Dollar
Der Dollar, die vielleicht wirksamste Waffe der Welt / picture alliance

Bisherige Lehren aus dem Ukrainekrieg - Warum der US-Dollar kriegsentscheidend ist

Derzeit wird viel darüber diskutiert, welche Lehren aus dem militärischen Debakel der Russen bei der Invasion in die Ukraine zu ziehen sind. Doch dafür ist es zu früh, denn das Blatt kann sich jederzeit wenden. Eines steht aber jetzt schon fest: Der Einsatz des Dollars und der Zugang zur Fed scheinen eine schlagkräftige Waffe zu sein. China dürfte die Warnung verstanden haben.

Autoreninfo

George Friedman, 73, ist einer der bekanntesten geopolitischen Analysten der Vereinigten Staaten. Er leitet die von ihm gegründete Denkfabrik   Geopolitical Futures und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien „Der Sturm vor der Ruhe: Amerikas Spaltung, die heraufziehende Krise und der folgende Triumph“ im Plassen-Verlag.

So erreichen Sie George Friedman:

Nach einem Krieg befassen sich alle Parteien mit den „Lektionen, die man gelernt hat“ – eine Formulierung, die alltäglich geworden ist. Ein Krieg ist in gewisser Weise eine Gelegenheit zum Lernen, wobei das Ziel darin besteht, die Erfolge und Misserfolge der eigenen Streitkräfte zu ermitteln und den Prozess, der zu einem der beiden Ergebnisse geführt hat, zu untersuchen und in die Planung und Ausbildung für den nächsten Krieg einzubeziehen. Das ist durchaus sinnvoll und notwendig. Es liegt auch auf der Hand, dass dieser Prozess eine Gelegenheit für Schuldzuweisungen bietet: Die Anerkennung von Siegen durch andere oder die Abwälzung der Schuld an Niederlagen ist ein unvermeidlicher Teil des Lernprozesses, ganz zu schweigen von der Beförderung: Offiziere sind Menschen wie wir anderen auch.

Ein noch beunruhigenderer Aspekt des Lernprozesses besteht darin, dass der Krieg zur offenkundigen Wahrheit erhoben wird und Nationen mitunter in künftige Niederlagen führt, wenn die Vergangenheit alle inzwischen eingetretenen Veränderungen überragt – und somit die gelernten Lektionen nicht nur nutzlos, sondern kontraproduktiv werden. Napoleons Infanterieangriff wurde 1914 sehr bewundert, wobei viele militärische Befehlshaber zu Beginn des Ersten Weltkriegs zunächst nicht in der Lage waren, die Bedeutung des Maschinengewehrs zu begreifen.

Derzeit herrscht wahrlich kein Mangel an Lehren aus der russischen Invasion in der Ukraine. Ich trage durchaus meinen Teil dazu bei, aber es ist wichtig zu verstehen, dass es inmitten eines Krieges nicht der beste Zeitpunkt ist, um Schlussfolgerungen zu ziehen. Kriege sind eine heikle Angelegenheit – wie nicht zuletzt die USA in Vietnam, im Irak und in Afghanistan erfahren haben. Dennoch werden die wichtigsten Lektionen im Kampf gelernt und dann eben ohne einen zweijährigen Erneuerungsprozess umgesetzt. Am Leben zu bleiben ist ein großer Motivator für Innovationen.

Wie lange halten die Ukrainer durch?

Es heißt, die Russen würden große Reserven in den Kampf schicken. Außerdem rekrutieren sie syrische Armeekräfte und, wie es heißt, Söldner aus aller Welt. Offensichtlich rechnen sie mit einem langen Krieg und haben zu wenig Infanterie. Oder es ist etwas anderes im Gange. Vielleicht beabsichtigen sie, nach diesem Krieg weiter nach Osteuropa vorzudringen, und sie rekrutieren ausländische Truppen für den Besatzungsdienst – eine interessante Theorie, für die ich nicht den geringsten Beweis habe. Die Ukrainer mobilisieren alle ihre Bürger. Aber wie lange werden diese Leute noch kämpfen, wenn der Kampf aussichtslos wird?

Die wichtigen Lehren sind auf der strategischen und nicht auf der operativen oder taktischen Ebene zu ziehen. Russland ist ein armes Land mit einer mittelmäßigen Armee – und keine Großmacht. Aber es ist von noch ärmeren Ländern mit noch schlechteren Armeen umgeben. Mit Kampfgeist kommt man weit, doch erst mit einer rücksichtslosen, disziplinierten Armee kommt man vielleicht ans Ziel. Das ist kein schöner Anblick, aber es kann sehr effektiv sein. Wer am Ende gewonnen hat, erkennt man daran, wessen Flagge über der Hauptstadt weht – und das werden wir erleben.

Aber die wichtigste strategische Lektion hat bisher nichts mit Russland oder der Ukraine zu tun. Die Vereinigten Staaten haben gezeigt, dass die vielleicht mächtigste Waffe der Welt der waffenfähige Dollar ist. Der Welthandel braucht den US-Dollar, entweder in der Hand oder als Referenzwert, gegen den der Handel stattfindet. Der Euro ist weit abgeschlagen, und niemand würde Verträge für ein fünfjähriges Bauprojekt in Yuan unterschreiben. Um an Dollars zu gelangen, muss man Zugang zu der Stelle haben, die sie druckt: der Federal Reserve, oder zu einem Finanzinstitut, das in Dollars schwimmt. Und solche Institute sind darauf bedacht, nicht allzu sehr mit den US-Vorschriften in Konflikt zu geraten.

Die Geschichte, wie das funktioniert, ist so komplex wie ein Marine-Luftangriff und kann noch tödlicher sein. Über keine Dollars zu verfügen, bedeutet, dass niemand einheimisches Geld in die Hand nehmen wird, um damit etwas zu kaufen. Die Vereinigten Staaten, die bei weitem die größte Volkswirtschaft der Welt und der größte Importeur sind, können ein Land in den Ruin treiben. Wie der Iran festgestellt hat, kann der fehlende Zugang zu Dollars in Verbindung mit der Blockade von Exporten die Wirtschaft eines Landes lahm legen.

Koalition von Zentralbanken

Der Schlüssel zur „Bewaffnung“ des Dollars und des Handels liegt in der Zusammenarbeit mit anderen Nationen. Die Vereinigten Staaten haben nicht nur den größten Teil der Nato mobilisiert, sondern auch Länder wie Japan, das zwar von den Kämpfen weit entfernt ist, aber dem Dollar nahe steht. Der Wunsch der Verbündeten, weder einen kinetischen Krieg zu führen noch die Vereinigten Staaten zu verärgern, hat eine Koalition von Zentralbanken geschaffen, die alle zusammenarbeiten, um Russlands Wirtschaft zu isolieren, welche eher vom Export von Primärrohstoffen (Energie) als von industriellen oder technischen Produkten abhängt. Die Kombination aus dem Verbot russischer Energieimporte in die USA und dem Einsatz des Dollars als Waffe – in Abstimmung mit einem großen Bündnis – stellt Russland vor eine unerwartete militärische Krise.

Es wurde immer wieder behauptet, dass keine Nation mehr als drei nicht servierte Mahlzeiten von einer Revolution entfernt ist. Die Details sind nebensächlich, aber das Prinzip ist richtig. Heroische Taten sind irgendwie leichter zu bewältigen als langes, unablässiges Elend. Es ist eine Sache, für sein Land zu sterben; es ist eine andere, seine Kinder hungern zu sehen.

Die amerikanische Kriegsstrategie ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die USA sich nicht auf Kampfhandlungen mit russischen Truppen einlassen wollen. Zum einen, weil sie keine weiteren Kriege verlieren wollen, und zum anderen, weil der Schwerpunkt des Feindes heute nicht im militärischen, sondern im finanziellen Bereich liegt. Anders als bei einem Luftangriff explodieren finanzielle Angriffe nicht plötzlich. Sie nagen langsam an der Substanz einer Nation, bis die Flagge selbst in Fetzten liegt. Das ist zumindest die Theorie.

Natürlich gibt es auch eine Kehrseite. In jedem Krieg leidet die Heimatfront. In den USA wurde während des Zweiten Weltkriegs Benzin streng rationiert, ebenso wie Kosmetika (wegen Metall oder Öl in der Schminke). Die Vereinigten Staaten ertrugen dies mit Murren, denn im Gegensatz zu den anderen Nationen gab es drei Mahlzeiten pro Tag, und es wurden Filme gezeigt.

Heute sehen sich die Vereinigten Staaten bei ihrer wirtschaftlichen Offensive einem gewissen Schmerz ausgesetzt, der sich vor allem in den gestiegenen Kosten für Benzin und andere Güter niederschlägt. Die Frage ist, ob sie hinter der wirtschaftlichen Offensive stehen werden, um eine Nation zu verteidigen, die für die Vereinigten Staaten zwar von strategischer, aber von geringer emotionaler Bedeutung ist. Sich für den Angriff auf Pearl Harbor zu rächen, war eine Sache; die Sicherheit von Charkiw zu garantieren, ist eine andere. Es ist einfacher, zu kämpfen, als seine Ernährung einzuschränken.

Ein hässlicher Sieg ist immer noch ein Sieg

Doch zurück zu den Lektionen, die wir gelernt haben. Die militärischen Lehren, von denen die Menschen besessen sind, sind nicht endgültig. Russland kann gewinnen, und ein hässlicher Sieg ist immer noch ein Sieg. Russland kann verlieren, und ein Verlust in der Ukraine kann für die Russen viel oder wenig bedeuten. Wir sind noch nicht weit genug, um über die tiefere Bedeutung von Russlands militärischem Ergebnis zu diskutieren.

Aber wir können bereits über zwei Dinge sprechen. Erstens: Der Einsatz des Dollars und der Zugang zur Fed scheinen eine schlagkräftige Waffe zu sein. Die USA haben Russland isoliert, ohne dass eine Blockade nötig gewesen wäre. Die Methode, die in kleinem Umfang mit dem Iran ausprobiert wurde, hat ihre Wirksamkeit bewiesen, und Russland hat gezeigt, dass sie sich ausweiten lässt. Und das Wichtigste: Es ist eine Waffe, über die nur die USA verfügen. Diese Woche sprechen US-Beamte mit chinesischen Beamten. Die Chinesen haben viele wirtschaftliche Probleme und brauchen Dollars. Das bedeutet nicht, dass sie leise und ohne Zugeständnisse zu fordern nachgeben werden. Aber die Chinesen haben gelernt, dass die russische Militärmacht nicht mit der wirtschaftlichen Macht der USA mithalten kann.

Was die mögliche Invasion Chinas in Taiwan angeht, so zeigt ein Blick auf Russlands Verhalten in der Ukraine und den Gegenschlag der USA zwei Dinge: Gehen Sie niemals davon aus, dass ein Krieg ein Selbstläufer ist. Und gehen Sie nicht davon aus, dass die einzigen Verteidigungsmittel in einem kinetischen Krieg Dinge sind, die explodieren.

Der Ausgang des Krieges zwischen der Ukraine und Russland ist von einiger strategischer und großer moralischer Bedeutung. Dieser Ausgang ist noch nicht bekannt. Aber der Beweis dafür, dass die USA die globale Handelswährung kontrollieren, ist erbracht – zumindest solange, bis eine alternative Währung auftaucht und die Menschen bereit sind, Fünfjahresverträge in dieser Währung zu unterzeichnen.

In Kooperation mit

GPF

Annette Seliger | Mi, 16. März 2022 - 09:03

Wie in jedem Krieg werden die Strategen genau beobachten welche Waffen am wirksamsten waren und so ist es auch bei den Sanktionen. Sollten sich diese als wirksam erweisen, dann könnten diese als Blaupause für den nächsten Konflikt mit irgend einem anderen Staat dienen. Es gäbe dann nur noch die "guten Kriege" von denen, die über die wirtschaftliche Macht verfügen zu sanktionieren, und wir wissen aus der Geschichte (siehe Irak), dass es auch unrechtmäßige Kriege der "Guten" gibt. Also die Strategen werden jetzt beginnen Gegenmittel gegen die Sanktionen zu entwickeln und sich aus diesem Erpressungspotential zu befreien. Ich denke wir unterschützen Russland in seinen Möglichkeiten. Aktuell ist die jeweilige Propaganda in den Ländern voll damit beschäftigt zu zeigen wie wirksam die Sanktionen sind, aber der Preis ist hoch und wenn wir ehrlich sind dann haben wir mit einem vollständigen Versagen der Politik zu tun. Was hat die Ukraine in der NATO zu suchen? Wer hat denen das eingeflüstert?

angeblich waren es nur ein paar Ausbilder auf einem ukrainischen Stützpunkt, hat weder Herr Putin noch eine Frau Seliger oder sonst ein Putin-verehrender Forist zu entscheiden.

Und um es ganz klar zu sagen: Es ist alleine Sache der Ukraine, zu entscheiden, welchem Bündnis sie sich anschliesst.

Wenn Putin jede NATO-Erweiterung als (Beinahe-)Kriegerklärung ansieht, sagt das höchstens etwas über den Geisteszustand des russischen Kriegstreibers aus.

Ich kann mich über die Reaktionen hier erinnern, als die USA forderte, Nordstream-2 dürfe nicht in Betrieb gehen.

Ich kann mir die Empörung von Seliger & Co. sehr gut vorstellen, die es gäbe, wenn die USA Deutschland vorschreiben würde, welche außenpolitischen oder verteidigungspolitischen Bündnisse es eingehen darf - und welche nicht...

Joachim Kopic | Mi, 16. März 2022 - 09:08

... grundsolide und noch auf Jahrzehnte ein sicheres Zahlungsmittel ;)
Langsam kommt man dem ursächlichen Grund des Zwistes zwischen Russland, China, Europa und den USA näher...

Albert Schultheis | Mi, 16. März 2022 - 09:52

"Gehen Sie niemals davon aus, dass ein Krieg ein Selbstläufer ist. Und ... dass die einzigen Verteidigungsmittel in einem kinetischen Krieg Dinge sind, die explodieren." - Ihr erster Merksatz ist - mit Verlaub - eine Platitüde! Siehe die jüngsten Kriege der USA in Vietnam, Afghanistan, im Irak und Syrien! Das waren keine Selbstläufer sondern Schlappenverlierer. Zum Zweiten: Seien Sie sich der Wirkung Ihres amerikanischen Dollars nicht zu sicher! Autokratische Regime sind gegen ausfallende Mahlzeiten und kalte Füße viel resistenter als dekadente westeuropäische und US-amerikanische Gesellschaften. Was wir momentan in der Ukraine erleben, ist eine tiefgreifende und gleichzeitig extrem gefährliche Lektion in Sachen traditionelle Kriegsführung! Es ist die bittere Erfahrung von Putins Generälen, dass es weder Luft- noch Bodenüberlegenheit im klassischen Sinn mehr gibt. Wegen westlicher Stinger, Panzerfäusten und Drohnen! Außer Rückzug bleibt Putin nur noch die harte militärische Eskalation.

Gerhard Lenz | Mi, 16. März 2022 - 10:09

die gestörte Persönlichkeit Vladimir Putins außer acht lässt. Sicherlich beispielhaft und entlarvend ein Photo, das jüngst um die Welt ging: Putin höchstpersönlich, in Begleitung eines russischen Soldaten, hält ein Maschinengewehr in der Hand. Denn Putin ist primär eins: Ein ewiger Kämpfer - aber kein brauchbares Staatsoberhaupt.
Man muss davon ausgehen, dass Russland den Krieg in der Ukraine gewinnt. Man wird das Land gleichschalten, gewählte Politiker ermorden, Gefängnisse mit vermeintlichen und tatsächlichen "Gegnern" füllen. Und dann? Wie die USA kann Putin-Russland (fast) jeden Konflikt gegen einen weitaus schwächeren Gegner militärisch für sich entscheiden. Das war es dann aber auch schon. In wirtschaftlicher oder politischer Hinsicht ist Putin ein Totalversager.
Es wird dem Kriegstreiber nichts übrig bleiben, als weiter zu zündeln. Denn nur mit der - angeblichen - Bedrohung Russlands durch die NATO kann er die Menschen daheim hinter sich scharen.
Sonst wäre er längst Geschichte.

gabriele bondzio | Mi, 16. März 2022 - 10:20

es ist eine andere, seine Kinder hungern zu sehen."

Diese Aussage ist wohl wahr. Die Osteuropäer haben noch viel Nachholbedarf den Lebensstandart ihrer Bevölkerung auf halbwegs-sicher Beine zu stellen. Was sich ja auch 2015 in vielfachen Asylbegehren von Osteuropäern in DE niederschlug.

Es war aber auch zu beobachten, dass in der Konfliktzuspitzung (faktisch vor Kriegsbeginn), die Bevölkerung in den USA mehrheitlich gegen einen militärischen Einsatz ihrer Truppen in der Ukraine gestimmt hat, ist es nicht so Herr Friedman?

„Das Online-Portal "Politico" stellte gerade (23.02.2022), fest, dass 58 Prozent der Befragten Biden dafür verantwortlich machen würden, wenn in Folge der Krise die Gaspreise in den USA steigen sollten. Nicht einmal die Hälfte äußert sich überzeugt von Bidens Stärke in dem Konflikt.(WDR/Russland-Ukraine-Krise: Welches Ziel verfolgen die USA?)

Feststellung: Kein Volk, in keinem Land hat diesen Krieg gewollt, weil er große Ressourcen bindet und vernichtet.

Andre Möller | Mi, 16. März 2022 - 10:48

Zur Zeit hat Herr Friedman recht. Aber was macht das mit dem Handels-, Petro- bzw. Kriegsdollar? Jedes Land wird versuchen, davon loszukommen. Als nächstes werden China und die asiatischen Länder vom Dollar im gegenseitigen Handel abgehen und China wird aufpassen, dass es nicht weiter die US-Kriegskasse füllt und deren Handelbilanzdefizit finanziert. Es könnte die letzte Dollarschlacht gewesen sein... Auch hat der Westen dem Rest der Welt damit gezeigt, wie tief die doppelten Standards gehen und auf was sie sich potentiell vorbereiten müssen. Europa ist jetzt noch mehr Vasall der USA und raus aus dem Spiel (systemischer Rivale). Russland ebenso. Die lachenden Dritten sind die USA und China. Die große Weltwirtschaftskrise, die m. E. vor der Tür steht wird die Karten noch einmal neu mischen.

Christoph Kuhlmann | Mi, 16. März 2022 - 12:10

solange den Amerikanern die Dollars nicht ausgehen. Vielen sind sie schon ausgegangen.
Die Erosion findet nicht nur in Russland statt, wenn auch hoffentlich viel schneller. Biden ist ein Karajan oder Bernstein der internationalen Diplomatie (jedenfalls kommt es mir nach diesem Punk so vor, den wir vorher zu hören bekamen.) Er schafft es mit minimalem Aufwand eine hoffentlich sehr effektive Wirkung zu erzielen. Doch Frage ich mich was hätte Trump getan, wenn ihm die Corona-Krise nicht die Mehrheit gekostet hätte? Die soziale Stabilität in den USA ist ihre Achillesverse mit der die Demokratie in der Welt steh und fällt. Hoffen wir auf den rally round the flag effect bei den Midterms.

Rainer Mrochen | Mi, 16. März 2022 - 12:19

heroischer US-Amerikaner. Das sei ihnen unbenommen. Ihre Analyse der Schlusssätze zeigt sie auf dem richtigen Erkenntnisweg.
Wenn die Bedeutung einer Währung so wichtig ist, wie sie konstatieren, dann werden mindestens, potentiell gleich starke Ökonomien, dieses Prinzip zukünftig anwenden. Keine besonders neue Erkenntnis.
Der Abwehrkampf der US-Amerikaner wird umso härter werden.

ingo Frank | Mi, 16. März 2022 - 16:06

Bündnis sie sich anschließt“
Das heißt im Umkehrschluss, das „Bündnis“ entscheidet aber, wer Mitglied im Bündnis wird.
Und, dass sollte gut überlegt werden.
Die Kuba- Kriese ist einige Jahrzehnte her, aber hat sich Amerika gefallen lassen, dass auf Kuba die Russen Atomwaffen stationieren auf „Wunsch“ Kubas? Was macht da den Unterschied zur Ukraine.? Und, das hat nichts aber auch gar nichts mit meiner Meinung zu tun, das der derzeitige Krieg umgehend zu beenden ist!
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Gerhard Weißenberger | Do, 17. März 2022 - 09:59

Das Königreich Saudi-Arabien ist laut Wall Street Journal in Gesprächen mit China, künftig Öl-Verkäufe an die „Volksrepublik“ in chinesischem Yuán abzuwickeln. Seit 1974 geschieht dies ausschließlich in US-Dollars.
Als Saddam Hussein damals ankündigte, Öl auch gegen andere Währungen zu verkaufen, gab es Krieg.
Man kann davon ausgehen, dass ungefähr eine Billion Dollars Petrodollars sind. Wenn das meiste davon auf den US-Markt kommt, droht Inflationsgefahr und der Verlust einer Kriegswaffe. Schaun wir mal, wie die USA reagieren.

Tomas Poth | Do, 17. März 2022 - 11:35

China und Saudi Arabien verhandeln derzeit darüber ihre Öl-Kontrakte in Renminbi abzuwickeln.
Der Petro-Dollar, als Auslöser vieler Konflikte in Nah-Mittelost und Nordafrika, wird zukünftig seine Bedeutung verlieren. Damit könnte die Welt ein Stückchen friedlicher werden.

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