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Schweigeminute für Quentin Deranque im Plenarsaal der französischen Nationalversammlung / picture alliance / SIPA | ISA HARSIN

Antifa tötet Nationalisten in Lyon - Ein Gewaltverbrechen verstärkt die politischen Fliehkräfte in Frankreich

Französische Antifa-Gewalttäter haben einen katholisch-nationalistischen Studenten zu Tode geprügelt. Der Anführer der Gruppe sitzt in der Fraktion der Linksradikalen. Die Tat polarisiert das ohnehin krisengeschüttelte Land. Der Präsident wirkt marginalisiert.

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Im März erscheint sein Buch „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“. 2018 erschien „Merkel am Ende“.

 

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Der gewaltsame Tod des 23-jährigen Quentin Deranque in Lyon könnte für das von einer fiskalischen Dauerkrise geschüttelte Frankreich ein Kipppunkt sein. Ein Datum, nach dem die ohnehin schon weiter als irgendwo sonst in Europa fortgeschrittene Marginalisierung der politischen Mitte zugunsten radikaler Kräfte eine unaufhaltsame Dynamik annimmt. Währenddessen erscheint Präsident Emmanuel Macron, Personifikation dieser Mitte, nur noch wie eine Nebenfigur in einem Spiel, mit dessen Ausgang er kaum noch etwas zu tun hat.

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Johannes Renz | Di., 17. Februar 2026 - 18:43

Die These, dass Rechtsextremisten Gewalt gegen Personen, Linksextremisten "nur" Gewalt gegen Sachen ausüben, stimmt also auch nicht mehr.

Chris Groll | Mi., 18. Februar 2026 - 09:05

Antwort auf von Johannes Renz

Herr Renz, diese These stimmte noch nie.
Wikipedia (Das Schwarzbuch der Kommunisten) nennt eine "Gesamtopferzahl der Verbrechen von Kommunisten/Linken von 100 Millionen Menschen.

Manuela | Mi., 18. Februar 2026 - 13:56

Antwort auf von Johannes Renz

Herr Renz, das hat noch nie gestimmt.

Dagmar Lubig | Mi., 18. Februar 2026 - 19:09

Antwort auf von Manuela

Da zu habe ich auch ein Kommentar geschrieben, mit mehr Klartext, aber leider nicht veröffentlicht.
Tja, gegen die Kommunisten und ihre Wurzeln, da ist zu viel Klartext hierzulande allgemein unerwünscht.
Was in Tschechien als totalitäres Regime gilt, und deren Propaganda als Straftat gilt, das ist hierzulande.........

Wolfgang Borchardt | Di., 17. Februar 2026 - 19:06

"Guten", die Hexen verbrannt haben? Kampf gegen alles Nichtlinke, Verteilung von Geld - ein anderes Programm haben Sie nicht. Was Gewaltbereitschaft und Antisemitismus angeht, sind sie in die Haut alter Nazis geschlüpft.

Stefan | Di., 17. Februar 2026 - 19:12

„À la douleur insondable de la perte d’un enfant ne doit pas succéder l’insupportable impunité des barbares responsables de ce lynchage.“ (Zur unfassbaren Trauer über den Verlust eines Kindes darf nicht die unerträgliche Straflosigkeit der Barbaren folgen, die für dieses Lynchen verantwortlich sind.)
Recht hat sie.

Markus Michaelis | Di., 17. Februar 2026 - 19:56

Eine Gesellschaft kippt nicht, wenn es 51% Radikale gibt, es reichen 10-20% sehr Entschlossene. Wenn es zwei oder gar mehr verfeindete und sehr entschlossene Gruppen von einiger Größe gibt, ist es noch kritischer. Das dürfte in einigen westlichen Gesellschaften heute der Fall sein.

Ich glaube auch nicht, dass es ein Ausweg ist zu glauben, man könne "die Anderen" als Extremisten überführen, so dass die eigene Mitte wieder als "normal" übrig bliebe. Wirklich aktiv sind zwar kleinere Gruppen, aber tiefe Erschütterungen nehme ich auch weit in die Mitte hinein wahr - nur eben nicht mit einer gemeinsamen Weltsicht.

Unsere bisherige Mitte glaubt, dass wenn sie erst alle Feinde der Menschenrechte und Demokratie überführt hat, es gut werden müsse, weil das alle Menschen eint. Ich denke, das hat wenig mit der Realität zu tun. Wir haben uns übernommen und all die Bruchlinien können wir kaum beschreiben, geschweige denn überbrücken.

Glaube ich. Vielleicht ist es auch nur eine kurze Phase?

Thomas Veit | Di., 17. Februar 2026 - 21:13

Antwort auf von Markus Michaelis

Sorry - ich glaube unsere 'bisherige Mitte' (Union & SPD respektive...) glaubt garnix in diesem Sinne >> unsere bisherige politische Mitte ist ausschließlich mit ihrem Machterhalt beschäftigt: die mittlerweile eindeutig linke SPD indem sie weiter die undemokratische Brandmauer und ein noch undemokratischeres Parteienverbot via Parteitagsbeschluss in einem informellen Bündnis mit Ganzlinks-Grün als Mittel der politischen Auseinandersetzung favorisiert..., und die Union indem sie sich aus purem Machterhaltungsinteresse genau diesem RotLinksGrünWoken Dogma freiwillig!! (gerne?) vorauseilend und ohne objetiven Zwang unterwirft...

>> Politische Mitte in Deutschland? - gibt's nicht mehr, kommt auch so schnell nicht wieder... - Sorry!

Frankreich ist nur der Vorläufer.

denke ich. Es gibt sicher viele Politiker im Mittelbau, denen es mehr darum geht ihren Posten zu behalten. Auch Politiker weiter oben natürlich? Aus der Selbstsicht und auch mit gewisser Berechtigung kann man das als Beitrag sehen, alles so ruhig wie möglich für alle weiterlaufen zu lassen.

Das mag auf viele Politiker zutreffen, aber die treiben eben auch nicht neue Inhalte. Die schließen sich Inhalten an, wenn sie das Gefühl haben, dass Inhalte mehrheitsfähig werden, was in Zeiten unübersichtlicher und kleiner werdender Mehrheitsgruppen auch auf 10%-Inhalte zutreffen kann.

Politische Inhalte werden aber von anderen Gruppen getrieben und bestimmt.

gibt's natürlich auch immer... - aber worauf die treibenden wesentlichen Kräfte, hier die Merz-CDU und die Lars-SPD..., ihr Handeln ausrichten ist mMn das Wesentliche, und da steht aktuell der grundsätzliche Machterhalt wg. AfD eindeutig über einem eventuellen Reformwillen in den Bemühungen, bei der SPD zu 100%, meiner Einschätzung nach.

Die heftigst verteidigte und bestens gepflegte BRANDMAUER, der sich ALLE unterwerfen (müssen!), ist der unleugbare Beweis in ihrer politischen und medialen Präsenz - darum geht es!! Ein 'Denkmal der politischen Angst', könnte man auch sagen...

Walter Wissenbach | Di., 17. Februar 2026 - 20:32

dann bestehen ja wohl gute Aussichten, dass auch der sechste dieser Terroristen bald identifiziert und gefasst werden kann.
Es wäre für die politische Kultur nicht nur in Frankreich wünschenswert, wenn das Gerichtsverfahren medienöffentlich stattfinden würde.
Die Statements jedes der sechs Angeklagten zu hören und zu lesen könnte vielleicht dem einen oder anderen Verwirrten die Augen öffnen.

Thomas Veit | Di., 17. Februar 2026 - 20:43

Letztendlich nur das, was uns hier in Deutschland noch bevor steht..., auf die eine oder andere Art und Weise.

Der Kulturkampf hat definitiv begonnen...

Lisa Werle | Di., 17. Februar 2026 - 21:17

Das Geschrei gegen rechts, das die Linken bei jeder Gelegenheit anstimmen, soll ablenken von den außer Rand und Band geratenen Linksextremisten: von deren Gefährlichkeit, von deren Morden und Gewalttaten. Solidaritätsbekundungen, wie hier vor allem aus der SPD, tragen dazu bei, dass die Antifa ihre Gewalt inzwischen als legitim ansieht.
Katholisch-nationalistische Personen und Demos sind dabei bevorzugte Ziele, denn sie treten überwiegend offen, freundlich und gewaltfrei auf. Charlie Kirk ist das beste Beispiel und wird niemals vergessen sein. Quentin Deranque ist nun ein weiterer Mensch, der starb, weil man die gewaltbereite Linke zu lange hat gewähren lassen. Die Mordtaten der Hammerbande sind weitere aktuelle Beispiele. Terroristen und Schläger werden von Politikern im Gefängnis besucht und hofiert. 'Gießen hat geleuchtet' jubelt ein OB nach einem Wochenende der Antifa-Gewalt. Wann erkennen Politiker, was sie bereits bislang angerichtet haben mit ihrem Gewähren-lassen?

Chris Groll | Mi., 18. Februar 2026 - 09:10

Antwort auf von Lisa Werle

Frau Werle, stimme Ihrem Kommentar zu. Nur daß es bei Politikern zu dieser Erkenntnis kommt, bezweifele ich. Diese Erkenntnis müßte auch bei den meisten Medien und auch der Justiz kommen. Da sehe ich auch noch keine Einsicht.

Peter William | Mi., 18. Februar 2026 - 09:44

Antwort auf von Lisa Werle

geht es nur um den Machterhalt. Posten die aktuell besetzt werden und in Zukunft besetzt werden können!

Politische Macht ist ebenfalls die Möglichkeit Freunde in gutbezahlte Positionen zu bringen. So erst geschehen als Lars Klingbei eine öffentliche Stelle an eine Parteifreundin vergab die jetzt jährlich 300 k € "verdient". Ob sie für diese qualifiziert ist darf zumindest bezweifelt werden...

S. Kaiser | Mi., 18. Februar 2026 - 11:30

Antwort auf von Lisa Werle

Wen man auch nicht aus der Verantwortung entlassen darf, sind die Medien und ihr aufwieglerisches Framing. Wenn man die „Analyse“ der ZEIT liest, meint man es mit einem fiesen, bulligen Rechtsextremen zu tun zu haben, und tatsächlich wird ein Vergleich zu Charlie Kirk gezogen: „Mord an Rechtsextremisten in Lyon: Frankreich erlebt seinen Kirk-Moment“ (von Annika Joeres). Es folgt dem üblichen Muster: Sind Linksextreme die Täter wird relativiert und beschwichtig, und es handelt sich immer um eine „gleichberechtigte“ Prügelei, wohingegen es bei rechten Tätern immer der Dichotomie von Gut und Böse folgt. In Frankreich spricht selbst die linke Tageszeitung „Le Monde“ von einem Lynchmord.
Die Familie hat inzwischen Fotos des Opfers veröffentlicht, und der France-Info-Link von Herrn Knauss ermöglicht einen direkten Eindruck von den Ereignissen. Letzteres wurde von Frau Joeres (wohlweislich) weggelassen. Die mediale Relativierung der Vorkommnisse von linker Seite ist unerträglich.

Urban Will | Mi., 18. Februar 2026 - 02:55

längst genauso weit.
Als der Schwerverbrecher und potentielle Totschläger „Maja“ T in Budapest in Haft saß und auch als er verurteilt wurde, heulten die Linksgrünwoken in Deutschland wegen ihm herum.
Ich bin mir sicher, Göring-Eckardt und ihre linksgrünwoke, in meinen Augen linksextreme Sippschaft empfinden keinen Funkten Mitleid für die Opfer der Hammerbande, auch wenn sie pseudomäßig „gegen Gewalt“ daher plappern.
Hätte T einen „Rechtsextremen“ (und jeder weiß inzwischen, zumindest, wenn er nicht mit der Zange die Hosen anzieht, dass die Linksgrünwoken „rechts“ und „rechtsextrem“ gleichsetzen) getötet, wäre es mit Sicherheit genauso gelaufen.
Und nun kann sich jeder fragen, was los sein wird, wenn die Antifa, die in Reihen der Sekte, Linken und SPD viele Freunde hat, nun in D einen „Rechten“ erschlägt. Sagen wir, wenn es bspw. nach einem Wahlsieg der AfD im Osten zu großen Unruhen kommt (natürlich angefacht von der politischen Linken in D).
Demos gg „Rechts“, mehr nicht.

Peter William | Mi., 18. Februar 2026 - 09:31

ich letztes Jahr von tschechischen Polizisten zusammengeschlagen wurde war so ziemlich die einzige Behandlung die mir zu Teil wurde ein MRT vom Kopf. Wahrscheinlich genau um eine lebensbedrohliche Hirnblutung auszuschließen.
Nur so als Tipp.

Was ist nur los mit den Linken, schlau waren sie noch nie, ist logisch. Aber diesen Kampf so zu führen...

Die 70er sind zurück, ich würde die Polizei ja mit Schlagstöcken und Tränengas inklusive Wasserwerfer die Linken vermöbeln lassen...

Dagmar Lubig | Mi., 18. Februar 2026 - 14:07

Antwort auf von Peter William

Ratschläge erteilen, und sich selbst im Ausland von dortigen Polizei verprügeln zu lassen, wie schlau ist das denn?
Ziemlich dämlich, meine Meinung.

Nun, auf den Kontext, der nicht dämlich daher kommt wäre ich gespannt, höchstens vorstellbar, dass dieser Kommentator von der Polizei bei Gewalttat erwischt wurde, und endlich zur dieser vernünftigen Einsicht kam.

Armin Latell | Mi., 18. Februar 2026 - 19:46

Antwort auf von Dagmar Lubig

ich kenne Einsätze der Polizei mit massivster Gewalt gegen Demonstranten, die für ihre vom Grundgesetz garantierten Rechte gegen die verbrecherische Coronapolitik demonstrierten, da hat schon mal mehr als die Hirnschale geknackt. DAS waren Verbrechen, bei denen die Polizei erwischt wurde. Folgenlos. Soviel zu einem Kontext.

Dagmar Lubig | Do., 19. Februar 2026 - 11:56

Antwort auf von Armin Latell

Werter Herr Lattel, wenn Sie bezüglich eines Kommentars vom einem Kontext schreiben wollen, dann sollten sie diesen bestimmten Text auf den sich meine Antwort bezog auch zu Grundlage Ihrer Antwort nehmen, anstatt nur nur ihre schlechte Meinung von der Polizei loswerden wollen!

Ernst-Günther Konrad | Mi., 18. Februar 2026 - 13:02

Gewalt erzeugt Gegengewalt und gerade der Tod eines dann als Märtyrer aufgebauten Toten im politischen Kampf gegen die anderen politischen Gruppierungen wird Reaktionen zeitigen. Wie werden die Nationalisten reagieren? Wird jetzt ein Linksextremist getötet werden? Wird die Spirale der Gewalt weiter hochgeschraubt? Trotz Verbotes bekennen sich Politiker zu einer verbotenen extremistischen Gruppe, die vor Mord und Totschlag nicht zurückschreckt. Und wenn jetzt die vermeintlich *Rechten* gleichsam, auf Gewalt setzen und sich rächen wollen? Ist man dann bereits kurz vor einem Bürgerkrieg in Frankreich? Immerhin neigen Franzosen zu revolutionären Auswüchsen und schnell zur Hand, Konflikte gewaltsam zu lösen. Ich sehe nichts Gutes Auf Frankreich zukommen. Da sollten deutsche Politiker aufpassen. Auch bei uns ist es nicht weit weg, das Linksfaschisten den Tod eines vermeintlich politischen Gegners in Kauf nehmen und was dann? Europa brodelt und die linken pfeifen auf dem letzten Loch.

Angelika Sehnert | Mi., 18. Februar 2026 - 18:11

Das deutsche Polit- Establishment, vor allem der CDU, sollte die französischen Verhältnisse genau studieren. Es gibt zwar gewisse Unterschiede. Das nicht mehr beherrschbare Migrationsproblem der ehemaligen Grand Nation ist überwiegend Folge der Kolonialgeschichte. Aber die Gesellschaft ist zersplittert, es gibt keinen Konsens mehr, die Verteilungskämpfe sind im vollen Gang,die wirtschaftliche und politische Situation ist katastrophal. Der Kitt der allgemeinen Prosperität ist weg, selbst Unbedarfte erkennen, dass die Zukunft vor allem für Junge düster ist.
Wenn es der Regierung in Berlin nicht gelingt, den wirtschaftlichen Niedergang aufzuhalten, endlich die Fesseln, die man der Industrie angelegt hat, in dem Glauben, die Welt retten zu müssen, dann werden wir in zwei Jahren da stehen, wo Frankreich heute steht. Die Linke sieht das als Chance,sie will es genau so.Es wäre die Pflicht der der CDU,sich ihrer historischen Verantwortung bewusst zu werden und zu handeln bevor es zu spät ist.