Koalition der Willigen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.–r.), der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Sir Keir Starmer / picture alliance/dpa/PA Wire | Tom Nicholson

Treffen der „Koalition der Willigen“ - Die Europäer sind nicht stark genug, um sich ohne die USA zu behaupten

Vom Pariser Treffen der „Koalition der Willigen“ gehen zwiespältige Signale für die Bemühungen um Frieden in der Ukraine aus. Und ein großes Fragezeichen bleibt: Haben die USA und Russland hinter dem Rücken der Nato-Partner schon Vereinbarungen getroffen?

Thomas Urban

Autoreninfo

Thomas Urban ist Journalist und Sachbuchautor. Er war Korrespondent in Warschau, Moskau und Kiew. Zuletzt von ihm erschienen: „Lexikon für Putin-Versteher“.

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Bislang galt die „Koalition der Willigen“, ausgerufen vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premier Keir Starmer vor zehn Monaten, als eine Versammlung europäischer Regierungschefs, die sich abmühen, durch Schmeicheleien Donald Trump bei der Stange zu halten, wenn es um die Unterstützung der Ukraine geht. Doch nun hat diese Koalition am Dreikönigstag in Paris erstmals konkret gehandelt: Sie hat eine Vereinbarung über eine internationale Friedenstruppe getroffen, die nach dem Eintreten einer Waffenruhe der ehemaligen Sowjetrepublik ihre staatliche Souveränität garantieren und den Wiederaufbau absichern soll.

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Armin Latell | Mi., 7. Januar 2026 - 18:26

nicht doch hinter dem Rücken der Nato-Partner Vereinbarungen getroffen haben. Das hoffe ich doch sehr. Am besten, Trump kriegt Venezuela und Grönland, Russland bekommt seine strategischen Ziele. Und das Sahnehäubchen: die (Rest)Ukr wird auch gleich in die eu aufgenommen. Doppelter Sieg für Russland. Und als top add-on: Polen wird dann zum Nettozahler (für Schland steigt dann nur die Höhe seines Nettobetrages). Ach ja, zusätzlich muss die Ukr ja noch wiederaufgebaut werden, das darf Schland und die eu auch noch übernehmen. An den aktuell geplanten 90 Mrd für Selenski (die nicht reichen werden) beteiligen sich die wenigen, schlaueren Länderchefs nicht. Da kommen richtig rosige Zeiten auf uns, und auch auf einen Herrn Urban, zu. Läuft wie geschmiert.

Wer wir Herr Urban immer noch glaub eine lockere Zusage der Amis habe unter Trump irgendeinen Wert für uns bzw. 'die Willigen', der lebt noch in der alten Welt... Und wer dann noch glaubt Putin würde entgegen seiner bisherigen Aussagen Nato- oder überhaupt westliche Truppen in der Rest-Ukraine also de facto direkt an seiner Grenze akzeptieren, dem ist einfach nicht mehr zu helfen >> NIX GELERNT IN DEN LETZTEN 4 JAHREN!? Deshalb können 'die Willigen' (virtuell) angelehnt an die USA auch gut Truppen für die Ukraine zusagen... - es wird eh nicht dazu kommen, außer in einem großen Krieg mit Russland vielleicht... ... - aber das wird doch nicht das Ziel sein, oder? 🤔

Putin gibt nicht auf... - grundsätzlich nicht.

Der gesamte Artikel mit seinen hypothetischen Möglichkeiten ist die Tastatur nicht wert auf der er geschrieben wurde.

- Entweder wir/UA akzeptieren wie es ist..., und Russland erreicht seine Minimalziele: den Donbass und KEINE NATO in der Ukraine..., ODER
- wir führen einen großen Krieg gegen Russland..., und holen - völkerrechtlich einwandfrei! - ALLE ukrainischen Gebiete einschl. der Krim zurück..., und die Ukraine in die NATO und die EU..., so wie von Frau Strack-Zimmermanm, Panzer-Toni und Analena (und anderen) von Anfang an gefordert... ... [🤔🤣🤣🤣]

Echte westliche überlegene Gamechanger und auch gefühlt 87 robuste Sanktionspakete haben wir ja mehrfach reichlich geliefert..., und überlegen sind wir den Russen doch sowieso, mit unseren Autos z.B. - Punkt zwei sollte also doch problemlos funktionieren... - oder etwa nicht, Frau Marie-Agnes Strack-Zimmermanm? 🤡

Urban Will | Do., 8. Januar 2026 - 04:22

Öl und man hat gleichzeitig einen Schurken weniger. Natürlich gibt es viele „Venezuelas“ in der Welt, aber so ist es nun mal.
Was immer die Europäer machen, interessiert Trump ebenso wenig wie Putin. Ich habe mich krank gelacht als es hier hieß, das „umfassende Programm“ der Amis zur Stabilisierung der Ukr., wenn die Europäer da was machen, wäre eine Satellitenüberwachung, ob alles gut läuft. Und wenn es nicht läuft?
Wie gesagt, Trump und jeder seiner Nachfolger werden keine Milliarden mehr im Ukr.grab versenken, die holen sich gezielt, was sie wollen, so bald auch Grönland.
Und die Welt kann zuschauen, auch Putin, da keiner denen militärisch etw. entgegensetzen kann.
Daher wird Trump, egal was er über Putins Gemetzel auch sagt, diesen dort machen lassen, denn dem Argument „Sicherheit“ kann auch er nichts entgegensetzen, wenn Grönland plötzlich der „Sicherheit“ der USA dienen soll.
Sobald die Amis nicht mehr aktiv mitmachen, wird die Ukraine fallen. Egal, was d EU-Witzfiguren machen.

Die Ukraine spielt für Trump keine Rolle mehr. Finanziell sollen es die Europäer tragen, militärisch lässt er Putin freie Hand, so wie der seine Verbündeten Venezuela und auch Kuba im Stich lässt, Trump zuliebe. Und der Putin steuert auf eine bedingungslose Kapitulation der Ukraine hin. Aber er lässt sich Zeit, seine Kräfte und Ressourcen sind wie die der USA nicht unendlich. Ich wette, in Anchorage ist das alles längst besprochen worden. Nur die dummen Europäer und das dümmste Land davon, Deutschland, müssen vom Katzentisch aus zuschauen. Trump führt derweil vor, wie ungebändigter Kapitalismus geht. Wildwest statt Völkerrecht (wo bleibt Baerbocks Aufschrei!). Und Trump wird außer Venezuela noch Kolumbien und Kuba, selbstverständlich auch Grönland unter seine Oberhoheit stellen. Und keiner wird ernsthaft aufmucken. Höchstens mit Kuba könnte es kurzzeitig komplizierter werden. Und fern im Osten kapert China noch Taiwan. Weltpolitik mit 3 Playern. China, Russland und die USA. That´s all.