- Auf Kollisionskurs in die eisfreie Zukunft
Bei der Parlamentswahl in Grönland am 11. März tritt auch Premierminister Múte Bourup Egede wieder an. Seine Partei Inuit Ataqatigiit will die Unabhängigkeit von Dänemark. Amerikaner will Egede aber nicht werden.
„Wir werden euch beschützen, wir werden euch reich machen. Make Greenland great again!“ Wenn US-Präsident Donald Trump mal wieder fabuliert, kontert Múte Bourup Egede ebenso kühl wie routiniert. „Wir sind nicht zu verkaufen“, erklärt Grönlands Regierungschef bei Fox News mit der Ruhe eines Mannes, der weiß, dass Gletscher schmelzen, aber nicht zur Verhandlung stehen. Es fällt ihm schwer, sich aufzuregen. Im US-Kongress mag Trump erste Pläne für die Landnahme skizzieren, militärische Gewalt nicht ausgeschlossen. Seine Republikaner mögen höhnisch lachen, wenn er finster raunt, die Vereinigten Staaten würden sich Grönland schon „auf die eine oder andere Weise“ einverleiben. Egede hält nur fest: „Wir wollen keine Amerikaner und auch keine Dänen sein. Wir sind Kalaallit (Grönländer).“
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Ich gebe nicht viel auf die Forderung/Behauptung Trumps, sich Grönland zu bemächtigen. Ich glaube auch nicht, dass er militärische Gewalt einsetzen würde, um sich Grönland einzuverleiben. Das er mit wirtschaftlichen Winkelzügen und Drohungen versucht die Grönländer zu beeinflussen, ja das glaube ich schon. Ob Biden oder eben Trump. US Regierungen haben schon immer entweder versteckt oder offen Einfluss genommen auf Staaten, auf Wahlen, auf Regierungen, die man neu einsetzte oder entsprechend durch Erpressung gefügig gemacht hat. Ich gehe davon aus, dass die Grönländer alleine in der Lage sind zu entscheiden was sie wollen. Jedenfalls halte ich diesen Vorhaben von Trump für aberwitzig und er dürfte auch innerhalb seiner Partei keine Mehrheit haben, das Land zu annektieren.
