Donald Trump
Donald Trump während seiner Rede zum Iran-Krieg / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Doug Mills

Trumps Rede zum Iran-Krieg - Triumph im Ton, Leerstelle im Plan

Donald Trump erklärte den Iran-Krieg in 19 Minuten für nahezu gewonnen. Doch hinter der Rhetorik von Stärke und Sieg bleibt die entscheidende Frage offen: Wie endet ein Krieg, für den es keinen Plan gibt?

Autoreninfo

Lisa Davidson ist Journalistin, freie Autorin und Podcast-Host. Sie lebt in Virginia, USA. 

So erreichen Sie Lisa Davidson:

Er begann mit den Sternen. Kurz vor seiner Rede war die Artemis-II-Rakete der NASA gestartet. Vier Astronauten auf dem Weg um den Mond, weiter, als je ein Mensch zuvor geflogen ist. Trump würdigte sie als „mutige Menschen“ – ein Begriff, der im weiteren Verlauf eine zweite Adresse bekommt – und wechselte dann nahtlos zum Krieg. Von der Unendlichkeit des Weltraums in die Unübersichtlichkeit des Nahen Ostens, in weniger als einer Minute.

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Thomas Veit | Do., 2. April 2026 - 16:51

schnellstmöglich und und zu annähernd 100% militärisch von den USA unabhängig machen, auch und insbesondere auf den atomaren militärischen Sektor bezogen. Neue Konzepte für unsere Sicherheit müssen her..., und müssen umgesetzt werden, auch wenn 'schnellstmöglich' 20 Jahre bedeuten würde..., im Falle des Aufbau einer ernst zu nehmenden europäischen Atomstreitmacht.

Wir können ja trotzdem Freunde bleiben..., aber de facto hat Europa keine andere Option.

>> Der sog. 'USA-Schutzschild' existiert doch schon de facto nicht mehr..., und das wissen auch Putin, Xi und Kim - nur bei uns/EU gibt es noch 'Glaubende' Alt-Atlantiker:innen... ... 🤔

Das ist Harakiri. Gegen wen will denn Deutschland antreten? Gegen die Russen?? Mehr Militär ist immer falsch, zumal für Europa. Ein Atomkrieg in Mitteleuropa - das ist Selbstmord und leider eine große Dummheit. Bitte, halten sie die Füße still. Und lesen Sie nochmal durch, was Sie da aufgeschrieben haben.

Ein wesentlicher Unterschied. Harakiri ist NICHTS derartiges zu tun... ... 🤔

Oder was denken Sie warum Kim überhaupt noch 'existiert' und von Trump mehr-oder-weniger 'hofiert', auf jeden Fall aber respektiert wird...!??

Weil er nett ist - oder? /😉🤣

eine 'Achse der Machenden' bestehend aus Frankreich, Großbritannien, Deutschland und -wichtig!- Polen ins Leben rufen..., diejenigen die Technologie und den Willen dazu verkörpern - als Initialschritt in diese Richtung, heißt das Grundgerüst für eine Atomstreitmacht aufbauen.

Ansonsten werden wir/Europa in der Bedeutungslosigkeit und in die andauernde drittklassige Abhängigkeit versinken... ... - auf dem Weg dahin sind wir/EU bereits, nämlich Richtung abwärts!

Es geht weiter abwärts. Die Wirtschaft ist der Motor. Und dieser Motor stottert, bald wird er aussetzen. Die Energiefrage als Hauptelement ist für Deutschland und Europa nicht gelöst. Es gibt nur einen Weg nach oben: Russische Energieträger! Solange aber die dümmliche Sanktionitis vorherrscht, gibt es nur einen, der sich ins Fäustchen lacht - Putin. Dem spielt gerade der Irankrieg in die Karten. Bald werden die Europäer den Wladimir um ÖL und Gas anflehen. Das wird noch eine kleine Weile dauern, aber Ende 2026 ist der Ofen aus. Wetten?

Klaus Funke | Do., 2. April 2026 - 16:53

Es zeichnen sich interne Spannungen ab. J.D. Vance wird als erster abspringen. Er wird auf Friedensmission geschickt. Sein Erfolg könnte ihn schneller auf den Präsidentensessel bringen als gedacht. Wenn Trump die Midterms noch gewinnen will, sollte er den Krieg schleunigst beenden. Auch die Kraftmeierei mit der Ankündigung exzessiver militärischer Schläge wird nichts bringen. Die USA (und Israel schon gar nicht, weil denen die Munition ausgeht) werden die Perser militärisch nicht besiegen, allenfalls könnte es einen Verhandlungsfrieden geben. Aber über den bestimmen die Iraner. Die Verbündeten springen einer nach dem anderen ab. Dennoch wird die USA nicht aus der NATO austreten. Das war nur Theaterdonner. Eine verfahrene Kiste. Brecht i.d. Dreigroschenoper: "Ja mach nur einen Plan, und mach noch einen zweiten Plan - doch geh´n tun sie beide nicht. Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug!" Und Trump sowieso nicht. Das kommt davon, weil er sich hat hineinziehen lassen...

Karl-Heinz Weiß | Do., 2. April 2026 - 17:15

Die Präzision, mit der die iranischen Raketen treffen, beunruhigt bisher vorwiegend die Golfstaaten. Das könnte sich ändern, wenn sich Ereignisse wie aktuell der Volltreffer bei einem US-Aufklärungsflugzeug wiederholen. Die Vermutung, dass der Iran hochmoderne nordkoreanische Steuerungstechnik verwendet, verdichten sich - bisher läuft diese Hilfe des früher von Trump hochgelobten Staatschefs weitgehend "unter dem Radar". In Anbetracht dieser Sachlage dürfte es illusorisch sein, eine Öffnung der Straße von Hormus zu "erzwingen".

Thomas Veit | Do., 2. April 2026 - 20:57

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

Russland und China sind seit vielen-vielen Jahren Kooperationspartner des Iran gewesen bzw. sind es noch... ... Russland baut(e) ein Atomkraftwerk im Iran... ..., und China treibt - Sanktionen hin-oder-her... - fleißig Handel mit dem Mullah-Regime... ...

Da brauchts garckeinen Kim, um ein paar moderne Steuerungen in sooo ein großes Land zu bringen... - zur Not per Esel aus Syrien oder oder oder... ...

Die Sanktionen treffen eh nur die Bevölkerung, das Regime, im Besitz von Öl als Tauschware..., kann man damit militärisch zumindest mit den vorgenannten Partnerstaaten im Rücken nicht wirklich aufhalten..., was ja auch die Weiterentwicklung des iranischen Atom- und Raketenprogramms seit der einseitigen Aufkündigung des Speervertrages durch Trump 45 zeigt, bei gleichzeitig massieren Sanktionierung des Iran durch die USA... 🤔

SANKTIONEN piksen vielleicht so ein System oder verteuern die Aufrüstung..., aufhalten können sie es aber nicht.☝ >> Siehe auch Russland...!! 🤔

Jens Böhme | Do., 2. April 2026 - 20:19

Wenn wer verkündet, man habe gesiegt und der Feind lacht sich kaputt, stimmt was nicht mit dem Verkünder.

Sabine Lehmann | Do., 2. April 2026 - 20:50

Von "unterirdisch" ist in diesem Artikel oft die Rede, aber in anderem Kontext als ich es hier zum Ausdruck bringen möchte. Denn unterirdisch ist vor allem diese Ansprache und nicht nur die. Mittlerweile habe ich den Eindruck, ganz unabhängig von der Bewertung dieses Angriffskrieges gegen Iran und anderer politischer Entscheidungen, dass der amtierende US-Präsident ein veritables Problem mit seiner Zurechnungsfähigkeit hat. Trump dreht aktuell völlig frei, redet teils völlig wirres und sich widersprechendes Zeug und ist im Grunde nur noch peinlich. Sein Stab und seine engsten Vertrauten täten gut daran ihn aus dem Spiel zu nehmen, egal wie und womit. In diesem intellektuellen Zustand wird er nämlich zunehmend gefährlich, und das nicht nur für Amerika, sondern für die ganze Welt! Mich schüttelt's nur noch.

Klaus Funke | Fr., 3. April 2026 - 10:42

Antwort auf von Sabine Lehmann

Ich gestehe, ich war zu Beginn seiner 2. Amtszeit fast so etwas wie ein Fan. Nun aber habe ich mich entsetzt abgewendet. Dieser Mann schadet seinem Land, seiner Partei und leider auch der ganzen Welt. Er ist der Krankheit verfallen, an der zahllose Politiker und "Führer" gelitten haben: Nero - Wallenstein - Wilhelm II. - Adolf Hitler und viele andere - dem sogenannten Cäsarenwahn. Bei Trump ist es nach seinem Coup in Venezuela ausgebrochen. Ich habe schonmal geschrieben, es ist als ob er von Obelix´ Zaubertrank genippt hätte. Nein, es ist nicht spaßig. Der Mann muss einfach weg. Ich habe die Hoffnung, dass die Amerikaner ihn selber "aus dem Spiel nehmen" und dass J.D. Vance den Staffelstab übernimmt. Spätestens, wenn Trump die Midterms in den Sand gesetzt hat, wird es so weit sein. Dann wachen die Republikaner auf. Vielleicht knippst ihn auch irgendein Übereifriger ab. Ist im "Freiesten Land der Welt" durchaus möglich. Nein wirklich, der Kerl stört nur noch, er muss weg, egal wie.

Klaus Funke | Fr., 3. April 2026 - 10:44

Antwort auf von Sabine Lehmann

Ich gestehe, ich war zu Beginn seiner 2. Amtszeit fast so etwas wie ein Fan. Nun aber habe ich mich entsetzt abgewendet. Dieser Mann schadet seinem Land, seiner Partei und leider auch der ganzen Welt. Er ist der Krankheit verfallen, an der zahllose Politiker und "Führer" gelitten haben: Nero - Wallenstein - Wilhelm II. - Adolf Hitler und viele andere - dem sogenannten Cäsarenwahn. Bei Trump ist es nach seinem Coup in Venezuela ausgebrochen. Ich habe schonmal geschrieben, es ist als ob er von Obelix´ Zaubertrank genippt hätte. Nein, es ist nicht spaßig. Der Mann muss einfach weg. Ich habe die Hoffnung, dass die Amerikaner ihn selber "aus dem Spiel nehmen" und dass J.D. Vance den Staffelstab übernimmt. Spätestens, wenn Trump die Midterms in den Sand gesetzt hat, wird es so weit sein. Dann wachen die Republikaner auf. Vielleicht "knippst" ihn auch irgendein Übereifriger ab. Ist im "Freiesten Land der Welt" durchaus möglich. Nein wirklich, der Kerl stört nur noch, er muss weg, egal wie.

Thomas Veit | Fr., 3. April 2026 - 11:23

Antwort auf von Sabine Lehmann

Amtszeit ausschließlich mit duckmäuserischen Lakaien umgeben die ihm de facto nie! widersprechen..., das führt zur vollständigen intellektuellen Isolation... >> der Imperator dem keine schlechte Nachricht überbrachte werden darf, der ALLEINE BESTIMMT was sein darf und was nicht -- war alles schon mal da... >> 'Des Kaisers neue Kleider!' ☝

Kann man nur hoffen, dass in seinem Umfeld doch irgendwo noch Normaldenkende existieren...?? Aber sicher ist das nicht, zumindest nicht auf der Entscheidungsebene.

Gruselig, wenn man's zu Ende denkt.

PS: Zwei kranke Präsidenten hintereinander in der größten Militärmacht der Welt...!? Was ist da los, mit Amerika...?? Denn eines ist doch klar: WER? Trump wirklich ist..., das wusste man doch spätestens beim zweiten Mal bereits vorher..., und er hat ja u.a. in seinem Wahlkampf auch keinerlei Zweifel daran gelassen..., alles ganz offen... ...!?? 🤔

Tja - 'Wie bestellt...' - mal wieder...

Klaus Funke | Fr., 3. April 2026 - 12:31

Trump, den ich zu Beginn seiner 2. Amtszeit noch bewundert habe, ist mir Schritt für Schritt widerwärtiger geworden. Er leidet zunehmend unter einem "Cäsarenwahn", dieser Form der Schizzophrenie, von der viele Politiker und Völkeranführer befallen wurden. Nero, Napoleon, Hitler, nur um die bekanntesten Typen zu nennen. Und ja, er hat sich mit "Ja-Sagern und Schmeichlern umgeben, sodass ihm kein kritisches Wort zu Ohren kommt. Und wenn doch, dann rollen Köpfe. Wie lange er das durchhält, hängt davon ab, wie extrem er vorgeht. Wenn es zu bunt wird - und viel bunter kann es ja kaum werden - wird er abserviert. Und in den USA kann dies sehr plötzlich und sehr schnell gehen. Ich denke, er wird die Midterms verlieren. Dies könnte zum Beispiel so ein Anlass sein, den blanden Titan vom Thron zu stoßen. Fakt scheint mir auch, dass er sich mit dem Iran total verschätzt hat bzw. von Netanjahu entweder erpressen oder beschwatzen ließ. Der Iran liegt teilweise in Trümmern, ist aber nicht besiegt.

Konstantin Richter | Fr., 3. April 2026 - 12:57

Und (man) fragt sich, wie Amerika einen Krieg beendet, der ohne Plan begann und ohne Plan weitergeht...Trump hat ganz sicher keinen Plan. Genausowenig wie der deutsche Kaiser in WK I. Da aber die USA und Israel generalstabsmäßig zusammen zugeschlagen haben, denke ich, daß es einen Plan gibt. Israel kann es sich unter gar keinen Umständen leisten, eine Aktion dieser Größenordung "ohne Plan" durchzuführen. Der Gewinn für die gesamte Region wäre riesig, wenn dieses mafiöse Mullah/Revolutionsgarden-System verschwinden würde. Auch der strategische Gewinn für die USA wäre enorm, wenn sie die Straße von Hormuz kontrollieren würde. Ich denke, Trump darf sich austoben und zur Ablenkung den verrückten Kasper spielen - die Fäden werden von anderen gezogen.

Thomas Veit | Fr., 3. April 2026 - 14:18

Antwort auf von Konstantin Richter

und zwar AN ERSTER STELLE die Eindämmung iranischer Regionalmachtambitionen im Allgemeinen und die Unmöglichmachung iranischer Atomschläge gegen Israel im Speziellen... - beides absolut nachvollziehbar aus israelischer Sicht. Es geht dabei um die Existenz Israels, zweifellos.

AN ZWEITER STELLE steht für Israel die Möglichkeit eventuell vielleicht möglicherweise in diesem Kontext und mit Unterstützung der USA einen dauerhaften Regime-Change im Iran herbeizuführen, wenn es die Gunst der Stunde zulassen sollte, wobei die Israelis da deutlich realistischer sind als die Amerikaner, was die Zukunft des Iran angeht, ganz einfach weil sie wesentlich mehr authentische Informationen zu den Zuständen dort und auch den religiösen Verhältnissen und deren Bedeutung haben, im Gegensatz zur Entscheidungsebene Trump-Hegseth, die beide mMn sehr oberflächlich und undurchdacht agieren.

Alleine können die Israelis einen Regime-Change im Iran nicht stemmen..., und das wissen sie auch.

Thomas Veit | Fr., 3. April 2026 - 14:30

Antwort auf von Konstantin Richter

Und wie ein israelischer General neulich irgendwo im TV sagte (sinngemäß): "Im Minimum haben wir danach 15-20 Jahre Zeit gewonnen..., im günstigsten Fall bricht das Regime im Iran zusammen, oder eine Kombination aus beidem."

Das ist der 'Plan-Israel' - und dazu hat Netanjahu die USA erfolgreich eingeladen..., auf seinem letzten halböffentlichen Besuch bei Trump Mitte Februar..., da sind offensichtlich 'die Würfel endgültig gefallen...'

Für Israel: die optimale Lösung ihres akuten Iran-Problems ausgehend vom Status Quo - Dank Netanjahu...

Für die USA: ein militärisches Abenteuer als Fortsetzung Trump's unüberlegter erratischer Iran-Politik aus seiner ersten Amtszeit - Dank Trump's Hybris und unübertroffener Inkompetenz und Geltungssucht, mit z.Z. vollständig offenen Ausgang... ..., auch für Trump selbst. 🤔

Klaus Funke | Sa., 4. April 2026 - 12:50

Antwort auf von Thomas Veit

überall im Land, ist, das Anwachsen einer antiisraelischen Stimmung, vermischt mit alten Ressentiments gegen die Juden im Allgemeinen, und zwar im Osten stärker als im Westen. Und im gewissen Sinne, das sage ich ganz offen, ist da sogar was dran. Netanjahu ist kein Demokrat, auch kein Humanist. Er ist ein radikaler Zionist. Seine Amtszeit ist mit zahllosen Korruptionsfällen übersät. Er wurde rechtskräftig verurteil und der Europäische Gerichtshof hat ihn in eine Reihe mit Putin, Milosevic und Konsorten gestellt. Freilich fühlen sich die Israelis vom Iran bedroht und von dort gab es genügend verbale und auch echte Attacken gegen den jüdischen Staat. Die beiden Länder sind Feinde. Blutsfeinde. Und jeder wusste, irgendwann wird dieser gegenseitige Hass blutig ausgetragen. Dieses Irgendwann ist jetzt. Die USA sind mit Israel auf vielerlei Ebenen verflochten, in der Hauptsache im Finanzsektor. Trump konnte nicht anders, er musste Israel beistehen. Einen Sieg wird es indes nicht geben.