Péter Szijjártó
„Machen wir uns nichts vor, Frontex ist ein Reisebüro“ / picture alliance

Ungarn - „ Wir nennen die Dinge beim Namen “

Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó über den Streit wegen der Central European University, die Herausforderungen durch Massenmigration – und über das Image seines Landes als „Diktatur light“

Alexander Marguier

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Herr Minister, viele Menschen in aller Welt, insbesondere Akademiker, sind befremdet angesichts der ungarischen Gesetzgebung im Hinblick auf die ­Central European University (CEU). Was hat Ihre Regierung eigentlich für ein Problem mit dieser Hochschule?
Die Gesetze betreffen alle ausländischen Universitäten in Ungarn und keineswegs allein die CEU. Davon gibt es 28 in unserem Land. Lustigerweise war dem deutschen Botschaftsmitarbeiter, der uns in dieser Angelegenheit konsultiert hat, gar nicht bewusst, dass auch eine deutsche Auslandsuniversität in Ungarn existiert. Und wir legen einfach nur Wert darauf, dass sich diese Hochschulen an die Gesetzeslage in unserem Land halten. Übrigens hat von den 28 Auslandsunis nur die CEU unser Gesetz kritisiert, alle anderen scheinen kein Problem damit zu haben.

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