Trump und Erdoğan
Trump und Erdoğan beim Nato-Gipfel / picture alliance / NurPhoto | Jakub Porzycki

Nato-Gipfel - Was Erdoğan wirklich erreicht hat

Der Nato-Gipfel war für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan vor allem ein Triumph der Inszenierung. Donald Trump half ihm dabei, sich auf internationalem Parkett als unverzichtbarer Machtpolitiker zu präsentieren. Hinter den symbolischen Gesten fällt die Bilanz für die Türkei nüchterner aus.

Autoreninfo

Yaşar Aydın ist Wissenschaftler am Centrum für angewandte Türkeistudien (CATS) der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

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Schon vor dem Gipfel hatte Trump erklärt, er komme „wegen Erdoğan“ nach Ankara – und bringe seinem Amtskollegen „Geschenke“ mit. Er würdigte Erdoğan als großen Staatsmann und Stabilitätsfaktor im Nahen Osten und stellte die Aufhebung der CAATSA-Sanktionen in Aussicht, die seine Regierung Ende 2020 wegen des Kaufs des russischen Luftverteidigungssystems S-400 gegen die Türkei verhängt hatte. 

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Ingo Frank | Fr., 10. Juli 2026 - 14:34

Was soll denn Merz tun mit der Pistole die ihm Erdogan schenkte ? Sich erschießen? Oder was meint der türkische Präsident ? Eine Retourkutsche gegen den „Ober- Satiriker“ vom ZDF… . Soll der dran glauben ? Aus seiner Sicht könnte ich’s verstehen ? Weiß der Himmel was er mit diesem Geschenk bezweckte 😂😂😂 so viel Humor hätte ich ihm nicht zugetraut.
Mit einem nicht ganz Ernst gemeinten Gruuß aus der Erfurter Republik

Dieter Schäfer | Fr., 10. Juli 2026 - 23:19

Schon nach dem zweiten Satz erkennt man Aydins Antipathie für Erdoğan, den Regierenden seines Geburtslandes Türkei. Danach dann letztendlich eine Aufzählung darüber warum sowohl Trump wie auch Erdogan nur (g)eifernde Diktatoren seien. Es fehlt ebenfalls nicht die Empörung darüber, dass Erdoğan und sein Außenminister Hakan Fidan die israelische Regionalpolitik scharf kritisiert. Ein Tatbestand, der allerdings jedem objektiven Beobachter zumindest nicht nur abwegig erscheint. Es wird nie zu einer objektiven Berichterstattung reichen, wenn unsere Medien bei solchen Themen durchweg auf Dauer-Landeskritiker bzw. Exilanten zurückgreifen.

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 12. Juli 2026 - 09:04

Erdogan hat m.E. eventuell die Türkei von Europa und Russland isoliert und in eine krasse Abhängigkeit von USA und Israel geführt?
Ja, wenn die Türkei das will.
Erdogan hat evtl. nie verstanden, dass die EU von de Gaulle und Adenauer als Stärkung europäischer Souveränität gedacht war und hoffentlich auch sein wird.
Natürlich inmitten von Nachbarn und Freunden.
Ich glaube, mein "Zusammensehen" von Merkel, Erdogan und Netanjahu ist gar nicht so falsch.
Aber was sollte das werden?
Da muss man schon auch mal in Europa nachfragen, welche Bedingungen von Europa gestellt werden...
Die USA werden diesen Großkontinent von Europa, Turk/Arabien und Afrika jedenfalls nicht zusammen"bomben" und schon gar nicht als Vasallenkontinent für die USA.
Ein schwaches Europa mag die Türkei und Afrika vielleicht nicht stören, mich schon.
"Steht die Welt nicht doch mittlerweile auf dem Kopf"?