- Imperialismus? Entscheidend ist nicht Maduro – sondern die Doktrin
Dass Nicolás Maduro ein autoritärer sozialistischer Herrscher war, macht die von vielen empfundene Genugtuung über seine Entmachtung verständlich. Politisch zählt jedoch die Frage, welche Regeln und Präzedenzfälle dieses Vorgehen setzt.
US-Präsident Donald Trump hat nach der Militäroperation in Venezuela einen Satz gesagt, der weit über den Einzelfall hinausweist. „Wir werden das Land so lange führen, bis wir einen sicheren, angemessenen und umsichtig organisierten Übergang hinbekommen“, erklärte er bei einer Pressekonferenz in Florida. Auf die Frage nach einer möglichen Eskalation ergänzte er: „Wir haben keine Angst vor einem Einsatz von Bodentruppen.“ Das ist der Moment, an dem aus einer einmaligen Operation eine Doktrin werden kann: Übergang als Begründung, Kontrolle als Instrument, Bodentruppen als Option in der Hinterhand.
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hier - sehr gut! DANKE Herr Binder, bitte mehr davon...
Was ist der grundsätzliche Unterschied zur früheren US-Politik ? Interventionen in Afghanistan, Irak, Libyen, Somalia - die Liste ließe sich fortsetzen.
Wenn es Präsident Trump wirklich um Drogenbekämpfung ginge, müsste das erste Zielland nicht Venezuela, sondern Mexiko sein.
Das Hauptproblem stellt der Autor gut dar: bisherige " Verbündete " müssen sich neu orientieren. 500 Millionen Europäer (mit UK) wählten bisher die Schutz-Billigvariante USA. Dass dies keine Selbstverständlichkeit , sollte an sich selbstverständlich sein. Weltpolitiker wie Angela Merkel scheiterten aber an dieser banalen Erkenntnis.
Bei American First und dem wohl größten Schweröl-Vorkommen auf dem Planeten im Hinterhof,hören Freundschaft, Bündnisse und Souveränität auf.Kennen Sie aus Ihrer Erziehung noch den von Erwachsenen gern gebrauchten Spruch:"Ich will doch nur Dein Bestes!" geehrter Herr Weiß? Und erinnern den meist darauf folgenden Unwillen,Skepsis bzw. das Gefühl von Ohnmacht?Genau so werden wir momentan von den herrschenden mal netter,mal direkter und unmissverständlicher behandelt.Und das wir am oder nur freche Augen machend;) abseits unter dem Katzentisch hocken haben wir uns zum Großteil selbst zu verdanken, da wir von globalem Machtpoker soviel Ahnung haben wie Kühe vom Fliegen.Und wer glaubt,dass die Chinesen weiter auf die Superchips der Taiwanesen verzichten oder zusehen was sich Donald als Nächstes krallt,bevölkert wohl das von Ihnen so betitelte Wolkenkuckucksheim. MfG
entscheiden STARK UND NICHT WOKE sein zu wollen..., und dann natürlich auch entsprechend handeln.
Mit UvdL und ähnlich 'merkelanisch' links-woke geprägten Figuren in Brüssel sehe ich da aber keine Basis - man/Frau gefällt sich dort lieber als 'Regulierungsweltmeister*innen' - das ist relativ ungefährlich (bis jetzt...) und macht doch Spaß... ... 🤔
Frau Meloni wäre ein geeigneter Ersatz für Frau UvdL in Brüssel... ...
Ist die Trump-Administration noch auf dem MAGA-Pfad oder ein Wahlversprechenbrecher?
Diese Frage finde ich ziemlich offen. Venezuela sollte rasch über sich selber bestimmen - ja. Aber die Fragen im Artikel zielen glaube ich auch auf den größeren Hintergrund, und da kann ich im Moment nicht erkennen, wie genau die neue Weltordnung aussehen sollte. Das weiß glaube ich keiner, selbst im theoretischen Idealfall. Wir sehen normalerweise uns und die EU als vorbildlich, aber global gesehen hat eine große Mehrheit der Menschen und Staaten andere Vorstellungen.
Die UNO als Weltparlament, mit gleichem Stimmrecht für Tuvalu, Indien und China? Keiner verletzt offen die "regelbasierte Ordnung", aber Drogenkartelle und Schurkenstaaten können relativ frei walten? Was ein Schurkenstaat ist, auch darüber gehen die Meinungen weit auseinander.
Trump verletzt unsere Werte - ok. Aber die größere Frage, wie Macht in der neuen Welt organisiert wird, bleibt trotzdem offen, auch in dem Sinn, dass selbst bei bestem Willen es keine offensichtlich zu favorisierende Struktur gibt.
