Putin
Verzockt? Russlands Präsident Wladimir Putin / picture alliance/dpa/Russian President Press Office | Mikhail Metzel

Ukrainekrieg - Putins verlorene Wette

Die russische Führung hat sich mit dem Ukrainekrieg ganz offensichtlich verzockt. Und auch der Angang Moskaus in Richtung von Donald Trump beruht auf einer Fehlkalkulation. Die Frage ist, wie lange Wladimir Putin das alles politisch noch überstehen kann.

Autoreninfo

George Friedman, Jahrgang 1949, ist einer der bekanntesten geopolitischen Analysten der Vereinigten Staaten. Er leitet die von ihm gegründete Denkfabrik   Geopolitical Futures  und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien „Der Sturm vor der Ruhe: Amerikas Spaltung, die heraufziehende Krise und der folgende Triumph“ im Plassen-Verlag.

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Bei der Analyse des Prozesses, durch den der Krieg zwischen Russland und der Ukraine enden wird, gilt es zu berücksichtigen, dass Russland den Krieg bereits verloren hat – ganz einfach deshalb, weil es die Ukraine in den zurückliegenden dreieinhalb Jahren nicht besiegt hat. Das Hauptinteresse des russischen Präsidenten Wladimir Putin bestand in der Schaffung und Kontrolle eines Puffers zwischen Russland und Polen am östlichen Rand der Nato. Darüber hinaus wollte er Russlands Status als Großmacht wiederherstellen, den es seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion innehatte. Als es diesen Status verlor, endete seine Vorherrschaft über Osteuropa und die östliche Hälfte Deutschlands. Moskau verlor auch die unangefochtene Herrschaft über den Südkaukasus und Zentralasien, war nicht mehr mächtiger als China und gab einen Großteil seines Einflusses im Nahen Osten auf. Auch seine Macht in der Dritten Welt schwand, da diese Rolle an China abgetreten wurde, das nun der einzige echte Rivale der Vereinigten Staaten war.

Ein ökonomischer Schwächling

Für Russland ging der Verlust seiner militärischen Bedeutung mit dem Unvermögen einher, eine bedeutende Wirtschaftsmacht zu werden. Unter den Zaren und den Kommunisten war Russland immer ein ökonomischer Schwächling gewesen. Obwohl es über ausgedehnte und wertvolle Ländereien sowie eine recht gut ausgebildete Bevölkerung verfügte, blieb Russland das, was man am ehesten als leistungsschwache Wirtschaft bezeichnen kann.

Der Niedergang Russlands begann und endete natürlich lange bevor Putin Präsident wurde. Sein Aufstieg zur Macht hing von der Privatwirtschaft ab – den Oligarchen, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einen erheblichen Teil der Wirtschaft konsolidierten und sich in das globale Wirtschaftssystem integrierten. Die Oligarchen waren die maßgeblichen Akteure, die Putin zum Präsidenten machten, und die russische Wirtschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon recht gut entwickelt – zumindest wenn man bedenkt, wo sie angefangen hatte.

Putin vertrat eine traditionelle russische Auffassung von hoher nationaler Priorität: die Sicherung Russlands vor Invasion und Eindringlingen von außen. Aus Putins Sicht bestand die einzige Möglichkeit für das Land, sich wirtschaftlich zu entwickeln, darin, vor Angriffen sicher zu sein. Für ihn bedeutete das, so viel wie möglich von der Pufferzone zurückzuerobern, die Russland in den 1990er Jahren verloren hatte, und damit Russlands Westgrenze zu sichern.

Ukrainischen Widerstand unterschätzt

Mit Blick auf die Ukraine überschätzte er offensichtlich die Stärke des russischen Militärs und unterschätzte die Widerstandsfähigkeit der Ukrainer – ganz zu schweigen von der Unterstützung, die sie von den USA und Europa erhielten. Putin glaubte, dass Russland einen Sieg erringen würde, bevor die USA und Europa hätten eingreifen können.

Das Unvermögen, die Ukraine schnell zu überrennen, hat zu einem weiteren Problem geführt: der Wirtschaft. Die russische Wirtschaft verschlechterte sich, da Ressourcen in das Militär umgeleitet wurden und nicht in den zivilen Sektor flossen. Erst vorige Woche wurde bekannt, dass drei große russische Banken die Zentralbank um Hilfe gebeten hatten, um sie zu retten. Die größten Verlierer dieses Konflikts waren neben den Kriegsopfern die Oligarchen, deren Vermögen von ausländischen Banken eingefroren wurde und die nicht mehr in der Lage waren, dringend benötigte Investitionen aus anderen Ländern anzuziehen. Sie verloren auch einen Großteil ihres Zugangs zu ausländischen Märkten (wie viel, hing davon ab, wie dringend ein bestimmter Markt russische Rohstoffe benötigte). Als Russland in die Ukraine einmarschierte, war die Wirtschaft noch nicht wirklich aufgeblüht, aber sie befand sich auf dem richtigen Weg. Der Krieg hat diese Entwicklung inzwischen zunichte gemacht.

Putin kann keinen Frieden schließen

Angesichts des Scheiterns in der Ukraine und der Unfähigkeit, die russische Dominanz wiederzubeleben, ist es für Putin unmöglich, Frieden zu schließen. US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit einer Annäherung an Russland in Aussicht gestellt, einschließlich bedeutender Wirtschaftsbeziehungen und US-Investitionen als Gegenleistung für die Beendigung des Krieges. Damals dachte ich, Putin würde das Angebot annehmen, aber jetzt ist klar, dass er die Feindseligkeiten nicht einstellen wird, wenn er das kleine Gebiet, das er erobert hat, behalten darf. Die Kosten in Form von Menschenleben und wirtschaftlicher Entwicklung, ganz zu schweigen von der Beschädigung seiner eigenen Glaubwürdigkeit, machen eine Einigung unrealistisch, zumindest im Moment.

Seine Strategie ist der verzweifelte Versuch, die Ukraine mit massiven Drohnenangriffen zu zerschlagen, die sich vor allem, aber nicht ausschließlich gegen die ukrainische Hauptstadt Kiew richten. In Ermangelung anderer Möglichkeiten hat er eine Vorgehensweise gewählt, die die Deutschen im Zweiten Weltkrieg gegen Großbritannien angewandt haben. Während Hitler versuchte, Großbritannien mit Hilfe der Luftstreitkräfte als Terrorwaffe in die Unterwerfung zu bomben, hat Putin in Ermangelung anderer Optionen einen Terrorangriff auf Kiew entfesselt und dabei eine wichtige Lektion der Vergangenheit außer Acht gelassen: Luftmacht allein führt selten zum Sieg.

Einer von Putins vielen Fehlern ist seine Fehleinschätzung von Trump. Er erkannte Trumps Dringlichkeit zu verhandeln und spielte mit, um ihn absichtlich in die Irre zu führen. Er hat nicht verstanden, dass Trump Putin zwar öffentlich für sein offensichtliches Engagement für den Frieden lobt, dies aber nicht unbedingt sein letztes Wort in dieser Angelegenheit sein würde. Er hatte Trump mit seinem Lob lächerlich gemacht, und kein amerikanischer Präsident kann es sich leisten, wie ein Narr dazustehen. Die offensichtliche Reaktion war, dass Trump die Waffenlieferungen an die Ukraine wieder aufnahm. Ebenso wichtig war, dass Trump sich öffentlich mit der Nato versöhnte; die Deutschen wiederum schickten eine Panzerbrigade nach Litauen und verpflichteten sich zur Wiederaufrüstung, was in Russland sicherlich an lange zurückliegende Ereignisse erinnerte.

Putin hofft darauf, dass Trump blufft

Trump hat angekündigt, dass er Russland massiven wirtschaftlichen Schaden zufügen wird, wenn der Krieg nicht innerhalb von 50 Tagen beendet ist – indem er nämlich nicht nur Moskau, sondern auch alle Länder bestraft, die bestimmte russische Exportgüter kaufen. Putins Wette darauf, dass die Ukraine vor den Drohnenangriffen auf Kiew kapitulieren würde, ist geplatzt, und seine einzige verbleibende Hoffnung ist, dass Trump blufft und die russische Weigerung, den Krieg zu beenden, weiterhin akzeptieren wird. (Der frühere Präsident Dmitri Medwedew hat dies öffentlich so bezeichnet.)

Ich glaube, dass er damit einen großen Fehler begeht. Erstens kann Trump es nicht dulden, dass man ihn mit Missachtung straft. Zweitens wird Trump, wenn er die 50-Tage-Drohung ins Leere laufen lässt, seine eigene Glaubwürdigkeit vor den Nationen der Welt und in der amerikanischen Öffentlichkeit untergraben. Trump sieht sich mit der Realität konfrontiert, mit der alle US-Präsidenten konfrontiert sind: Nachdem die ersten 100 Tage im Amt vorbei sind, beginnt sich auf allen Seiten Widerstand zu formieren. Trumps Zustimmungswerte sind schwach, und seine eigenen Anhänger sind gespalten. Das ist nicht völlig ungewöhnlich oder für Trump unüberwindbar, aber jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, um schwach und ängstlich vor Putin zu erscheinen. Sicherlich wollen viele Amerikaner nicht in den Russland-Ukraine-Krieg verwickelt werden, aber das bedeutet nicht, dass Trump es sich leisten kann, geschwächt zu werden, indem er sich zum Narren halten lässt.

Trump kann sich keinen Rückzieher leisten

Der Schlüssel zu all dem ist die russische Innenpolitik. Putin ist ein Diktator, aber ein Scheitern kann Diktatoren genauso leicht zu Fall bringen wie jeden anderen Machthaber. Und die von Trump ausgesprochene Drohung, die russische Wirtschaft schwer zu schädigen, wenn kein Frieden erreicht wird, hätte schlimme Folgen für Moskau. Putin wäre militärisch und wirtschaftlich gescheitert und hätte eine Krise unter seinen Weggefährten ausgelöst, die ihm vielleicht am nächsten stehen, die aber nicht mit ihm untergehen wollen. Ich kenne nicht alle Palast-Intrigen der russischen Politik, aber wenn sich herausstellt, dass Trump diesmal mit massiven wirtschaftlichen Maßnahmen nicht scherzt, wird Putin in einer viel schlechteren Position sein. Zum jetzigen Zeitpunkt glaube ich nicht, dass Trump sich einen Rückzieher leisten kann.

Putin hat darauf gesetzt, die Ukraine in einem letzten, rücksichtslosen Versuch zu zerschlagen. Stattdessen haben sich die USA der Nato wieder angenähert und schicken gemeinsam mit Deutschland, das ebenfalls Panzer näher an die russische Grenze verlegt hat, Waffen in die Ukraine. Die große Frage lautet, ob Putin seine ständigen Fehlkalkulationen politisch überleben kann.

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GPF

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Markus Michaelis | Do., 24. Juli 2025 - 19:13

es an einem deutlichen Sieg des Westens nicht interessiert ist. Alle anderen größeren Mächte, wie Indien, Pakistan, Indonesien, Lula-Brasilien etc. dürften es ähnlich sehen. Ist das nicht ein entscheidender Faktor? Der wird Putin nicht zu einem grandiosen Sieg verhelfen (daran haben diese Länder wahrscheinlich auch kein Interesse), aber vielleicht doch Putins Untergang vermeiden?

Die Welt hat sich in den letzten Jahrzehten weitergedreht und verändert. Nur der "Westen" so scheint es ist in seiner Denkblase stehen geblieben. Wir, geistig immer noch im Kolonialherrenzeitmodus bestimmen und befehlen und der Rest der Welt hat zu gehorchen funktioniert nicht mehr. Hinzu kommt noch eine Doppelmoral und Heuchelei mit der wir versuchen "unsere" Werte als moralische Waffe einzusetzen. Trump ist dieser Krieg im Grunde egal er sieht ihn als Bidens Krieg und sein Gesicht was den Krieg angeht kann er nur bei uns verlieren bei seinen Wähler nicht die lehnen die Unterstützung für diesen Krieg ab. Allerdings ist Trump der Coup gelungen jetzt aus diesem ungliebten Krieg ein Geschäft zu machen das heißt er hat Dumme gefunden die Waffen in den USA kaufen um Bidens Krieg in der Ukraine weiter am laufen zu halten, warum sollte Trump diesen Krieg beenden wollen jetzt wo das Waffen-Geschäft so richtig blüht. Mein Fazit, bevor Russland kollabiert sehe ich eher die EU am kollabieren.

wie auch die 'Bubble des politischen Westes' offensichtlich nicht wahr haben..., offiziell zumindest.

Putin/Russland mit Isolation bezwingen zu wollen ist eine im alten Westen mit Hingabe gepflegte Utopie..., und alleine schon wegen der Größe des Landes und der reichlich vorhandenen und weltweit begehrten Rohstoffreseven völlig unrealistisch. Die von Ihnen aufgeführten Freund-Länder Russlands tun zudem ein Übriges, damit es nicht zu einer tatsächlichen Niederlage Russlands kommt, auch zu ihrem eigenen wirtschaftlichen und strategischen Vorteil..., selbst wenn sie offiziell gegenüber dem Westen anderes behaupten sollten.

Es bleibt dem Westen nichts weiter übrig als den Zermürbugskrieg der Ukraine weiter zu finanzieren, er hat ihn ja schließlich auch bestellt. Wie lange die Ukraine das noch aushält ist von hier aus schwer/nicht seriös zu beantworten, mMn, Russland auf jeden Fall noch lange (außer W. Putina fällt unglücklich aus dem Fenster..., aber auch dann ist alles offen).

Meiner Meinung nach ist sogar die Wahrscheinlichkeit, dass W. Selenskyj himself in absehbarer Zeit VON INNEN! 'abgesetzt' wird wesentlich größer, als dass Putin/Russland aufgrund des gefühlt 87ten Sanktionspakets einknicken oder sogar 'untergehen' würde... ...

Klar, 'pisacken' kann man Russland/Putin immer... - aber hilft das wirklich? Zweifel daran sind zumindest nicht vollständig abwegig... ... 🤔

Herbert Schultz-Gora | Do., 24. Juli 2025 - 20:55

Daß Putin ein "Autokrat" ist, der nicht zuletzt wie es bei Autokraten eben so ist, mit dem Krieg seine Herrschaft stabilisiert, während Trump als frei gewählter Präsident dem Autokraten Putin "Bedingungen" stellt, die dieser leicht übergehen kann, weil sein "Gesicht" nicht davon abhängt, ob er Trump entgegen kommt, während Trump sich wiederholt als "Großmaul" präsentiert... das sieht alles danach aus, daß es da keine friedlichere Lösung gibt als diesen Krieg erstmal weiterzuführen.

Anspruchsvoll wäre es, wenn der Autor versuchen würde, einen "Lösungsweg" zu skizzieren, der die Unterschiede zwischen den beteiligten Entitäten wirklich berücksichtigt.

Russland kann seine Weltmachtposition wieder etwas einbüßen... die Russen sind ja leidensfähig... die Ukraine schlittert aber am Suicid entlang... und die USA wird von einem Kindskopf regiert.
JD Vance könnte ggf. übernehmen...!
Spannende Zeiten...!

Michaela Wipper | Do., 24. Juli 2025 - 21:35

und wenn Trump, der von vielen unterschätzt wird, die russische Wirtschaft ins Visier nimmt, dann geht Putin unter und zwar mit Haut und Haaren.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Trump wirklich ernst macht - ich meine WIRKLICH, nicht nur proforma...- liegt vielleicht bei 20%. Das ergibt sich u.a. aus dem bisherigen Agieren Trumps >> zuerst viel Gedanken marxistischen Art >> dann Abschwächung/Aussetzung... >> das Ganze vielleicht noch 1-2x wiederholen... ...😉 >> dann einen Deal im untere Drittel - 'verkauft' als 'the greatest beautiful ever!!'... ...>> DAS war's...! 🤣

Und man sollte mE nicht vergessen, dass Trump und Putin auch ganz persönliche Zuneigung und 'intime' Vorgänge verbinden... ...

So passt dann alles wieder, auch im Rückblick.

man kann ihn nur 'nicht einschätzen'..., und das ist so ziemlich auch seine einzige Stärke, neben bzw. kombiniert mit Großmäuligkeit und stilloser Übertreibung (greatest big beautiful × 12!) und maßloser Selbstüberhöhung. Letzteres ist eventuell nicht ganz falsch, in seiner Position als der bisher größte Führer der (noch) welt-größten Militär- und Wirtschaftsmacht. ER kann schon mal ein paar B2-Bomber losschicken... ..., wenn's sein muss. Wir dagegen nicht... 🤔🤣

Hans Süßenguth-Großmann | Do., 24. Juli 2025 - 21:57

die Dinge regeln und wie soll das aussehen? Wie soll Frieden geschlossen werden? Ein Nachfolger Putins wird vielleicht noch andere Mittel wählen. Es wird jetzt solange gekämpft bis die 50 Tage vorbei sind und dann wird vielleicht über einen Waffenstillstand geredet.

Oder Putin macht vorher den Sack zu, denn danach sieht es derzeit aus und diese Chance hat Trump seinem "Freund" Putin wohl auch eingeräumt.

Thorwald Franke | Do., 24. Juli 2025 - 22:26

Trump hat sehr klar gemacht, wie es läuft: Er will ein Einfrieren des Konflikts. Dazu hat zunächst die Ukraine vergattert. Und eine Charmeoffensive an Moskau gerichtet. Aber das war nicht Blödheit, sondern zweckgerichtet. Um Putin Brücken zu bauen. Wenn Putin die gebauten Brücken nicht überschreitet, kann Trump auch anders. Für Putin läuft die Zeit ab.

Christoph Kuhlmann | Fr., 25. Juli 2025 - 00:22

Die Kriegswirtschaft ist wie ein Süchtiger , der immer mehr Staatsaufträge braucht um über die Runden zu kommen. Der zivile Sektor geht zugrunde. Seltsamerweise leidet momentan die Stahlindustrie an einer grandiosen Überproduktion weil angesichts des starken Rubels die Exporte wegbrechen. Wenn Putin Frieden mach stürzt Russland in eine lange Stagflation mit hoher Arbeitslosigkeit. Das überlebt kein Politiker, selbst wenn er Diktator ist. China ist mit 300% BIP Staatsverschuldung ebenfalls jenseits von Gut und Böse. Die Verschuldung der Provinzen wird wohl als Privatkredite verbucht, während diese jetzt Löhne und Gehälter aus Beiträgen für die Rente bezahlen. Eines ist sicher, es werden keine Blasen platzen, ganze Volkswirtschaften werden in die Knie gehen.

Sie sollten Berater bei Merz werden. Allerdings nicht über Russlandprobleme, denn da liegen Sie vollkommen daneben, wie alle früheren und jetzigen Kremlastrologen. Bitte behalten Sie Ihren Quatsch für sich, es klingt hochwissenschaftlich, stimmt aber hinten und vorn nicht. Klingt eher nach Angeberei und Prahlerei. Klassenprimus, was?

Thomas Veit | Fr., 25. Juli 2025 - 00:52

Der Autor schreibt lauter Vermutungen aneinander was erinnert könnte und was sich Trump noch leisten kann und was nicht, ohne eine sachlich fundierte Faktenbasis dazu auch nur annähernd zu haben.

Wir lesen hier die persönliche Meinung des Herrn Friedmann, Jahrgang 1949, der in der Vergangenheit vielleicht schon bedeutende Schriften und Analysen verfasst haben mag... - dieser Artikel hier gehört mMn allerdings NICHT dazu.

Der Ausgang in der Ukraine ist vom Status Quo ausgehend VOLLKOMMEN OFFEN..., ebenso ob Putin den Krieg bereits verloren hat - eine deftige mit keiner Realität in Übereinklang zu bringen freie Behauptung des Autors... - und auch was Trump sich leisten kann oder nicht.

Niemand kann vor einem tatsächlichen Friedensschluss in der Ukraine sinnvoll orakeln WER sich hier verzockt hat und wer nicht..., und das kann noch Jahrzehnte dauern. 🤔

Die bisherigen Texte, zum Thema, von G. Friedman sind bisher immer weit im Bereich der Spekulation angesiedelt. Der Autor will sich die Dinge, denke ich, gut reden. Entschieden ist gar nichts. Mit nacktem Hintern, aber in Krawatte – Das jetzt schon geldklamme Dtl. wird die Bewaffnung der Ukraine irgendwann allein bezahlen. Dann werden, nach Beilegung des Konfliktes, egal wie diese aussieht, Russland und die USA des Hauptgeschäft machen und Deutschland, max. verschuldet, auch gegenüber England und Frankreich mit runtergelassenen Hosen dastehen. Dann ist ja alles so wie die letzten 107 Jahre. Diese mögliche Variante scheint Friedmann nicht zu sehen. Ost-Eskapaden Dtl`s lassen grüßen und genügend europäische Staaten haben ja bereits signalisiert, daß weitere Finanzierungsbeteiligungen obsolet sind, allen voran Italien. Nebenbei: Russland hat ja noch gar nicht wirklich ernst gemacht und die Ukraine steht ja bereits sowohl militärisch, wie auch innenpolitisch (Korruption) am Abgrund.

Das war ein rechtes Wort zur rechten Zeit. Mr. Friedman schwimmt ganz schön. Ich würde sein Geschreibsel unter der früher gebräuchlichen Formel der Kremlastrologen zusammenfassen. Alle diese westlichen Wahrsager und Druiden irren sich gewaltig in Bezug auf Russland und seinen Präsidenten Putin. Ich wage jetzt mal keine Vorhersage, sage aber, wir sind der Lösung des Problems sehr nahe und sie wird überraschend sein, so wie der Start des Sputnik 1 für alle überraschend kam. Das hat mit Russlands Wesen und seiner Politik seit vielen Jahrhunderten zu tun. Hinzu kommt China. Seine Macht ist groß. Die USA spielen dabei keine Rolle und der europäische Westen schon gar keine. Es könnte höchstens sein, dass die deutsche Dummheit und der deutsche Übereifer wiedereinmal durchschlägt und dann könnte es auch noch dumm laufen, allerdings nur für einen, für Deutschland... Mahlzeit.

Michael Kaufmann | Fr., 25. Juli 2025 - 10:04

Es geht doch nicht um Putin oder die Ukraine,
der US Plan ist doch aufgegangen, alles dafür zu tun das Deutschland nicht den Schulterschluss mit Russland macht, schon vergessen ? Dies hat Hr. Friedmann vor Jahren doch selber berichtet .

Klaus Funke | Fr., 25. Juli 2025 - 11:24

... als Sie Mr. Friedman Ihr publizistisches Geschreibsel. All die westlichen Bewertungen über Russland oder Putin etc. sind seit langer Zeit schon immer Phantasie gewesen. Noch kaum ein westlicher Kommentator hat in Bezug auf Russland oder auch Putin Recht behalten. Auch Sie Mr. Friedman irren sich. Sie irren sich, weil Sie von falschen Voraussetzungen ausgehen und die Russen eben nicht kennen. Die Ukrainesache steht kurz vor dem Abschluss. Doch der ist nicht so wie der Westen gern möchte. Die Ukraine wird verlieren, vielleicht sogar ihre Staatlichkeit. Trump, der tatsächlich von nichts eine Ahnung hat, wird nicht helfen können. Der Westen ist ebenfalls zu nichts in der Lage. Es könnte sein, dass die deutsche Dummheit wiedereinmal dazu führen könnte, dass D. wieder alles falsch macht: Wir treten in den Krieg gegen Russland ein, der dann atomar entartet und zur Vernichtung Deutschlands führt. Russland ist zu groß, um zu verschwinden. D. macht seit Merkel falsche Politik gg. d. Volk.

Klaus Lehmann | Fr., 25. Juli 2025 - 13:57

hat sich aber auch der Westen - mit seinen ganzen Sanktionen, die ihn selbst mehr schaden als Russland, mit den Kosten des Krieges. Man hatte den Eindruck, dass Putin zu Beginn geglaubt hatte, er fährt mal locker mit einer Militärkolenne nach Kiew, setzt dort "seine" Regierung ein, und gut ist - paar Wochen, und dann ist das Ganze Geschichte.
Und der Westen dachte auch: Paar Wochen, dann geht der Russe heim - oder noch besser: ruinieren wir Russland und zwingen Putin in die Knie.
Also Fehlannahmen auf beiden Seiten - haben zu hunderttausenden Toten geführt und die Durchhalteparolen haben nur ein Ziel: weiter den Krieg am Köcheln zu halten. dabei war es doch schon zeitig klar, dass dieser Krieg keinen Sieger haben wird.
Kriegsgewinnler? Die Aktionäre - bspw. von Rheinmetall. Blutaktien, die von ca. 80€ auf 1700€ stiegen.