Shigeru Ishiba
Noch-Premierminister Shigeru Ishiba (M.) am Montag beim Krisentreffen mit seinen Ministern / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Kaname Yoneyama

Premierminister Shigeru Ishiba tritt zurück - Ungewisser Neuanfang für Japan

Nach nicht einmal einem Jahr im Amt hat Japans Premierminister Shigeru Ishiba am Sonntag seinen Rücktritt angekündigt. Nun steuert das ostasiatische Land auf eine Konstellation der Unregierbarkeit zu.

Autoreninfo

Dr. Felix Lill ist Buchautor und berichtet für rund 50 deutschsprachige Medien über Ost- und Südostasien. Zudem ist er Co-Host des Podcast „Asien-Copy-Paste: Die Vorbilder und Nachahmer dieser Welt“.

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Shigeru Ishiba wirkte angefasst, als er verkündete, dass es für ihn vorbei ist. „Ich habe ja immer gesagt, dass ich nicht an meinem Posten kleben will. Ich war immer bereit, eine Entscheidung zu treffen, wenn die richtige Zeit dafür gekommen ist.“ Diejenigen, die am Sonntag im Saal dieser Pressekonferenz saßen, ahnten da schon, was das bedeuten würde: Der 68-Jährige würde sich von seinem Amt als Japans Premierminister zurückziehen. Den Weg freimachen für einen Neuanfang, wie es dann immer heißt. 

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Karl-Heinz Weiß | Mo., 8. September 2025 - 13:29

Gerne hätte ich mehr Informationen, wie sich diese einst stolze Industrienation die Zukunft vorstellt. Ausländerfeindlichkeit bei einem Ausländeranteil von 3% und ungünstiger demographischer Situation: ein eher wenig zukunftsträchtiges Konzept. Angesichts einer immensen Staatsverschuldung und der bisherigen chinesischen und südkoreanischen Aufstiegsgeschichten wirkt Japan wie paralysiert. Glorifizierung einer Vergangenheit mit gnadenloser Unterdrückung der Nachbarländer kommt dort überhaupt nicht gut an.