Sarah Mullally
Sarah Mullally / Foto: PubliKath GmbH/KNA

Sarah Mullally im Porträt - Durch Abendkurse zur Priesterin

Im Januar kommt mit Sarah Mullally die erste Frau als geistliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche ins Amt. Bereits vor Amtsantritt scheint sie zu polarisieren. Ihr neuer Kurs steht im Zeichen der Diversität und LGBTQ-Öffnung – dagegen regt sich Widerstand in Afrika.

Autoreninfo

Christian Schnee studierte Geschichte, Politik und Public Relations in England und Schottland. Bis 2019 war er zunächst Senior Lecturer an der Universität von Worcester und übernahm später die Leitung des MA-Studiengangs in Public Relations an der Business School der Universität Greenwich. Seit 2015 ist er britischer Staatsbürger und arbeitet als Dozent für Politik in London.

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Der Erzbischof von Canterbury trägt eine Bibel in der einen Hand und eine Zeitung in der anderen“, erinnert sich Rowan Williams an seine Zeit als Oberhaupt der Church of England: „Die Erwartung, zu allem eine Meinung haben zu müssen, ist belastend.“ An Williams Worte wird sich Dame Sarah Mullally erinnern, wenn sie im Januar als 106.Erzbischof inthronisiert wird. Ausgewählt von der königlichen Nominierungskommission, wird sie die erste Frau sein in der Nachfolge des Augustinus von Canterbury, der als Apostel der Angelsachsen von Papst Gregor im Jahr 597 nach England ent­sandt wurde. Seit sich die englischen Katholiken im 16.Jahrhundert auf Anweisung König Heinrich VIII. vom Papst in Rom lossagten, beanspruchen die Erzbischöfe auf dem Stuhl des Heiligen Augustinus die spirituelle Führung des englischen Klerus.

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Klaus Funke | Do., 1. Januar 2026 - 12:42

Bitte weiter solche Personalien, auch in der dt. evangelischen Kirche und bei den Katholiken, und das Christentum ist in Europa erledigt. Der Islam wird in Mitteleuropa in absehbarer Zeit die dominierende Religion sein. Das Christentum hat sich vor allem durch eine indifferente Führung ins Abseits gesteuert. Hätte nicht gedacht, dass ich das noch erleben würde. Indes, nichts ist zu bedauern, ich werde zum Islam übertreten.

Stefan | Do., 1. Januar 2026 - 14:49

Zitat:
"Ihr neuer Kurs steht im Zeichen der Diversität und LGBTQ-Öffnung – dagegen regt sich Widerstand in Afrika."
Wer würde daran zweifeln ???
Solche Sachen LGBTQ und sowas, da muß der Afrikaner schon ziemlich Bock drauf haben.
Was die hier Zugereisten daheim darüber erzählen wird denen dort die Laune eher darauf verderben.
Oder nicht???

christoph ernst | Do., 1. Januar 2026 - 16:18

Die etablierten Kirchen zerstören das Fundament Europas. Christen haben in solchen Institutionen nichts mehr verloren.