Trump gegen Clinton - „Jetzt hat er seinen letzten Wähler verprellt“

Das erste Fernsehduell zwischen den Präsidentschaftskandidaten in den USA konnte Hillary Clinton für sich entscheiden. Ihr Kontrahent Donald Trump verstrickte sich in Widersprüche und haltlose Spekulationen. Eva C. Schweitzer hat den Abend in New York miterlebt

Der Republikaner Donald Trump und die Demokratin Hillary Clinton bei der TV-Debatte an der Hofstra Universität im Bundesstaat New York
Hillary Clinton zeigte sich bei dem TV-Duell angriffslustiger als sonst / picture alliance

Autoreninfo

Eva C. Schweitzer arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen in New York und Berlin. Ihr neuestes Buch ist "Europa im Visier der USA"

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Was ist Donald Trumps größte Stärke? „Mein Temperament.“ Und warum ist er so schlau? „Weil ich keine Steuern bezahle.“ Hat er als Geschäftsmann Auftragnehmer übers Ohr gehauen? „Wahrscheinlich haben die schlechte Arbeit abgeliefert.“ Dann verteidigt seine Sprüche zur Immobilienkrise von 2008. „Geschäft ist eben Geschäft.“ Er wird immer bizarrer.

Donald Trump und Hillary Clinton, die Debatte aus der Hofstra University, kommt über Amerika wie eine Mischung aus römischem Zirkus und Superbowl. Auf allen Sendeanstalten wird sie live übertragen. Dabei blieb uns das trashigste erspart: Ursprünglich wollte Trump Gennifer Flowers in der ersten Reihe platzieren, die Ex-Geliebte von Bill Clinton. Das klappte irgendwie nicht. Doch es bremste die Welle von Publicity im Vorfeld keineswegs, die zum Gutteil Meta ist: Sollen Journalisten die Argumente der Kandidaten einem Faktencheck unterziehen? Oder ist das der Job des Kontrahenten? Schließlich erklärt Bloomberg, der Wirtschaftsender, man werde während der Debatte live factchecken. Nun zieht die New York Times nach, und die Twittersphere explodiert sowieso.

Das ultimative Fernseherlebnis

In den Stunden vor dem Duell scheint ganz New York nervös. Immerhin, beide Kandidaten sind New Yorker. Das gab es schon lange nicht mehr. Auf dem Times Square schimmern ihre riesigen Gesichter über die Menge. Im Hofbräuhaus an der Third Avenue läuft CNN, die Moderatoren beplaudern leere Stuhlreihen in gespannter Erwartung. Hier sind Trump-Fans, die aber nicht darüber reden wollen. Bei Rudy‘s, einer traditionellen Säuferkneipe im Viertel Hell‘s Kitchen, wird das Baseballspiel abgeschaltet, als die Kandidaten auftreten. Das eher linke Publikum buht Trumps Sprüche aus und beklatscht Clintons elegante Konter. Den ersten Kneipenbeifall bekommt sie, als sie sagt, „Donald, du lebst in deiner eigenen Realität“. Er nennt sie Secretary, nach ihrer letzten Position als Außenministerin, sie nennt ihn Donald. Sie lächelt, und ihre Stimme ist in der richtigen Tonlage. Nie schrill, nie aufgeregt. Er versucht immer wieder, sie zu unterbrechen, aber sie plaudert lächelnd darüber hinweg.

Natürlich guckt nicht nur New York, sondern ganz Amerika. Kalifornien. Texas. Und die Welt. Freunde bestätigen sich gegenseitig auf Facebook, wie gut Clinton sich hält. Einer postet aus Australien, eine andere aus Hanoi. Ein paar späte Deutsche schlagen sich auf die Seite der Demokratin. Es ist das ultimative Fernseherlebnis.

„Wir können nicht der Weltpolizist sein“

Clinton bleibt die Stärkere. Am Anfang sammelt Trump noch ein paar Punkte. Er beschwert sich über das Freihandelsabkommen Nafta, die Chinesen und die Mexikaner, die Amerika ausnutzten. Das ist an die Swing States im Rust Belt gerichtet, die früheren Industriestaaten, in denen die Wahl entschieden wird. Dann räumt er den Globus auf. Er schimpft über die Deutschen und die Japaner, die sich von Amerika ihre Sicherheit finanzieren ließen. „Wir können nicht der Weltpolizist sein.“ Und die Iraner, mit denen hätte Obama einen ganz schlechten Deal geschlossen, darüber sei auch Israels Präsident Bibi Netanyahu unglücklich, der sei kein „happy camper“. Und dann der Irakkrieg: Erst war Trump angeblich dagegen, dann wollte er die Truppen doch lieber nicht aus dem Irak abziehen, und vor allem wollte er das Öl mitnehmen.

Clinton fährt ihm in allen Punkten in die Parade. Außenpolitik ist ihre Stärke. Aber Amerikaner interessieren sich mehr für Innenpolitik. Der Moderator, Lester Holt vom Fernseh-Sender NBC, fragt Trump nun nach den schwierigen Rassenbeziehungen. Clinton hat die Schwarzen hinter sich, und die Hispanics. Trump tritt die Flucht nach vorne an. Er spricht von „Law and Order“, auch von „Stop and Frisk “, wie es Rudy Giuliani, der Ex-Bürgermeister von New York vorgemacht habe, wo die Polizei junge schwarze und hispanische Männer auf Verdacht durchsuchte (inzwischen wurde das gerichtlich untersagt). Das müsse auch in Chicago passieren, wo es Tausende von Toten gebe. „Wir müssen den bösen Menschen die Gewehre wegnehmen“, sagt Trump, nur um im nächsten Satz zu betonen, die US-Waffenlobby NRA sei „großartig“.

Clinton in der Offensive

Clintons Schwäche war bisher, dass sie wenig Programm geboten und ihre Zeit bisher hauptsächlich damit verbracht hat, Attacken von Trump abzuwehren, statt eigene Ideen vorzustellen. Nun, beim TV-Duell, greift sie an, er wehrt ab. „Ein Mann, der seine Tweets nicht unter Kontrolle hat, sollte nicht in der Nähe von Nuklearwaffen sein“, ist einer der Clinton-Sprüche, den sie garantiert vorher auswendig gelernt hat. Ein Programm hat sie immer noch nicht, aber es fällt viel weniger auf.

Trump verstrickt sich in Nebenkriegsschauplätze und Widersprüche. Erst Clintons verlorene Emails, dann seine Steuererklärung, die er immer noch nicht vorgelegt hat, weil sie angeblich dauernd bei der Steuerprüfung sei. Mal streitet er Dinge ab, die er nachweislich gesagt hat, mal gibt er sie schulterzuckend zu. Etwa die Aussage, dass die Chinesen den Klimawandel erfunden hätten, um die Amerikaner zu ärgern. Oder dass er behauptet hatte, Obama sei nicht in Amerika geboren. Und ja, er habe die Schauspielerin Rosie O‘Donnell eine „fette Schlampe“ genannt. Aber die könne sowieso keiner leiden. Dann fragt er, ob hinter dem Hackerangriff auf die Demokraten vom Frühsommer nicht irgendein „400-Pfund-Mann aus Amerika“ stecke. „Jetzt hat er seinen letzten Wähler verprellt“, ist daraufhin auf Twitter zu lesen.

Trump „eitel“, Clinton „langweilig“

Die Debatte ist zu Ende. Der einzige Trump-Fan bei Rudy‘s, erkennbar an der roten „Make America Great Again“-Mütze, erleidet einen Schwächeanfall. Ein Krankenwagen wird geholt. Draußen interviewt ein Internetpionier von einer belgischen Videowebsite Passantinnen über ihre Meinung zu Clinton. Die Late-Night-Shows von Stephen Colbert und Seth Meyers, die sonst aufgezeichnet werden, laufen heute live. Das gab es praktisch noch nie.

100 Millionen Menschen haben die Debatte gesehen. Trump bekommt keine guten Kritiken. John Podhoretz nennt Clinton in Rupert Murdochs Revolverblatt New York Post „gut vorbereitet“, wenngleich „langweilig“. Trump sei aufregend gewesen, aber nachgerade peinlich undiszipliniert, eitel und faul.

Als ich zuhause ankomme, erwarten mich 20 E-Mails. Alle von Donald Trump. Darin erklärt er mir, dass er die Debatte gewonnen habe, auf allen Ebenen. Mal schauen, ob die Wähler das im November auch so sehen.

Thomas Bonsack | Di, 27. September 2016 - 11:33

Allerorts schallt es uns um die Ohren, dass doch Frau Clinton als eindeutige Siegerin aus dem Duell hervorgeht. Auch dieser Artikel trägt dazu bei, da ist von "Clinton bleibt die Stärkere" oder "Clinton fährt ihm in allen Punkten in die Parade" zu lesen. Vielleicht ist aber auch nur ein wenig hineininterpretiert, was in Wirklichkeit gar nicht so da ist. In Wahrheit war Trump vielleicht nicht so stark wie erwatet oder von einigen erhofft. Das heißt aber nicht gleichzeitig das Frau Clinton gut war, auch wenn sie nicht schlecht war. Das liegt an der Erwartungshaltung und die Latte liegt bei Frau Clinton nicht besonders hoch. Möglicherweise hat sie die Erwartungshaltungen sogar übertroffen, aber mehr ist es dann auch nicht.

Christa Wallau | Di, 27. September 2016 - 11:37

Die Amerikaner haben die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Im Grunde wählen sie nur eine Marionette, die ihre Rolle spielt, gezogen an den Fäden derer, die mit ihrem Geld und ihren Netzwerken die eigentliche Macht in Händen haben.

Weil Trump sich unabhängiger geriert als Clinton, da er über eigenes Kapital verfügt,
und weil er dem Establishment seine heuchlerische political correctness um die Ohren haut, bringt er etwas Unterhaltung in die Sache und vermittelt dem "Volk" für kurze Zeit mal das Gefühl, irgendeine Relevanz zu
besitzen. Allein deshalb jubeln ihm viele US-Bürger zu.

Höchst wahrscheinlich wird Clinton die Wahl gewinnen...
...and the show will go on.
Same procedure as every year.

Eigentlich wissen wir in Deutschland nur das über Trump, was Frau Slomka und Herr Kleber über ihn zu wissen meinen!
Meine Sympathien hat er allerdings alleine damit gewonnen, indem er Frau Merkel als "irrsinnig" bezeichnet hat. Mehr ist gar nicht nötig, weil wir gar keinen Einfluss auf diese Wahl haben... und DAS macht uns, als moralische Supermacht wohl am meisten zu schaffen.

Frank Goller | Di, 27. September 2016 - 11:40

Die Berichterstattung ist offensichtliche Meinungsmache und hat nichts mit der Realität zu tun. Ich habe die Debatte komplett gesehen und auch wenn Trump gegen Ende etwas temperamentvoller wurde, ist es vollkommen absurd davon zu sprechen er wurde vorgeführt. Frau Clinton würde ich für den Oscar vorschlagen, zudem dieses ständige, aufgesetzte Grinsen.

Reinhard Oldemeier | Di, 27. September 2016 - 12:25

Gut, es mag sein das Donald Trump die TV-Show verstolpert hat.
Aber es sagt noch nichts über das Endergebnis aus.
Leider wird über die Kandidaten unter 15% nicht genug berichtet. Viele Amerikaner sind in der Graswurzelbewegung verhaftet. Obama hat die erste Präsidentschaft dieser Bewegung zu verdanken. Aber auch Bill Clinton konnte 2x die Präsidentschaft gewinnen, weil die kleinen Kandidaten den Republikanern Stimmen weg genommen haben.
Also Hillary Clinton hat ein TV-Interview gewonnen mehr und nicht weniger.
Ich denke mal die großen Medienanstalten mögen zwar jetzt Hillary auf Ihr Schild heben, aber die Kleinen Kandidaten werden durch das Land tingeln und versuchen Stimmen einzusammeln. Man muß bedenken Bernie Sanders hat Hillary Clinton die Unterstützung versprochen, aber er tut dies sehr in Moll. Also kann es durchaus sein das Frau Clinton sich nicht sicher sein kann, ob die Stimmen von Bernie Sanders auch bei ihr ankommen.
Bei den Republikanern sieht es ähnlich aus.

Wolfgang Tröbner | Di, 27. September 2016 - 12:38

Als Hillary sich vor 8 Jahren anschickte, Obama die Tour als Präsidentschaftskandidaten zu vermasseln, hörte man insbesondere auch in den deutschen Medien wenig Schmeichelhaftes über sie. Es war sogar die Rede von der "Hexe". Und nun, ganz plötzlich, ihre wundersame Wandlung zur positiven Lichtgestalt. Wie sich doch die Zeiten ändern. Nun heißt es "Außenpolitik ist ihre Stärke". Was, bitteschön, hat sie denn geleistet als Außenministerin? Gab es da nicht mal die Bombardierung von Tripolis und danach die sogen. E-Mail-Affäre? Hat Trump (der, falls gewählt, sicher keinen guten US-Präsidenten abgäbe), nicht irgendwie Recht, wenn er Hillary bezichtigt, an der Entstehung von IS beteiligt und letzten Endes damit auch für die Auslösung der Flüchtlingskrise mitverantwortlich zu sein?

Clinton ist mit Sicherheit eine sehr intelligente Frau. Das macht sie aber nicht automatisch zu einer ebenso guten Politikerin. Ich habe da so meine Zweifel.

Hermann König | Di, 27. September 2016 - 14:00

Ich war zwar nicht in der angesagten New Yorker Kneipe, sondern saß - zugegeben ein bisschen schläfrig - zu Hause vor dem Fernseher. Dennoch kann ich mich (als Berufskollege, Chefredakteur a.D.) der Sichtweise der Kollegin Schweitzer nicht anschließen: Das Fernsehduell war ohne Spannung, um nicht zu sagen langweilig. Mit einer inhaltlich zwar beschlagenen, aber äußerst uninteressiert-langweilig wirkenden Hillary Clinton und einem Donald Trump, der sich für meine Begriffe erstaunlich im Griff hatte und mit viel Verve unterwegs war. Sollte Trump viel Falsches gesagt haben, dann hätte der Moderator dies jorunalistisch-klärend deutlich machen müssen. Offen gesagt: Ich bin froh, weder Frau Clinton noch Herrn Trump wählen zu müssen. Hat Amerika wirklich keine besseren Kandidaten für das Präsidenten-Amt? Was kommt da auf Europa und die Welt künftig zu?

Willi Mathes | Di, 27. September 2016 - 14:11

Wenn sich Frau Schweitzer damit nicht irrt. Ein Mensch wählt nicht nach " Polit-shows " sondern
aus Gefühl und Überzeugung !

Gruss Willi

Wolfgang Frommann | Di, 27. September 2016 - 14:29

Trump wirkte souveräner und wirkt als Politikneuling ehrlicher als Frau Clinton, die nicht in der Lage war ihre politischen Erfolge zu erläutern, sondern verwies immer wieder auf etwaige Äußerungen wie z.B. Irakkrieg von Herrn Trump und seinem Reichtum. Hier hat Trump sich großzügig verhalten, denn er erwähnte nicht den heutigen Reichtum der Clintons, sondern schwieg dazu. Die außenpolitische Klarheit von Trump ist bestechend, er will nicht mehr der Ordnungsdienst der ganzen Welt sein. Auch im Beispiel New York bzgl. der Kriminalität zeigte er eine klare Linie. Wie hart er auch im Justizwesen sein wird, werden wir erleben. Auch wie er Arbeitsplätze schaffen will, sagte er klar. Den Friedensnobelpreis für großartige Worte wird er nicht erhalten. Obama erhielt ihn und handelte entgegengesetzt. Nun ja, entscheiden tun die US-Amerikaner. Von den beiden Kandidaten ist Trump die bessere Wahl, weil er nicht schon 30 Jahre im politischen Klüngel tätig ist!

Karola Schramm | Di, 27. September 2016 - 14:31

20 E-Mails von Trump ? Die würde ich an Ihrer Stelle aufbewahren, liebe Frau Schweitzer, wer weiß ? Als Präsindet könnten sie sehr wertvoll werden...
Ansonsten - es ist wie hier. Zwischen Pest und Cholera wählen zu müssen - eine Strafe. Wobei wir hier ja noch fein raus sind - wir können die Tierschutzpartei wählen, Die Frauen oder andere...
Amerika sollte mehrere Parteien haben, dann hörte dieser ausweglose Kampf um die Stimmen und die Betrugsmöglichkeiten auch auf. Zwischen zwei schlechten wählen zu müssen ist genauso schlecht wie zwischen zwei guten wählen zu müssen.

Jedenfalls freut es mich, dass Clinton keinen Schwächeanfall bekommen hat und wusste, wie sie Trump zu nehmen hat.
Weihnachten wissen wir mehr.

Arno Doll | Di, 27. September 2016 - 14:50

Es war schon auffallend, dass Trump beim Thema Sicherheitspolitik - ständig wiederholend - Atomwaffenvertrag mit dem Iran als den schlimmsten Vertrag aller Zeiten verteufelte. Er steigerte sich, als Clinton darauf hinwies, dass dieser Vertrag - von Russland und China mit unterschrieben- endgültig auf das Thema Atomkriaft und Atombomben im Iran enen Deckel draufsetzte. Trumps Tiraden gegen diesen Vertrag mit dem Iran waren deckungsgleich mit den seinerzeitigen Tiraden des Herr Netanjahu, den er nur wenige Tage vorher getroffen hatte. Und prompt: Nethanjahu hielt das Stöckchen hin undTrump sprang drüber. Es müsste nunmehr dem Letzten auchklar geworden sein, was Trump für ein Friedensrisiko ist, sollte er die Hoheit über die Waffenarsenale und Atombomben bekommen.

Stuart Massion | Di, 27. September 2016 - 14:53

...die Ebene der Dummheit. Leider können viele Amerikaner nicht mehr Intelligenz von Dummheit unterscheiden. Trump hat sich einmal gebrüstet, dass er jemanden auf Fifth Avenue am hellichsten Tag ermorden könnte und seine Anhänger würden ihn trotzdem unterstützen. Ja, Clinton hat eindeutig die erste Debatte gewonnen. Aber die "Deplorables" von Trump sind in ihrem Hass auf die multikulturelle amerikanische Gesellschaft so festgefahren, dass es denen nichts bedeutet. Ich brauchte nicht Debatten, um meine Entscheidung zu treffen. Ich habe schon vor den Debatten per Briefwahl für Clinton/Kaine gestimmt.

Matthias Noack | Di, 27. September 2016 - 15:31

reden alle Mainstream-Medien davon dass Frau Clinton dieses Duell gewonnen hat? Es gab nichts zu gewinnen. Der größte Schmutz kommt immer noch kurz vor der Wahl hoch. Was ist wenn Clinton beim nächsten Duell anstatt zu antworten 15 Minuten hustet? Trump ist seriös aufgetreten und war nicht der Krawallmacher wie sonst, dadurch kriegt er eher Zulauf, wenn Leute sehen dass er auch anders kann. Die, die seine rohen Seiten mögen bleiben auch bei ihm.

hans jürgen laumann | Di, 27. September 2016 - 18:43

Es erstaunt i
mit welcher "Selbstsicherheit" die Medien die Eine
oder den Anderen zu Siegern erklären; bei diesem
Theater hat keiner gewonnen. Entscheiden werden
die noch Unentschlossenen; verloren hat jetzt schon
Amerika....

Wilhelm Maier | Di, 27. September 2016 - 19:13

„Clinton bleibt die Stärkere.“ , na ja, als erfahrene „Politik -lügnerin“mit sehr Größe -erfahrung bei den -sachen, wie auch fast alle -politiker auf der Welt, ist sie für das plappern viel erfahrener als Trump. Ob das alles -sinn macht ist andere frage. Hollywood lasst grüßen. Schauspiele in der Politik ist nicht das wichtigste. Aber sie machen so-wie-so nur Blödsinn, und das Volk muss das austragen.

Dimitri Gales | Di, 27. September 2016 - 21:28

Ich habe Kommentare direkt aus den USA bekommen, die etwas anderes aussagen: dananch festigt Trump sein Wählerpotenzial. Insbesondere die Einwandererfrage und Sicherheitsprobleme bringen ihm Wähler, aber das ist anscheinend nicht das Entscheidende: neben Patriotismus spielt "Anti-Establishment" eine grosse Rolle; Clinton gilt als typische Vertreterin des Establishments und des Neureichen-Geldadels, der Wallstreet (und anderen mächtigen Lobbys) wohl gesonnen ist.
Die Debatte hat nur gezeigt, dass sich Clinton gut auf darauf vorbereit hat, sie war fleissig, wie eine Streberin in der Schule. Aber ob das ausreichen wird? Eventuell nur, wenn sie genügend schwarze Wähler an die Wahlurnen bringen kann.

Johann Kruse | Di, 27. September 2016 - 21:45

...was hier so zu lesen ist. Trump ist die Personifizierung der Ignoranz, ein großmäuliger Rassist und Immobilienhai, der ungeniert und frech lügt und gegen Andersdenkende hetzt, ohne jeden Intellekt, charakterliche Eignung, geschweige denn Sachkompetenz. Wie groß muss der Hass auf das "Establishment" sein, solch eine Gestalt zu wählen? Jeder denkende Mensch würde selbst Mickey Mouse diesem Wahnsinnigen vorziehen. Zur Erinnerung ein Zitat: "Wenn wir Nuklearwaffen haben, warum setzen wir sie nicht ein?".

Benno Braun | Mi, 28. September 2016 - 08:19

Hier ist es egal wer das Rededuell für sich entschieden hat, sie lügen alle beide das der Richter vom Stuhl fällt er über seine Vergangenheit was seine Geschäfte angeht jeder kleinen Amerikaner würde so eins auf die Mütze bekommen, wenn er so ein Steuerhinterzieher wäre wie Trump. Nur eines seiner gesetzlichen verfehlungen. Die lächelnde und frustrierte Clinton ist für mich mit verantwortlich für das Chaos im Nahen Osten und die damit einhergehenden Probleme in Europa mit den Flüchtlingen alles so gewollt von den Amis. Denen geht es nur um Macht in der Welt und Europa instabil zu machen. Wir vergessen, das wir nur einen Waffenstillstand haben hier in Deutschland keinen Friedensvertrag nach 71 Jahren nach Kriegsende. Ich traue keinem von beiden eine gute Präsidentschaft zu alles nur gesteuerte Marionetten des Kapitals zu der Gesellschaft sie auch zählen. Es wird sich nicht's ändern genausowenig wie bei Obamas Präsidentschaft alles beim alten. Cuantanmo gibt es immer noch usw.

Marc Reimers | Mi, 28. September 2016 - 08:20

Bei der gewöhnlichen Einschätzung des Duells Clinton hätte glorreich den Endsieg errungen, ist meist die eigene Ideologie im Weg. Clinton kämpft gegen einen politischen Amateur und das verzweifelt. Clinton ist gemeinhin dermaßen unbeliebt, weil sie beim Wähler als aalglatt, durchtrieben, redegewandt und falsch angesehen wird. Da wird ihr sicher kein Rededuell helfen. Clinton kann nur verlieren. Das wissen auch all ihre Beobachter und Unterstützer, die im Nachgang verzweifelt bemüht sind aus allem einen deutlichen Sieg herauszuputzen. Im Ergebnis wird dieses Rededuell irrelevant bleiben.

robert renk | Mi, 28. September 2016 - 09:50

Trump geht gar nicht, der Mann ist ja nur peinlich !
Das wär ja noch auszuhalten, aber wahrscheinlich ist er auch gefährlich.
Und so gilt der Spruch "unter den Blinden ist der einäugige König" in diesem Fall Königin.

Hubert Knapp | Mi, 28. September 2016 - 12:36

Wer hätte das gedacht. Was das TV-Duell geändert haben soll, ist dem Artikel nicht zu entnehmen. Wetten auf TV-Shows sind für den Wähler nicht maßgeblich. Beide Kandidaten haben sich so präsentiert, wie sie auch vorher von den Bürgern wahrgenommen wurden. Clinton hat ihre Hausaufgaben gemacht, alle Argumente, samt ihrer Steuererklärung, sorgfältig zur Präsentation vorbereitet, wie es sich für eine professionelle Politikerin des Establishments gehört. Trump hat dagegen wie ein Mensch reagiert, spontan, emotional, fehlbar. Mühelos, eine Identifikationsfigur des amerikanischen Staatsbürgers.
Ich fürchte, der "letzte" Trump-Wähler ist noch in weiter Ferne, hinter einer seeehr langen Schlange.
Es bleibt spannend.

Andreas Balmert | Mi, 28. September 2016 - 20:16

dass die US-amerikanischen Bürger ihren Präsidenten wählen und (leider?) nicht die deutschen Mainstreamer.

Siegfried Stein | Do, 29. September 2016 - 11:04

Ich lese nur:
"Bei Rudy‘s, einer traditionellen Säuferkneipe im Viertel Hell‘s Kitchen, wird das Baseballspiel abgeschaltet, als die Kandidaten auftreten. Das eher linke Publikum buht Trumps Sprüche aus und beklatscht Clintons elegante Konter."

Wo sind die Ergebnisse von repräsentativen Umfragen? Ausser dem Stimmungsbild in einer "traditionellen Säuferkneipe", das pro Clinton ist, finde ich nichts.
Dass die europäischen und die amerikanischen Ostküsten-Jounalisten pro Clinton sind ist bekannt, die hatten aber Trump schon für die Kandidatur als chancenlos eingeschätzt.
Was sagt der Automobilarbeiter in Detroit, der Stahlwerker in Pittsburgh, die Farmer in Iowa, Montana, Texas, Arizona, usw. usf.
Fehlt da nicht irgendetwas? "Säuferkneipe" allein ist etwas schwach.

Martin Wessner | Do, 29. September 2016 - 12:10

Heisassa. Sind Menschen, die eine Kneipe in der Weltmetropole New York besuchen, deren Gäste "eher" Links sind(Alle für Clinton, eine einziger, einsamer, leicht herzschwache Herr für Trump) denn repräsentativ für die gesamte USA?

Es wäre durchaus erkenntnisfördernd, wenn uns die Autorin den Bericht über das nächste Fernsehduell stattdessen aus der amerikanischen Provinz übermitteln könnte. Ein Kneipenbesuch in einer mittelgroßen Stadt wie beispielsweise Buffalo(New York) oder Columbus(Ohio), in der die Gäste dann "eher" Rechts wären, empfände ich als spannungsreichen Kontrast zu dem ersten Artikel als lohnenswerte Ergänzung. Ich denke mir mal, dass viele Leser des Cicero eine "Millieustudie" aus einer weniger klischeehaften, eher nomaleren und alltäglicheren Perspektive, als die inmitten des Wolkenkratzerdschungels von Manhattan, sicher mindestens genauso interessant, weil irgendwie vertrauter empfinden würden.

Martin Wessner | Do, 29. September 2016 - 13:16

Man kann psychologisch gesehen, die "Aversionen", die seine "Kritiker" gegen ihn haben, auf ein einziges schlagkräftiges Wort zusammendampfen. Nämlich: "MÄNNLICHKEIT"!

Männlichkeit, also all das, was einen Mann ausmacht, ist exakt genau DAS, was einen fortschrittlichen Menschen(Linken) auf die allerhöchste Palme bringt. Rivalität und Wettbewerb, Agressivität und Eroberungswillen, Mut und Risikobereitschaft, Führungsanspruch und Dominanz, Zielstrebigkeit und Selbstdisziplin, Optimismus(Fortschrittsorientierung), pragmatisches und abstraktes Denken, Bewunderung des/der Starken/Stärke, Individualismus(Einzelkämpfermentalität)(aber auch Skepsis und Misstrauen und emotionale Distanz gegenüber fremden Dingen und Menschen) sind männliche Wesensmerkmale, die einerseits so ungeheuer AMERIKANISCH aber anderseits auch unglaublich UNSOSZIALDEMOKRATISCH sind. Daher stellt für die feminisierten Deutschen die Männlichkeit das Böse und das Matriarchat unter Merkel fast schon so eine Art Paradies dar.

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