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Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier (l.) im Gespräch mit Moritz Gathmann / Screenshot

Russischer Einmarsch in die Ukraine - „Russland wird großen Schaden davontragen“

Cicero-Chefreporter Moritz Gathmann ist derzeit in der Ostukraine und bekommt das Vorrücken russischer Truppen aus unmittelbarer Nähe mit. Im Video-Gespräch mit Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier berichtet er über das aktuelle Geschehen. Der heutige Tag begann für ihn damit, dass er von zwei Explosionen aus dem Schlaf gerissen wurde.

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Moritz Gathmann berichtet aus Kramatorsk in der Ostukraine, etwa 50 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Zunächst seien die Einwohner der Industriestadt dennoch zur Arbeit gegangen, doch inzwischen würden sich lange Schlangen vor den Geldautomaten bilden. Ukrainische Kampfjets sind im Luftraum über Kramatorsk zu sehen, die Lage ist angespannt. Das Gespräch wurde an diesem Donnerstag um 12.30 Uhr geführt und aufgezeichnet.

 

Weitere Beiträge von Moritz Gathmann:

Gabriele Römer-Scheuermann | Do, 24. Februar 2022 - 14:11

Respekt Herr Hartmann, dass Sie vor Ort sind, und passen Sie auf sich auf.

Günter Johannsen | Do, 24. Februar 2022 - 14:28

Das müsste nun eigentlich doch den letzten gutmeinenden Putin-Versteher überzeugen: "wer sich mir nicht restlos unterwirft, ist Nazi und muss zersetzt werden!" Das dürfte uns doch sehr bekannt vorkommen. Bei uns: wer eine eigene Meinung hat und uns nicht folgt, wird mit Rufmord - Nazi - belegt! Und dass China auf Seiten des Kommunismus steht, dürfte auch allen klar sein: soviel zu den Immer-Noch-Geschäften mit einem nach Weltmacht/Weltversklavung strebenden System! Wenn man es richtig machen will, dann muss man JETZT alle Geschäfte/allen Handel mit kommunistischen Regimen abbrechen und auch die dortigen VW/Mercedes/BMW-und- und-Betriebsstätten zurückholen bzw. schließen!
Alles andere ist nur Augenwischerei und/oder Unterstützung des kommunistisch-militanten Terrors. Nun müssen auch expandierende Konzerne zeigen, dass sie auf der Seite der freiheitlichen Demokratie stehen. Den nach Weltmacht strebenden Sumpf muss man austrocknen!

Man kauft weiter Gas und Erdöl, sagt es aber nicht. Die Wirtschaft macht weiter Geschäfte in Russland, posaunt es aber nicht raus.
P. zu unterschätzen war ein Fehler. Die aber bei zubehalten grenzt an Dummheit.
Mögliche Konsequenzen wurden kalkuliert und für ertragbar erachtet.

Ernst-Günther Konrad | Do, 24. Februar 2022 - 14:40

Es ist schon merkwürdig, der Großteil der Bevölkerung dort bleibt ruhig, wirkt eher nervös, zeigt sich aber passiv.
Es wurde lt. Herr Gathmann der Militärflughafen angegriffen mit zwei Raketen angegriffen, keine zivilen Bereiche. Das Ganze ist in Ostukraine, nicht aber im Kernland, so wie ich es verstehe. Dennoch wird so gesprochen als würde die gesamte Ukraine überrannt werden und nicht nur der Ostteil, was ja schon schlimm genug ist. Ja, ich verurteile diese Gewalt und sage es nochmal, die Kriegshandlungen dort kann ich nicht gut heißen, aber ich verstehe Putin, warum er das tut.
Ich lese leider nichts darüber, was die ukrainische Regierung selbst unternimmt, die Gewalt diplomatisch zu verhindern. Ich höre nur mediale Schreie nach Waffen und Sanktionen.
Die deutschen Medien scheinen näher am Krieg zu sein, wie die Bevölkerung dort, wenn ich die Aufregung hier richtig bewerte.
Und inzwischen werden unsere Probleme komplett ausgeblendet.

Es stimmt: unsere Probleme werden komplett ausgeblendet oder von den gruseligen Ereignissen in der Ukraine überdeckt. Aber auch Kiew und andere große Städte in der Ukraine wurden bombardiert und angegriffen. Und dass Fallschirmjäger den Präsidenten ergreifen und vor den russischen KGB ziehen und in´s Lager - Archipel Gulag - zur "Umerziehung" stecken wollen, davon kann man ausgehen! Ich halte dass nicht für Theater, denn die russische Führung argumentieret wie schon die SED seinerzeit vor 1989: alle Andersdenkende sind Nazis! So auch in unserem jüngsten Merkel-Jahrzehnt: wer eine eigene Meinung hat, ist Räächtspopulist und Nazi! Kommunisten sind einfältig und und verraten sich dadurch dass sie immer dasselbe tun. Das ist ihr Alleinstellungsmerkmal: KGB und MfS Habitus!

"...was die ukrainische Regierung selbst unternimmt, die Gewalt diplomatisch zu verhindern."

Wie bitte? Wie entrückt kann man eigentlich sein?

Putin hat beschlossen, die Ukraine zu überfallen.. Mittlerweile begründet er das damit, die Ukraine habe keine Existenzberechtigung.

Was soll denn die ukrainische Regierung "diplomatisch anbieten"? Die Selbstauflösung des eigenen Landes?

Ach, die Bevölkerung ist überwiegend ruhig? Sieht man das auch in irgendwelchen Paralleluniversen? Wo wohl auch nicht vorkommt, dass sich die russische Armee Kiew nähert?

Nun gut, wenn man sich ständig seine Informationen - selektiv versteht sich - in irgendwelchen "alternativen Medien holt", in denen der Kriegstreiber Putin wie ein Held verehrt wird, lässt man es besser mit der Realität. Und stellt "derartige" Fragen...,

Herr Johannsen: Man weiss ja, dass Sie hinter jedem Busch einen Kommunisten sehen, vorzugsweise der Marke SED. Aber Putin & Co. sind wahrscheinlich genauso kommunistisch wie Sie selbst.

Juliana Keppelen | Do, 24. Februar 2022 - 16:53

Und was hat die Ukrainische Bevölkerung davon? Was hat die deutsche Bevölkerung davon?
'Was hat die EU davon?
Geht es uns dann besser und wenn ja bei was?
Was hat ein Fließenleger, Postbote, Krankenschwester in unserem Land davon wenn die EU-Akteure gut abgesichert durch Steueralimentation schärfste Sanktionen gegen Russland verhängen? Wenn ich sehe wieviel Probleme durch Corona allein schon auf uns zukommen ohne all die anderen Probleme wahrhaft es gibt auch bei uns Baustellen auch ohne die Ukraine.

Es gibt keine Gewinner.

Aber
Wurde z.B. der russischen Regierung/Putin klar gemacht, die rote Linie verläuft zwischen der Ukraine & den beiden Gebieten Donezk & Luhansk?

Und unter deutlich machen verstehe ich die Ausdrucksformen eines Helmut Schmidts, der damals ganz klar Russland aufgezeigt hat, wo die rote Linie verläuft.

Aber & jetzt das aber:
Er hätte auch Lösungsorientiert gearbeitet & nicht wie unsere bunte Republik-Politiker geschwurbelt.

Dann brauch man sich bei diesen Poker nicht wundern, wenn man plötzlich nackig dasteht.

Und jetzt mal weiter denken.
Und was für eine Gefühlslage haben die anderen kleinen Staaten wie Finnland, Estland, Litauen oder selbst Polen, vertrauen zu uns?

Aber so wie es fmp. ein Unding ist, die Krim von Russland abspalten zu wollen, genauso ist es fmp. ein Unding,
den Kremel nicht die klare Kante bzw. rote Linie aufzuzeigen - No Go - NET!

Und Pufferzonen sollte doch für alle Seiten möglich sein,
aber eben nur, wenn auch beide (?) Seiten wollen

Eben Lösungsorientiert das ist das Zauberwort da war aber weit und breit niemand zu sehen und zu hören der fähig gewesen wäre auch nur in die Richtung zu denken. Überhaupt scheint das eigene Denken und Handeln in der EU und bei uns in Politikerkreisen abhanden gekommen zu sein. Auch Russland hat seine roten Linien und die wurde öfters deutlich angesprochen hat uns aber nicht interessiert wir haben weitergewurschtelt und vor allen Dingen haben wir den Kiewern Narrenfreiheit gegeben die schon den ersten Vertrag mit den drei Außenministern Steinmeier, dem polnischen und französischen Außenministern in die Tonne geklopft haben und danach auf das Minsk2 Abkommen gepfiffen haben. Also Versagen auf allen Seiten hat uns in die Situation gebrach in der wir heute sind. Und es ärgert mich, dass jetzt die kleinen Leute bluten müssen wegen der Ukraine die sich einen Dreck um Verträge geschert hat und weil die "da oben" mit Sanktionen versuchen gesichtswahrend aus dem Schlamasel zu kommen.

Wolfgang Borchardt | Do, 24. Februar 2022 - 19:19

... keinen Schaden davontragen. Sanktionen treffen den, der sie verhängt. Warum konnte Putin einmarschieren? Und der Einmarsch wäre wohl nicht möglich gewesen, wenn Europa stärker wäre als es ist.

Fritz Elvers | Do, 24. Februar 2022 - 20:13

Wir auch, aber mal davon abgesehen. Der Verkauf von Erdgas z.B. kann durch Handel mit China nicht ohne weiteres kompensiert werden, da es sich um verschiedene, weit auseiander liegende Gasfelder handelt. Außerdem werden an China Gasprodukte geliefert, die sich ohne westliche, insbesondere deutsche, Technologie nicht ohne weiteres herstellen lassen. Das wissen auch die Chinesen und haben die aggressive Politik Putins keineswegs unterstützt.

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