Selenskyj und Trump
Kurz die Gesichtszüge entglitten: Wolodymyr Selenskyj auf der Pressekonferenz mit Donald Trump in Mar-a-Lago / picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

Treffen zwischen Trump und Selenskyj - Ukraine-Gespräche: Kaum gute Nachrichten zum Jahresende

Nach seinem Treffen mit Selenskyj verkündet Donald Trump erneut, Frieden sei in greifbarer Nähe. Doch Trumps Auftritte nach den Gesprächen mit Selenskyj und Putin sind von Realitätsverkennung geprägt. Moskau stellt weiter Maximalforderungen, ein echter Durchbruch liegt in weiter Ferne.

Thomas Urban

Autoreninfo

Thomas Urban ist Journalist und Sachbuchautor. Er war Korrespondent in Warschau, Moskau und Kiew. Zuletzt von ihm erschienen: „Lexikon für Putin-Versteher“.

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Erwartungsgemäß verkündete US-Präsident Donald Trump am Sonntagabend nach seinen Gesprächen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj und zwei Telefonaten mit Kremlchef Wladimir Putin: „Wir sind dem Ende des Krieges ganz nah gekommen.“ Die Welt hat sich daran gewöhnt, dass derartige Erklärungen Trumps nichts zu bedeuten haben, man könnte bestenfalls fragen, ob er selbst daran glaubt. Jedenfalls kann auch nach dem dreistündigen Treffen in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida keinesfalls von einem Durchbruch die Rede sein. Vielmehr spricht alles dafür, dass der Krieg im Osten Europas nach lange weitergehen wird. 

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Klaus Funke | Mo., 29. Dezember 2025 - 14:25

Da wünscht der kleinwüchsige Spaßmacher Selensky seinen Partnern, Trump und Putin, unverhohlen den Tod, und dann will er von ihnen respektiert geachtet und ernst genommen werden? Der Termin von Trump mit Selensky am Wochenende war weiter nichts als ein Alibi-Termin. Vollkommen klar, dass dabei nix rumgekommen ist. Sie können schreiben, was Sie wollen, verehrter Herr Urban, aber das "Reingekrätsche" der Westeuropäer schadet eher als dass es nützt. Auf diese Weise treibt man Putin dazu, die militärische Karte bis zum Ende zu spielen. Und dies wird zur Kapitulation der Ukraine führen, und zwar zur bedingungslosen Kapitulation. Trump weiß das und er lässt es geschehen - denn, was kann er verlieren? Nichts. Dem Trump ist der Putin viel näher als die Witzfigur Selensky. Mit Putin will und wird Trump Geschäfte machen, mit Selensky hat er nur Ärger. Einmal Clown - immer Clown. Und wir, die Europäer, spielen keine Rolle, allenfalls als Zahlmeister sind wir noch im Spiel. Who is Merz? A fuck.

Thomas Veit | Mo., 29. Dezember 2025 - 14:57

seinem alten FSB-Archiv... ... - meine VT (aber nicht nur meine..., übrigens).

Betrachtet man die Vorgänge um die Ukraine seit Trump-2 macht plötzliches alles 'Rababer-Gelaber' seitens Trump und auch das Auftreten Putins 'Sinn'... - oder nicht?

Und Putin bekommt sowieso was er will... - 'weil er's kann'..., und wir (EU) eben nicht!

Ich glaube übrigens nur an VT's die am Ende des Tages wahr sind. 😉

Thomas Veit | Mo., 29. Dezember 2025 - 15:04

verstanden was der tatsächliche Grundkonflikt dieser kriegerischen Auseinandersetzung ist, deren Ursachen mindestens bis zur MSC 2007 wenn nicht sogar bis 1989/90 zurück reichen. Aber sicher...!!

Nur das platte offizielle Narrativ diesbezüglich zu bedienen ist eigentlich unter Cicero-Niveau - mMn.

IngoFrank | Mo., 29. Dezember 2025 - 15:22

Wen wundert’s, wenn sehr sehr viele Ukrainer im besten wehrfähigem Alter sich im Dauer- Fronturlaub mit prall gefüllten Börsen in Deutschland, Polen, in Skandinavien England &…Frankreich befinden und ein Selenskyj darauf wartet „seine Freiheit wie er sie sieht“ von anderen europäischen Staaten hergestellt werden soll. Das „unsere Freiheit“ in der Ukraine verteidigt werden soll, den Quark glauben die wenigsten Deutschen immer noch. Der Zug scheint durch zu sein ……
Mit freundlichen Gruß a d Erfurter Republik

Unsere Freiheit würde am Hindukusch verteidigt, tönte mal ein Bundesverteidigungsminister, übrigens natürlich ein SPD´ ler. Und jetzt wird dieselbe Freiheit im Donbass oder in Odessa oder irgendwo sonst in der Ukraine verteidigt. Wer kommt da hinterm Ofen vor? In der Ukraine sollte erst einmal richtig Ordnung gemacht werden, im korruptesten Land der Welt, wo sich Selenskys Mannen die Taschen mit abgezweigtem Geld von Präsident Biden gefüllt haben. Solange der Westen keine Ordnung schafft und die Kriminellen in Kiew einfach machen lässt, solange wird uns die Ukraine nicht ans Herz wachsen. Der Krieg wird irgendwann aus sein und ein paar Lumpenkerle rings um Selensky, und der selber mittendrin, sind im Kriege Milliardäre geworden. Solange das so ist, ist Putin auch aus dieser Sicht der moralische Sieger. Und das weiß in der Ukraine und in Russland jedes Kind, nur wir sollen, unbedarft wie wir sind, zur Stange halten. Nee, Herr Merz, und auch Sie werden mit diesem Krieg untergehen.

Karl-Heinz Weiß | Mo., 29. Dezember 2025 - 16:52

Man muss nicht alle Einschätzungen des Autors teilen - aber angesichts der russischen Propaganda seit Kriegsbeginn ist es nicht vorstellbar, dass Putin auch eine "Rest"-Ukraine mit einem "Nazi"-Regime als souveränen Staat akzeptieren würde/akzeptieren kann, ohne sich völlig unglaubwürdig zu machen.
Und angesichts der Zermürbungstaktik (Energiesektor) und der Rekrutierungsproblem (650.000 ukrainische Männer im wehrfähigen Alter außer Landes) hat er auch keinerlei Veranlassung, ein solches innenpolitisches Wagnis in Kauf zu nehmen. Realismus ist angesagt, wie auch im Falle der zunehmenden Eskalation um Taiwan.