Foto mit Plakat auf grüner Wiese, Bauernhaus, Bäume und Berge im Hintergrund.
Werbung für die Nachhaltigkeitsinitiative in der Gemeinde Oberdorf im Kanton Nidwalden / picture alliance/dpa/KEYSTONE | Urs Flueeler

Nachhaltigkeitsinitiative in der Schweiz - Die Grenzen des Wachstums

Die Schweizerische Volkspartei (SVP) will die Einwohnerzahl der Schweiz auf zehn Millionen begrenzen. Gegner warnen vor wirtschaftlichen Schäden und einem Bruch mit der EU. Dennoch erhält die Initiative erstaunlich viel Zustimmung – auch links der Mitte.

Autoreninfo

Mia Kilian hat Umweltsystem- wissenschaften und Volkswirtschaftslehre studiert. Derzeit absolviert sie ein Praktikum bei Cicero.

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Eine saftig grüne Alpenwiese, schneebedeckte Berge im Hintergrund, davor eine lächelnde Mutter-Vater-Kind-Familie neben Kuh und Schaf: Mit diesem Idyll wirbt die Schweizerische Volkspartei (SVP) für ihre sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative. Wer dabei jedoch an Klima- oder Naturschutz denkt, wurde bereits Opfer der rhetorischen Rahmung der rechtskonservativen Partei. Im Kern geht es nicht um die Belastungsgrenzen der Natur, sondern um jene des Landes selbst: Die Zuwanderung in die Schweiz soll begrenzt werden.

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Christa Wallau | Fr., 12. Juni 2026 - 13:53

ist, daß sie jederzeit wiederholt werden können, so daß die Bürger ihre Entscheidungen, falls diese sich als ungünstig oder falsch erweisen sollten, rückgängig machen können.

Eine derartig nützliche Flexibilität existiert in Deutschland leider nicht. Sonst wäre aus der
übersteigerten "Willkommenskultur" des Jahres 2015 längst das Gegenteil erwachsen.

Ganz offensichtlich gelingt es den Altparteien in Deutschland nicht, den Volkswillen in die Tat umzusetzen bzw. es besteht gar nicht der Wille dazu, dies zu tun.
Die elende "Brandmauer" gegen die AfD ist das krasse Gegenteil von dem, was in der Schweiz gilt: Der Wille der MEHRHEIT m u ß umgesetzt werden - ob es den Parlamentariern u. der Regierung gefällt oder nicht!
Dagegen helfen keine ideologischen Einwände.

Es wird allerhöchste Zeit für die Eindämmung der Macht der Parteien in Deutschland, die sich längst der Staat zur Beute gemacht haben.

Achim Koester | Fr., 12. Juni 2026 - 15:11

halte ich für eine Folge des Sozialtourismus. Die Stimmen, die vor einem wirtschaftlichen Nidergang ohne Migration warnen, verkennen und überschätzen dabei die tatsächliche Qualifikation und Motivation der Neuankömmlinge.

Brigitte Miller | Fr., 12. Juni 2026 - 15:40

kann nur hoffen, dass sich die Bürger dieses Mal ( im Gegensatz zur Abstimmung über den ÖR, "200Franken sind genug) nicht von der Propagandawalze, die bei einem Ja zur Initiative den Niedergang der Schweiz beschwört, manipulieren lassen.
Das Gegenteil ist der Fall : bei einem Nein und der Unterzeichung der Rahmenverträge mit der EU ist die Schweiz Geschichte.
Es ist ein absolutes Unding, dass Bundesräte durch die Schweiz touren und glatte Lügen verbreiten, wie etwa BR Jans SP, der behauptet, bei Annahme würde quasi am anderen Tag das Spital in Basel geschlossen werden müssen und unsere Alten würden dann keine Pflege mehr erhalten.
Wir haben arbeitslose Pflegefachleute, die Firmen wollen billigste Arbeitskräfte, es gibt Zahlen dazu, aber die interessieren offenbar nicht.
Man will weiterhin die unbegrenzte Migration.

aber ich bin pessimistisch. Ein paar Sätze aus der WW dazu:
"Was ist bloss los mit diesem einst so grundsoliden Land? Die Eliten machen nichts lieber, als ihren SVP-Dünkel zu pflegen. Sie kämpfen nicht für die Schweiz, sondern gegen die grösste Partei des Landes.

Im Bundeshaus ist eine Funktionärskaste herangewachsen, die weit über die classe politique hinausgeht und hauptberuflich gegen die Interessen der Schweiz handelt.
Dann folgen ein paar bekannte Namen, ein steinreicher Erbe, politische Lobbyisten, ein Berufspolitiker , der laut eigenen Angaben noch keine Minute in der Privatwirtschaft gearbeitet hat, dafür vermummt an unbewilligten Antifa-Demos teilnimmt («Züri stabil nazifrei») und die Schweizer Landesflagge als Symbol des Nationalismus ablehnt.
Alle trommeln jetzt seit Wochen gegen die Initiative, also nicht wundern, wenn es dann heisst: die Demokratie hat gesiegt, der Bürger hat es so gewollt.
Schönes Wochenende🌻

Helmut W. Hoffmann | Fr., 12. Juni 2026 - 16:48

die Schweizer wären gut beraten, der Vorlage auf Begrenzung zuzustimmen, um nicht deutsche Verhältnisse zu bekommen. Negative Auswirkungen auf Schulen und Wohnraum sind bereits jetzt schon sichtbar und einer weiteren Annäherung an die EU ist auch nur mit größter Vorsicht zu empfehlen...

Walter Buehler | Sa., 13. Juni 2026 - 14:34

Ein paar Gedankensplitter:

Die VR China hat versucht, mit der Ein-Kind-Politik eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums zu erreichen. Die Bremswirkung war jedoch so stark, dass man jetzt in Schwierigkeiten kommt.
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Meine Urgroß-Eltern sind im 19. Jahrhundert aus der Schweiz ins Badner Land ausgewandert, weil es ihnen hier wirtschaftlich besser ging. Heute ist es umgekehrt: Viele tausende Deutsche versuchen, in der Schweiz der deutschen Misere zu entgehen.

Die Probleme der Schweiz wären geringer, wenn die EU und insbesondere Deutschland eine bessere Wirtschaftspolitik machen würden.
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Der Umgang mit der AfD sollte bei uns genau so gehandhabt werden wie der Umgang mit der SVP in der Schweiz.