- „Feindbilder tragen nicht mehr, wenn das Leben teurer wird“
Im Interview spricht die Politikwissenschaftlerin Eszter Kováts über die Gründe für den Wahlsieg des designierten ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar und über die Frage, wie es nun mit Viktor Orbán und seiner Fidesz-Partei nach der Niederlage weitergeht.
Eszter Kováts ist Marie-Skodłowska-Curie-Post-Doc-Forscherin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Central European University. Von 2012 bis 2019 war sie für das ostmitteleuropäische Genderprogramm der Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest verantwortlich.
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Wenn das dann so aussieht wie im „Besten Deutschland aller Zeiten …..“, dann gute Nacht Ungarn, einem Land, dem ich mich sehr verbunden fühle nicht nur, aber auch, weil u.a. Uns unsere Hochzeitsreise nach Budapest
führte, & unser letzter Ungarn Besuch gerade einmal ein knappes Jahr her ist.
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik
Aber "Genau das machen Rechte oft. .....Damit legitimieren sie dann Eingriffe in Wissenschaftsfreiheit, Medienfreiheit oder institutionelle Autonomie." Zitatende. Nach meiner Wahrnehmung ist es hier genau andersrum. So gehen die drei linken Parteien vor. Und sie reden ausschließlich in Codes, die sie vereinbart haben. Wer diese Codes nicht kennt oder sie kennt und ablehnt, ist dann sofort ein Feind von UNSEREDEMOKRATIE. Das politische Problem in Deutschland ist die CDU. Sie bringt mit ihrer Brandmauer die Mehrheitsverhältnisse ins Wanken, weil sich der Wählerwille in der Regierung nicht mehr abbildet.
Ich finde das Interview sehr interessant, und aus meiner Sicht wohltuend anders als die oft in Codes und Tabuzonen erstarrten "normalen" Diskurse - wie es Frau Kovats beschreibt.
Ich glaube hier geht es auch nicht nur um Orban, sondern um grundsätzlichere Fragen unseres Zusammenlebens. Alle westlichen Gesellschaften kämpfen damit, was überhaupt gelten soll, was universellen Anspruch erhebt, was nur für die eigene Gesellschaft gilt, und wenn Dinge nur für die eigene Gesellschaft gelten, wie man dann mit den 8 Mrd anderen Menschen umgehen sollte. Daneben die üblichen Themen an Korruption, Vorteilsnahme, Doppelmoral etc. Aber ich glaube, die interessantesten Fragen sind nicht die um klare Verfehlungen, wie Korruption, sondern die wirklich grundsätzlichen, was eine Gesellschaft überhaupt zusammenhält. Dass es am Ende oft das Geld ist, zeigt auch, wie dünn andere Gewissheiten zu sein scheinen.
die haben bitteschön mit einer Einordung rechte oder linke Politik rein gar nichts zu tun, da diese Einordung galt weltweit bis vor ca. 10 Jahren für Wirtschafts -und Sozialpolitik, aber diese Einordung wurde von einigen Ländenrn des europüäischen Westens auf den Kopf gestellt, ja, aber dieser neuen realitätsfernen Einordnung wollen sich die mitteleuropäischen Länder nicht fügen, sie ignorieren sie weitgehend, samt der progressiven Themen.
Ergo, der Orban hat dieses Thema nicht gesetzt, sondern er hat es lediglich aufgegriffen, aus welchen Gründen auch immer, vieleicht nur, weil Deutschland für ihn das abschreckende Beispiel darstellte. Tja kein Wunder wenn er persönlich zum abschreckenden Beispiel der EU gestempelt wurde.
Übrigens, dieser progressiver Aktionismus soll innerhalb der EU populär gemacht werden, und damit wäre die Frage des Populismus vom Kopf auf die Füße gestellt.
