Donald Trump - Von Gut und Böse

Egal was Donald Trump macht, es ist immer falsch. Zumindest wenn man seine politischen Gegner fragt. Dabei sind seine Ideen im Grundsatz oft richtig

Bundeskanzlerin Merkel und Donald Trump, 45. Präsident der Vereinigten Staaten, treffen sich im Tagungszentrum des G20-Gipfeltreffens zu einem Gespräch. Die "Gruppe der 20" vereint die stärksten Industrienationen und aufstrebenden Volkswirtschaften.
Donald Trump gilt aktuell „als Prinzip des Bösen“ / picture alliance

Autoreninfo

Frank A. Meyer ist Journalist und Kolumnist des Magazins Cicero. Er arbeitet seit vielen Jahren für den Ringier-Verlag und lebt in Berlin.

So erreichen Sie Frank A. Meyer:

Jetzt kommt der Beelzebub also doch nicht nach Davos. Allzu viele Probleme in Washington halten ihn auf. Dabei sollen die Vorbereitungen seines WEF-Trips bereits 2,8 Millionen Franken verschlungen haben, von geplanten 3,45 Millionen. In den USA warten derweil 800.000 Regierungsmitarbeiter auf ihr Gehalt, weil der oberste Chef auf dem Shutdown beharrt.

Erst wenn ihm die Demokraten im Repräsentantenhaus fünf Milliarden Dollar zugestehen, mit denen er seine sagenumwobene Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen kann, will er die Regierungsmaschine wieder anwerfen.

Angebot auswählen und weiterlesen

  • Tagespass
    i
    • 24-Stunden-Zugriff auf alle Inhalte
    3,10 €
  • Monatsabo
    i
    Unsere Empfehlung
    • 4 Wochen nur 3,90 €
    • danach 8,90 €
    • E-Paper
    • alle Plus-Inhalte
    • jederzeit kündbar
    3,90 €
  • 3-Monatsaktion
    i
    • 3 Monate lesen, 2 zahlen für 17,80 €
    • danach 8,90 pro Monat, jederzeit kündbar
    • E-Paper
    • alle Plus-Inhalte 
    17,80 €
Wolfram Wiesel | Mi, 16. Januar 2019 - 17:51

Man braucht eben einen "Teufel", den man im Namen des Guten bekämpfen kann. Das ist nicht neu. Bei aller Kritik, berechtigten Kritik, wie kann man die USA auf eine Stufe mit China und Russland stellen. Zur Einnerung: Wie lange wurde die DDR von gewissen LINKEN als das bessere Deutschlad dargestellt? Und 1989 wollte man nicht mehr über die Marode Infrastruktur, die marode Wirtschaft und die kaputte Umwelt der DDR reden.
Die Mieten waren ja so biliig etc.
Tja, so ist das eben. Deutschland nimmt ca. 400 000 Kinder von Flüchtlingen auf, versorgt sie einigermaßen und wird jetzt wegen Kinderarmut beschimpft.

Kostas Aslanidis | Do, 17. Januar 2019 - 05:38

In reply to by Wolfram Wiesel

Angriffskriege die USA seit 1945 verübt haben, die Folgen, die Millionen Tote, die zerstörten Lönder, das Chaos, da sind China und Russland wahre Friedensengel. Dieses, wie kann man China und Russland mit USA in einer Stufe stellen, ist nur der Arroganz geschuldet. Das Völkerrecht sollen nur die anderen einhalten. 99% der Kriege seit 1945, ist die USA der Protagonist.
Aber wer "Gut" ist, braucht sich nicht rechtfertigen! Diese Doppelmoral und Heuchelei ist an Peinlichtkeit, nicht zu überbieten

Darf ich Ihrer Erinnerung auf die Sprünge helfen:Afghanistan, Tschetschenien Georgien - Abchasien,Ukraine.Niederschlagung von Volksbefreiungsversuchen,in der DDR 1953,in Ungarn1956,in der CSSR 1968/Tibetbesetzung durch China....ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Yvonne Walden | Do, 17. Januar 2019 - 10:26

In reply to by Wolfram Wiesel

Die erloschene Deutsche Demokratische Republik (DDR) hätte das "bessere Deutschland" sein können, wenn deren führende Figuren (Ulbricht, Honecker und alle übrigen Politbüro-Funktionäre) nicht so borniert und rechthaberisch gewesen wären. Trotz der massiven Abwanderung von Fachkräften in die BRD bis 1961 (es lockten die höheren Stundenlöhne, das eigene Auto und die Urlaubsreise nach Italien oder Spanien) hätte es niemals einen "antiimperialistischen Schutzwall", auch einfach als Mauer oder Sperranlage bezeichnet, geben dürfen. Und keine systematische Ausspähung von DDR-Staatsbürgerinnen und DDR-Staatsbürgern bei Verdacht auf eine eigene politische Meinung. Diese Praktiken waren verheerend und brachten das Staatsgebilde DDR schließlich zur Implosion.
Dabei hätte, hätte die DDR das "bessere Deutschland", nämlich ein Staat ohne Ausbeutung und exorbitante Klassenunterschiede, sein können, wenn die Menschen dort als generell "Sozialistinnen" und "Sozialisten" akzeptiert worden wären.

wenn die Menschen dort als generell "Sozialistinnen" und "Sozialisten" akzeptiert worden wären. Das ist Wunschdenken Frau Walden, denn wenn ein Staat sich ausschließlich darin sieht, das bessere Systerm zu verwalten, ist er verblendet in seiner Idelogie, dabei ist es egal ob sozialistisch oder kapitalistisch, denn jedes System lebt von und mit seinen Menschen und die Menschen sind immer anfällig für Machtgehabe und Machtmissbrauch. Das heutige System geht geradezu in Richtung DDR und deshalb wird auch dieses untergehen. Wenn Leistung nicht mehr zählt sondern Parteibücher und dadurch jeder Dödel zur Macht kommt und sei sie noch so klein, ist das der erste Stein, der jede Mauer zum Einsturz bringt. 40 Jahre DDR haben gereicht und daran war wirklich nichts besser und schöner, im Gegenteil. Niemals wieder, denn Diktaturen hatten wir Zwei und jede für sich war erbärmlich genug, um diesen nicht nachzutrauern!

ich weiß nicht, ob Sie an dem gesellschaftspolitischen Experiment Sozialismus/Kommunismus selber teilgenommen oder die ganze Sache aus sicherer Entfernung beobachtet haben. Das Scheitern lag mit Sicherheit nicht an den einzelnen Personen in der Führungsriege, sondern daran, dass die Menschen eben so sind wie sie sind. Auch 40 Jahre der sozialistischen Erziehung haben nicht das altruistische Menschenbild hervorgebracht, dessen es bedürfen würde, dieses System dauerhaft zum Erfolg zu führen.

Genau das glaube ich nicht. Mit einer menschenverachtend-linksfaschistischen Ideologie geht das eben nicht!
In Erhebungen zur politischen Zuordnung bezüglich der Gewalt gegen Andersdenkende zeigt sich, dass die Zustimmung zu Gewalttaten gegen die AfD unter Anhängern der SPD mit 9,9 Prozent besonders hoch ist. Es folgen Grünen-Wähler mit sieben Prozent, vor denen der CDU/CSU und der Linkspartei mit jeweils 6,5 Prozent. Unter FDP-Unterstützern hingegen haben nur zwei Prozent Verständnis für politisch motivierte Gewalt. Auffallend hoch ist die Toleranz für Angriffe auf die AfD unter linken Studenten. So äußerten 15,8 Prozent des dieser Studenten ihr Wohlwollen gegenüber Gewalttaten. Von den AfD-Anhängern tolerieren dagegen nur drei Prozent Gewalt gegen Mitglieder der Linkspartei. Die Umfrage wurde zwischen dem 11. und 14. Januar erhoben. Am 7. Januar war der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz überfallen und verletzt worden. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Tat aus.

Susanne antalic | Do, 17. Januar 2019 - 10:43

In reply to by Wolfram Wiesel

Man hat in Deutschland, Herr Wiesel diese Tage und Monaten viele als Teufel bezeichnet, die Methode ist bekannt. Die Etablierten mit ihren Mitläufern aus "Journalisten" und " Experten" versuchen jeden der nicht die MS Meinung vertritt, denunzieren und das in eine Weisse, dass es Übelkeit aufkommen lässt. Die Demokraten werden als Rechtspopulisten bezeichnet und die Diktatoren aus islamischen Ländern als Freunde. Keine Kritik über iranische Machthaber, in Gegenteil, die Kritiker desen, auch wenn es selbe Moslime sind und sich auskennen, werden mundtot gemacht, bei Trump und seine Frau dagegen, wird jede Regung sezieret, es ist nur noch peinlich und hat in der Politik nicht zusuchen, aber es bringt Belobigungen und das zählt. Alles was in diesem Land schief läuft, wird jemand anderem unterschoben, es wäre an der Zeit, dass es mehr Menschen merken.

Jacaueline Gafner | Mi, 16. Januar 2019 - 18:02

tut ausnehmend gut, zur Abwechslung auch einmal sowas lesen zu dürfen, zumal der Text gut geschrieben ist und ohne die übliche Bergpredigt an die Adresse von Häretikern auskommt, die das Mainstream-Narrativ noch nicht restlos verinnerlicht haben.

Willy Ehrlich | Mi, 16. Januar 2019 - 18:27

Man hat es sehr schwer als Trump-Versteher. Die eigene geistige Verwirrung ist offensichtlich eingetreten oder steht zumindest kurz bevor, weil aus Mainstream-Sicht nicht sein kann, was nicht sein darf.
Argumente für die (objektive) Qualität der Trump`schen Politik sind genügend vorhanden, werden aber stets nur alternativ interpretiert.
Ärgerlicherweise kommt Politik nach dem Motto: "Gesagt - Getan" gemeinhin nur bei undemokratischen Despoten vor.
Der Artikel beschreibt es: Trump setzt das um, was seine Vorgänger angesprochen, eingeleitet und vorbereitet haben. Jede andere politische Gesellschaft würde eine derartige Vorgehensweise der politischen Führung begrüßen, aber Trump ist halt der falsche "Umsetzer".
Wenn die amerikanischen Wähler versehentlich Xi Jinping zum amerikanischen Präsidenten gewählt hätten, wäre alles in Ordnung und jeglicher Beifall von allen Seiten wäre ihm sicher. Au weia! So Long!

Karin Zeitz | Do, 17. Januar 2019 - 16:19

In reply to by Willy Ehrlich

viele der Massnahmen, für deren Umsetzung der böse Trump jetzt kritisiert wird, sind seinerzeit vom lieben hochgelobten Obama eingeleitet worden.

Dennis Staudmann | Mi, 16. Januar 2019 - 18:43

die Macht der Medien sei nicht unbegrenzt und die Menschen würden sich nur begrenzt von diesen beeinflussen lassen, erlebt, wenn es um Trump geht, genau das Gegenteil. Ca. 95 % negativer Berichterstattung über den amerikanischen Präsidenten haben in Deutschland dazu geführt, dass ihn auch geschätzte 95 % der Deutschen für "den Antichristen" halten. Selbst Leute, die die Migrationspolitik der offenen Grenzen im eigenen Land ablehnen, echauffieren sich eifrig, wenn es um die Mauer zu Mexiko geht. Dass die Duldung von illegaler Migration zu mehr illegaler Migration führt, erkennt man zwar für Deutschland und die EU an, sieht das aber nicht, wenn man wütend fragt, warum denn Trump die Südamerikaner, die aktuell an der mexikanisch-amerikanischen Grenze stehen, nicht einlässt. Auch wenn Trump das ewige Mantra erfolgreich widerlegt, wonach man nur mit Freihandel und Globalisierung wirtschaftlich erfolgreich sein kann, glaubt man hier noch, man könnte in der Zukunft mit Asien konkurieren.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 16. Januar 2019 - 18:47

Ich schrieb hier schon öfter, dass die amerikanische Politik nicht danach zu bewerten ist, ob der jeweilige Präsident symphatisch scheint oder gut aussieht. Entscheidend für den amerikanischen Wähler muss sein, hält er die Versprechen vor der Wahl auch dann, wenn er gewählt wurde. Ich sage ja, er tut das bislang. Ob die Art und Weise jedem gefallen muss ist zweitrangig. Die Angst der Gegner Trumps ist doch offenkundig. Sie selbst haben immer viel versprochen und wenig bis nichts gehalten. Und selbst einige teilskritische ausländische Medien mussten irgendwann eingestehen, das bei näherer Betrachtung die scheinbar irrwitzigen Handlungen, so verrückt gar nicht sind, wie man sie uns verlaufen will. Es spricht für ihn, dass er im Zeichen einer innenpolitischen Haushaltskrise auf "Bündnerfleisch" verzichtet. Die Politker dort sollten doch froh sein, da werden sie an der ein oder anderen Stelle wenigstens nicht blamiert und können es sich kuschelig ohne Donald machen.

Bernhard K. Kopp | Mi, 16. Januar 2019 - 18:48

Trump hat schon seit vielen Jahren den Eindruck erweckt ' gute Ideen ' zu haben. Das steht auch so in seinen Büchern. Die Mauer ist natürlich Quatsch, weil die Fragen der Grenzsicherung, Immigrationskontrolle usw. damit nicht beantwortet werden. Reine PR-Symbolik um als Macher zu erscheinen. Nordkorea ist bisher heisse Luft zur Selbstdarstellung. Zu China könnte der Schaden für die USA grösser werden als es der Technologie-Klau jemals war. Seine Fähigkeit etwas nachhaltig zu bauen zeigt sich an der Trump-University. Man hätte erwarten können, dass er mit seiner Erfahrung im Immobiliengeschäft, und seinem familiären Background eine Fachhochschule für die Immobilienwirtschaft anschieben könnte. Seine narzistische Persönlichkeitsstörung hat es verhindert. Rockefeller hat die University of Chicago angeschoben.

Dirk Nowotsch | Mi, 16. Januar 2019 - 19:31

einen solchen Präsidenten zu wählen und zu haben! Die Zurechtweisung der Kriegs- und Macht-lüsternen Chinesen, ist längst überfällig. Unsere sog. Eliten, also unsere verblödeten geldgierigen Industriebonzen, die mit ihrem asozialen Verhalten Deutschland, mit Hilfe der "großen Volksparteien" und der EU, schon vor Jahren in die soziale Schräglage gebracht haben, kapieren gar nicht, dass sie sich selber den Ast absägen. Aber was mich an Trump nervt, ist seine Dummheit! Viele deutsche Probleme, existieren nur auf Wunsch der Amerikaner! Vom EU Beitritt Polens, über türkische Einwanderer, EU-Osterweiterung, gar der Ukraine Konflikt und eben auch unsere Asylkrise! Deutschland hat sich in den "arabischen Frühling" nicht eingemischt, aber wir haben hier jetzt die Folgen an der Backe! Da traut sich dieser Typ auch noch, nach deutschem Geld zu schreien. Wenn Geld für Rüstung, dann aber auch für unsere Armee, alles was die BW mal hatte, haben jetzt Türken, Polen, Balten, Tschechen, als Geschenk!

Werner Peters | Mi, 16. Januar 2019 - 19:44

zu Ihrem Beitrag, Herr Meyer. Und schön, dass CICERO sich traut, solche eine politisch völlig unkorrekte Meinung auch noch unter die Leute zu bringen.

Dimtri Gales | Mi, 16. Januar 2019 - 20:17

Trump ist kein einmal kein Politiker mit stromlinienförmiger Karriere. Er ist ein realistischer Pragmatiker à l'état pur, abseits des wirklichkeitsverleugnenden und zuweilen heuchlerischen "political correctness" - logisch, dass die Europäer da ihre Orientierung verlieren und ihre Bequemlichkeit dazu, waren die USA doch immer bereit, Europa militärisch zu entlasten und wirtschaftlich entgegenkommend. Trump ist nun einmal eine authentische Persönlichkeit, das kann man mögen oder nicht. Auf jeden Fall ist mir jemand wie Trump trotz seines Holzfäller-Benehmens lieber als die Partei-Karrierepolitiker und Partei-Apparatschiks hierzulande. Und in Davos verpasst Trump nichts; ausser Möglichkeiten zu Geschäftsanbahnungen ist es dort so steril wie die Winterlandschaft dort.

Fritz Gessler | Mi, 16. Januar 2019 - 21:16

in die geschichte der USA eingehen. zumindest solange kein internationaler bankencrash passiert.
aber warum soll trump unbedingt nach davos kommen? um in die reihen der durchlauchtigen bilderberger aufgenommen zu werden? um zwischen EU und GB den brexit zu verhandeln? um eine klare marschrichtung der NATO zum geplanten krieg mit russland vorzugeben?
oder bloss als buhmann für unfähige mähmäh-medien-schreiberlinge? und noch unfähigere politiker*Innen aller parteien und richtungen? :)

Karin Wolter | Mi, 16. Januar 2019 - 21:55

Entspannter und entspannender Artikel am Feierabend. Ich bilde mir ein, solche kleinen angenehmen Fundstücke der Gelassenheit lockern in letzter Zeit immer öfter die Medienlandschaft auf. Ändert sich da was? Oder sind die journalistischen Schreihälse nur vorübergehend etwas erschöpft? Mal abwarten.

herbert binder | Mi, 16. Januar 2019 - 22:56

Prima Artikel, geehrter Herr Meyer. Westlich-weit gibt's ja fast nur noch den Einheitssong: "Was erlauben Mr. President?" Leute, der macht Politik.
Und zwar richtig konkrete. Das ist verwirrend, klar.
Natürlich darf jede Einzelmaßnahme hinterfragt
und deren "Sinn" oder "Unsinn" auch immer
diskutiert werden. Mein Eindruck ist aber, daß der
gute Mann den Hiesigen mit seinen wie auch
immer zu bewertenden Aktivitäten irgendwie den "Tarif" kaputtmacht. Politik, oder das, was man gewöhnlich so nennt, ist doch längst zu einem
weltumspannenden "Rundgesang" geworden:
hier ein Gipfel, dort eine Konferenz, dann steht
die nächste Tagung an, etc.,etc. Es wird nicht
mehr "politisiert" - es wird nur noch transportiert.
Kurz zum Duschen und Kleider wechseln nach Hause - und ab zum nächsten "Shake-Hands".
Polititik als seine eigene Parodie.
Als Film wäre das - köstlich.
[noch kurz den "Blick" angeklickt. Ja, der Text war
taufrisch]

Zustimmung Herr Binder. Vielleicht haben die Zeichen bei Ihnen nicht gereicht. Ich möchte noch ergänzen, dass natürlich die gemeinsamen Essen, die Foto-Shootings und die anschleießenden staatstragenden Äußerungen von Madame, es wäre viel erreicht worden, man sei auf einem guten Weg, man sei Lösungen näher gekommen und....
noch das I-Tüpfelchen des Ganzen sind. Naja, vorausgesetzt, Frau Merkel kommt überhaupt bis ins Bündener Land, falls sie einen Flieger bekommt.

Mathias Trostdorf | Do, 17. Januar 2019 - 00:00

Ich hab immer den Eindruck, daß das große Geschrei um Trump gerade bei den deutschen Politikern dazu dient, von der eigenen Handlungsunfähigkeit abzulenken, da sie sich in einem politischen System des Klein-Kleins ohne Visionen, dafür aber in gefestigten Seilschaften und Abhängigkeiten eingerichtet haben, und keinesfalls Bewährtes (aber unter Umständen nicht mehr Zeitgemäßes) aufgeben wollen. Die beste Möglichkeit, Populisten den Wind aus den Segeln zu nehmen, so liest man ja allerorts, sei, eine gute Politik für die eigenen Bevölkerung zu machen.
Aber wo bleibt sie nur, die gute Politik?

gabriele bondzio | Do, 17. Januar 2019 - 08:22

als Prinzip des Bösen."...was täten manche Journalisten, wenn sie nicht das täglich Böse in Szene setzen könnten könnten. Ihr Vergleich zu Xi Jinping sollte Gedanken anregen. Was in China so an Menschenrechtsverletzungen geschieht, scheint fast nebensächlich in Bezug auf die Wirtschaftsleistung.
Gerade aber die Hochhaltung der Menschenrechte sind in DE (zumindest verbal), Knack-und Angelpunkt im allgemein-journalistischen Denken. Dem alles Andere untergeordnet wird...sogar die Wirtschaftsleistung.
Auf welchem Weg sind wir dann?

Brigitte Miller | Do, 17. Januar 2019 - 14:25

für diesen Text, der sich von den meisten Texten über Trump wohltuend abhebt.
Offenbar hört man lieber edle Reden als dass man gute Resultate sieht
man bevorzugt einen der gut aussieht und schon geht er über Wasser und wird geliebt, apropos Rede: wer die übersetzte Rede Trumps zum Thema Mauer auf achgut liest: auch er kann gute, sinnvolle Reden halten.

Harro Meyer | Do, 17. Januar 2019 - 14:57

Da stößt das christliche Selbstverständnis von Moral an seine Grenzen. Die christlichen Moralvorstellungen orientieren sich an einfachen Wertvorstellungen. Das führt bei dem einzelnen Gläubigen zu einem schnellen Verständnis des Inhalts. Es wird kritisch, wenn sich die Werte nicht am christlichen Denken orientieren. Die wesentliche christliche Orientierung ist die nach gut und böse. Vom Kirchenvater Augustinus an dem griechischen Manichäismus angepasst gibt es für den Christen bei jeder Tat bei der moralischen Bewertung einen guten Täter und einen Bösen. Diese legt Gott fest und sind deshalb unabänderlich. Da der Trump anhand gutmenschlicher Kriterien von Grund auf böse ist fehlt noch der gute Täter. Da dieser nicht verortet werden kann, führt die christliche Betrachtung des Problems ins Leere. Da bleibt nur noch die Möglichkeit, gegen Gottes Willen, den Trump nachzubessern.

Inge Meier | Do, 17. Januar 2019 - 18:05

Ein weiser Artikel. Trump agiert oft wie der Elefant im Porzellanladen, seine sogenannte konservative Politik ist der meist links orientierten Medienwelt ein Dorn im Auge. Dabei sind viele seiner Ansätze und Entscheidungen durchaus pragmatisch- vernünftig und würden vermutlich wenn sie von einem Demokraten kämen medial durchaus akzeptiert.