El Mecho
Sicherheitskräfte in Mexiko Stadt / picture alliance / Anadolu | Daniel Cardenas

Lage in Mexiko - Der Boss ist tot, das Kartell lebt

Seit dem Tod von Nemesio Oseguera Cervantes, genannt „El Mencho“, stehen Teile Mexikos in Flammen. Der Krieg um das mächtigste Drogenkartell der Welt ist eröffnet. Und die Folgen könnten bis nach Europa reichen.

Marcela Velez Plickert

Autoreninfo

Marcela Vélez-Plickert ist Wirtschaftsjournalistin und hat fünfzehn Jahre in Lateinamerika gearbeitet. Heute schreibt sie von London aus vor allem für die chilenische Zeitung Diario Financiero. Sie hat in Guayaquil, Santiago de Chile und London studiert.

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Im sonst so stillen Kolonialstädtchen Tapalpa, eingebettet in die grünen Berge von Jalisco, hat die mexikanische Armee am vergangenen Wochenende einen der gefährlichsten Männer der Welt aufgespürt: Nemesio Oseguera Cervantes, genannt „El Mencho“, den Chef des Drogenkartells Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG). El Mencho kam bei einem Militäreinsatz ums Leben. Der Versuch seiner Festnahme artete in heftige Gefechte aus. Insgesamt starben 74 Menschen, darunter 25 Nationalgardisten.

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Markus Michaelis | Mi., 25. Februar 2026 - 12:44

Direkt gewinnen können nicht-staatliche Strukturen wie Drogenkartelle, Terrorgruppen und andere gewalttätige Gruppen nicht gegen Staaten, weil ihnen die Masse und der Organisationsgrat prinzipiell fehlen.

Allerdings können sie das Vertrauen in Gesellschaften soweit untergraben, dass zumindest demokratische staatliche Strukturen schwierig werden können. Auch in Europa scheint die Macht der OK in einigen Staaten (Belgien, NL, FR) bedenklich. Die Kartelle/OK haben viel Geld und der Staat braucht mit rechtsstaatlichen Ermittlungen, Justizapparat etc. den 10-fachen Aufwand in der Auseinandersetzung. Da hat man manchmal fast Bedenken, dass dem Staat Mittel und Puste ausgehen.