Donald Trumps Kampfansage - Nach der Wahl ist vor der Wahl

Donald Trump ist zurück. Er wird den Kurs der Republikaner prägen und bei der nächsten Präsidentschaftswahl wieder als Kandidat antreten. Das hat er bei seiner ersten Rede nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus angekündigt. Für seinen Nachfolger Joe Biden könnte es tatsächlich schwer werden.

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Obwohl Donald Trump sein Amt als Präsident der USA verloren hat, wird er noch lange nicht verschwinden. / dpa

Autoreninfo

Thomas Jäger ist Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln. Er ist Mitglied des Wissenschaftlichen Direktoriums des Instituts für Europäische Politik.

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Thomas Jäger, Universität zu Köln

Donald Trump ist der augenscheinliche Parteivorsitzende der Republikaner und deren Favorit, um 2024 wieder für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. Er wird in den nächsten vier Jahren auf diesen Wahlkampf hinarbeiten, und Joe Biden wird, anders als seine Vorgänger, stets daran denken müssen, dass Trump ihm im Nacken sitzt.

Das klärt die Lage, engt Bidens Handlungsspielraum gleichzeitig ein. Denn Fehler seiner Administration, die sich nicht alle vermeiden lassen, und überraschende Ereignisse oder unkontrollierbare Entwicklungen wird Trump stets als Bidens Politik brandmarken. Begonnen hat er damit, einen Monat, nachdem er das Amt verlassen hat.

Trump wird nicht verschwinden

Seine Rede vor der Conservative Political Action Conference, die er am Wochenende in Florida gehalten hat, gab einen ersten Einblick in Trumps Strategie und Vorgehensweise. Trump hat in den vergangenen fünf Jahren demonstriert, wie er seine Anhänger von sich selbst und seinen Werturteilen überzeugen kann. Und dass diese Meinungen sich über die Zeit zu Einstellungen festigten. So sind heute acht von zehn seiner Wähler überzeugt, dass Trump die Wahl gewonnen hat und Biden zu Unrecht Präsident ist.

Ebenso viele republikanische Wähler wollen die Abtrünnigen aus Washington, die für das Impeachment gegen Trump stimmten, nicht wieder wählen. Und sechzig Prozent der republikanischen Basis wollen, dass Trump wieder antritt – weit vor dem Zweitplatzierten Mike Pence, für den sich zwölf Prozent aussprechen. 

Deshalb wird Trump die politische Entwicklung der USA in den nächsten vier Jahren mitprägen. Möglicherweise ab 2023 noch stärker als heute. Denn als Ziel gab er nun aus, bei den Wahlen 2022 beide Kammern des Kongresses für die Republikaner gewinnen zu wollen. Die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht, sind die Mehrheiten der Demokraten doch hauchdünn und büßt die regierende Partei häufig Sitze ein.

Der Wahlkampf hat begonnen

Mit Trumps Rede hat der Wahlkampf begonnen, etwas gedämpfter im Ton, aber die heiklen Themen ansprechend. Was hätte man sonst von ihm erwarten können? Eine Reflektion über seine Regierungszeit? Eine Diskussion des einschneidenden Sturms auf das Kapitol? Neue Ideen für eine neue Bewerbung? Nichts davon war zu hören. Trump blieb sich treu, ein wenig gebremster, aber mit dem Versprechen, das Gaspedal wieder voll durchzudrücken. 

Einen Monat habe es gedauert, so legte er die Propaganda-Messlatte an, um von „America First“ zu „America Last“ zu gelangen. Immerhin nennt er Präsident Biden inzwischen beim Namen, um ihn als schlechtesten Präsidenten im ersten Monat seiner Amtszeit zu charakterisieren. Dass Biden „schlecht“ sein würde, war klar, führt Trump aus, aber es kam noch schlimmer: der „schlechteste Start eines Präsidenten jemals“.

Trump griff dann seine üblichen Themen auf, betonte, was er in seiner Regierungszeit alles geleistet und wie rasch Biden alles wieder eingerissen habe. Begonnen hat die Auflistung mit der Südgrenze der USA: Zehntausende illegale Migranten kämen. Kriminelle und Menschenhändler profitierten von Biden. Denn der strebe offene Grenzen an. Flüchtlinge würden zu Tausenden kommen. Und damit, so Trump, Unsicherheit und Kriminalität. Er habe Biden sichere Grenzen hinterlassen, und der mache alle Erfolge zunichte.

Seine altbekannte Grundtaktik 

Dieselbe Argumentation setzt Trump für die „endlosen Kriege“ der USA an. Er habe sie beendet, und Biden sei nun dabei, das Engagement in Afghanistan zu verlängern. Denn Ende April, so hatte es die Trump-Administration mit den Taliban verhandelt, sollten die US-Soldaten das Land verlassen. Die Administration Biden fürchtet, dass die Taliban Afghanistan in kurzer Zeit wieder beherrschen und die Terrorgefahr steigt. Führt sie den Krieg weiter, wird Trump sie dafür geißeln; schlagen Terroristen zu, auch. 

Trump stellt sich gleichzeitig als der starke Anführer dar, vor dem die Gegner eingeknickt wären – hätte es nur den Wahlbetrug nicht gegeben (dazu später). Diese Denkfigur führte er zum Iran, dem Pariser Klimaabkommen und der WHO aus. Iran wäre an seiner harten Haltung zerbrochen; wie man dem Klimaabkommen ohne weitere Verhandlung beitreten könne, sei ebenso unverständlich wie die Rückkehr zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) ohne Beitragsrabatt. Biden, so die Rückseite dieser Argumentation, sei ein schlechter Verhandler, der ideologisch gefangen sei.

200 Dollar für eine Tankfüllung

Dazu führt Trump auch das Ende der Pipeline Keystone XL an, das viele Arbeitsplätze kosten würde. Geradezu schadenfroh ereiferte er sich über die Energiepolitik seines Nachfolgers, machte sich über Windenergie lustig und wünschte seinen Zuhörern viel Spaß an der Tankstelle: 200 Dollar für eine Tankfüllung, da sei doch froh, wer ein kleines Auto habe. Alles läuft auf das Argument hinaus, dass er zwei Mal die stärkste Wirtschaft aufgebaut habe – einmal vor dem „China-Virus“ und einmal danach. Biden an seinen eigenen – auch den vorgeblichen Erfolgen – zu messen, ist die Grundtaktik Trumps. Dazu würde es passen, wenn die Erfolge im Verlauf der nächsten drei Jahre langsam größer und größer würden. 

Während des Impeachments hatte Trump öffentlich gemutmaßt, er könne ja eine eigene Partei gründen. Das war die Drohung an die Abgeordneten und Senatoren, die sehr wohl wussten, dass ihm mehr als die Hälfte ihrer Wählerschaft folgen würde. Demokraten wollten in diesem Verfahren gerne die Spaltaxt zwischen den Trump-Mob und die republikanische Partei hauen.

Es klappte nicht, die Basis hielt zu ihm und die Abgeordneten zu ihren Privilegien. Das Ergebnis ist, dass die Republikaner sich nunmehr als Nationalpopulisten definieren. Die Grand Old Party, erklärte Trump, ist vereint, außer ein paar Washingtoner Außenseitern. Die gehören zum Establishment, gegen das sich die Partei der „richtigen“ Amerikaner auflehne.

Angemessene Interessenvertretung 

In Trumps Worten lautet das „Parteiprogramm“ im Kern, die kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen der amerikanischen Arbeiter zu vertreten, gleich welcher Herkunft diese sind. Bei Trump heißt das auch: Gerade die hispanischen Wähler würden die Partei unterstützen, wüssten diese doch, wie es in Venezuela aussieht und dass Biden angeblich den Sozialismus in den USA umsetzen möchte. Auch auf die Geschlechterbeziehungen geht Trump ein, indem er am Beispiel der Zulassung von Transgender zum Frauensport aufzeigen möchte, wie die Demokraten das gewachsene Amerika durcheinander bringen. 

Zehn Abgeordnete und eine Senatorin, die im Impeachment gegen Trump stimmten, stehen 2022 zur Wahl. Die Einheit der Partei wird daran abzulesen sein, wie eindeutig sie in den Vorwahlen geschlagen werden. 

Scharfe Kritik an Biden-Administration

Denn es sei an der republikanischen Partei, die jetzt zu Trumps Bewegung geworden ist, die USA zu definieren. Sie seien das wahre Amerika. Die außergewöhnliche Nation. Die Respekt für ihre Geschichte und ihre Flagge zeige. Dass Trump nach dem Sturm aufs Kapitol ein wenig Dampf aus diesem Teil seiner Reden nehmen würde, war zu erwarten. Und so kam es auch. 

Dafür zog er die Frontlinien zur Biden-Administration schärfer: Diese sei gegen Arbeitsplätze, gegen Familie, gegen Grenzen, gegen Energie, gegen Frauen und gegen Wissenschaft. Das definiert Felder, auf denen sowohl politischer Zorn entfacht werden kann als auch neue Wählergruppen angesprochen werden können. Die Aussage, dass Biden im Komplott mit der Lehrergewerkschaft eine ganze Generation an Schülern betrüge, brachte ihm kräftig Applaus ein. Dass Biden vor China einknickt, ebenfalls. Der Grundton aber wurde beibehalten: Die Republikaner dürfen die USA nicht den „Kommunisten“ überlassen. Damit ist die neue Administration gemeint. 

 Der „Game-Changer“ schlechthin

Genüsslich schlachtete Trump Bidens Fehlaussage aus, er habe bei Ankunft im Weißen Haus keinen Impfstoff vorgefunden. Oh doch, höhnte Trump, wir hatten uns sogar um Impfstoff für Joe Biden gekümmert. Auch wenn das Corona-Krisenmanagement von Trump von drei Vierteln der Amerikaner als katastrophal beurteilt wurde, muss dieses Urteil in den nächsten Jahren keinen Bestand haben.

Sein großer, gefeierter Corona-Gegenspieler Andrew Cuomo, Gouverneur von New York, wird inzwischen in den Umfragen gegen Null durchgereicht. Das könnte auch andersherum erfolgen. Denn Trump kann sich wirklich zuschreiben, dass er bei der Bestellung von Impfstoff – dem Game-Changer schlechthin – effektiver war als (fast) alle anderen. 

Die Geschichte vom Wahlbetrug ...

Seine Geschichte vom Wahlbetrug betonte der ehemalige Präsident erneut. Er habe die Wahlen gewonnen. Mehr Stimmen in den Vorwahlen und in den Wahlen, als je ein Präsident vor ihm. Ergo: Er könne gar nicht verloren haben. Besonders enttäuschend: Der Supreme Court sei seiner Pflicht nicht nachgekommen, Wahlbetrug festzustellen, ihm fehle der Mut. Daraus wurde dann das politische Ziel abgeleitet, in Zukunft für ehrliche Wahlen zu sorgen und den Demokraten nicht nochmals eine Chance zu geben, mittels eines „China-Virus“ die Wahlen zu korrumpieren. Wahlen nur in Person und an einem Tag, gelte es umzusetzen. 

Der entscheidende Satz aber war, dass Trump sich vielleicht entscheide, die Demokraten ein drittes Mal zu schlagen. Zum Ende seiner Rede konnte er die Freude darüber nicht halten. Der Wahlkampf in den USA ist eröffnet. 

Fritz Elvers | Mo, 1. März 2021 - 15:46

den Mississippi hinunter in den Golf von Mexiko, wie der Rheinländer sagen würde.

Allerdings, noch hat Onkel Joe kein Mittel gegen die Armut gefunden, im Gegenteil. Hier liegt der eigentliche Sprengstoff.

Romuald Veselic | Mo, 1. März 2021 - 15:47

etwas gedämpfter im Ton, aber die heiklen Themen ansprechend.
Welche Themen sonst sollte Donald T ansprechen? Nichtheikle Themen sind nur in D Hauptthema.
Das freut mich, dass er zurück ist und die Allesversteher, manische Selbsthasser, Cancel-Culture-Kommissare, Klima & Tiere statt Menschen Retten Politderwische, sollen in ihrem angeborenen Wahrheitsbesitz, auseinander laufen, wie die vom Marder verschreckten Hühner. Donald der Gutmenschenschreck.
Alte, weiße Männer aller Ländern vereinigt euch!
MfG & Streck den Mittelfinger 🤣

Bernhard K. Kopp | Di, 2. März 2021 - 08:11

In reply to by Romuald Veselic

Die mehr oder weniger wortgewaltigen Kulturkämpfer / Demagogen wollen nur davon ablenken, dass sie im Kern keine Erhöhung des Mindestlohns, keine Krankenversorgung für alle, und keine Reduzierung der Armut durch Bildung und Sozialpolitik haben wollen. Weil all das Sozialismus/Kommunismus sei. Auch die Finanzierung der Verkehrs-Infrastruktur durch, z.B. Mineralölsteuern, wäre Kommunismus. Die $ 200.- für eine Tankfüllung ist reiner, Popanz. Ca. $ 20.- mehr bei einer 80-Liter-Tankfüllung, wären aber wahrscheinlich sehr sinnvoll - sind aber Kommunismus. Die Kritik an vielen linken Ideen ist sogar weitgehend berechtigt. Sie dienen aber nur als emotionale Ablenkung vom dem um was es wirklich geht. Handfeste Interessen.

Romuald Veselic | Di, 2. März 2021 - 10:17

In reply to by Bernhard K. Kopp

das ewige Thema in D ist?
Haben wir hier in diesem Land (Deutschland) nicht genug eigene Probleme? Ich will sie jetzt nicht nennen, gibt's genug davon, deshalb mache mich lustig über die D-Sichtweise, die sich gerne anderswo abreagiert, anstatt daheim vor eigener Tür zu kehren. Das unerträgliche dabei ist, dass die D "Meinung" in hiesigen Medien transportiert, ist von sich selbst so beeindruckt, dass man glaubt, dass sie gottesgleich über Wolken schweben.
Ich weiß, was Kommunismus ist, denn ich dort gelebt hatte. Übrigens: Kuba, Venezuela, Nicaragua, Nordkorea - alles Länder mit dem Status, kurz vor der kommunistischer Erlösung zu stehen. Anderseits besitz Kommunismus das Spezifikum, dass keiner dorthin flüchten o. auswandern will. Woran liegt das? Und die D Medien sind die letzten, die über Kommunismus andere belehren brauchen, besonders die USA nicht. Egal wer dort Präsident ist.

Ronald Lehmann | Di, 2. März 2021 - 14:14

In reply to by Romuald Veselic

Als grauhaariger älterer Mann (der nicht zum alten Eisen gehören will) bin ich dabei, um mal auf diesen Narrenschiff ein Marschlied so laut zu singen, dass auch ein jeder in jeden Ort aus seiner Lethargie aufwacht. ;-)
MfG & nie den Humor verlieren.

Christoph Wirtz | Mo, 1. März 2021 - 16:09

... man diskutieren kann. Aber dass Biden einer der schwächsten US-Präsidenten ist, der dieses Amt je innehatte, kann man auch nicht ernsthaft bestreiten.

Seine zentrale Qualität ist, nicht Trump zu sein, und für einen "Kurs" des Unbestimmten zu stehen, der im Vorfeld der Wahlen keine Wählergruppe verschrecken durfte.

Darf man wissen, wie Sie diese Aussage begründen? Schon jetzt?

Halten wir mal fest: Es ist richtig, dass Biden vor allen Dingen als vernunftbegabte Alternative zu Trump gesehen wurde.
Klar ist er keine strahlende Neuauflage eines "Kennedys".

Aber das war Trump ja auch nicht. Vielmehr ein ältlicher, durchaus unappetitliches Großmaul, mit einer zumindest umstrittenen Geschäftsbilanz.

Der sich auf Golfplätzen und anderswo gerne mit milliardenschweren Freunden und Geschäftspartnern umgibt, und sich gleichzeitig als Kämpfer gegen die Eliten präsentiert.
Der sexistische Sprüche klopft, mit einem 30-Jahre jüngeren Ex-Modell verheiratet war, und sich gleichzeitig als Hoffnungsträger bei evangelikalen Radikalfrömmlern einschleimt.

Dazu ein paar nationalistische Sprüche, Lob für Rechtsextremisten, ein bisschen Militär gegen Migranten einsetzen (und nebenher jede Menge Waffen verticken) und schon jubelt auch der letzte Karl-Heinz bei uns.

Das ist dann wohl ein STARKER Präsident.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 1. März 2021 - 16:13

Ob sich die abtrünnigen Abgeordneten tatsächlich gründlich überlegt haben ihrem Zugpferd in den Rücken zu fallen?
Biden(Harris) jedenfalls bekommen es mit Sicherheit nicht einfach von Trump und seinen Anhängern gemacht. Von einer Überwindung der Spaltung und von Versöhnung merke ich jedenfalls bei Biden nichts. Hält der tatsächlich durch?
Ich bin mir sicher, dass die vielen Versuche, Trump zu kriminalisieren und für blöd darzustellen ihren Widerhall finden werden. Nicht, dass ich solche Schlammschlachten für gut heißen würde. Nur ist das leider derzeit das Niveau amerikanischer Wahlen und das nicht erst seit der Trump Wahl.
Vieles dürfte aber für Trump davon abhängen, was die Offenlegung seiner Steuererklärung ergibt und ob er finanziell wirklich stark genug ist. Denn eines weiß jedes Kind. Wahlen in den USA brauchen Geld, viel Geld. Wenn er sich, wie Sie schreiben Herr Jäger, in seiner Rhetorik einbremst und weniger twittert, könnte das durchaus was werden mit seinen Wiederwahl.

Schau`n mer mal, der scheint mir von vorgestern zu sein.
Dieses ganze Linke Gehampel läuft sich tot, bäumt sich momentan noch auf, ist aber chancenlos! Da gibt es auch nichts mehr zu diskutieren, nur noch gegenan!
Solidarität heißt nicht ich mach alles für dich egal was du machst, sondern jeder hilft sich selbstverantwortlich und man kann sich dabei gegenseitig stützen.

Hans Jürgen Wienroth | Mo, 1. März 2021 - 16:29

Danke für diesen neutr. Bericht über Trumps Rede. Biden will vielleicht nicht den Kommunismus, aber mit der Öffnung der Grenzen für Migranten verwirklicht er Ideen von der sozialistischen Weltbeglückung zu Lasten der eig., armen Bevölkerung. Der Kampf um die Arbeitsplätze wird härter (auch wg. Umweltschutz). Der Mindestlohn von 15 $ ist schon gescheitert, er hätte die US. Wirtschaft weiter benachteiligt. Die Reichen, die alles bezahlen sollen, haben ihr Geld ohnehin sicher untergebracht.
Mit der sogen. Rückkehr der „Weltpolizei“ USA und dem verbalen Angriff auf Russland werden Konflikte wieder verstärkt. Mit dem Wiedereintritt in die (unter chin. Lenkung stehenden) Weltorganisationen (incl. Klimaabk.) gibt Biden China mehr Macht. Wie will er mit freundl. Worten der Wirtschaftsmacht China entgegentreten? Die USA sind bei vielen Produkten von Chinas Lieferungen abhängig.
Ob die Wahl manipuliert wurde, wird ggf. die Zeit zeigen oder wenn Biden gegen die Tech-Konzerne vorgeht.

Für mich unverständlich aber bezeichnend, diese Form der Realitätsverdrängung...
Fakt ist: Die Wahl ist gelaufen. Bezogen auf die Anzahl aller gültigen Stimmen hat sich der Rückstand Trumps mehr als verdoppelt (2016 hatte er drei, 2020 sieben Millionen weniger Stimmen als Clinton bzw. Biden). Nach Wahlmännerstimmen lautete das Ergebnis im Dezember 232:306 - eine schöne Klatsche also für Trump. Die zuständigen Behörden, das FBI, der damalige Justizminister, internationale Wahlbeobachter und mehr als 60 Gerichtsurteile, zwei davon am Supreme Court, bestätigen, dass die Wahlfälschungsvorwürfe des Trump-Lagers vollkommen haltlos waren und sind.

Der Einzige, der nachweislich versucht hat, das Wahlergebnis zu manipulieren, ist Trump. Gegen ihn wird in dieser Angelegenheit ermittelt.

https://www.npr.org/2021/02/10/966332808/georgia-district-attorney-is-i…

Peter Sommerhalder | Mo, 1. März 2021 - 16:59

War er denn wirklich so schlimm?
Hat er wirklich der ganzen Welt geschadet?

Ich denke den Medien fehlt er am meisten und
mir fehlt er auch ein bisschen...

Albert Schultheis | Mo, 1. März 2021 - 23:00

In reply to by Peter Sommerhalder

Er hat sich geweigert, der amerikanische Nomenklatura die Zinksärge zu liefern - Joe Biden wird diesen Fehler sehr bald korrigieren.

Markus Michaelis | Mo, 1. März 2021 - 17:57

das ist möglich. Nach dem Bürgerkrieg haben die Republikaner glaube ich auch die "progressive" Seite vertreten, die Demokraten die (weiß)-nationale. Viele Migranten können mit dem intersektional-elitär-kosmopolitischen Weltbild der ganz progressiven Demokraten, der (Elite)-Unis und der NYT glaube ich auch nicht soviel anfangen. Trump und viele Republikaner wären sicher auch zu manchen Schwenks bereit, wenn es dafür die Macht und ein paar der eigenen Lieblingsthemen gibt - klassische Politik-Kompromisse also.

Das muss nicht schlecht sein, allerdings halte ich die Gefahr für groß. Trump ist so extrem, Teile seiner Basis auch. Auf der anderen Seite sind die Demokraten auch von immer mehr Extremen getrieben, z.B. den progressiv-intersektionalen Eliteunis und Elitemedien. Ob das irgendwie in einem normalen Kongress zusammenfinden kann, wird man sehen.

Bernd Muhlack | Mo, 1. März 2021 - 18:51

Werter Prof. Dr. Jäger,
was bitte soll ich mit diesem Artikel anfangen?
Haben Sie, weitere Autoren, noch veraltete "Trumpismen" abgeheftet, gespeichert welche man etwas aufgepeppt unters Volk streuen möchte?

Ich habe den Artikel lediglich quer gelesen.
Der Bidens Joe ist seit knapp 6 Wochen POTUS u Sie schreiben vom Beginn des Wahlkampfs!
"Der Wahlkampf ist eröffnet."

Immerhin sind seit heute wieder Frisörgeschäfte et al geöffnet.
Wen zur Hölle der "down gelockten" interessiert noch ein schwadronierender DT?

Ob Ihrer Kompetenz könnten Sie sich doch zum deutschen oder gar besser zum russischen Wahlkampf äußern, nicht wahr?
Wie wäre es mit einer Analyse des russischen Verfassungs-/Parteiensystems unter besonderer Begutachtung der Protagonisten PUTIN u NAWALNY?!
Kurz, knackig und zielführend - bei Interesse können sich die Ciceronen in das Thema vertiefen!

Am MI ist der nächste MP-BRegMerkel-Treff.
Man wird wohl den LD verlängern - u kurz danach widerrufen.
In RP, BW sind Wahlen ...

Albert Schultheis | Mo, 1. März 2021 - 22:54

Zu glauben, Trump sei nur eine narzisstische Eintagsfliege aus rein egoistischem Interesse. Nein, er ist Überzeugungstäter aus tiefstem Herzen! Und er hat eine Mission, die ihm hierzulande niemals jemand zugetraut hätte: Er tritt tatsächlich für seine Wählerklientel ein und diese glauben an ihn. Deshalb wird er sich nicht wie ein geschlagener und geschmähter Hund davonstehlen. Er ist wieder da mit vollem Elan und er wird in 3 Jahren wieder da sein und sie herausfordern, weil er weiß, dass hinter Biden und Harris nur leeres Stroh steckt - und dahinter eine kommunistische, radikalisierte Linke, die vor nichts zurückschreckt - das haben die brennenden Innenstädte gezeigt. Und die verbliebene amerikanische Mitte hat darauf nicht den geringsten Bock!

Christian Haustein | Di, 2. März 2021 - 01:09

Eins muss man Donald Trump ja lassen, er scheint sich relativ gelassen zu sein und sehr viel Mut zu haben. Wer Angela Merkel nach der Flüchtlingskrise und ihre psychische Verfassung danach erlebt hat, muss sagen sie hat das nicht gut weggesteckt. Man merkt dem Kerl an, dass er 3 Insolvenzen erlebt hat... Da hilft auch nicht noch so viel Hass und Häme, um ihn los zu kriegen.

Urban Will | Di, 2. März 2021 - 08:42

sondern der Kulturkampf geht in die nächste Phase.
Bidens Predigten von Einigung, etc. werden in Sande verlaufen, wie zu erwarten war.
Er hat nicht mehr die Kraft.
Und es war der falsche Ansatz, seine Präsidentschaft mit einem aussichtslosen Verfahren gg den Vorgänger zu beginnen.
Eine bessere Vorlage hätte man Trump nicht geben können.
Als Gottseibeiuns des linken mainstreams hat Trump aber auch – so meine feste Überzeugung – eine nicht unwichtige Rolle. Denn diesen kann man auch nicht gerade einen Segen für die Menschheit nennen.
Wir sehen in D, was passiert, wenn da keine „Gegenwehr“ "zugelassen" wird, wenn links – grüner Irrsinn politische Fakten schafft.

Man hat vier Jahre auf Trump eingeprügelt, ihm nicht den Hauch einer Chance gegeben, alles auch nicht gerade vorbildlich in Sachen „Ehrlichkeit“.
Nun ist er zurück und schlägt zurück.
War etwas anderes zu erwarten? Und wenn er wieder einzieht ins White House, wird die Welt auch nicht untergehen.

Peter Gegesy | Di, 2. März 2021 - 13:22

Werter Herr Professor der Politikwissenschaften, mit dieser Phrase scheint bei Ihnen wieder der voreingenommene parteiische Journalist durchgegangen zu sein, der sich im übrigen Text erfrteulicherweise und wider Erwarten kaum bemerkbar gemacht hat. Würden Sie bitte präzisieren, wieviel Prozent der ca. 74 Millionen Trumpwähler Sie dem „Trump-Mob“ zurechnen, die nun was Anderes zu sein scheinen, als Republikaner?

Karla Vetter | Di, 2. März 2021 - 20:28

wird die Amerikaner nie verstehen.Man muss schon tief in die Einwanderergeschichte gehen, um zu begreifen warum sie so ticken. Oder nach Ellis Island,der ersten Station nach Ankunft der Elendsgestalten im gelobten Land.Aufklärend ist auch eine Irlandreise die einem die Situation der Bevölkerung im Jahre 1850 zeigt.Ausgebeutet von den britischen Landlords,half nur die Flucht in die Freiheit.Alles war besser als Elend, Hunger und ein unerbittlicher Staat.Diesen Freiheitswillen und die Angst vor einer paternalistischen Staatskrake prägt die Menschen noch heute. Vollkaskobürger verstehen es einfach nicht.