- Im Land der Verschwundenen
Die Tötung des mächtigsten Kartellbosses löste in Mexiko eine Welle der Gewalt aus. Seit Jahrzehnten gehört die organisierte Kriminalität dort zu den größten Wirtschaftszweigen, auch mithilfe von korrupten Beamten. Kann unter diesen Umständen eine Fußball-WM stattfinden?
Eine Kameradrohne fliegt über die Altstadt von Guadalajara. Sie fängt den Sonnenuntergang hinter der Kathedrale ein. Auf dem bunt geschmückten Vorplatz begegnen sich Musiker, Händler, Tänzer mit Sombrero. Die Kamera zeigt schicke Cafés, sakrale Kunst und die moderne Metro. Und immer wieder einen goldenen, flaschengroßen Pokal, begleitet von rhythmischer Trompetenmusik.
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Es gab keine Probleme bei der Fußball-WM in der damaligen Militärdiktatur in Argentinien 1978 und im drogenbandenverseuchten, gewalttätigen Mexiko 1986.
Und wieder beginnt im Vorzeige-Deutschland das Moralisieren. Unerträglich!
Die WM ist doch nicht das Problem, sondern die Kriminalität!
Im übrigen, wie kann es sein, dass eine WM in einem Land stattfindet, dass einen Angriffskrieg führt? Ein anderes Land wird dafür seit Jahren geächtet und suspendiert!
