Bardella Le Pen
Jordan Bardella und Marine Le Pen / picture alliance / SIPA | JEANNE ACCORSINI

Prozess gegen Marine Le Pen - Richter entscheiden, wer (nicht) Frankreichs Präsident wird

Der Prozess gegen Marine Le Pen kann ihre Präsidentschaft verhindern. Aber die Zustimmung der Franzosen zu ihrem Rassemblement National wächst trotzdem. Der junge Jordan Bardella hat nicht weniger gute Aussichten als sie. Er ist der Gewinner der ganzen Affäre.

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Im März erscheint sein Buch „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“. 

 

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In Frankreich beginnt an diesem Dienstag ein Prozess, dessen Urteil wohl darüber entscheidet, ob die vermutlich aussichtsreichste Kandidatin zur Präsidentschaftswahl 2027 überhaupt antreten darf. Marine Le Pen, Fraktionschefin der Partei Rassemblement National (RN), muss sich ab Dienstag vor einem Berufungsgericht in Paris wegen des Vorwurfs der Veruntreuung von EU-Geldern verantworten. Wenn das kommende Urteil – der Berufungsprozes soll bis zum 12. Februar dauern – die Verurteilung Le Pens in erster Instanz vom 31. Mär 2025 bestätigt, wird Le Pen nicht antreten.

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Klaus Funke | Di., 13. Januar 2026 - 11:10

Es hat länger gedauert, als wir Ungeduldigen erwartet haben, aber es wird stattfinden - die Politikwende in Europa. LinksGrün hat bewiesen, dass sie es nicht können, ja, dass unter ihrer Führung Wohlstand und Lebensqualität verloren gehen. Sowas nehmen die Völker übel. Marine Le Pen wird in jedem Falle siegen, egal ob persönlich oder ihre Bewegung, dann mit dem jungen charismatischen Führer. Und wenn der Prozess durch ist, wobei sich die französische Justiz, so wie in Deutschland das Bundesverfassungsgericht, als Vasallen und willfährige Vollstrecker geoutet haben, dann wird ein Ruck durch Europa gehen. Macron hat abgewirtschaftet, und zwar in jeglicher Form, wobei seine private Amoralität viel dazu beigetragen hat. Er hat unfreiwillig den Boden bereitet, so wie in Deutschland die Ampel und die Merz-Regierung den Boden für eine AfD-Regierung geebnet haben. Dann muss nur noch Starmer fallen, aber den erledigen die Briten schon ganz alleine. Dann, spätestens 2028/29 ist die Wende da.

Thomas Veit | Di., 13. Januar 2026 - 11:22

sichtbar fest, dass wir es hier eindeutig mit linksgrünwoken politisch verfilzten Systemen zu tun haben..., selbst in den USA, die in ihrer Hybris antidemokratisch agieren und in Europa auch vor Parteiverboten und der rechtlichen Verfolgung aussichtsreicher Präsidentschaftskanfidaten nicht zurückschrecken. In den USA war das ja offensichtlich vor Trumps Wiederwahl auch so, dass in seine Gegner zeitlich 'zufällig passend' mit Prozessen überzogen haben..., nur hat er sich offensichtlich erfolgreich gewehrt..., und 'räumt jetzt auf' mit Linksgrünwoke.

Vor der Ampel, also vor 2021, hätte ich mir DAS bei uns und auch auf EU-Ebene nicht vorstellen können.

Heute ist das zu 100% anders... - seit der Ampel mit all ihren die Bürgerrechte einschränkenden 'Aktionen' und Gesetzen plus einer extermen NGO-/Zivielgesellschafts-Vefilzung (€€€) steht das offen zu Tage.

Wieder so eine VT die sich letztendlich bestätigt... ... - eine pol. Kaste die ausschließlich an ihrer Macht interessiert ist. 🤔

Das ist nur gültig, wenn man es sehen will. Linksgrün hat sehr früh erkannt, daß sie an den Medien nicht vorbeikommen, die Medien sind der Schlüssel, dazu noch die Bildung.

Beides haben Linksgrüne sehr früh unterwandert, das ist offensichtlich in anderen europäischen Ländern nicht anders, gerade Frankreich war immer schon links.

Damit haben sie die Deutungshoheit inne, sie indoktrinieren als Lehrer Kinder und waschen als Medien die Hirne aller Konsumenten. Dazu behaupten sie, daß alle die widersprechen Verschwörungstheoretiker, Rassisten, Homophobe, Islamophobe, Irgendwasleugner etc. sind.

Der Durchschnittsmensch fürchtet in eine solche negativ konnotierte Schublade gesteckt zu werden, darum will er nicht sehen, er folgt den Vorgaben und brandmarkt/stigmatisiert seinerseits alle, die es nicht tun!

So reguliert und verbreitet sich das System selbst.

Thomas Hechinger | Di., 13. Januar 2026 - 11:55

Es ist offensichtlich ein politischer Prozeß, der gegen Marine Le Pen geführt wird. Wie immer findet sich ein Vorwand, hier die Zweckentfremdung von Geldern des Europaparlaments, die für Abgeordnete bestimmt waren, zur Finanzierung von Parteitätigkeiten. Das ist anrüchig und strafbar. Problematisch wird es dann, wenn einseitig gegen Marine Le Pen und den Rassemblement National vorgegangen wird und nicht auch gegen alle andern Parteien, die dieses System ebenso mißbraucht haben. Die linken Richter wollen Le Pen verhindern. Daß sie dafür den jugendlichen Bardella kriegen, könnten sie noch einmal bitter bereuen.

IngoFrank | Di., 13. Januar 2026 - 12:29

so wie in Frankreich laufen wird ? Ernsthaft ?
Es sind doch weit aus mehr als unverkennbare Indizien in der deutschen Innenpolitik wahrnehmbar ….. Gerichtliches Verbot der Kandidatur eines AFD Kandidaten in Mannheim durch Absprechen der „demokratischen Eignung“ die Aussagen von Günther bei Lanz zur Zensur, Aberkennung des Whlrechts usw.
Man wird sich wie in Frankreich nicht an ein Verbotsvervahren mit ungewissen Ausgang einlassen. Einen Kandidaten oder Kandidatin zu BT Wahl durch Gerichtsbeschluss zu verbieten könnte m M einfacher sein, allerdings mit dem gleichen Effekt wie eben in Frankreich. Es wird der AfD nicht schaden, im Gegenteil.
Das einzige was der AfD wirklich schaden könnte, wäre eine andere deutsche Politik die „Links ist vorbei“ tatsächlich mit Leben erfüllt.
Aber dieser Traum ist mit dieser Union endgültig ausgeträumt.
MfG a d Erfurter Republik