Skeptisch gegenüber Trumps Friedensplan? US-Außenminister Marco Rubio / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Julien de Rosa

Trumps Plan für die Ukraine - Belohnung für Putin oder Chance auf Frieden?

Donald Trumps „letztes Angebot“ für ein Abkommen zur Beendigung des Ukrainekriegs enthält Punkte, die für Kiew nicht akzeptabel scheinen. Dennoch sollte die ukrainische Führung den Trump-Plan keineswegs pauschal verwerfen.

Thomas Urban

Autoreninfo

Thomas Urban ist Journalist und Sachbuchautor. Er war Korrespondent in Warschau, Moskau und Kiew. Zuletzt von ihm erschienen: „Lexikon für Putin-Versteher“.

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Der Aggressor, der einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Nachbarn führt, wird belohnt. So interpretiert nicht nur die Führung in Kiew den angeblichen Friedensplan Donald Trumps für den seit elf Jahren andauernden russisch-ukrainischen Krieg, so sieht man es wohl auch in den meisten europäischen Hauptstädten. Laut dem Wallstreet Journal, das sich auf Quellen im Weißen Haus beruft, umfasst der Plan sieben Punkte. Allerdings sind mehrere von ihnen nach dem Stand der Dinge für Kiew nicht akzeptabel – und auch nicht für die Europäer, die sich der weiteren Unterstützung der Ukraine verschrieben haben. 

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Hans Süßenguth-Großmann | Mi., 23. April 2025 - 21:33

die europäische Staaten, die Willigen, bezahlen weitere Milliarden für einen einen nicht existenten Plan zum "Sieg". Und die EU Bürgern stehen in aller Ewigkeit fest an der Seite Kiews. Und alle Toten werden auferstehen.

Walter Bühler | Do., 24. April 2025 - 10:38

... mit der Ansicht Selenskis. Insofern liest man nichts neues.

Wie sagt aber schon Galilei: "Und die Erde bewegt sich doch...", auch wenn es Herrn Urban nicht gefällt.

Ach, wofür sind die vielen Ukrainer und Russen, diese ostslawischen und orthodoxen Brüder und Schwestern mit ihrer langen und leidvollen gemeinsamen Geschichte denn nun gestorben?

Hätte man nicht die Bevölkerung im Donbas abstimmen lassen können, wohin sie formal gehören wollen?

Der blanke Nationalismus - auch und gerade der ukrainische Bandera-Nationalismus - darf kein politisch akzeptabler Partner für demokratische Parteien Europas sein.

Wer in einem demokratischen Europa akzeptiert werden will, muss bereit sein, mit ALLEN Nachbarn und Minderheiten, die aus historischen Gründen vorhanden sind, FRIEDLICH zusammenzuleben. Ethnische Säuberungen innerhalb Europas dürfen niemalsunterstützt werden, erst recht wenn rechte Nationalisten sie lauthals fordern.

Christoph Kuhlmann | Fr., 25. April 2025 - 07:35

Russland muss ganz schön schwach sein, wenn es sich darauf einlässt. Es hat wieder Personal rekrutieren können und Militärfahrzeuge gebaut. Die Ukraine hat allerdings die Drohnenproduktion
auf mehrere Millionen Stück gesteigert und hat noch Waffen aus den Biden-Programmen. Gerade mit den Drohnen und der Artillerie lässt sich ein tödlicher Streifen von 10-15 Kilometern bilden, in dem die russischen Angriffe scheitern. So langsam begreift wahrscheinlich auch Russland, dass sie in dem Tempo noch Jahrzehnte weiter machen müssen um die Ukraine zu erobern. Alles was ihnen bleibt sind Raketen und Drohnenangriffe, während die Ukraine immer tiefer nach Russland hinein schießt um Munitionslager, Rüstungsfabriken uns andere militärisch wichtige Infrastruktur anzugreifen. Entscheidend sind die Sicherheitsgarantien. England und Frankreich sind Atommächte. Sie können russischen Atomdrohungen gelassener entgegensehen. Deutschland ist das nicht und damit im Falle einer Eskalation das erste Ziel.