La Guaira
Freiwillige Helfer in La Guaira, Venezuela, 30.06.2026 / picture alliance / AP Photo/Ariana Cubillos | Ariana Cubillos

Sozialismus versagt angesichts der Naturkatastrophe - Auf das Beben folgt die Wut in Venezuela

In Venezuela kämpfen die Menschen mit den verheerenden Folgen des Erdbebens. Es gibt mehr als 1700 Tote und 50.000 Vermisste. Die Katastrophe offenbart das Versagen des sozialistischen Regimes.

Marcela Velez Plickert

Autoreninfo

Marcela Vélez-Plickert ist Wirtschaftsjournalistin und hat fünfzehn Jahre in Lateinamerika gearbeitet. Heute schreibt sie von London aus vor allem für die chilenische Zeitung Diario Financiero. Sie hat in Guayaquil, Santiago de Chile und London studiert.

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Belkys Barreto lag 86 Stunden unter den Trümmern ihres kollabierten achtstöckigen Gebäudes in der Kleinstadt Caraballeda begraben, dreieinhalb Tage lang. Es war ein Riesenglück, dass man sie noch lebend bergen konnte. Zuvor hatte man das zerstörte Bauwerk schon mit einem „C“ markiert – dem Zeichen, dass Überlebende ausgeschlossen seien. Doch ihre Angehörigen ließen nicht locker, und salvadorianische Rettungskräfte kämpften weiter. Nach elf Stunden Arbeit wurde die 60-jährige Frau aus den Trümmern geborgen und per Hubschrauber in eine Privatklinik in Caracas gebracht. Das salvadorianische Team übernahm angesichts der leeren Kassen der öffentlichen Krankenhäuser die Behandlungskosten.

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Christa Wallau | Mi., 1. Juli 2026 - 11:32

die schon lange unter schwersten Bedingungen ihr Leben fristen u. nun - in einem kleinen Bereich - zusätzlich Tod u. Verwüstung durch ein Erdbeben ertragen müssen.
Zu Recht fühlen sie sich verraten u. verkauft!
Ein sozialistisches Regime hat ihnen falsche Versprechungen gemacht, und sie sind drauf reingefallen. Nun stehen sie buchstäblich vor den Trümmern ihres Existenz.
Wir Deutschen sollten humanitäre Hilfe durch u. an vertrauenswürdige Organisationen leisten, so gut wir können. Aber gleichzeitig müssen wir unseren eigenen Mitbürgern, die noch immer an die Segnungen von Sozialismus u. Kommunismus glauben, das Beispiel Venezuela als ein weiteres gescheitertes Experiment linken Denkens unmißverständlich vor Augen führen.
Wer "Die Linke" in Deutschland wählt, will quasi nichts anderes erreichen als Zustände wie in Kuba, Nordkorea o. Venezuela.
Es wäre die Aufgabe der öffentl.-rechtli. Medien, auf diese Zusammenhänge hinzuweisen.
Stattdessen arbeiten sich sich weiter an der AfD
ab.

Oder unsere wahren Demokraten der vermeintlichen Mitte,die im Köcher der linken und grünen zappelnd gemeinsam hinter der Brandmauer der Dinge harren, die da im September auf sie zukommen werden. Einfach nur mal so in die Runde gefragt liebe Frau Wallau;). Wer während des Kalten Krieges insbesondere im Osten aufgewachsen ist mit all den sozialistischen Segnungen und einem kommunistischen großen Bruder, der auch schon mal bei unbotmäßigen Aufständen auf Anfrage Panzer geschickt hat, dem müssten wir eigentlich doch keine Augen mehr öffnen.Oder dem Wessi, was Extremismus von links bis hin zu Staatsterror bedeuten kann, sollte er wie ich zu den Jahrgängen gehören, die in ihrer Jugend und erwachsen werdend mit der RAF und deren palästinensischen Freunde und wie sich später herausstellte der Stasi sowie sonstigen linken Sympathisanten/Unterstützer Bekanntschaft gemacht haben. Zum Beispiel bei Olympia `72 oder als Geiseln in der "Landshut" mit dem vor den Augen! hingerichteten Kapitän. LG

... das Katz-und-Maus-Spiel der Parteien in der Demokratie mit den Wünschen, Hoffnungen und Erwartungen der Wähler hat wohl Karl Marx schon beschrieben.
Und dann vermeinte er, mit der kruden Idee einer "Diktatur des Proletariats" eine gerechte Alternative "für die werktätigen Massen" entdeckt zu haben, die sich in jeder seither historischen Praxis als die schon mittelfristig noch schlimmere Variante der Herrschaft einer Minderheit über die große Mehrheit herausstellte, bei gleichzeitig wirtschaftlich ineffizienterer Ökonomie.
Aber Menschen lieben offenbar nichts so sehr wie Heilsversprechen, sei´s der politischen, religiösen oder esoterischen Art, auch Lotto, Toto, Wetten, Glücksspiel usw. usf. zeitigen weltweit Milliardengewinne. Und alle die ganz verschiedenen "Betreiber" dieser verschiedenen Geschäftsmodelle leben prächtig von den o.g. Wünschen, Hoffnungen und Erwartungen der Vielen.
Ein Spontan-Einfall, sorry: anstatt vor Wut beben "Vor Wut: Beben" als alternativer Artikeltitel ...

Heidemarie Heim | Do., 2. Juli 2026 - 12:23

Antwort auf von Wolfgang Z. Keller

Danke lieber Herr Keller!Frei nach dem Motto:"Man kann so alt werden wie eine Kuh und lernt immer noch dazuh;)" las ich Ihre Ausführungen zu Karl,dessen Büste vor Jahren unweit meines momentanen Aufenthaltsortes enthüllt wurde.Zu dessen Theorien weiss ich bis heute so gut wie nix.Doch anders sah es wohl zu Zeiten Erichs aus dem uns ebenfalls nahen Saarland aus;).Kurz nach der Wende bewarb sich eine Kollegin bei mir, die im Schulfach Marxismus-Leninismus? eine Eins hatte wie Sie mir mit augenzwinkernd verriet.Woraufhin ich sie natürlich sofort einstellte:).Doch angesichts der Katastrophen,die auf das Konto all der politischen, religiösen und sonstigen angeblichen Heilsbringer gingen und immer wieder gehen,muss man sich umso mehr wundern,wie "einfältig?" eine Mehrheit der Menschen bleibt.Wir teilen zwar zu 99?% unserer Gene mit z.B. den Orang Utahs,doch wann benutzen wir den Rest,der den Unterschied macht?🙈 Apropos Lotto:Was wir hier bräuchten, wäre ein Sechser in der Politik! MfG