Meyers Blick auf … - ... die Rückkehr der Taliban in Afghanistan

Der Schweizer Journalist, Medienberater und Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer spricht mit Innenpolitik-Chef Moritz Gathmann darüber, warum die afghanischen Frauen uns nicht egal sein dürfen - und warum Angela Merkel an den Weihnachtsmann glaubt.

Frank A. Meyer

Christa Wallau | Do, 5. August 2021 - 12:24

kann ich sehr gut verstehen.

Der ganze Irrsinn des heutigen Feminismus und der "Gender-Bewegung", wie sie sich in Deutschland u. anderswo, besonders in den USA, austoben dürfen (finanziert von Steuergeldern u. unterstützt vom Staat), wird hier von Meyer bloßgestellt.

Auch sein Hinweis auf Angela Merkels Schizophronie in diesem Zusammenhang ist absolut berechtigt:
Diese Frau ließ 2015 eine Million b e l i e b i g e r Menschen (90% jüngere, gesunde Männer!) ungeprüft in unser Land strömen, aber sie weigert sich jetzt, akut Gefährdete, deren Gesinnung bekannt ist, aufzunehmen.
Alles im Namen einer ganz speziellen MORAL, für die sie sich - zusammen mit anderen Gutmenschen in D - feiern läßt.
Unfaßbar!

Was werden sich die Deutschen in Zukunft noch alles an verlogenen Zumutungen bieten lassen?
Wie lange geht der deutsche Krug zum Brunnen, bis er bricht?
Das ist die einzig wichtige Frage, die ich mir inzwischen stelle.

Romuald Veselic | Do, 5. August 2021 - 13:07

ganze, gleichgesinnte Prozession auf die Beine stellen, nach Afghanistan fliegen u. mit Taliban darüber verhandeln, wie unmenschlich die Herrschaft der Männer ist. Nicht nur Burka/Tschador/Niqab/ Berufsverbot für Frauen abschaffen, sondern das Gendern in Afghanistan propagieren u. einführen.
Die westlichen Feministinnen repräsentieren nur sich selbst u. haben kein Recht über Frauen auf anderen Kontinenten zu reden. Nicht im Sinne der Gleichberechtigung u. Emanzipation. Die ganze NGOs im Westen, sind verlogene Meinungs-/selbst bezogene-/egoistische-/Mandat freie Ideologiegruppen, die ihre geframmte Agenda posten, ausschließlich zu ihrem eigenen Vorteil.

PS Herr Meyer, irgendwann muss ich all die Bücher in ihrem Hintergrund durchlesen. 👍🏻😎😉

..und laut gelacht, Herr Veselic, ob ihres Kommentars bzw. die richtige Beschreibung dieser ":innen" Verlogenheit der Feministen.
Ich muss mich gerade köstlich amüsieren bei der Vorstellung wie so ein Haufen aufgescheuchter NGO:innen, vornweg uns Claudia, den Taliban die Leviten lesen.
🤣🤣
Den einzigen Übersetzer den die Taliban haben heißt AK47.
Und wenn Die spricht ist Ruhe im Karton.
Anschließend fliegen diese Maulheld:innen in Vollvermummung nach Hause.😁
Wie sagte schon der Kaleun:
„Maulhelden, nichts als Maulhelden, allesamt!“

Yvonne Stange | Do, 5. August 2021 - 14:16

.... kann NUR DORT und nur durch die FRAUEN dort erreicht werden!! NICHT durch "europäisches Eingreifen"!! Das ist eine Lehre aus dem mißglückten Überstülpen der "Demokratie" von einem anderen Kontinent aus! So geht es nicht! Auch Afghanistan war einmal fortschrittlich und die Frauen hatten Rechte, es gibt Bilder aus den 70ern, Frauen mit Miniröcken, sie waren berufstätig und lebten selbstbestimmt. Wer hat es geändert? Sicherlich irgendwelche "Demokratisierungsversuche" von außen. Ansonsten hätte niemals eine so frauenverachtende Religion wieder die Oberhand gewinnen können. - Was soll`s sehen wir uns doch die Schicksale der afghanischen Frauen in D an, die selbstbestimmt leben wollen... ;-) Jeder sollte sich da mal kundig machen... auch HIER überlebt es kaum eine!!!

Brigitte Miller | Do, 5. August 2021 - 14:20

für Ihre Ausführungen zu den heute führenden "Feministinnen" und danke dafür, dass Sie von "islamischer Tradition " sprechen und nicht von islamistischer, denn das ist die Realität des Islam, wenn auch viele Muslime sie nicht so leben, zumindest hier im Westen nicht

Charlotte Basler | Do, 5. August 2021 - 14:46

Ich verstehe Ihre Forderungen an die Feministinnen. Bin aber irgendwie erleichtert, dass diese sich ruhig verhalten. Wir können auch nicht alle Afghaninnen und Araberinnen aufnehmen, die evtl. ihre Schleier samt Männerherrschaft ablegen wollen. Wir sollten auch nicht „unsere“ Jungs in den Krieg gegen die Taliban schicken, während es sich afghanische Männer in unseren Staedten und Cafés bequem machen. Das ist nicht unser Kampf.

Juliana Keppelen | Do, 5. August 2021 - 14:58

Sie bringen das Markenzeichen also ausgeprägte Heuchelei und Doppelmoral auf den Punkt. Fangen wir mal vorne an, unter der Sowjetherrschaft war Gleichberechtigung für Frauen und Mädchen sowie Schulbesuch Pflicht, Burka war verboten. Die älteren Frauen betonen heute noch, dass das ihre beste Zeit war. Den Mutschahedin ging das zu weit und sie bekämpften, mit tatkräftiger Waffenunterstützung und Geld der "selbsternannten Freiheitsnation der Welt", diese neue Ordnung, bis die Sowjets aufgaben. Die alten Clans hatten wieder das sagen und die Freiheitsrechte für Mädchen und Frauen waren dahin. Plötzlich tauchten aus Pakistan in Koranschulen ausgeblideten Taliban als Konkurrenz zu den Warlords auf und setzten sich durch. Bis 9/11 hat die "Freiheitsnation" und uns das wenig gestört bis man vermutete Osama hätte bei den Taliban Unterschlupf gefunden da begann der Rachefeldzug. Es ging nie um Frauen und Mädchen oder Demokratie es ging um Rache und eine willige Marionette in Kabul.

Ernst-Günther Konrad | Do, 5. August 2021 - 15:17

Danke Herr Veselic. Das kann man nicht besser kommentieren. Dreimal Daumen hoch und die anderen Smileys auch.:)

Kai Hügle | Do, 5. August 2021 - 15:22

Der UN zufolge sterben in Afghanistan aufgrund der Kampfhandlungen und speziell der Gräueltaten der Taliban derzeit mehr Zivilisten als in den letzten 12 Jahren. Auch die Zahl der Flüchtlinge nimmt massiv zu, denn entgegen landläufiger Vorurteile möchten auch viele Muslime nicht unter einem klerikal-faschistischen Terrorregime leben, das
nun auch wieder ein sicherer Hafen für islamistische Terroristen wird.
Das alles sind unmittelbare Konsequenzen des Abzugs der Nato-Truppen, der hier seit Jahren vehement gefordert wurde. Über all das hätte man noch mal reden können.
Stattdessen: eine Diskussion über Gendersternchen und deutsche Feministinnen!
Unglaublich eigentlich....

Christoph Kuhlmann | Fr, 6. August 2021 - 06:36

2015 schrieb die Presse einen enormen Druck auf Politiker herbei Flüchtlinge ins Land zu lassen. 2021 hat Frau Merkel sechs Jahre Prügel dafür bezogen dies getan zu haben. Der Afghanistan-Einsatz war die sinnlose Verlängerung eines Bürgerkrieges unter amerikanischer Führung, der der Wut der Amerikaner nach 9/11 geschuldet war. Man kann Demokratie nicht verordnen, wenn die Gesellschaft noch im Tribalismus steckt. So etwas dauert Jahrhunderte.

so ist es. Dafür müssen bestimmte Vorausetzungen gegeben sein z. Bspl. ein breiter Mittelstand, Gleichberechtigung usw. das muss aber von innen heraus wachsen.
Aber nochmal an Alle die glauben bei den "Feldzügen" und Einmischung der Guten ging es um Demokratie, Frauenrechte usw., nein es ging und geht um Vorherrschaft, Geopolitik und um das zu erreichen braucht man eine willige "Regierung" in den Ländern die notfalls mit einem Regime-Change ins Amt gebombt wird (Unzufriedene finden sich in jedem Land die je nach Unterstützung, stetiger Gehirnwäsche und Versprechen von aussen bereit sind Regime-Changes anzuleiern). Bestes Bspl. ein belarusischer "Oppositioneller" in Polen meinte nach einem Jahr! friedlicher Opposition wäre jetzt zeit notfalls mit Gewalt vorzugehen. (Gelesen im Standard).

Karl-Heinz Weiß | Fr, 6. August 2021 - 16:32

Der Kommentar bringt die Doppelmoral sehr prägnant auf den Punkt. Es ist schwer nachvollziehbar, warum sich der Blickwinkel beim Thema "Gender" seit einigen Jahren so stark verengt hat, und die größte Herausforderung (Regierungseintritt der GRÜNEN) steht noch bevor. Für Frauen in mindestens 50 Ländern der Welt müssen diese Diskussionen wie Hohn klingen. Im Gegensatz zur illusionären Haltung der angeblich mächtigsten Frau der Welt vertritt die Premierministerin unseres Nachbarlands eine realistische Position. Das stimmt hoffnungsvoll.