Die Personalie Bari Weiss - Was ist bei der „New York Times“ los?

In der „New York Times“ hängt der Haussegen schief. Spätestens seit der Kündigung von Kolumnistin Bari Weiss ist klar: In der neuen Debattenkultur wird kritisches Denken nur in eine Richtung gern gesehen. Gilt das auch für Deutschland?

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„Leitmedium derer, die in einer weit entfernten Galaxie leben“/ dpa

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“ und „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer". Zuletzt erschien von ihm „Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität“ bei Claudius.

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Alexander Grau

Kennen Sie Bari Weiss? Wenn nicht, dann ist das keine Katastrophe. Bis vor wenigen Tagen kannten hierzulande Bari Weiss nur aufmerksame Leser der New York Times oder genaue Beobachter inneramerikanischer Debatten. Dennoch sollten Sie sich den Namen Bari Weiss merken. Denn er ist ein Symbol für eine im Innersten zerrissene Gesellschaft und insofern ein Menetekel.

Wer aber ist nun Bari Weiss? Bis zum letzten Dienstag war Bari Weiss eine umstrittene Kolumnistin besagter New York Times. Umstritten war sie, nicht etwa, weil ihre Ansichten so originell oder radikal waren, sondern weil sie nicht in das enge Weltbild der linksliberalen Redaktion und der entsprechenden Leserklientel des New Yorker Renommierblattes passten.

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Alexander Mazurek | Sa, 18. Juli 2020 - 09:37

... das die so gerühmte Unabhängigkeit der Presse nur eines der vielen verlogenen Mythen der säkularen Moderne ist. Ein John Swinton sprach darüber im Twilight Club, NY, schon 1883. Noam Chomsky hat in seinem Propagandamodell die Ursachen der zunehmenden Gleichschaltung aufgeführt. Siehe dazu auch das Swiss Policy Research ...

Dirk Weller | Sa, 18. Juli 2020 - 09:52

„ . . . . Leitmedium derer, die in einer weit entfernten Galaxie leben, einer Galaxie, die mit den Alltagssorgen der meisten Menschen nichts zu tun hat.“
Das trifft auf 90% der deutschen Medien ebenfalls zu.
Man gehe auf die Strasse und frage die Menschen unvoreingenommen , was für sie wirklich wichtige Probleme sind.
Probleme wie Rassismus oder Polizeigewalt wird man nur von Menschen hören, die direkt betroffen sind oder sonst keine Probleme haben. Obwohl diese Probleme natürlich existieren.
Die breite Masse wird aber wohl eher Probleme nennen wie :
lächerlich geringe Rentenbescheide, ein immer mehr um sich greifender Niedriglohnsektor, prekäre Arbeitsbedingungen, zu hohe Mieten, Wohnraummangel etc. . . . .
Erstaunlicherweise spielen die zuletzt genannten Probleme in den Medien nur eine Nebenrolle, wenn überhaupt.
Während die zuerst genannten in einer Endlosschleife durch die Medien gejagt werden.
Un dann wundern sich die Medien über einen Vertrauensverlust ?

Christoph Kuhlmann | Sa, 18. Juli 2020 - 09:57

Egal ob sie nun rechts oder links sind. Nur der Widerspruch belebt den Geist. Denn er muss selbst formulieren und kann sich nicht in abgestandenen Glaubenssätzen erschöpfen. Ist in der Lage die Sache unter verschiedenen Gesichtspunkten von mehreren Standpunkten aus zu beobachten. Wie unendlich öde sind dagegen die von Dogmen Geleiteten im unisono Einheitschor.

Karl-Heinz Weiß | Sa, 18. Juli 2020 - 10:28

Es ist erschreckend, wie sich der Fortschrittsglaube, der die USA so anziehend machte, ins Gegenteil verkehrt. Melting pot-alles Schall und Rauch ! Es lohnt sich, über die Gründe für diese Entwicklung nachzudenken. Der entfesselte Individualismus ist sicher einer der wesentlichen. Wahnhafte Selbstbezogenheit unter dem Deckmantel moralischer Überlegenheit-nicht nur eine amerikanische Krankheit.

Bernhard K. Kopp | Sa, 18. Juli 2020 - 13:24

In reply to by Gast

Natürlich gab und gibt es den melting pot. Dieser funktioniert aber nicht immer und nicht überall. Das war schon im 19. Jhdt. so, und ist im Prinzip heute nicht anders. Eine extrem heterogene Gesellschaft, die in Europa keine Entsprechung hat. Zu Bari Weiss fällt mir nicht viel ein, ausser dass ihre Kolumnen in der NYT, die ich täglich lese, nicht immer bemerkenswert waren. Sie ist ca. 36 Jahre alt und war seit ca. 3 Jahren bei der NYT. Die Art und Weise wie sie ihren Abgang inszeniert hat spricht für sich. Viel Wortklauberei, wenig Substanz. Andererseits wissen wir nur zu gut, dass political correctness in den USA erfunden wurde, weshalb wir den Terminus meist nicht übersetzen, und, dass diese p.c. sich in weiten Teilen des links-liberalen Amerika zu einer penetranten Seuche entwickelt hat. Davon gibt es auch Parallellen bei uns. Insgesamt ein sinnloser Sturm in der Blase.

gabriele bondzio | Sa, 18. Juli 2020 - 10:31

keine kollektive Entdeckung mehr gewünscht. So ähnlich äußerte sich Bari Weiss, nachdem sie die „New York Times“ verlassen hatte. Der Wahrheitsbegriff ist schon schwierig genug. Schon bei zwei Parteien kann sie ganz unterschiedliche Aussagen oder Urteile hervorbringen.
Wie können sich da linksdrehende Redaktionen anmaßen, die alleinige Wahrheit zu vertreten. Das musste scheitern, sofern der schreibende Journalist und seine Leser, seine Sinne und sein Denken noch nicht völlig abgegeben hat. Political Correctness, eher ein Mittel der Abstumpfung progressiver Geister. Die Welt kann nur lebendig sein und sich weiterentwickeln, wenn es den konstruktiven „Streit“ gibt.
Aber sie haben völlig Recht, Herr Grau, Gleiches passiert auch in DE. Das Durchdrücken von Visionen selbsternannter Progressiver in den Redaktionsstuben, ist keine Ausnahme. Sondern schon die Regel.

... kommen die amerikanischen Verhältnisse mit einiger Verspätung immer in Deutschland an. Die verheerende Macht der "political correctness" ist aus den USA voll zu uns herübergeschwappt.
Kein anderes europäisches Land (außer Großbritannien) läßt sich derart von Amerika beeinflussen wie Deutschland.

Insofern steht uns die Spaltung der Gesellschaft genauso ins Haus wie in den USA.
Bei uns erdreistet man sich ja sogar schon, eine Partei (demokratisch gewählt von immerhin mindestens 10% der Wahlbürger) vollkommen zu ä c h t e n und vom Diskurs auszuschließen. Das m u ß Spaltung bringen! Wer nicht begreift ,wohin ein solches Verhalten letztlich führt, kann nicht sehr viel Verstand besitzen bzw. ist ideologisch total verblendet.
Fernsehen, Rundfunk und die meisten Zeitungen u. Gazetten schreiben einen
deutschen Trump sowie bürgerkriegsähnliche Zustände in den Städten geradezu
herbei!
Lustig wird das nicht.

Hans Jürgen Wienroth | Sa, 18. Juli 2020 - 10:57

Wieder eine hervorragende Beschreibung der Medienkultur (bei der NYT). Leider gibt es auch in unserem Land kaum noch unabhängige Zeitungsverlage, die neutral berichten. Bei uns gibt es ebenso eine „linksliberale Meinungskultur“ vieler Medien, darum sind Verlage wie z. B. der Cicero so wertvoll. Bitte bewahren sie ihre kritischen Stimmen und ersetzen sie nicht durch Konformismus.

Achim Koester | Sa, 18. Juli 2020 - 11:30

Von ganz wenigen Ausnahmen, wie z.B. dem Cicero, abgesehen, unterwerfen sich alle Journalisten und Politiker dem "politisch korrekten Gendersprech", statt ihm selbstbewußt entgegenzutreten? Ein F.J. Strauss z.B. hätte einer Frau Maischberger, die glaubte, Seehofer wegen des Ausdrucks "Asyltourismus" öffentlich maßregeln zu müssen, eine Antwort gegeben, die sie im weiten Bogen von ihrem moralisch überhöhten Ross katapultiert hätte. Bei allen Fehlern, die Strauss hatte, Charaktere seiner Art könnten wir heute mehr gebrauchen.

Natürlich sind Medien in ihrer Ausrichtung nicht vollkommen neutral (obwohl: die Berichterstattung sollte es nach Möglichkeit sein).

Ein linksliberales Blatt wird auf eine linksliberal orientierte Leserschaft treffen, das ist völlig normal. Rechtskonservative oder gar populistische Töne werden dann als störend empfunden.

Alle Aufregung über die NYT ist natürlich pure Heuchelei. Auch bei Medien am rechten Rand ist das nicht anders. Der Tichy- oder Junge-Freiheit-Leser möchte keine linken Ansichten, sie würden dort auch keinen Platz finden, weil von der Redakton vorher ausgefiltert.

Der Cicero ist ein überwiegend konservatives Magazin, gleichwohl kommen glücklicherweise auch immer liberale, manchmal sogar dem linken Lager zuzurechnende Autoren zu Wort.

Was nicht immer mit Zustimmung registriert wird. Es wird ordentlich gelästert, wenn Merkel nicht in Grund und Boden kritisiert wird, oder Grüne zu Wort kommen. Ja oft genug wird sogar zutiefst beleidigt mit Abo-Kündigung gedroht.

Ich widerspreche dort öfter den Autoren, und handle mir auch bei den Lesern viele negative Daumen ein. Ich werde auch als Merkel-Troll bezeichnet. Dabei wohne ich seit 2008 auf dem Merkelmussweg. Von einer großen Zahl von Kommentaren, die ich bei TE geschrieben habe, ist nur einmal etwas nicht freigegeben worden - wahrscheinlich weil sich einer der Edelfedern sehr persönlich auf den Schlips getreten fühlte.

und seine Mitsträusse (H. Wehner) konnten nur von Adenauer selbst noch gebremst werden. Frau Maischberger hätte er wahrscheinlich gefragt, ob sie überhaupt Abitur habe.

Die Nachsträuße hatten nicht mehr seine Intelligenz und Verschlagenheit. Sie entwickelten sich in Richtung Demokratie.

Dana Winter | Sa, 18. Juli 2020 - 11:46

Ja. Leider. Zum Glück gilt es nicht für alle deutsche Medien. Cicero und wenige andere bilden eine Ausnahme. Andere haben sich bis zur Unkenntlichkeit gewandelt. Als Berlinerin fällt mir da die größte Berliner Tageszeitung ein, die ich jahrzehntelang abonniert hatte. Bis sie zu offensichtlich eine bürgerlich angestrichene taz wurde. Aber danke, Cicero für diesen und andere spannende Artikel! Veröffentlicht weiterhin eine Vielzahl von Meinungen, vielleicht hin und wieder auch Streitgespräche zwischen Vertretern ganz unterschiedlicher politischer Richtungen. Bedingung: Fakten und aufeinander eingehen.

und wenige andere bilden die Ausnahme, genau das ist das Problem. Die Deutungs- und Meinungshoheit liegt aber bei den vielen Anderen. Angefangen bei der .... mit den 4 Buchstaben bis zu den angeblich seriösen Blättern von den ÖR ganz zu schweigen. Alle diese Vorgenannten die sonst in ihrem Kommentarbereich auf Netiquette achten, sind allerdings wenn es um bestimmte Personen und Parteien geht auch bei "Hasskommentaren" recht großzügig.

Simone Büchl | Sa, 18. Juli 2020 - 12:41

Sie, der Cicero und hoffentlich jeder einzelne Leser des Ciceros arbeiten einer solchen "Polarisierung in Deutschland" entgegen.
Ob es ausreichend ist, weiß ich nicht, aber ich danke Ihnen und dem Cicero recht herzlich für Ihr Engagement!

Josef Olbrich | Sa, 18. Juli 2020 - 13:17

Seit Pilatus diese Frage Jesus gestellt hat, hat sie bis heute kein Mensch abschließend beantwortet. Wer nun glaubt im Besitz der EINEN Wahrheit zu sein, ist größer als Gott und zeigt seiner Umwelt nur seine überhebliche Dummheit. Zurück zur Gegenwart. Nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten, ist die Gedankenwelt der linken Kopfgeburt - Sozialismus ist keine evolutionäre Entwicklung - nicht verschwunden, sondern wird als heilsbringend weiter getragen. Auswüchse eingeschlossen. Daraus speist sich die anmaßende Bevormundung der Menschen. Und, da Sozialismus keine Transzendenz bietet, wird er langfristig in sich zusammen fallen.

Mia Ostermann | Sa, 18. Juli 2020 - 13:31

"Qualitätsmedium". Wenn ich das lese/höre, werde ich prophylaktisch misstrauisch. Nehmen wir die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. Der permanent erigierte Zeigefinger moralinsaurer Denkanweisungen. Die SZ propagiert ständig die "bunte Gesellschaft" - und das allein in Schwarz-Weiß-Gedachtem. "Wir sind die Guten". Da möchte natürlich jeder dazugehören. Und wenn's das eigene Denken, das eigene Urteilsvermögen kostet.
Wir leben mittlerweile in Zeiten, in denen ein Mittagessen mit der falschen Person den Arbeitsplatz kostet.

Helmut Bachmann | Sa, 18. Juli 2020 - 13:36

ist leider zwecklos. Die Wahnsysteme werden nur gefestigt. Wenn denn bald RRG die BunteRepublik regieren wird, die Presse staatsfinanziert jubiliert, wird Folgendes passieren: die Idiotie wird deutlicher. Auch im Alltag. Die Staatspresse liest keiner mehr und dann kommt vielleicht soetwas wie der Selbsterhaltungstrieb zurück.

Albert Schultheis | Sa, 18. Juli 2020 - 13:47

War die NY Times bereits unter G.W. Bush auf das Niveau eines Völkischen Beobachters gerutscht, so sind sie gerade dabei sich auf diesem Niveau häuslich einzurichten. Also im Gegenteil: Der Haussegen hängt dort akkurat und blitzsauber. Das liegt im Trend! Und wer vermöchte es, sich dagegen aufzulehnen? Es ist der Haussegen der neuen rigorosen Tugend- und Sittenwächter.

Armin Latell | Sa, 18. Juli 2020 - 14:36

Gilt das auch für De? Ich interpretiere Ihre Frage nach diesen sehr guten Artikel eher als rein rhetorisch. Bari Weis ist dazu nur ein exemplarische Fallbeispiel. Auch aus De gäbe es dazu reichlich. Warum nur kam mir sofort ein Restle in den Sinn? Andersherum kommt mir auch gleich der Gedanke an einen C. Relotius. Der beherrschte das Richtigdenken aus dem ff. An seinen Ergüssen, die doch exakt ins Wunschdenken seines Milieus gepasst haben, kam von Seiten der (Un)verantwortlichen nie Verdacht auf. Deutsche Talkshows aus den ÖR spiegeln das genau so wider. Oder man schaue sich den Bundestag oder die Landtage an, eine freie, ehrliche, sachliche Debatte gibt es dort nicht mehr (entweder weil man einer Meinung war oder weil es plötzlich eine echte Opposition gibt). Aber warum so weit in die Ferne schweifen? Auch hier werden nicht genehme Meinungen oft genug nicht veröffentlicht, selbst wenn sie nicht regelwidrig sind. Also: natürlich gilt das auch für De, was sonst?

Piere Sals | Sa, 18. Juli 2020 - 15:33

aus Tagesspiegel: "Die Zeit der Neutralität ist vorbei“, schreibt Philipp Oehmke in einem erfrischend offenen Debattenbeitrag. Denn er meint das nicht etwa bedauernd, sondern leitet daraus das Recht ab, bestimmte Positionen nicht abzubilden.
Die Auffassung, auch Gegenargumente aufzeigen zu müssen, sei „selbstgefällig und denkfaul“. Mit dem Anspruch auf journalistische Fairness würde den abstrusesten Faktenverdrehungen Raum gegeben. Oehmke geißelt „Neutralitätsfanatiker“ und schreibt: „Wer stets allen Positionen Raum verschaffen will, macht es sich einfach und begibt sich in eine moralische Indifferenz".
Wäre Bari Weiss eine SPIEGEL-Kollegin Oehmkes, würde der die sowas von fertigmachen und sie erlitte das gleiche Schicksal wie bei der NYT. Leider funktionierte das nicht nur beim Spiegel.

Gisela Fimiani | Sa, 18. Juli 2020 - 18:59

Im Krieg, so heißt es, stirbt die Wahrheit zuerst. Auf „kriegerische“ Weise, der jedes Mittel recht ist, werden eine Denk- und eine Meinungshoheit erzwungen, die die Wahrheit verachten und die Würde des Menschen „antasten“.

... so Clausewitz, "ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln", bis zum Äußersten - er kannte aber die Sanktionen noch nicht, ein "echter Fortschritt", deren Opfer verrecken wahrlich im Dunkeln (siehe die Dreigroschenoper von Brecht), es gibt keine "unschönen Bilder", und eine halbe Million -deshalb- toter irakischer Kinder war's wert, so die dafür verantwortliche SCOTUS, Mrs. Albright, siehe youtube. So geht Fortschritt ...

Heidemarie Heim | So, 19. Juli 2020 - 11:42

Wie sähe der eigentlich aus geehrter Herr Dr.Grau und liebe Mitkommentatoren*Innen?!
Und was wäre dazu notwendig diesen auch in der Praxis beschreiten zu können? Auch bei uns sind die Blockaden bzw. Sperren dahingehend schon errichtet und es bräuchte m.E. schon ein ziemlich
handfestes Vorgehen der bürgerlichen Mehrheit diesen dritten Weg frei zu machen für alle, die liberal genug und willens sind sich auch mit völlig gegensätzlichen Positionen auseinander zu setzen.
Bei Tischtuch denke ich unwillkürlich an Karo und in diesem speziellen Fall an die Kleinkariertheit s. Synonyme dazu!, die mittlerweile in den meisten Redaktionen mit deutscher Gründlichkeit und weitestgehend auch politischer Beflissenheit gepflegt wird. Und diese werden den Teufel tun diese Risse in der Decke zu flicken oder auch nur die nötige Reparatur anzustreben solange sie die für sie wichtigen Knöpfe mit Erfolg drücken. Die Kontrolleure selbst haben ganz simpel mittels "ihrer Moral" die Macht übernommen. MfG