Delcy Rodríguez
Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez spricht am 16. Januar vor der Nationalversammlung neben einem Bild von Ex-Präsident Maduro und dessen Frau / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ariana Cubillos

Nach der Festnahme Maduros - Das traurige Theater in Venezuela

Während das Regime in Venezuela ein paar Gefangene freilässt und erste neue Öl-Verträge schließt, festigt die neue Präsidentin ihre Macht. Wahlen sind noch nicht in Sicht. Die Führung präsentiert sich als geschlossene Front, während Repression und wirtschaftliche Öffnung parallel voranschreiten.

Marcela Velez Plickert

Autoreninfo

Marcela Vélez-Plickert ist Wirtschaftsjournalistin und hat fünfzehn Jahre in Lateinamerika gearbeitet. Heute schreibt sie von London aus vor allem für die chilenische Zeitung Diario Financiero. Sie hat in Guayaquil, Santiago de Chile und London studiert.

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Zweieinhalb Wochen nach der US Militäroperation zur Gefangennahme von Nicolás Maduro fühlt sich Venezuela wie ein großes politisches Theater an. Das chavistische Regime verstärkt jetzt nationalistische Rhetorik – unter dem Motto „Zweifel sind Verrat“. Wer Zweifel (an der „Revolution“) äußert, lebt äußerst gefährlich. Gleichzeitig gibt das Regime in Caracas in einzelnen Punkten dem Druck der US-Regierung nach.

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Jens Böhme | Mi., 21. Januar 2026 - 11:18

Trump hat nie behauptet, dass ein Systemsturz in Venezuela das Ziel sei. Ich bin mir sicher, er weiß nicht, was das ist.

Thomas Veit | Mi., 21. Januar 2026 - 12:05

inwieweit Mr. Präsident 45 nun die Freiheitsrechte der Venezuelaner*innen durchsetzten wird, mit seiner neuen Macht..., oder doch nur die seiner neuen Ölverträge... ...

Zu früh gejubelt... ... - ob der US-Ambitionen für Freiheit und Gerechtigkeit... ... - ein Diktator gegen den anderen...!?? 🤔

Okay - war nicht anders zu erwarten, und ist deshalb KEIN Vorwurf an Donald Trump persönlich...

PS: ich empfehle den Liedtext (und auch das Video) von Rammstein's 'Amerika' - veröffentlicht 2010, glaube ich... 😉

IngoFrank | Mi., 21. Januar 2026 - 18:05

Den „Geschenken Nobel- Preis für Trump 🙈
& nicht den „verliehenden“ 😂😂😂😂
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Dr. Armin Schmid | Mi., 21. Januar 2026 - 19:10

Trump hat noch jeden, mit dem er angeblich kooperieren will, "unter den Bus geschubst". Frau Machado, die venezolanische Opposition und die ganze Bevölkerung tun mir leid!

Jeder, der mit Trump geschäftlich zu tun hatte, kam beschädigt aus der Sache raus: vom kleinen Handwerker, Student an der "Trump University" bis zur Deutschen Bank. Viele Rechtsberater haben ihre Karriere in den Sand gesetzt, ihre Lizenz verloren oder sind gar im Knast gelandet. Der Kerl ist hochtoxisch.