Raketeneinschlag
Ein Polizist kontrolliert ein Fahrzeug vor einem Getreidelager in Ostpolen, bei dem am Dienstagabend die Rakete einschlug / dpa

Raketeneinschlag in Polen - „Eine sehr bedeutende Eskalation“

Der Einschlag einer mutmaßlich russischen Rakete auf polnischem Territorium hat zwei Menschen getötet und die Nato in Anspannung versetzt. Es handelt sich um das erste Übergreifen des fast neun Monate dauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf das Territorium der EU. Mit Hochdruck wird nun ermittelt, wer die Rakete abgeschossen hat. Bundeskanzler Scholz telefoniert mit polnischem Präsidenten.

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Die Nato berät auf einer Krisensitzung am Mittwoch über einen Raketeneinschlag im Mitgliedsstaat Polen nahe der Grenze zur Ukraine. Das teilte ein Nato-Sprecher in Brüssel mit. Zuvor hatte ein Sprecher der polnischen Regierung in Warschau erklärt, man habe mit den Verbündeten beschlossen, zu überprüfen, ob es Gründe gebe, die Verfahren nach Artikel 4 des Nato-Vertrags einzuleiten. Dieser sieht Beratungen der Nato-Staaten vor, wenn einer von ihnen die Unversehrtheit seines Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die eigene Sicherheit bedroht sieht.

Das polnische Außenministerium teilte am späten Dienstagabend mit, dass eine Rakete aus russischer Produktion in dem Dorf Przewodow eingeschlagen sei. Der russische Botschafter wurde deshalb einbestellt. Bei einer Explosion in dem ostpolnischen Dorf sechs Kilometer von der Grenze zum Kriegsgebiet Ukraine wurden nach Feuerwehrangaben zwei Menschen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb getötet.

Russland hatte die Ukraine am Dienstag nach Kiewer Zählung mit mehr als 90 Raketen und Marschflugkörpern beschossen. Durch die gezielten Angriffe auf die Energieversorgung fiel nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zeitweise für zehn Millionen Menschen der Strom aus. Für acht Millionen Menschen habe die Versorgung später wieder hergestellt werden können, sagte er am Dienstagabend. Der Mittwoch ist für die Ukraine der 266. Tag im Abwehrkampf gegen die russische Invasion.

Bericht über zwei verirrte Raketen

Als erstes hatte der private polnische Sender Radio Zet über den Einschlag von zwei fehlgeleiteten Raketen am Dienstag in Przewodow berichtet. Die Nachrichtenagentur Interfax Ukraina in Kiew berichtete unter Berufung auf Militärexperten, es könnte sich um russische Marschflugkörper vom Typ Ch-101 gehandelt haben. Erste Fotos von Trümmerteilen an der Einschlagstelle deuteten für andere Experten auf die Raketen des Flugabwehrsystems S-300 hin. Dies System sowjetischer Bauart ist wesentlicher Bestandteil der ukrainischen Flugabwehr. 

„Wir wissen, dass es praktisch den ganzen Tag über einen russischen Raketenangriff auf die Ukraine gegeben hat“, sagte der polnische Präsident Andrzej Duda. „Aber wir haben derzeit keine eindeutigen Beweise dafür, wer die Rakete abgefeuert hat. Die Ermittlungen laufen.“ Am allerwahrscheinlichsten sei es eine Rakete aus russischer Produktion gewesen.

Der Einschlag bedeutet das erste Übergreifen des fast neun Monate dauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf das Territorium von EU und Nato. Entsprechend angespannt wurde in Washington, Brüssel und den EU-Hauptstädten die Lage verfolgt. Alle sagten Polen ihren Beistand zu. Polen selbst versetzte einen Teil seiner Streitkräfte in eine höhere Bereitschaft. Duda telefonierte mit US-Präsident Joe Biden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte: „Dies ist ein russischer Raketenangriff auf die kollektive Sicherheit!“ Er fügte hinzu: „Dies ist eine sehr bedeutende Eskalation. Wir müssen handeln.“

Moskau spricht von Provokation

Das Verteidigungsministerium in Moskau wies die Berichte über den Einschlag in Polen dagegen als „gezielte Provokation“ zurück. Es seien keine Ziele im ukrainisch-polnischen Grenzgebiet beschossen worden, teilte das Ministerium mit. Auch die in polnischen Medien verbreiteten Fotos angeblicher Trümmerteile hätten nichts mit russischen Waffensystemen zu tun, hieß es weiter.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz telefonierte mit Duda. „Deutschland steht eng an der Seite unseres Nato-Partners Polen“, schrieb ein Regierungssprecher auf Twitter. Scholz, der derzeit beim G20-Gipfel auf der indonesischen Insel Bali ist, habe sein Beileid ausgesprochen. 

US-Präsident Biden will angesichts des Raketeneinschlags am Rande des G20-Gipfels mit anderen Staats- und Regierungschefs zusammenkommen. Ein Treffen für Mittwochmorgen sei anberaumt worden, berichtete die mitreisende US-Presse. Weitere Details, darunter die Teilnehmer, waren zunächst nicht bekannt.

Russische Angriffe tauchen Ukraine in Dunkelheit 

Der russische Raketenangriff auf die Infrastruktur der Ukraine vom Dienstag war nach ukrainischen Angaben der massivste seit Kriegsbeginn. Zwar sei es gelungen, etwa 70 der anfliegenden Geschosse abzuschießen, teilte das ukrainische Präsidialamt in Kiew mit. Doch 15 Objekte der Energieversorgung in verschiedenen Landesteilen seien getroffen worden, sagte Vizechef Kyrylo Tymoschenko im Nachrichtendienst Telegram. Auch die Hauptstadt Kiew wurde getroffen, wobei nach Behördenangaben eine Frau getötet wurde.

Trotz der Treffer bekräftigte Selenskyj den Durchhaltewillen der Ukraine. Der Feind werde sein Ziel nicht erreichen, sagte er in einer Videobotschaft. Alles werde repariert und die Stromversorgung wieder hergestellt. Außenminister Dmytro Kuleba verlangte, die in Indonesien tagende G20-Gruppe führender Wirtschaftsmächte solle den Angriff verurteilen. 

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden 73 Marschflugkörper und Raketen sowie 17 Drohnen abgeschossen. Tymoschenko nannte die Situation der Energieinfrastruktur kritisch. „Die meisten Treffer wurden im Zentrum und im Norden des Landes festgestellt“, teilte er mit. Der staatliche Energieversorger Ukrenerho habe zu außerordentlichen Stromabschaltungen übergehen müssen, um das Netz zu stabilisieren. Tymoschenko forderte die Bevölkerung zum Stromsparen auf. 

In Kiew war den Behörden zufolge etwa die Hälfte der Stadt ohne Strom. Zeitweise fuhr die U-Bahn nicht, dafür stauten sich die Autos stundenlang auf den Straßen. Im westukrainischen Gebiet Ternopil waren nach Angaben der regionalen Behörden 90 Prozent der Verbraucher ohne Strom. In der Stadt Lwiw waren es 80 Prozent. Deshalb seien auch Heizung und die Versorgung mit warmem Wasser ausgefallen, teilte Bürgermeister Andrij Sadowyj mit. Auch Charkiw im Osten wurde schwer getroffen. In der Nacht zu Mittwoch wurde über Kiew erneut für 45 Minuten Luftalarm ausgelöst. dpa

Jens Böhme | Mi., 16. November 2022 - 07:50

Langsam, langsam, Cicero! Ich habe viele chinesische Güter in meinem Haushalt, was nicht bedeutet, der Chinese sei Schuld, dass ich Made in China kaufe. Der Besitz einer Kalaschnikow sagt ebenso wenig aus, dass die Benutzung dieser nur von Russen möglich sei.

Ingo Frank | Mi., 16. November 2022 - 08:36

Wenn der Onkel Sam sehr sehr zurückhaltend ist, die Flugbahn der Rakete nachverfolgen kann, diese Unterlagen Polen & NATO zur Verfügung stellt, sollte man mehr als Vorsicht walten lassen den. Verursacher im Kremel auszumachen. Und auch die Ukraine benutzt Waffen russischer Bauart. Deshalb sollten sich die woken Moralisten und Kriegstreiber im Grün, rot gelben Lager erst einmal vornehmend zurückhalten.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Gabriele Bondzio | Mi., 16. November 2022 - 09:13

die Verfahren nach Artikel 4 des Nato-Vertrags einzuleiten."

Ich sagte ja dieser Tage schon, der Krieg in der Ukraine entwickelt mit seiner Dauer zunehmend gefährliches Potential.

Kaum gibt es eine positive Entwicklung, siehe:
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/polnische-medien-u…

Folgt die Negative auf den Fuß.
Aber wie ich auch in der Berliner Zeitung lesen konnte. Ist selbst Biden nicht davon überzeugt
https://www.berliner-zeitung.de/news/radio-zet-zwei-russische-raketen-s…
dass es eine russsische Provokation war.

US-Präsident Joe Biden sagt, es handele sich um eine ukrainische Luftabwehrrakete. Die Ukraine bestreitet das.
Das Geschoss sowjetischer Bauart ist laut den USA Bestandteil der ukrainischen Flugabwehr.

Biden sagt, die Rakete sei möglicherweise vom ukrainischen Boden aus gezündet worden. Zum ukrainischen Boden gehören selbstverständlich auch die noch von den Russen besetzten Separatistengebiete und die Krim.

Ich darf Sie daran erinnern, dass das niederländische Flugzeug MH17 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von von pro-russischen Rebellen abgeschossen wurde. In Den Haag wurde ganz offiziell Haft für die identifizierten Täter gefordert.

Gezündet wurde die Rakete damals wahrscheinlich ebenfalls von ukrainischem Boden - den Separatistengebieten!

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass auch dieses Mal wieder Russen oder pro-russische Separatisten hinter dem Raketenabschuss stecken - zumal es sich um eine russische Rakete handelt.

Ich wage aber, zu glauben, dass das gar nicht gewollt war und Putins Wunderwaffen, die er ständig der Öffentlichkeit vorstellt, entweder nicht so funktionieren, wie sie sollen, oder von hirnfreien Dilettanten bedient werden.

Gabriele Bondzio | Mi., 16. November 2022 - 14:09

Antwort auf von Gerhard Lenz

Habe ich das erfunden...
oder wo lesen sie? Ukrainische Luftabwehr ist doch nun zu verstehen...oder?

"Die Zeichen verdichten sich, dass die tödliche Explosion in Polen von einer Flugabwehrrakete aus der Ukraine verursacht wurde. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es eine Rakete der ukrainischen Luftabwehr gewesen sei, sagte Präsident Andrzej Duda (Polen).
https://www.welt.de/politik/ausland/article242155141/Polen-Ungluecklich…

Gerhard Lenz | Mi., 16. November 2022 - 17:21

Antwort auf von Gabriele Bondzio

heute morgen hieß es noch, polnische Verantwortliche hätten von einer russischen Rakete gesprochen.

Biden sprach zunächst davon, die Rakete sei möglicherweise von ukrainischem Gebiet aus gezündet worden.

Mehr - und ich gebe Ihnen Recht - kam erst später.

habe mir ein Kreuzchen in den Kalender gemalt, dass Sie sich tatsächlich mal entschuldigen.
Meinen Beitrag habe ich drei Stunden vor dem Ihrigen geschrieben und bei ntv extra zweimal nachgeschaut, bevor ich mehr oder weniger wörtlich zitiert habe, was Biden gesagt hat.
Ich habe nirgends gelesen (was nichts heißen muss, ich lese schließlich nicht alles), dass Biden nur gesagt hätte, die Rakete sei von ukrainischem Boden aus gezündet worden.
Das, was ich bei ntv gelesen habe, stand da schon Stunden vor meinem Kommentar.
Es würde mich daher schon interessieren, wer Ihre Version veröffentlicht hat.

Und: MH 17 war ein Flugzeug der Malaysian Airlines. Sie kam nur aus Amsterdam, das in der Tat in Holland liegt.
Nur der Genauigkeit halber, denn gerade Sie pochen doch immer so sehr darauf.

Der andere Kommentarbereich war bereits geschlossen:

Ihr rnd-Link ist von Anfang Mai(!) und besagt lediglich, dass die Zustimmung zu - schweren - Waffenlieferungen damals rückläufig war. Andererseits, und ich zitiere aus Ihrem Link: "31 Prozent der Befragten sind der Auffassung, die Bundesregierung unternehme zu wenig zur Unterstützung der Ukraine. 32 Prozent finden den Umfang der Unterstützung gerade richtig. 23 Prozent meinen, die Bundesregierung tue zu viel für die Ukraine."

Dieses Bild bestätigt sich auch in neueren Umfragen, denen zufolge 41% der Befragten die Waffenlieferungen für angemessen halten, während sich 21% für MEHR und schwerere Waffen aussprechen. Lediglich 30% geht die Unterstützung der Ukraine durch Waffen zu weit!

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1312216/umfrage/umfrage-…

Diese 30% sind dann bei Ihnen wohl die Mehrheit. Sie bleiben sich und Ihrem Motto ("Fast jeden Tag ein neuer Betrug oder Halbwahrheit") treu.

Gabriele Bondzio | Do., 17. November 2022 - 08:45

Antwort auf von Kai Hügle

Wissen sie Herr Hügle, die vergangene Zeit (Mai bis heute) hat sich(aus bekannten Gründen) nicht zu Gunsten der Bellizisten entwickelt.
Dazu muss frau noch den Fakt beachten, dass die sogenannten "Leitmedien" unter Befangenheit leiden.
Und bei Alternativen stellen... sie... ja sofort Betrug in den Raum.
Herr Grau hat ja gestern einen interessanten Artikel dazu verfasst.

Es macht daraus keinen Sinn, mit ihnen zu kommunizieren, weil sie eher provozieren möchten.
Und so halte ich es mit ihnen nunmehr, wie es Paulo Coelho denkt:

"Was andere Menschen über dich denken, ist nicht dein Problem" bzw.
"Verschwende deine Zeit nicht mit Erklärungen. Die Menschen hören nur, was sie hören wollen"

Es ging mir eigentlich nie darum, mit Ihnen zu kommunizieren, sondern Ihre Falschbehauptungen zu widerlegen, die Sie mit einer Systematik verbreiten, die schon außergewöhnlich dreist ist.
Das werde ich auch weiterhin so handhaben, ob Sie darauf antworten oder nicht.

Urban Will | Mi., 16. November 2022 - 09:24

gebe, diese Raketen seien Teil der ukrainischen Flugabwehr, wenn auch russischer Bauart, dann sollte man den Ball jetzt erst mal ganz flach halten.

Gerade weil der Oscar – Anwärter in Oliv in Kiev unmittelbar danach am liebsten die NATO mit in den Krieg gezogen hätte und jetzt wieder nach Flugverbotszone schreit (wäre auf jeden Fall dann ein Einsatz d NATO gegen Russland)

Wenn es die Ukrainer waren, dann könnte das ordentlich nach hinten losgegangen sein.
Eine Fehlbedienung ist sicherlich möglich und lässt sich schnell behaupten, doch dass so ein Ding mal eben um 180° in die falsche Richtung fliegt, ist trotzdem ungewöhnlich.
Da braucht es gute Ausreden.
Und wenn diese nicht fruchten, dann wird man sich an der einen oder anderen Stelle bald fragen, ob unschuldige Polen sterben mussten, weil die Eskalationsspirale sich einigen Beteiligten zufolge gerade wohl nicht schnell genug dreht...

Albert Schultheis | Mi., 16. November 2022 - 09:30

"Selenskyj sagte: „Dies ist ein russischer Raketenangriff auf die kollektive Sicherheit!“" - Der Scharfmacher Selenskyj redet von "kollektiver Sicherheit" so, als sei die Ukraine längst Mitglied der Nato, er will damit den Nato-Verteidigungsfall - was gleichbedeutend wäre mit einem Atomkrieg - herbeireden. Aber natürlich hat er mit diesem Manöver des Hineinziehens der Nato in seinen Krieg mit Russland nicht Unrecht: die Nato ist bereits seit Anbeginn des Krieges Kriegspartei in diesem Krieg durch Lieferung von Waffen und Ligistik, durch die Ausbildung ukrainischer Soldateska und die klammheimlich Integration von Propaganda- und Gefechtsstrukturen in die Nato-Strukturen. Dabei ist wieder einmal nichts geklärt! Ob die Rakete tatsächlich russischer Bauart ist, ob sich solche Raketen auch im Besitz der ukrainischen Soldateska befinden, ob die Flugbahn der Rakete evtl durch ein westliches Antiraketensystem abgelenkt wurde oder ... oder ... - Wir werden es wohl wieder einmal niemals erfahren

Sabine Jung | Mi., 16. November 2022 - 09:42

genauso schnell wie bei den Zerstörungen an der Nordstream Pipelines, es muss schliesslich Putin gewesen sein! Nur das passt in den Kram unserer tollen Regierung und auch Europas.
Da wo Krieg ist fallen auch Bomben und die können sich a) verirren, bewusst oder unbewusst und b) auch hier sollte man wie bei allen einmal um die Ecke denken, wer könnte noch großes Interesse an solchen Eskalationen haben?
Aber wie gesagt, der Schuldige steht ja wie immer schon fest, selbst der Cicero ist sich da schon

Günter Johannsen | Mi., 16. November 2022 - 10:57

Waren das jetzt die pöösen USA? Der pööse Westen? Oder vielleicht die Ukrainer selbst, die glücklich wären, in Frieden leben zu können?
Aber es kann natürlich auch sein, dass Außerirdische einen Angriff starteten?
Wahrscheinlicher ist doch, dass die Sowjet-Russen unter Putin ihre Raketen nicht im Griff haben. Ein wirklich übler Kollateralschaden, den die Sowjets unter KGB-Mann Putin zu verantworten haben. Außerdem eine gefährliche Provokation ... auch wenn es eine mörderische Panne war. Was aber noch einmal mehr zeigt, wie verantwortungsvoll und human Kommunisten ticken!

Günter Johannsen | Mi., 16. November 2022 - 12:55

Antwort auf von Günter Johannsen

Natürlich gilt hier die Unschuldsvermutung! Es wird untersucht und man wird dann zu einem Ergebnis kommen. Sorry, keine vorschnelle Verurteilung ... das ist richtig und gut. Aber zu meinem Letzten Teil (oben stehe ich nach wie vor):
Den Putin-Sowjets ist es zuzutrauen, weil sie auch keinen mörderischen Krieg gegen eine Ukraine scheuen, die einfach nur frei und unabhängig sein will. Noch einmal: Nicht die Ukrainer stehen in Russland, sondern die Russen in der Ukraine. Es war und bleibt ein unentschuldbar-mörderischer Überfall und versuchter Landraub!

Armin Latell | Mi., 16. November 2022 - 13:39

Antwort auf von Günter Johannsen

es ist erfreulich, dass wenigstens Sie schon alle offenen Fragen (von ihrer Wohnzimmercouch aus, nehme ich an) geklärt haben. Ich empfehle Ihnen, doch gleich mal bei Jo Biden anzurufen und ihm ihre kolossalen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen mitzuteilen. Er wird sehr dankbar sein, schließlich weiß er es noch nicht so genau wie Sie. Wenn Sie schon dabei sind: es würde mich sehr interessieren, ob Sie die Verursacher des Attentas auf Nordstream II schon ausgemacht haben. Machen Sie doch diesbezüglich mal ein weiteres Nickerchen auf Ihrer Couch.

hermann klein | Mi., 16. November 2022 - 11:52

Nord-Stream II / Sprengung, Granaten auf Polen, das hat nur der böse „Wladimir“ zu verantworten.
Der neue Messias „Wolodymyr“, der gute Hirte aus der Ukraine - der Friedensfürst - würde so etwas niemals machen.

Günter Johannsen | Mi., 16. November 2022 - 13:14

Antwort auf von hermann klein

Ob der gute Hirte Wolodymyr aus der Ukraine ist, darüber lässt sich streiten. Dass Putin in die Ukraine eingefallen ist, darüber kann man nicht streiten, denn das ist Fakt: Russische Soldaten stehen in der Ukraine ... und Russland bombardiert ukrainische Zivilisten, nicht ukrainische Soldaten in Russland!

Tomas Poth | Mi., 16. November 2022 - 12:39

Mutmaßlich dies, mutmaßlich das, mutmaßliche jenes oder anderes.
Hier wird um der Schlagzeile Willen Schindluder von der Journaille betrieben.

Django Reinhardt | Mi., 16. November 2022 - 13:52

... es war eine Ukrainische Rakete!
Muß man das jetzt seitens der Ukraine als Versuch werten einen Nato Bündnisfall auszulösen??
Dem olivgrünen Präsidentenschauspieler und seiner rechtsnationalen Kamarilla ist alles zu zutrauen.

Gisela Fimiani | Mi., 16. November 2022 - 15:13

Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst - auf allen Seiten. Die vornehmste Aufgabe muß die Friedensschaffung sein. Darauf sollten alle ernsthaften, verantwortungsvollen Bestrebungen ausgerichtet sein. Was tragen ständig neue Sensationsmeldungen dazu bei? Dass Putins Einfall in die Ukraine nicht zu rechtfertigen ist, dürfte auf überwiegenden Konsens stoßen. Sollen Horrormeldungen nun dafür sorgen, Putin als den Satan schlechthin zu identifizieren, um den „Regime Change“ in Russland anzustreben? Geopolitische Ernsthaftigkeit und Vernunft - statt gesinnungsethischer Moral. Abrüstung - vor allem verbale.

... meine Meinung, Frau Fimiani.

Journalisten, die sich nur als Aktivisten, als Kombattanten sehen und sich der Propaganda einer Seite kritiklos unterwerfen, verhindern die notwendige verbale Abrüstung.

Es ist unser aller Glück, dass die US-Regierung und das US-Militär sich in diesem Falle vom üblichen Blindflug im Mediennebel losgeeist haben.

Brigitte Simon | Mi., 16. November 2022 - 23:34

Sehr seltsam dabei ist für mich, warum eine ukrainische Flugabwehrrakete ausgerechnet nach Westen in Richtung polnischer Grenze geflogen ist, obwohl doch die feindlichen Russen aus dem Osten kommen.

Selenskyj gibt sich "zerknirscht" Sollte die Rakete fälschlichweise aus der Ukraine gezündet wur-
de, "stellt er eine Entschuldigung in Aussicht".
Und diesem Ver...er gibt Scholz Deutsch-
land zur Beute. Da lobe ich mir Trumps Aussage
"Amerika first" und verachte Scholz´ Denkweise:
"Ukraine first". Wo aber ordne ich Deutschland ein? Doch versprochen ist versprochen. Ich lasse Deutschland nicht allein.