Roderich Kiesewetter und Alexander Gauland
Roderich Kiesewetter und Alexander Gauland / A. Berghäuser

Streitgespräch zwischen Roderich Kiesewetter, CDU, und Alexander Gauland, AfD - Cicero Podast Politik: „Frau Merkel hat Putin den Weg bereitet“

Der CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter und der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland streiten über den Ukrainekrieg und den Umgang mit Russland. Außerdem geht es um die Frage, welche Verantwortung Angela Merkel für den blutigen Konflikt trägt.

Alexander Marguier

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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In dieser Ausgabe des Podcast Politik geht es um Russland, es geht um den Ukainekrieg – sowie um die Frage, ob der „Westen“, also auch Deutschland, das angegriffene Land bei seinem Vereidigungskampf weiter unterstützen sollte. Und da könnten die Gäste von Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier kaum unterschiedlicherer Meinung sein.

Da ist zum einen der CDU-Bundestagsabgeordnete und frühere Oberst der Bundeswehr, Roderich Kiesewetter. Er findet, die Ukraine braucht so viel und so lange militärische Unterstützung, bis Russland den Krieg verliert. Ihm gegenüber sitzt – und argumentiert – der Bundestagsabgeordnete und AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland. Gauland war schon früh der Auffassung, dass wir uns auf keinen Fall in diesen Krieg hineinziehen lassen sollten. Denn dadurch würde das strategische Gleichgewicht in Europa grundlegend verändert und so der Keim für weitere Konflikte gelegt. Kein Wunder also, dass es in der Debatte zwischen den beiden Antagonisten hoch hergeht.

Roderich Kiesewetter und Alexander Gauland
Roderich Kiesewetter (li.) und Alexander Gauland in der Cicero-Redaktion / A. Berghäuser

Das Gespräch wurde am 10. Februar 2026 als Videopodcast aufgezeichnet.

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Heidemarie Heim | Fr., 27. Februar 2026 - 17:20

Mein Dank an die beiden Diskutanten und natürlich der Redaktion/Moderation durch Herr Marguier! Beides Persönlichkeiten mit im Grunde gleichem politischen Hintergrund,deren Wege und Meinungen jedoch auseinander gingen und gehen, was aber nichts an deren Befähigung änderte, einen sowohl informativen wie vor allem "gesitteten" Austausch vorzunehmen. Balsam auf die vom ÖRR und anderen Parteigenossen geschundene Seele des Zuhörers;)! Zumindest ich konnte ohne pathologisch bedenklichen "Blutdruck" zu bekommen dem Gedankenaustausch bzw. beider Argumentationsstränge folgen u. mir ein Bild machen vom Für und Wider bezgl. Ukraine, Freiheit, Gefahr für dieselbe u. wie beide Herren m.E. sehr offen zugaben welche Fehler sie selbst machten, bzw. insbesondere die Merkelsche Politik zur Lage beitrug. Leider konnten sie beide meinen inneren Konflikt als liberal-konservative Demokratin u. demnächst wieder verzweifelt über dem Wahlzettel brütend nicht lösen. Doch es war trotzdem sehr hilfreich. Danke!

G. Fischer | Sa., 28. Februar 2026 - 10:31

Es wird immer vergessen, dass ohne Glasnost Europa heute anders aussehen würde. Die Russen sind aus ihren Einflussgebieten sang- und klanglos ohne militärische Intervention abgezogen. Diese Vorleistung wurde von der Gegenseite freudig begrüßt, es folgte aber keine adäquate Antwort. Die Hoffnung, so in eine neue Ära für ein neues stabiles Europa mit Russland als Partner zu starten, war eine Illusion. Die Nato ist geblieben und hat ihre Einflussgebiete gnadenlos und ohne Rücksicht auf die Sicherheitsinteressen Russlands erweitert (warum, gegen welchen Kriegsgegner, wenn nicht Russland, wollte man sich wappnen?). Wer die Konflikte in der Vergangenheit und aktuell weltweit befeuert und seine Einflussnahme mit militärischen Mitteln umsetzt, zeigen die Historie und die Tagesnachrichten.