- Ein Spalter, kein Versöhner
Ein Jahr nach Amtsantritt bleibt Polens Präsident Karol Nawrocki eine polarisierende Figur. Während seine Anhänger ihn als Vertreter nationalkonservativer Interessen feiern, werfen Kritiker ihm vor, die Regierung Tusk systematisch zu blockieren und Konflikte mit der EU zu verschärfen.
Zwei Umfragen beschäftigen die Kommentatoren zum ersten Jahrestag des Amtsantritts von Karol Nawrocki, denn sie sind ziemlich unterschiedlich ausgefallen, obwohl sie beide von angesehenen Meinungsforschungsinstituten stammen: IBRIS ermittelte eine Zustimmungsrate von 56 Prozent für Nawrockis politisches Wirken gegen 41 Prozent Ablehnung. Pollster kommt zu einem für Nawrocki weniger erfreulichen Ergebnis: 47 Prozent Pro, 43 Prozent Contra. Nach den Pollster-Zahlen hat er nicht einmal das Ergebnis der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr erreicht, die er knapp zu seinen Gunsten entscheiden konnte.
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Zu Nawrocki meint Urban: "Allerdings kann von einer „starken Stimme“ kaum die Rede sein, denn sein Sieg war knapp ausgefallen: 50,9 Prozent."
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Was würde Urban denn bei Umfragen über Walter Steinmeier erwarten?
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Mir wäre es angenehm, wenn die Berichtersstattung über Osteuropa etwas mehr Vielfalt zeigen würde.
Die Nato und Europa- Stimme für das gute Gewissen. Eine Stimme für die Aufrechten, für die, die niemals falsch liegen weil sie glauben die "richtige" Sichtweise gepachtet zu haben. Also: "Die polnische Gesellschaft ist politisch tief gespalten." Welch glorreiche Erkenntnis in einer EU Gesellschaft der 27, maximal gespaltenen, Individualisten. Was soll der Text? 50%+X für deutsche Verhältnisse ein Traumergebnis. Die Polen behalten sich an der Stelle etwas vor, was in Deutschland mittlerweile völlig abgängig ist: nämlich eine gewisse Würde für das eigene Dasein. "Zum Versöhner" um zu versöhnen werden die werden, die "Respekt" gegenüber unterschiedlichen Meinungen haben. Herr Urban, ihre Weltsicht ist nicht die Einzige und schon gar nicht die Richtige.
"Die Polen behalten sich an der Stelle etwas vor, was in Deutschland mittlerweile völlig abgängig ist: nämlich eine gewisse Würde für das eigene Dasein."
Absolut richtig! Ich würde sagen die Polen haben eine polnische Identität, nicht mehr und nicht weniger. Und damit haben sie uns etwas wesentliches voraus..., incl. eines positiven Nationalstolz.
...Polen, Ungarn, das Baltikum und auch Russland sind schon immer Opfer westlicher Versuche der Okkupation gewesen. Nichts anderes passiert heute (Ukraine) Was ich in diesem Kontext sehe ist Selbstbehauptung in einem zunehmenden Brüsseler EU-Diktat. Wenn das die Grundbedingung für "ein geeintes" Europa sein soll wird das nicht erfolgreich sein. Umso besser!
das 'vereinte Traum-Europa' der linksgrünwoken Eliten... >> es ist auf dem Weg in die Drittklassigkeit... ... - objektiv.
Ich weiß nicht ob Kohl oder noch früher Schmidt sich das SO! vorgestellt haben..., Schmidt sowieso NICHT, wie man unzweideutig einigen seiner späten Äußerungen entnehmen kann... ... (Thema Osterweiterung der EU...) ??
Also trotz meiner sechsmonatigen Zwangspause hier im Forum hat sich nichts geändert. Sie schreiben noch immer so linkslastig und einseitig, wie eh und je Herr Urban. Nein, ich kann nicht wirklich beurteilen, was die Polen wollen, wem sie letztlich mehr zutrauen und ob Nawrocki der richtige Mann ist. Nur eines stimmt mich allerdings freudig. Er bietet der EU Paroli und läßt sich nicht alles aufoktroyieren und denkt zuerst an sein eigenes Volk. Das macht ihn mir in diesem Punkt sympathisch. Wer nur halbwegs für sein eigenes Volk denkt und handelt, muss sich dieser übergriffigen EU widersetzen. Insofern Bravo Herr Nawrocki.
lieber Herr Konrad.
Ich habe gerade einen Artikel von Wojciech Osiński über den poln. Präsidenten Nawrocki gelesen: exakt das Gegenteil dessen, was hier der eu-süchtige Urban schreibt. Unter dem Strich, als Quintessenz aus beiden Artikeln, sehe ich es so, dass Nawrocki ein Patriot ist, einer, der weiß, wo er herkommt, im absoluten Gegensatz zu unserem abgehobenen links-globalistischen Steinmeier. Ich glaube nicht, das Nawrocki mehr spaltet als Steinmeier. Insofern würde ich mir für uns eher einen Bundespräsidenten a la Nawrocki wünschen.
