergebnissen.
Auf der anderen Seite sollten europäische Medien sich in Zurückhaltung üben und warten bis die offiziellen Ergebnisse da sind. Aber Auch die deutsche Regierung konnte es nicht abwarten den nächsten Präsidenten zu gratulieren, obwohl der Wahlprozess noch nicht abgeschlossen ist. Das sollte einem zu denken geben

gabriele bondzio | Mo, 9. November 2020 - 08:57

Sehr einseitige Ansicht und Schilderung amerikanischer Verhältnisse, Frau Schweitzer.
Die Jubilierer bekommen den größten Anteil. Aber stellen sie sich die sehr ungewöhnlichen Vorgänge bei der Wahl andersherum vor. Man hätte plötzlich und unerwartet auf der Zielgerade von Biden, jede Menge Stimmen für Trump aufgetrieben. Keine einzige für Biden mehr darunter. Was hätte die Welt geglaubt?...das Geschrei „Wahlbetrug“ wäre nicht auszuhalten gewesen.
„Von Halloween/Allerheiligen veröffentlichte Erzbischof Viganò einen offenen Brief. Viganò berichtete, dass der „Great Reset“ zwischen Ende des Jahres, durch weitere Abriegelungen aktiviert werden soll, gerechtfertigt durch eine angebliche zweite, dritte Welle der Pandemie. Diese Kräfte planten, der Welt, wie man sie kenne, den letzten Schlag zu versetzen. Menschen und Werte, die sich nicht wie Automaten verhalten, die nicht wie Maschinen gehorchen, weil sie mit einer Seele und einem Herzen ausgestattet sind,..."...auch verrückt der Mann?

Ganz erstaunlich wie viele Leute heutzutage verrückt werden. Landesinnenminister Strobl will Quarantäneverweigerer ja jetzt auch einweisen lassen, verrückt geworden die Leute. Und Bayerns Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm will ja auch sein EKD-Amt zur Verfügung stellen, amtsmüde wäre er nicht. Offensichtlich verlassen aber viele Verrückte die Kirche.

liebe Frau Bondzio.
Es handelt sich keineswegs um Phantasterei, wenn man feststellt, daß es
seitens der UNO u. anderer Weltorganisationen (die wiederum von einflußreichen
Milliardären beeinflußt werden) Bestrebungen gibt, die Weltbevölkerung - also a l l e
Menschen - zu erfassen, zu normieren und in ein bestimmtes Raster zu zwingen.
Unsere Freiheit wird heute nicht mehr von einzelnen Potentaten o. Diktatoren bedroht, sondern von weltweit agierenden Mächten, denen eine ethnisch durchmischte Weltbevölkerung deshalb am liebsten ist, weil diese kaum Solidarität und damit Abwehrkraft entwickelt. Deshalb der UN-Migrationspakt!
Die Bedingungen unseres Mensch-Seins sollen gesteuert werden von internationalen
Organisationen, die uns die Werte vorgeben, nach denen wir uns zu richten haben.
Welches Bild vom Menschen dahinter steckt, wird verschwiegen. Jedenfalls ist es
keines, das noch etwas mit dem christlich-humanistischen Weltbild zu tun hat.

Frage: Wie wehren wir uns dagegen?

Karla Vetter | Mo, 9. November 2020 - 20:14

e n d l i c h das über 4 Jahre dauernde, seit seiner Nominierung tägliche, Trump-Bashing aufhören. Mich hat das mehr genervt als dies Herr Trump jemals gekonnt hätte. Man konnte keine Zeitung, keine Zeitschrift und keine Internet -Nachrichten ansehen ohne irgendwo oben ein einschlägiges Bild von ihm serviert zu bekommen. Vielleicht hätten unsere Medien jetzt mal die Güte sich unserer Probleme im Lande anzunehmen. Oder haben wir keine? Die Wahl wird letztendlich ohne deutsche Medien, doch wohl eher vor Gericht entschieden werden. Ja, Trump poltert, schimpft und klagt. Und nun stellen Sie sich mal einen Moment vor könnte Recht haben.