Jose Antonio Kast
Jose Antonio Kast und seine Frau Maria Pia Adriazola nach dem Wahlsieg im Dezember 2025 / picture alliance / Anadolu | Lucas Aguayo Araos

Machtwechsel in Chile - Die konservative Wende in Lateinamerika

Der neue konservative Präsident José Antonio Kast in Chile ist Teil einer größeren Rechtsbewegung. Washington nennt sie „Amigos“. Trump will Einfluss zurückgewinnen, Chinas Expansion eindämmen und die Drogenkartelle bekämpfen. Doch die Risiken sind groß.

Marcela Velez Plickert

Autoreninfo

Marcela Vélez-Plickert ist Wirtschaftsjournalistin und hat fünfzehn Jahre in Lateinamerika gearbeitet. Heute schreibt sie von London aus vor allem für die chilenische Zeitung Diario Financiero. Sie hat in Guayaquil, Santiago de Chile und London studiert.

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Chile schwenkt nach rechts – so wie weite Teile des lateinamerikanischen Kontinents. Mitte dieser Woche ist José Antonio Kast, der rechtskonservative katholische Politiker mit deutschen Wurzeln, in Valparaiso vereidigt worden und dann in den Präsidentenpalast La Moneda in Santiago eingezogen. Seine ersten Amtshandlungen setzen klare Akzente. Dekrete zur Stärkung der Polizei, verschärfte Grenzkontrollen gegen illegale Einwanderung, eine Prüfung der Ausgaben der linken Vorgängerregierung und die Freigabe privater Investitionsprojekte in Milliardenhöhe.

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Hans Jürgen Wienroth | Fr., 13. März 2026 - 19:52

Soll die Welt vor den kriminellen und Drogen-Kartellen kuschen? Sollen diese die Welt beherrschen und ist das Überleben aller Unschuldigen auch bei den Machtkämpfen der inzwischen international tätigen Kartelle sicher? Ich bin überzeugt: Nein!

Darüber hinaus empfehle ich die hochinteressante Diskussion von A. Rödder, H. Martenstein und F. Petry bei Nena Brockhaus „Meinungsfreiheit“ vom 10.03. d. J. bei Welt-TV. Da sprach insbesondere Herr Rödder von der (für viele Autoren zu hohen) Strategie des Donald Trump, der nur deshalb als „erratisch“ bezeichnet wird, weil er sich nicht in die Karten schauen lässt. Sehenswert!!

was ich persönlich hier bezweifeln möchte..., aber egal - sein 'Kartenspiel' zweifellos alleine in seinem des Spielers Sinne (!!) ist vom Ergebnis her gesehen für alle anderen am Spieltisch natürlich dennoch erratisch, und zwar hochgradig.

Was bitte nutzt es Venezuela bzw. der venezolanischen Gesellschaft und dem normalen Bürger dort, wenn sie nicht mehr von den Kommunisten verarxxxt und betrogen sondern neuerdingszeiten jetzt ganz offen von den USA und deren Trump-hörigen Ölkonzernen wirtschaftlich ausgenommen werden...?

Ein 'genialer' Kartenspier spielt natürlich AUSSCHLIEßLICH NUR FÜR SICH, auch nicht für seine Partner oder Freunde, so er welche hat... - (US) America First!! Genial...! 🤔 /Ironie, letzteres...

>> Eine mMn schwache/billige Analyse der Herrn Rödder von der '(für viele Autoren zu hohen)' Strategie des Donald Trump... - Trump ein Kartenspieler, stimmt vielleicht sogar, CHARAKTERLICH würde es gut passen.

weit-weit weg vom geopolitisch 'genialen Strategen', wie Ihre Überschrift es suggerieren möchte..., i globalen Maßstab erst recht, denn da zieht ein 'genialer Bluff für ein Moment' - Bsp. Venezuela... - eben nicht über den Moment hinaus...

...wie wir im nahen Osten in Bälde sehen werden können..., erste deutliche Anzeichen für einen negativen Ausgang seines 'Spiels' in dieser Sache sind bereits nach 2-3 Wochen klar sichtbar... ..., wer seinen Blick mal 'vom Spieltisch' in die Realität verschiebt... 🤔

PS: China und Indien handeln strategisch und haben auch strategische Führer..., selbst Russland ist, was die strategischen! Qualitäten! seiner Führung angeht den USA derzeit klar voraus, es ist halt nur wirtschaftlich schwach... (zum Glück für uns...)