Marco Rubio und Friedrich Merz
Marco Rubio und Friedrich Merz / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Alex Brandon

Münchner Sicherheitskonferenz - USA und EU: Die Rosenkrieger

Trotz der warmen Worte von Kanzler Merz und Außenminister Rubio bleibt die Lage nach Handelsstreit und Grönland-Krach brisant: Washington fordert eine Partnerschaft zu US-Bedingungen, während Europa um mehr Autonomie ringt. Wenig überraschend herrscht unter den Europäern Uneinigkeit über den künftigen Kurs.

Autoreninfo

Marc Saxer ist Mitglied der SPD-Grundwertekommission. 2021 erschien sein Buch „Transformativer Realismus. Zur Überwindung der Systemkrise“.

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Auf der Münchner Sicherheitskonferenz versprach sich das transatlantische Ehepaar, das seit Monaten einen Rosenkrieg austrägt, vor den Augen der Welt einen Neuanfang. Im Vorjahr hatte der US-Vizepräsident den schockierten Europäern noch ein Ultimatum gestellt: Tut, was wir sagen, oder wir reichen die Scheidung ein. Seitdem hat das transatlantische Paar viel Porzellan zerschlagen: Handelskrieg, Ukraine-Diktat, Grönland-Streit.

Unter Druck von allen Seiten kommen die Europäer nun langsam in der Realität der Wolfswelt an. Bundeskanzler Merz hat das Ausmaß der transatlantischen Entfremdung offen benannt und die europäischen Bestrebungen nach eigener Stärke und größerer Autonomie klar formuliert. Zugleich reichte er dem schwierigen Partner jenseits des Atlantiks die Hand zur Freundschaft. Deutschland definiert seine Zukunft weiterhin fest europäisch, wenn möglich jedoch transatlantisch.

Marco Rubio, der amerikanische Außenminister, legte Balsam auf die geschundenen europäischen Seelen. Er beschwor die unverbrüchliche Gemeinschaft der westlichen Zivilisation und rief die Europäer auf, die Partnerschaft fortzuführen, freilich zu amerikanischen Bedingungen. Verheißen die Treueschwüre beider Seiten einen Neustart für das transatlantische Paar? Oder hat sich jenseits der blumigen Rhetorik wenig Grundsätzliches an der geostrategischen Lage geändert?

Spricht Rubio für die gesamte Trump-Regierung?

Wie belastbar die Freundschaftsofferte ist, hängt erstens davon ab, ob der Außenminister im Namen der gesamten Trump-Regierung spricht. Rubio gehört zum Lager der Primatisten, die zur Verteidigung der amerikanischen Hegemonie auf europäische Hilfstruppen angewiesen sind. Deren Vertrauen gewann er in Genf, als er gemeinsam mit den Europäern einen Gegenvorschlag zu dem russisch gefärbten 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Ukrainekrieges ausarbeitete, der europäische Interessen stärker berücksichtigte.

Sein Konkurrent um die Nachfolge Trumps, Vizepräsident JD Vance, konfrontierte die Europäer hingegen mit der schonungslosen Vision der Restrainers: Wir brauchen euch nicht mehr. Wenn wir Partner bleiben wollen, dann müsst ihr euch der MAGA-Vision unterordnen.

Der Rosenkrieg um Grönland hat die Europäer in helle Aufregung versetzt. Doch statt sich in die Rolle der Vasallen zu fügen, meinen sie es plötzlich ernster mit ihrem Streben nach Autonomie, als es den Amerikanern lieb sein kann. Anstelle des barschen Scheidungsanwalts schickt Washington in diesem Jahr den Europaflüsterer mit Schalmeienklängen nach München.

Im Washingtoner Machtkampf hat Rubios Linie – Regime Change von Venezuela bis Iran – derzeit Oberwasser. Solange die Militärbasen in Europa für den Krieg gegen Iran benötigt werden, liegt der Konflikt um Grönland auf Eis. Doch der Kriegskurs hat an der MAGA-Basis eine offene Rebellion ausgelöst; Trumps Zustimmungswerte brechen ein. Es wäre daher ein schwerer Fehler, diesen Machtkampf als entschieden zu betrachten. Solange er tobt, bleibt die amerikanische Außenpolitik unberechenbar.

Jenseits aller Versöhnungsrhetorik hat sich an der geostrategischen Lage wenig geändert

Ob die transatlantische Ehe eine Zukunft hat, hängt zweitens davon ab, ob sich jenseits der warmen Worte substanziell etwas an der Botschaft der Trump-Regierung geändert hat. Nach wie vor bestehen die Amerikaner darauf, die Lasten der konventionellen Verteidigung des Kontinents auf europäische Schultern zu verlagern. Wie Vance formuliert auch Rubio ideologische Bedingungen für die Fortsetzung der Partnerschaft: Begrenzung der Massenmigration, Schluss mit postkolonialer Schuld und Sühne, Absage an den „Klimakult“. Unverändert bleibt auch die Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Europäer mit dem Ziel, ideologische Verbündete an die Macht zu bringen und Europa nach dem MAGA-Vorbild umzuformen. Hier zeigt sich, dass es nicht um eine Partnerschaft unter Gleichen gehen soll, sondern um ein hierarchisches Verhältnis zwischen Patron und Gefolgsleuten.

Die Trump-Regierung verfolgt weiter unbeirrt ihren Kurs, den Ukrainekrieg durch einen Deal mit Russland zu beenden. Das wurde deutlich, als Rubio seine Teilnahme am Berlin-Format, der Koordinationsgruppe zwischen den Spitzen der Ukraine, Deutschlands, Frankreichs, der EU-Kommission, des Europäischen Rates und der Nato, absagte und stattdessen nach Bratislava und Budapest reiste, um dort die Europaskeptiker und Russlandfreunde Robert Fico und Viktor Orbán zu treffen. In Rubios Münchner Botschaft steckte Sprengstoff: Die USA wollten den Krieg durch einen Deal beenden, „mit dem die Ukraine leben kann und der für Russland akzeptabel“ ist. Die Asymmetrie der Formulierung zeigt, dass Washington weiterhin Druck auf Kiew ausübt, Zugeständnisse zu machen, um einen Ausgleich mit Moskau zu ermöglichen. Die Trump-Regierung stellt damit nach wie vor ihre geopolitischen und geschäftlichen Interessen über die der Europäer.

Jenseits aller Versöhnungsrhetorik hat sich also an der geostrategischen Lage wenig geändert. Europa befindet sich weiter im Zangengriff Putins und Trumps. Die Europäer liegen mit Russland, China und den USA, also allen Polen der entstehenden multipolaren Ordnung, zugleich über Kreuz. In dieser Lage ist Europa hochverletzlich. Strategisch stellt sich also die Frage, wie Europa sein Verhältnis zu den drei Großmächten zukünftig gestalten will. Denkbar sind drei Optionen. 

Im Osten Europas wollen viele unter dem amerikanischen Schutzschirm bleiben

Im ersten Szenario ordnet sich Europa der Hegemonialstrategie der US-Primatisten unter und setzt gegenüber Russland und China weiter auf Konfrontation. Unterwirft es sich seiner Schutzmacht jedoch bedingungslos, ist es den Einmischungsversuchen der MAGA-Ideologen schutzlos ausgeliefert.

Im zweiten Szenario strebt Europa selbst nach dem Status einer Großmacht. Als eigenständiger Pol in der multipolaren Ordnung wahrt es Äquidistanz zu den drei Großmächten. Für diese Option fehlen Europa jedoch auf absehbare Zeit die erforderlichen Machtmittel. Ob die europäischen Bürger bereit wären, die Kosten einer solchen Großmachtvision zu tragen, darf bezweifelt werden.

Im dritten Szenario stärkt Europa seine Autonomie innerhalb der transatlantischen Allianz. Indem es die konventionelle Verteidigung des eigenen Kontinents übernimmt, festigt es eine eigenständige Säule in einer neu austarierten Partnerschaft. Strategisch autonom zu handeln, heißt konkret, sich vom amerikanischen Dominanzstreben zu emanzipieren und das Verhältnis zu China und Russland auf der Grundlage europäischer Interessen zu definieren. 

Wenig überraschend sind sich die Europäer über den künftigen Kurs uneinig. Frankreich strebt eine unabhängige europäische Großmacht unter eigener Führung an. Im Osten Europas wollen viele unter dem amerikanischen Schutzschirm bleiben, koste es, was es wolle. Deutschland wiederum liebäugelt mit strategischer Autonomie, kann jedoch noch nicht ausbuchstabieren, was das konkret im Verhältnis zu Washington, Peking und Moskau bedeutet. 

Noch ist nicht entschieden, welchen Platz Europa in der Wolfswelt einnehmen wird – und ob es den Mut und die Kraft aufbringt, ihn aus eigener Hand zu bestimmen.

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manfred westphal | Mo., 16. Februar 2026 - 18:05

Ich sehe die EU und besonders Deutschland als Schafe im Wolfsfell, die meinen sie heulen drohend und merken gar nicht, dass es nur ein Blöken ist; sie fühlen sich als starkes Rudel und laufen doch nur durcheinander, auf der Suche nach einem Leittier.

Solange kein 'allgemein akzeptiertes Leittier' hervortritt wird sich daran auf Dauer auch nichts ändern... ...

Dieses 'Leittier' sollte natürlich ein Konzept, einen Plan haben >> für eine Transformation in die EU 2.0, einen überzeugenden..., und 'genug schwere Verbündete' innerhalb der (Kern-) EU... ... - sehe ich aber alles im Augenblick eher nicht. 🤔

Walter Buehler | Mo., 16. Februar 2026 - 19:01

Der antirussische Nationalismus in Osteuropa wird keinerlei Orientierungsprobleme in der neuen Wolfswelt haben, auch nicht in der Ukraine.

Sobald es Vorteile bringt, wird er alles vergessen, was Deutschland und die EU momentan für ihn tut oder getan hat, und ganz gelassen Reparationsforderungen für die Zeiten seit August dem Starken an uns stellen.

Sobald es geht, werden sie die EU nach dem Vorbild von GB wieder verlassen und sich so schnell wie möglich unter den Schirm der USA flüchten, EU bzw. Euro hin oder her.

Es ist sehr wichtig, gutwilligen und patriotischen Nachbarn in Europa zu helfen, es ist aber falsch, einen Nationalismus der gröbster Art zu stärken.

Dankbarkeit gibt es bei diesen Leuten nicht.

IngoFrank | Mo., 16. Februar 2026 - 20:56

den zukünftigen Kurs …..
Grün links hat nicht nur Deutschland gespalten sondern ganz Europa.
Allerdings gab und gibt es in den vergangenen Jahren vermehrt in des Staaten d EU die Erkenntnis, dass der eingeschlagene Linkskurs nicht Zielführend für Wohlstand und Weiterentwicklung der EU ist.
Es entstanden Parteien, die diesen Grün linken Kurs kritisch gegenüberstanden. Der beginnende Wirtschaftliche Niedergang und die Massenmigration taten ihr übriges.
Allesdings gab es auch in den etablierten Parteien wie z. b. den Sozialdemokraten in Dänemark Bestrebungen, sich genauso kritisch dieser Entwicklung entgegen zu stellen.
Eropa steht vor einem Umbruch in dem grün links von Mitte Rechts abgelöst werden wird und der Markt wieder an Bedeutung gewinnt.
Statt links grüner Umverteilung einer Ideologie getriebenen Energiewende nebst Einschränkungen der politischen Meinungsfreiheit kurz „ unsere Demokratie“ wird vermehrt wieder auf Freiheit auf a l l e n. Ebenen gesetzt.
MfG a d Erfurter Rep.

Ob das allerdings ausreicht - mehr Freiheit auf allen Ebenen - um die schweren strukturellen Probleme der aktuellen EU 1.0 in der aktuellen Situation zu lösen oder wenigstens zu entschärfen... ... - wage ich zu bezweifeln. Und damit wird's dann auch nix mit der gewünschten europäischen Autonomie (Artikel).

Nur ein wirtschaftlich starkes Europa könnte doch überhaupt nur von 'Autonomie' träumen... ... - aktuell zeigt der Trend doch aber klar und deutlich nach unten..., Frankreich total überschuldet - absolut reformunwillig! - vorneweg..., und D mit wirtschaftlicher Schwäche und ebenfalls deutlich wachsender Verschuldung - auch reformschwach! - direkt hinterher... ... ...? ☹

Damit meine ich auch die Akzeptanz Andersdenkender. Stellen Sie sich vor, es gäbe die Brandmauer nicht, der Wähler wählt Mitte - Rechts und bekommt Mitte - Rechts. Und nicht Links Grün. Was würde diese Freiheit alles bewirken ……
Welche individuellen Kräfte würden freigesetzt wenn z.B. das Leistungsprinzip wieder in diesem Land eingeführt würde ? Oder ein verloren gegangener Nationalstolz wieder vorhanden wäre der und aberzogen würde. ?
Mit Freiheit meinte ich nicht die „Einsicht in die Notwendigkeit“
Mit besten Grüßen aus der wieder winterlichen Erfurter Republik

Sabine Lehmann | Di., 17. Februar 2026 - 05:41

Wenn hier schon die legendäre Assoziation zum gleichnamigen Film herhalten muss, dann aber richtig. In Wahrheit nähert sich nämlich der hinterlistige Ami dem Friederich nur an, um ihm dann, ganz so wie im Rosenkrieg Michael Douglas, vor den Augen der ganzen Welt in die Torte zu pinkeln. Also jetzt nur bildlich, nicht wörtlich, vielleicht reicht auch das Pinkeln in den Grönländischen Schnee und wer weiter pieseln kann hat den Kampf um Grönland gewonnen;-)
Und im finalen Showdown baumelt dann unsere Super-Nanny Uschi mit JD Vance am Kronleuchter im Weißen Haus, streiten sich über Zölle und Zensur, stürzen auf Melanias handpolierte Marmorfliesen und landen am Ende zur Reha in Bad Oeynhausen, wo Donald ihnen das Frühstück serviert. Und am Ende gibt es wie in Hollywood üblich ein Happy End, die EU löst sich auf, Deutschland wird wieder geteilt und Angela wird Chef-Blockwart beim MfS, dann sind wir die wenigstens quitt.
Alles nur Quatsch? Demnächst im Thalia-Theater, Casting läuft schon;-)

Dagmar Lubig | Di., 17. Februar 2026 - 11:30

Was uns Lesern als die Beschreibung eines Rosenkriegs angekündigt wird, entuppt sich bei lesen als altbekannte linke Denke von "gierigen Wolf und den lieben Geißlein".
Von wegen Realismus!!!

A. Brand | Mi., 18. Februar 2026 - 07:36

Antwort auf von Dagmar Lubig

Der Autor hat Ursache und Wirkung verwechselt, auch verwechselt er den gesunden Menschenverstand und die Überlebensinstinkt der Amerikaner mit Ideologie. Er denkt/schreibt völlig am Thema vorbei, denn nicht die Amis sind ideologisch verbohrt, wir sind es! Er ist in seiner linken Fakerealität gefangen und begreift nicht wo das alles hinführt, in die Bedeutungslosigkeit Europas! Wie es so schön heißt, go woke, go broke, wir sind auf dem besten Weg dahin!

Ernst-Günther Konrad | Di., 17. Februar 2026 - 12:27

Der angeblich selbsternannte Leader der EU, der große Vordenker in geopolitischen Angelegenheiten hat sich wieder einmal mehr selbst ein Bein gestellt. Weil er wohl glaubte, Rubio würde ähnlich sprachlich hart urteilen, wie seinerzeit Vance, dachte dieser inhaltlich fehlgeleitete Lügenkanzler, er müsse nochmal der USA zeigen, was er für ein toller Meinungsführer sei und hat sich wieder einmal komplett verhoben. Rubio sagte zwar nichts anderes und inhaltlich auf gleicher Linie liegend, wie damals Vance, er verpackte es nur besser, blieb versöhnlich, wenn in der Sache aber hart im Tonfall und Merz hat wieder mal gezeigt, der will es nicht raffen. Ihn nimmt keiner mehr ernst. Mit der AFD will die USA gemeinsam was für Europa tun, nicht mit einem Lügenkanzler, der den *harten* mimt und sein eigenes Volk leiden lässt und vergisst. Wenn Deutschland mit den USA auf Augenhöhe kommen will, muss Merz weg. Mit dem geht es nicht vorwärts. Vielleicht läutet ja am Wochenende sein Totenglöckchen.

Hans Süßenguth-Großmann | Di., 17. Februar 2026 - 14:50

und eine Vorstellung von der zukünftigen Rolle Europas erst recht nicht. Im Ukraine Krieg hat die Trump Administration die einzig vernünftige Lösung im Blick, während die EU den Glauben hegt durch weitere Milliarden irgendwas in ihrem Sinne zu regeln. Die von UvdL angestrebte Sofort Mitgliedschaft in der EU wird deren Ende bedeuten. Europa gibt es dann weiterhin, aber ein Relevanz im politischen Sinne gibt es nichtmehr.

A. Brand | Di., 17. Februar 2026 - 15:08

ich finde die Sofortveröffentlichung von Kommentaren sehr gut, diese scheint aber mit „KI“ zu funktionieren, sodaß Kommentare mit für die dumme „KI“ „problematischen“ Inhalten nicht durchgehen, das wiederum ist mindestens suboptimal.

Warum wird mein zwar kritischer, aber aus meiner Sicht keinesfalls gegen Ihre Richtlinien verstoßender Kommentar nicht veröffentlicht?

Wladimir Iljitsch Lenin

>> hatte das jetzt auch schon... 2x - DAS sind halt die hoch gepriesenen 'Vorteile' der KI... ..., die 'Kontrolle' wird effektiviert...👍 Kann man/Frau nur hoffen, dass die Trainingsdaten die richtigen waren... [lt. EU-Vorschrift...!?] /😉

Nein, im Ernst: im Grunde sind es - das darf man nicht verwechseln...! - die gesetzlichen Vorschriften, welche die Cicero-Foren-Verantwortlichen dazu zwingen(!) in jedem Falle so-oder-so, also händisch oder automatisch eben..., ein klein wenig zu kontrollieren - frei nach Lenin...

Alles aber nur zu Wohle 'unserer Demokratie'..., damit 'nichts Schlimmes' passiert... ... 🤔

Cicero selbst - die Redaktion - kann da nix machen. Die wird selbst kontrolliert... - kein Joke!

[PS: ...und man darf! das Ganze auch nicht als eine Vorbereitung auf ein eventuells AfD-Verbot missdeuten - Vertrauen Sie den EU-Regelungen, Herr Brand! Und der KI selbstredend...]

auch schon genau so im Forum: bestimmte BEGRIFFE wurden einfach GEBLOCKT...(der ganze Post in der Folge). Ob das jetzt wirklich KI dahinter ist oder nur ein einfacher Filter ist so aus dem Stegreif schlecht zu sagen, von aussen.

Man muss dann umschreiben oder Trixen: M a rtin S e l l ner z.B. -- daran bin ich neulich hier (vermutlich?) gescheitert... ... 🤔

Jaaa, die richtige! und effektive Nutzung der kontrollierten und regulieren (überwachten?) digitalen sozialen Medien erfordert in Zukunft mehr als nur Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse... - und ggf. auch einen vorzeigbaren Bademantel... ... 🤣 (== nur ein Bsp. z.B. für eine EU-konforme Umschreibung... /😉)

Und das wird noch schlimmer werden...

Wenn Kommentare, die keine Regeln verletzen geblockt werden, weil irgend ein Wort drin steht, dann macht das alles keinen Spaß mehr. Aber evtl. ist das ja auch das Ziel des Ganzen, man schränkt das Sagbare immer weiter ein, in der Hoffnung, daß dann auch immer weniger Lust haben etwas zu sagen. Ist ja fast überall so, nur beim Cicero war es bisher nicht so, ich hatte noch nie einen Kommentar, der geblockt wurde.

So jedenfalls macht es keinen Spaß mehr, ich habe keine Lust meine Worte auf die Goldwaage zu legen, bevor ich was abschicke und ich bis sehr wohl in der Lage zu beurteilen, ob etwas gegen die Kommentarregeln verstößt oder nicht.

Aber auch ohne meinen kritischen Kommentar ist der Tenor dank der anderen Kommentare eindeutig, der Autor hat sich verrannt.

P.S. Ich nutze keine KI, werde das auch so lange ich denken kann nicht tun, KI ist das Ende des denkenden Menschen. Das ist wie mit den Asozialnetzwerken, „Smart“-Geräten etc., lehne ich alles strikt ab.

Angelika Sehnert | Di., 17. Februar 2026 - 15:11

Vor allem die Linke glaubt immer noch an den grenzenlosen Universalismus. Sie glaubt auch nicht an die Wirkmächtigkeit des Nationalstaates. Diese Geschichtsblindheit - besser - Verleugnung reicht mittlerweile auch in die CDU. Nationalstaaten haben Interessen. Das muss man anerkennen. Kluge Politik versucht , sich darauf einzustellen, sie auszubalancieren. Mit Geduld und Diplomatie, vor allen wenn man in der schwächeren Position ist. Dafür braucht es aber auch geeignetes Humanpotential, das die Interessen des eigenen Staats definieren und vertreten kann. Was sind den unsere Interessen? Was will Deutschland künftig sein? Verarmter Klimaretter? Technologischer Analphabeth? Nur wer seine Interessen kennt, kann sie durchsetzen.
Wenn ein Kanzler die Rede eines Vertreters des mächtigsten und wichtigsten Verbündeten schwänzt, um sich mit ziemlich unwichtigen Start- up Unternehmern zu treffen,weil er sich dessen Meinung nicht anhören will, dann vertritt er die Interessen seines Landes nicht.

„KI“ hat wieder zugeschlagen, daher hier die „entschärfte“ Version:

Ich sehe aber noch einen weiteren erheblichen Faktor, auch eine Feuerprobe, nämlich die Migration.

Merkel hat die Schleusen der ungeregelten Migration geöffnet, sie sind nach wie vor offen. Sie hat das gegen den Willen der meisten Staaten und der Bevölkerungsmehrheit der EU getan!

Bis heute haben die EU-Staaten keine einheitliche Lösung dazu gefunden und daß, obwohl es vermutlich eines der, wenn nicht das, drängendste Problem ist. Wenn das so weitergeht, wird es böse enden, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Bisher haben nur einige wenige Kleinstaaten der EU das erkannt und gegengesteuert.

Angelika Sehnert | Di., 17. Februar 2026 - 15:37

Europa kann und wird auf absehbare Zeit keine tragfähige Rolle in der Welt spielen. Da ist einmal die wirtschaftliche Schwäche, strukturell bedingt durch den aussichtslosen Kampf fürs Weltklima, Überschuldung und Reformunfähigkeit der größeren Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien. Selbst bei wirtschaftlicher Stärke wäre da noch die Überdehnung der EU durch viel zu viele unterschiedliche Mitglieder mit viel zu vielen Eigeninteressen. Blockaden können nur notdürftig mit Geldzahlungen gelindert werden. Die Feuerprobe war der Ukrainekrieg. Nicht bestanden.Dieses Gehampel ist keine Stärke, die Großmächte beeindrucken könnte. Außerdem gibt es keine Führungsfigur.Merz, Macron und Starmer sind innenpolitisch schwach, können die drängendsten Probleme nicht anpacken und haben daher keinen Rückhalt in der Bevölkerung.Diese benötigt man aber auch, will man aussenpolitisch etwas erreichen. Weitgehende Einigkeit in existenziellen Fragen ist eine conditio sine qua non. Die gibt es nicht

A. Brand | Di., 17. Februar 2026 - 19:19

Kommentar?