Der iranische Botschafter in Indien, Mohammad Fathali, spricht am 13. April 2026 auf einer Pressekonferenz in der iranischen Botschaft in Neu-Delhi
Der iranische Botschafter in Indien, Mohammad Fathali, spricht am 13. April 2026 auf einer Pressekonferenz in der iranischen Botschaft in Neu-Delhi / picture alliance / Sipa USA | Hindustan Times

Trumps Krieg gegen den Iran - „Die Brüche im Regime werden immer sichtbarer“

Für den Iran ist die Straße von Hormuz vom Druckmittel zur Achillesferse geworden. Hans-Jakob Schindler erläutert, wie Teheran Schifffahrt und Märkte unter Druck setzt, warum die USA nun härter eingreifen – und ob scheiternde Verhandlungen in eine neue militärische Eskalation münden.

Clemens Traub

Autoreninfo

Clemens Traub ist Cicero-Redakteur. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Future For Fridays?“ im Quadriga-Verlag (Bastei Lübbe).

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Hans-Jakob Schindler ist Senior Director des Counter Extremism Project und ehemaliger Koordinator des ISIL-, Al-Qaida- und Taliban-Beobachtungsteams des UN-Sicherheitsrats. Darüber hinaus gehört er dem Beraterkreis des Bundesinnenministeriums zur Prävention und Bekämpfung von Islamismus an.

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Markus Michaelis | Di., 21. April 2026 - 15:59

Der Artikel liest sich (recht plausibel) so, dass die Lage für Iran eigentlich recht katastrophal ist. Viele Stimmen im Westen und im privaten Umfeld nehme ich so wahr, dass man eher meint wie offensichtlich nachteilig das Verhalten von Trump und Israel sei und man daher offensichtlich Iran Zugeständnisse machen müsse. Zumindest scheint das iranische Vorgehen nicht so verkehrt, dass es nicht auch sehr viele Leute überzeugen würde eher das zu tun, was Iran sich vorstellt?

Vermutlich ist Ihnen das auch klar. Ebenso wissen Sie nach meiner Einschätzung, wie die vielen Stimmen im Westen und Ihrem privaten Umfeld zustande kommen und folglich, was sie wirklich wert sind. Nicht dass ich das Vorgehen Trumps für sonderlich geschickt und ratonal hielte. Aber den Mullahs das Leben schwer (oder unmöglich)zu machen, sollte auf mehr Symphathie stoßen, als es derzeit der Fall ist. Auf eine Implossion der iranischen Führung hinzuarbeiten ist sicher kein Fehler. Das sehen Israel- und Amerikahasser aus der linken und rechten Ecke naturgemäß anders, aber das trübt halt der ideologische Tunnelblick die kognitiven Fähigkeiten. Richtig wird eine Überzeugung übrigens nicht dadurch, dass sich Mehrheiten hinter ihr versammeln.

dass Trump sein angekündigtes (großmäuliges) Ziel nun tatsächlich zu Ende bringt (Regime-Ende), oder will sich die Welt von einer handvoll demenzkranker Mullahs terrorisieren lassen?! Das Terror den LinXen und Grünen gefällt (Freunde aus alten Zeiten: PLO; RAF, MfS), dürfte klar sein. Am schlimmsten ist das geknechtete, gefolterte und gemordete Volk des Iran dran: was leider Grün-Linken nicht interessiert, weil .... ihnen Ideologie immer wichtiger ist! Andersdenkende/Andersgläubige sind bei Extremisten lebensunwertes Leben ... wie bei den gewissen rot-braunen NationalSOZIALISTEN!?
Aber was interessiert es denkende Menschen, wenn Terroristen aller Couleur ihren süß-sauren Senf zu lebenswichtigen Themen dazu schmieren?!

„Es begann 1968: es begann mit einer Generation, die ihre Herrschaft durch Vatermord erkämpfte. Die erste Hälfte ihres Lebens lebte sie von ihren Eltern und die zweite Hälfte ihres Lebens lebte diese Generation von ihren Enkeln. Sie hat durch ihren siegreichen Marsch durch die Institutionen – gerade in den bildungsrelevanten Bereichen wie Schule, Universität und in den Medien - einer Ideologie zum Sieg verholfen, die oft als rot-grüner Mainstream bezeichnet wird. Deren Wirklichkeitsfremdheit und die daraus resultierenden verheerenden Folgen auf die deutsche Gesellschaft sind von Tag zu Tat immer augenscheinlicher zu besichtigen.“
(Klaus-Rüdiger Mai „Geht der Kirchen der Glaube aus – eine Streitschrift“)

soistes | Di., 21. April 2026 - 18:59

die Reise nach Jerusalem hat für den Iran begonnen. Mögen die Spiele hiermit eröffnet sein.

Donald Trump mag ein ziemlich verrückter Mensch sein, aber die Strategie in seinem Backoffice mit der Straße von Hormuz gefällt mir außerordentlich gut.

Es wird Zeit das sich dieses "hochkarätige Krebsgeschwür" in einzelne Stücke zerreißt.

Ach ja Europa muss dringend die Schotten dicht machen. Wir schaffen das!

Notfalls mit einem neuen Stadtteil Bullerbü direkt im Iran. Dann hätten wir bei uns diese Art von Diskussionen ein für alle mal erledigt. Am besten noch mit der 4,8 % Parteiorganisation & die Heidi Organisation die als Reiseführer agieren müssen.

Das kann dann gleichmäßig auf Kuba, Venezuela & im Iran aufmachen.

Danach kann Donald Trump gerne noch das Lied "Like ice in the sunshine" aufdrehen, damit man dann nicht die neuen aufgebrachten Leute unmittelbar so hört. Ironie off.

Bis dahin gilt es noch etwas durchzuhalten mit den steigenden Preisen. Auch das geht wieder vorbei.

Klaus Funke | Di., 21. April 2026 - 21:24

Antwort auf von soistes

Hier geht es um andere Dimensionen. Trump betreibt eine Art Hinhaltetaktik. So tun als ob - verhandeln nämlich. In Wahrheit wird eine Bodenoperation vorbereitet. Und die geht demnächst los. Doch die Cowboylogik wird dieses Mal nicht aufgehen. Eine Bodenoperation wird die US-Army arg in Bedrängnis bringen, mit fatalem Ausgang. Trump wird sein Vietnamerlebnis haben. Darauf könnte ich wetten. Und wenn er in seinem Übermut dann auch noch über Kuba herfallen will, wird es für ihn doppelt schlimm. Bis zum Ende des Jahres werden wir den Trump los sein. Er wird ein geschlagener Präsident sein. Tja, wer nicht hören will und sich auf seinen schon ziemlich schwachen Testosteronspiegel verlässt, der muss die Folgen hinnehmen. Aus, Mr. President. No way more.

Ein typischer Funke-Kommentar, inspiriert durch pathologischen Antiamerikanismus. Ihnen ist doch völlig egal, ob ein Trump, ein Obama, ein Reagan oder Carter im Weißen Haus sitzt. Manchmal kommen Sie mir vor, als könnten Sie die Niederlagen diktatorischer Regime nicht verdauen. Ihre Wette bezüglich der Bodenoffensive würden Sie jedenfalls verlieren. Und Kuba - das erledigt sich früher oder später selbst. Kaum ein Land Mittelamerkas und kein Bewohner der vielen Karibikinseln würde wie Kuba sein, auf Kuba leben wollen. Ausnahmen: Nicaragua und Venezuela, wo die Bevölkerung nicht gefragt wird. Und da sind wir dann wieder bei Ihrer Vorliebe für Diktaturen.

Klaus Funke | Do., 23. April 2026 - 10:14

Antwort auf von Robert Hans Stein

Mach Ihnen das Spaß? Vielen Dank. Jeder outet sich auf seine Weise. Auch Sie, Stein.

Hans Süßenguth-Großmann | Di., 21. April 2026 - 21:57

mit Enthauptungsschlägen, nur das es immer wieder neue Häupter gibt. Keine Organisation ob Hisbollah oder Hamas hat bisher aufgegeben. Das ist eine interessante Vorstellung, dass im Iran irgendjemand in Jerusalem nachfragt, ob er auf der Abschussliste steht und dann dankend ablehnt.
Ich frage mich in welchen Jahrhundert wir leben, in der Kanonenboot Politik des 19. Jhd?
Es gibt auch Kunden des iranischen Öls die es nicht akzeptieren werden auf die Dauer vor verschlossener Tür zu stehen. Wir werden sehen wie Trump in Peking empfangen wird.