Präsidentschaftswahl in Belarus - Erkaltete Liebe zur EU

In Belarus ist die Lage vor der Präsidentschaftswahl angespannt wie nie. Diktator Lukaschenko hat seinen Konkurrenten Viktor Babariko vorsorglich festnehmen lassen.

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Beliebter Herausforderer Lukaschenkos darf nicht zur Wahl antreten: Viktor Babariko / Nadia Buzhan

Autoreninfo

Moritz Gathmann leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er studierte Russistik und Geschichte in Berlin und war viele Jahre Korrespondent in Russland

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Die großen Puppenspieler dieser Welt, also EU, die USA, Russland und neuerdings China, haben sich in diesem Sommer versammelt und ihre Puppen in Stellung gebracht, um die Insel der Seligkeit angeblich in ein Schlachtfeld der Geopolitik zu verwandeln – so wie sie es einige Jahre zuvor mit der Ukraine getan haben.

Die Insel der Seligkeit heißt Belarus, besser bekannt als Weißrussland. Und der dieses Szenario mit ernstem Blick und umringt von seiner Ministerriege im Staatsfernsehen zeichnet, ist seit 26 Jahren Präsident des Zehn-Millionen-Einwohner-Landes: Alexander Lukaschenko.

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Ernst-Günther Konrad | Fr, 31. Juli 2020 - 17:45

Ich möchte den Inhalt Ihres Artikels nicht werten. Ich weiß über Belarus nicht viel. Das wenige aus unseren Regierungsmedien, da bin ich äußerst vorsichtig. Aha. Lukaschenko nähert sich der EU an und hat Ambitionen. Was wollen wir mit diesem Land in der EU? Einen weitere Geldempfänger auf der deutschen Gehaltsliste und dann? Diese überdimensionierte EU kommt doch schon mit 27 Staaten nicht zurecht.
Es liest sich schon merkwürdig, wenn ausgerechnet ein Mitkandidat "plötzlich" ins Gefängnis gesteckt wird, weil er angeblich ein Betrüger sein soll. Dass war er offenbar aber auch schon vorher unter Lukaschenko, oder?
Ich wage zu bezweifeln, dass es sich Putin gefallen lässt, dass noch ein Land aus dem ehem. Riesenreich Sowjetunion in westliche Hände fällt. Aus Putins Sicht sogar zu verstehen. Am Ende gehen die auch noch in die NATO.
Wir brauchen keinen weiteren Staat, der mit EU-Geldern gepampert wird und zuvor von Merkel eingekauft wurde. Es sei denn, man will die EU gänzlich zerstören.

Wir wissen, dass westliche Teile längere Zeit in der Geschichte der letzten Jahrhunderte auch polnisch waren. Wie auch Teile der heutigen Ukraine. Da sind Fragmente der westeuropäischen, römisch-katholischen Kultur hängengeblieben. Trotzdem, der Name der russischen Provinz kommt von den (weissen) Birkenwäldern, das Land war immer Russland und die Menschen sind ethnische Russen ( Ostslawen ) wie auch die allermeisten Ukrainer. Die Geschichte der letzten ca. 25 Jahre spricht auch dafür, dass es mehr eine " autonome Provinz Russland " zu sein scheint als ein politisch-kulturell eigenständiger Staat. Der Staatselite ging es natürlich in einem formal " souveränem Staat " noch besser als einer Provinzverwaltung möglich gewesen wäre.