Foto vom Anschlagsort
Einsatzkräfte am Ort des Anschlags / picture alliance / Anadolu | Mostafa Alkharouf

Palästinensischer Terror - Fünf Tote bei Anschlag in Jerusalem

Seit Beginn des Gaza-Krieges kommt es immer wieder zu Terroranschlägen von Palästinensern auf Israelis. In Jerusalem haben heute zwei Attentäter auf Zivilisten geschossen. Fünf Menschen wurden getötet, mindestens zwölf weitere verletzt.

Cicero Cover 05-26

Autoreninfo

Hier finden Sie Nachrichten und Berichte der Print- und Onlineredaktion zu außergewöhnlichen Ereignissen.

So erreichen Sie Cicero-Redaktion:

Bei einem Terroranschlag in Jerusalem sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, vier männliche Opfer seien am Ort des Anschlags für tot erklärt worden. Eine Frau starb nach Krankenhausangaben später an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden insgesamt zwölf Personen in Krankenhäuser gebracht. Sieben davon hätten schwere Verletzungen erlitten. Die Polizei teilte mit, man gehe von einem Anschlag im Norden der Stadt aus. Zufahrtswege seien gesperrt worden. 

Der Rettungsdienst Zaka teilte mit, zwei mutmaßlich palästinensische Attentäter seien getötet worden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hielt nach dem Anschlag nach Angaben seines Büros eine Lageberatung mit Sicherheitsrepräsentanten ab. 

Bus von Schüssen durchlöchert

Ein Wachmann aus einem naheliegenden Busbahnhof sagte dem israelischen TV-Sender Channel 13, zwei bewaffnete Männer seien an einer Kreuzung in einen Bus eingedrungen, es seien Schüsse gefallen. „Der Bus ist vorn von Schüssen durchlöchert“, sagte er. Einer der Angreifer habe auch ein Messer getragen. 

„Als ich am Einsatzort ankam, sah ich mehrere Schussverletzte am Boden liegen, einige von ihnen waren bewusstlos“, berichtete ein Sanitäter. „Ich leistete einem etwa 45-jährigen schwer verletzten Mann medizinische Hilfe.“ Der durch Schüsse getroffene Mann sei bei Bewusstsein gewesen und ins Krankenhaus gebracht worden. 

Attentäter kamen in einem Fahrzeug zum Ort des Anschlags

Die Polizei teilte mit, die beiden Attentäter seien in einem Fahrzeug zur Ramon-Kreuzung im Norden Jerusalems gekommen. An einer Bushaltestelle hätten sie das Feuer eröffnet. Ein Sicherheitsbeamter und ein bewaffneter Zivilist hätten auf sie geschossen und sie „ausgeschaltet“. Zahlreiche Polizeikräfte seien zur Sicherung des Anschlagsorts im Einsatz, auch mit Sprengstoffexperten. Forensische Teams kümmerten sich um die Spurensicherung. 

Nach dem Anschlag wurden nach Angaben von Augenzeugen Grenzübergänge zwischen Jerusalem und Ramallah, in deren Nähe palästinensische Ortschaften im Westjordanland liegen, für den Verkehr gesperrt. In Kalandia habe es eine Razzia der Armee gegeben.

Quelle: dpa

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 8. September 2025 - 12:17

Auch wenn Netanjahu glaubt, er können auch den letzten Hamas Kämpfer töten, in dem er Gaza besetzt ist das nur reines Wunschdenken. Der Hass in beiden Völkern bei deren Fanatiker, ist seit 1947 in etlichen Generation weitergegeben worden. Nur Frieden, trotz aller gegenseitiger Verletzungen kann auf Dauer das Morden verringern. Man wird nie verhindern können, das wie jetzt wieder diese Attentäter kranke fanatische Geister Anschläge verüben werden. Das ginge nur, wenn deren innere Einstellung sich ändert. Und danach sieht es nicht aus. Und wie wird Netanjahu reagieren? Ich fürchte, er läßt wieder irgendwelche Führungskräfte der Hamas töten und wird auch Zivilsten dabei töten, hinter denen sich diese feigen Mörder verstecken.

Achim Koester | Di., 9. September 2025 - 08:47

Gerade jetzt, wo die Sympathie, zumondest bei den Linken der westlichen Welt, sich gegen Israel, hin zu den Palästinensern und der Hamas wendet, erweisen sich Letztere als hasserfüllte Terroristen.
Israel hat mein volles Verständnis für ALLE Maßnahmen, den Slogan "from the river to the sea" kann man schließlich auch so lesen, dass der gesamte Raum von Palästinensern gesäubert wird.