- Magyars Erdrutschsieg und was daraus folgt
Ungarns Langzeit-Ministerpräsident Viktor Orbán wurde spektakulär abgewählt, die Tisza-Partei seines Herausforderers Péter Magyar erringt wohl eine Zweidrittel-Mehrheit. Dennoch kann von einem Linksrutsch an der Donau keine Rede sein. Was nun?
Bis zur Schließung der Wahllokale am Sonntag um 19 Uhr gab man sich beim Fidesz noch siegesgewiss, insbesondere mit Blick auf die insgesamt 106 Direktmandate. Doch zwei Stunden später gratulierte der Parteichef und seit 16 Jahren ununterbrochen regierende ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán seinem Herausforderer Péter Magyar bereits zum Wahlsieg.
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deutschem Steuergeld ausgestatteten Füllhorn, Selenskyj‘s Taschen zuschütten.
Der letzte Fleck, der der EU kritisch gegenüberstand, ist im vorherrschend rot grünen Flickenteppich Europas nun endlich verschwunden. Ob sich die Ungarn ihre Wirtschaft und ihre Bevölkerung sich das richtig überlegt haben nunmehr auf billige russische Energieträäger verzichten zu müssen, weiß ich nicht. Egal, gewählt ist gewählt und anzuerkennen.
Aber diese Wahl ist auch nur ein Wahl vor der folgenden Wahl. Wer hätte gedacht dass Trump wiederkommt ? Niemand !
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republick
„Dort (anm.: bei den Bürgern) allerdings standen andere Themen im Vordergrund … Und zwar die schlechte wirtschaftliche Lage, eine kaum überwundene Inflation, miserable Gesundheitsversorgung, Korruption, das marode Bildungswesen sowie viele andere Probleme, die den Bürgerinnen und Bürger das Leben erschweren. Magyar hat es verstanden, genau diese Punkte zu adressieren.“
Wie viele der Punkte gleichen mit denen in unserem Land und können von den Landesregierungen nicht mehr beeinflusst werden, weil sie Brüssel an sich gezogen hat? Das wird leider weder in Ungarn noch in Deutschland oder einem anderen EU-Land thematisiert. Das kommt in keiner Talk-Sendung noch in kaum einer Wahl-Diskussion vor.
Was in Ungarn jetzt eine unerfahrene Regierung schafft, könnte als „Blaupause“ für eine AfD-Machtübernahme in unserem Land gesehen werden. Ob dann dieselben Maßnahmen, wie sie Herr Magyar jetzt vorhat, auch als „demokratisch“ angesehen werden oder als undemokratisch gelten, wird sich zeigen.
Um es vorauszuschicken, ich war Orbán dankbar, als er 2015 Merkel konsequent konfrontierte. Und ich hatte alles Verständnis für seine national-konservative Politik. Meine Hoffnungen ruhten damals auf ihm, Kurz und den Polen. Vergallopiert hat er sich dann leider mit seinem prorussischen Kurs. Der konnte auf Daauer in Ungarn nicht gut ankommen. Anders als in Ostdeutschland hat man nämlich in Ungarn NICHT vergessen, was die Russen für eine widerliche Besatzungsmacht waren. Ich bin alt genug, um mich noch an das "Ruszki Hasza" von 1956 zu erinnern.
Zu Ihrer Einordnung: Für mich ist nicht ausgemacht, dass der letzte Fleck..... verschwunden ist. Ist er sowieso nicht, weil Prag und Bratislava weiterhin gegen eine weitere Zentralisierung der EU anstinken werden (was ich gut finde). Magyar ist ein Fidész-Gewächs und auch national-konservativ zu verorten. Entscheidend ist wohl eher, dass, richtig bemerkt von Herrn Marguier, an der Donau KEIN Linksruck kommen wird.
in Gottes Gehörgang 👍
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik & dem Hainich verbunden
Von Links als "Sieg der Demokratie" bezeichnet - assoziiert mit gestärkter Brüsselhörigkeit und der Grenzöffnung für unkontrollierte Migration - könnten die Wahlergebnisse sich durchaus auch anders auswirken als voreilig bejubelt. Zunächst war die Wahl kein Sieg der Demokratie, sondern Ausdruck einer Demokratie, die tatsächlich zu Veränderungen führen kann. Welche das sein werden, wissen wir noch nicht. Möglicherweise genau nicht dort, wo sich Brüssel das erhofft.
Grüße vom Rand der Erfurter Republik
J. D. Vance findet sich zunehmend in einer Rolle, in der er den Todeskuss des Paten zu übermitteln hat. Siehe Papst Franziskus, siehe jetzt Viktor Orbán. Dass beides nach hinten losgegegangen ist (erst Leo XIV, jetzt Péter Magyar) wird Donald Trump gar nicht gefallen. Aber, wie Sie ganz richtig schreiben, kampflos wird Orbán die Waffen nicht strecken sondern am Quorum für personelle Änderungen schrauben. Der Donald hingegen wird alles unternehmen, um die Regeln für die Midterm-Wahlen zu ändern. Möglicherweise wird er sogar versuchen, diese Wahlen ganz auszusetzen, da sich die USA nach wie vor und vielleicht bis im November im Krieg (pardon: Ausflug, Spezialoperation, whatsoever) mit dem Iran befinden. Man darf gespannt sein, ob der Supreme Court der USA ihm dabei rechtzeitig in den Arm fallen wird.
Während die osteuropäischen Staaten ihre Unabhängigkeit wahren, machte die Orban-Regierung einen auf Geschichts- und Freiheitsdemenz. Dass das bei nationalgeprägten Ungaren nicht gut geht, hätte Orban wissen können.
Sag ich doch. Frag mich halt, warum so viele Leute hier auf dem Territorium der ehemaligen Zone so geschichtsvergessen sind.
davon kann bei einer über 2/3 Mehrheit, die der Orban mit seiner Partei hatte überhaupt keine Rede sein, nur weil er diese Mehrheit nutzte um einige Vorhaben auf legalen verfassungsrechtlichen Wege umzusetzen!
Beispielsweise hat Herr Merz bereits abgewähltes Parlament auf die Schnelle benutzt um die Verfassung zu ändern, tja, das war eine autoritäre machthabarische Posse, aber leider ohne einen Aufschrei.
Wenn das Parlament und der Regierungschef seine verfassungsrechtliche Kompetenzen nutzen, so wie in Ungarn geschehen, da kann von Autoritarismu keine Rede sein.
Übrigens, diese vorgehensweise ist innerhalb der EU gang und gäbe, auch wenn es manchen Zeitgenossen verwunderlich erscheint, beispielsweise wenn ein frisch gewählter Staatspräsident 12 von 15 Verfassungsrichtern neu bestimmt und ins Amt einführt, so in Tschechien geschehen, tja, die Kompetenzen sind in EU-Ländern unterschiedlich und müssen ohne Stigmatisierung hingenommen werden!
Der Absatz über die Sitzverteilung sagt alles: Keine Sau außerhalb Ungarns hat auch nur irgendeine Ahnung von ungarischer Innenpolitik. Nur die Pendants zu Union, AfD und dem 3. Weg im Parlament und die Linken feiern. Köstlich.
dass es eventuell vielleicht doch nicht gaanz so schlimm kommt wir mit Orban/Fidez direkt etc. ...
Wenn sie/Linksgrünwoke dafür eine stramm national-konservative Regierung akzeptieren... >> ich würde sagen das ist ein Fortschritt...👍 - egal ob sie's nun merken oder nicht... /😉🤣
Hühner, Schweine & Kühe melken praktiziert wird. Nicht das die Fressefreiheit hier überhand nimmt. Wäre schade von einem Außenrand in nächsten zu springen. Wie hieß es damals von Michael Schanze:
1, 2 oder 3 Du musst Dich entscheiden 3 Felder sind frei..... Ob da der Bacon of Hope Gebetsteppich drauf passt bezweifle ich eher :)))
Bei dem Lesen vom Text erinnerte ich mich irgendwie an unser derzeitiges Land. Nicht das auch hier die spätrömische Dekadenz ausbricht
"Péter Magyar feierte am vergangenen Sonntag einen klaren Wahlsieg: Mit einer Zweidrittelmehrheit von 138 Mandaten hat seine erst zwei Jahre alte Tisza-Partei Viktor Orbán und die Fidesz nach 16 Jahren ununterbrochener Herrschaft abgelöst. Die Erleichterung in Brüssel, Berlin und in anderen europäischen Nationen darüber wurde offen kommuniziert. Doch nun kündigt der von Ursula von der Leyen und Friedrich Merz beklatschte Wahlsieger einen Eingriff in die Medienlandschaft an, der vom oft kritisierten Viktor Orbán nie erwogen worden ist: Die Nachrichtensendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sollen vorerst komplett ausgesetzt werden. „Bis eine unvoreingenommene, objektive Berichterstattung gewährleistet ist“, meint dazu Magyar." TE
auch der Staatspräsident soll zurücktreten, die Ukraine soll nicht in die EU aufgenommen werden, aber die eingefrorenen EU-Gelder, die sollen sofort fließen.
Da sge ich nur, die nächste Forderung folgt so gleich, mal schauen wann das Lachen der Frau von der Layen und co. das Lachen im Halse stecken bleibt.
