- Kein Kind trägt freiwillig Kopftuch
In Österreich gilt jetzt ein Kinderkopftuchverbot an Schulen. Dass es zu Konflikten führt, war absehbar. Ebenso, dass sich Wege finden werden, es zu umgehen. Richtig ist es trotzdem. Denn kein Kind trägt freiwillig Kopftuch.
Das Kopftuch ist kein bloßes Stück Stoff. Es ist ein politisches Instrument zur Kontrolle der weiblichen Sexualität. Es manifestiert patriarchale Strukturen und einen Zwang zur Züchtigkeit, der nicht passt zu einer freien und aufgeklärten Gesellschaft, in der das Individuum selbst über seine Sexualität entscheiden sollte. Bemerkenswert daher, dass es Menschen gibt, die sich als Feministen verstehen, aber ausgerechnet dieses offensichtlichste aller patriarchalen Symbole verteidigen.
Demnach wäre das Verbot des Kopftuchs genauso patriarchal und bevormundend wie der Zwang, es zu tragen, heißt es dann. Oder dass die eingangs formulierte Sichtweise eurozentristisch sei. Kritisiert wird etwa, dass der Feminismus, wie ihn die westliche Mehrheitsgesellschaft versteht, zu sehr getrieben sei vom Maßstab der Freizügigkeit. Oder dass das Tragen eines Kopftuchs eine Form von Religionsfreiheit sei. Und ein Verbot ein Angriff auf diese.
Kinderkopftuchverbot in Österreich
Seit dem 7. September findet im Osten Österreichs – in Wien, Niederösterreich und im Burgenland – wieder Unterricht statt. Am Montag startete dann auch der Schulbetrieb in den restlichen Landesteilen – also in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg. Und zum Start des neuen Schuljahres wird in Österreich jetzt sehr energisch über eine besondere Form des Kopftuchverbots gestritten. Ab diesem Schuljahr gilt an Österreichs Schulen nämlich ein Kinderkopftuchverbot.
Es betrifft das „Kopftuch, welches das Haupt nach islamischen Traditionen verhüllt“, wie es in dem Gesetzestext heißt. In der Praxis soll das so aussehen: Bei Verstößen gegen das Verbot soll die Schulleitung zunächst ein Gespräch mit dem betroffenen Mädchen unter 14 Jahren und seinen Eltern führen. Sollte das Kind weiterhin Kopftuch tragen, müssen die Eltern mit der zuständigen Schulbehörde sprechen. Es drohen Geldstrafen zwischen 150 und 800 Euro.
Ein historischer Schritt zum Schutz von Mädchen
Für die Befürworter des Verbots, das durch Stimmen der Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS sowie mit Unterstützung der FPÖ zustande kam, ist das ein historischer Schritt zum Schutz von Mädchen. Familien- und Integrationsministerin Claudia Bauer etwa argumentierte im Parlament, dass kein Mädchen in Österreich damit aufwachsen sollte, seinen Körper verstecken zu müssen. Das Kopftuch sei „ein Zeichen der Unterdrückung“, so die Politikerin.
Gegner der Gesetzesänderung bezweifeln vor allem, dass diese mit der Religionsfreiheit und dem Gleichheitsgrundsatz vereinbar ist. Eine ähnliche Regelung der ÖVP-FPÖ-Koalition aus dem Jahr 2019 wurde bereits vom Verfassungsgerichtshof gekippt. Die Richter bemängelten etwa, dass das Gesetz nur auf muslimische Mädchen abziele und nicht auf alle religiösen Kopfbedeckungen. Die aktuelle Regierung argumentiert nun, dass es darum gehe, geschlechtsbezogene Unterdrückung zu verhindern. Dieses Problem bestehe bei der jüdischen Kippa oder der Patka der Sikhs nicht.
Das zentrale Dilemma liberaler Gesellschaften
Es ist das zentrale Dilemma liberaler Gesellschaften, das am österreichischen Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren einmal mehr verhandelt wird: Eine liberale Gesellschaft verpflichtet sich darauf, dass der Staat möglichst neutral gegenüber den Lebensentwürfen seiner Bürger bleibt. Wobei sich die Frage aufdrängt: Folgt daraus aber zwangsläufig, auch Lebensentwürfe schützen zu müssen, die einer liberalen Gesellschaft widersprechen?
In der Kopftuchdebatte zeigt sich die gesamte Komplexität dieser Fragestellung. Die einen sehen das Kopftuch als Ausdruck eines Systems, das Frauen strukturell unterdrückt. Die anderen argumentieren, dass eine Frau, die sich für das Kopftuch entscheidet, ein liberales Freiheitsrecht ausübe. Beide Argumente sind logisch. Jedenfalls in der Theorie. In der Praxis allerdings kann auch die liberalste Gesellschaft nicht konsequent „wertneutral“ bleiben. Sie muss sich auf gemeinsame Werte und Normen einigen und Rahmenbedingungen eines funktionierenden Zusammenlebens festlegen. Das ist die Kernaufgabe von Politik.
Erst recht, wenn es um den Schutz von Kindern geht. Denn kein Mädchen unter 14 Jahren hat sich freiwillig und selbstbewusst für ein Kopftuch entschieden. Auch dann nicht, wenn dies dem Anschein nach so wäre, weil es das selbst behauptet. Dahinter steckt immer eine religiöse und soziokulturelle Prägung. Bei kopftuchtragenden Kindern von Freiwilligkeit zu sprechen, ist absurd. Das ist keine Freiwilligkeit, sondern nur die Illusion von Freiwilligkeit.
Konkreter formuliert: Mädchen unter 14 Jahren ein Kopftuch überzustreifen, wird nicht dadurch richtiger, dass das Mädchen das vermeintlich freiwillig über sich ergehen lässt. So wie das Schlagen eines Kindes nicht dadurch richtiger wird, dass das Kind glaubt, die Eltern hätten das Recht dazu. Und weil dem so ist, ist das Kinderkopftuchverbot eben auch ein Kompromiss aus Kinderschutz und Religionsfreiheit.
Österreich nimmt den Kulturkampf an
Wie unter anderem Welt berichtet, fällt die erste Bilanz zum Kinderkopftuchverbot in jenen Teilen Österreichs, in denen die Schule bereits vor einer Woche begonnen hat, gemischt aus. Größere Auseinandersetzungen seien demnach ausgeblieben, heißt es. Vor allem in Wien, wo Hunderttausende Muslime leben, habe es aber einzelne „Härtefälle“ gegeben. Es soll zu Schulschwänzungen und sogar zu Drohungen gekommen sein. Manche Schülerinnen hätten mit Kapuzen, Mützen oder verhüllender Sportbekleidung auf die Neuregelung reagiert. Die meisten Erziehungsberechtigten hätten sich allerdings einsichtig gezeigt, heißt es.
Dass ein solches Kinderkopftuchverbot zu Konflikten führt, war absehbar. Auch, dass Schülerinnen Wege finden werden, es zu umgehen. Argumente gegen das Kinderkopftuchverbot werden dadurch nicht geliefert. Weil Sinn und Unsinn einer Vorschrift eben nicht dadurch definiert werden, wer sich wie daran hält. Im Gegenteil zeigen solche Konflikte, dass es in Zuwanderungsgesellschaften eben einen gewissen, sagen wir, Klärungsbedarf gibt. Vor allem dort, wo es zum Culture Clash kommt.
Ob das Kinderkopftuchverbot bis ins Detail durchdacht oder womöglich sogar verfassungswidrig ist, ist das eine. Das andere ist das Signal, das davon ausgeht: Anders als in Deutschland, wo die Kopftuchdebatte zwar immer wieder geführt, aber nicht nennenswert in konkrete Politik übersetzt wird, nimmt die österreichische Regierung einen Kulturkampf, der ihr durch muslimische Zuwanderung aufgezwungen wurde, selbstbewusst an. Jedenfalls dort, wo es um den Schutz von Kindern geht. Das Kinderkopftuchverbot ist richtig. Deutschland sollte sich ein Beispiel daran nehmen.
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sich bei uns genauso überlegen.
Das deutsche Wort "Kinderkopftuchverbot " finde ich zwar auf rein sprachlicher Ebene toll, aber ich glaube, dass der Staat sich niemals in die konkreten Familien und in die religiösen Einstellungen von Eltern einmischen sollte. Das hat schon der Alte Fritz gewusst.
Aber ich bin dafür, dass Schulen innerhalb eines vorgegebenen Rahmens sich eine Kleiderordnung geben müssen, und zwar für alle, auch für Lehrer.
Auf Seiten der Schüler kenne ich aus England den Nutzen von Schuluniformen.
Ich glaube auch, dass es einem Lehrer nicht schadet, wenn er (vor ordentlich gekleideten Schülern) selbst auch in ordentlicher Kleidung auftritt.
Für Lehrer und Lehrerinnen halte ich das Verbot des Kopftuches für wichtig und sinnvoll, und gehört zu einer solchen Kleiderordnung.
Ich halte es auch für sinnvoll, dass Lehrer*innen in der Schule nicht im gleichen Outfit auftreten dürfen wie beim CSD (oder in einem anderen "angesagten Club").
Wenigstens in der Schule sollte man zivilisiert auftreten.
halte ich auch seit langem für eine gute Sache.
Bei Schülern eine sog. "Schuluniform" und bei Lehrern gewisse Vorschriften, was die Kleidung im Dienst anbetrifft - das ist sinnvoll.
Es trägt dazu bei, die Schule als besonderen Ort der Disziplin und des Lernens von anderen Orten abzuheben und hilft mit, ein Mobbing wegen des Aussehens
und Auftretens zumindest im Bereich der Kleidung zu erschweren.
Vielen Schülern erleichtert dies nämlich ein Mithalten mit ihren finanziell privilegierteren Mitschülern.
In anderen Ländern hat man solche Vorschriften schon lange.
Wenn sie sich nicht bewährt hätten, wären sie dort längst abgeschafft worden.
wird in Deutschland erst dann kommen, wenn die AfD als tonangebende Partei bzw. mit absoluter Mehrheit in einer Regierung das Sagen hat.
Anderenfalls kommt es nie dazu.
Hauptargumente in Demokratien sollten sein, dass Menschen für sich argumentieren, nicht für andere. Kinder tun viel nicht freiwillig. Dieses Argument trägt begrenzt weit. Vielen ist das Kopftuch Ausdruck für ihren Gott, ihre Gruppe, Nation, Werte, Kultur usw.
Das tiefere Problem ist, dass nicht alle Kulturen und Menschen gut zusammenpassen, ohne sich gegenseitig zu erschüttern.
... wenngleich die Vorstellung, dass Kinder in der Sache für sich argumentieren sollen, für mich schon reichlich positivistisch daherkommt. Aber sei´s drum.
Besonders recht haben Sie m.E. mit Ihrem 3. Satz, denn da scheint mir Herrn Krischkes Behauptung insofern nur halbwahr, als Kinder in der Regel eben auch "dazugehören wollen", wie SIE richtig schreiben.
Die Frage wäre hier, ob und wann sie´s mehr mit der Gruppe oder mit den Mitschülerinnen halten wollen, und ich vermute, je kleiner, desto mehr mit Familie und Gruppe.
100% Recht haben Sie für mich eindeutig mit Ihrem letzten Satz! Grüne und Linke tun da nur solange liberal, als es sie moralisch nichts kostet. Aber Reden mit AfD-Wählenden oder auch nur sehr anders als sie Denkenden - DAS geht garnicht!
selbsternannte Opferanwälte verteidigen ihre Mandanten aus purem Eigeninteresse
Kein Mädchen trägt freiwillig ein Kopftuch.
Kein Junge lässt sich freiwillig beschneiden.
Unser Sohn wurde als Kind "heidnischer" Eltern nicht getauft. Mit 14 wollte er aber wie sein bester Freund aus ev.-luth. Elternhaus auch konfirmiert werden und wurde also davor auch ev.-luth. getauft.
Das Fest hat er gerne gefeiert und über die Geschenke sich gefreut.
Jetzt, 15 Jahre später, interessiert ihn das Thema nicht mehr.
Interessant! Im Zuge der Wahl in Sachsen-Anhalt haben wir ja alle gelernt, dass es in Österreich keine Schulpflicht gibt. Da drängt sich mir beim Lesen dieses Artikels die Frage auf, ob es ohne Schulpflicht auch Nachteile für die Töchter muslimischer Eltern geben könnte. In Deutschland denkt man ja automatisch an Reichsbürgereltern, die dann Reichsbürgerkinder erziehen. Was passiert ohne Schulpflicht, wenn versucht wird, lauter Keller-Koranschulen zu etablieren? Ist das ein Ding in Österreich?
Was viele nicht wissen: Der ganz normale, unreformierte, traditionelle Islam verlangt das Kopftuch erst ab dem heiratsfähigen Alter. Das bedeutet, dass das Kopftuchverbot für Mädchen gar nicht im Widerspruch zur islamischen Religion steht.
Muslime, die bereits die Mädchen unters Kopftuch stecken, und behaupten, dass müsse so sein, sind 150prozentige. Also Islamisten.
Insofern ist dieses Kopftuchverbot ein hübsches Mittel, um die Geister zu unterscheiden: Wer ist normaler Muslim, und wer ist islamistisch unterwegs?
(Ja, richtig, mit dem normalen, unreformierten Islam gibt es auch Probleme, aber: Andere Probleme, nicht dieses Problem. Eines nach dem anderen.)
Wann beginnt denn im traditionellen Islam das "heiratsfähige Alter"?
Man liest immer wieder von Kinderverheiratung mit 12 Jahren, manchmal sogar noch jünger.
Mädchen das Kopftuch nicht auch freiwillig tragen.
Der Dastar der Sikhs drückt Respekt aus, muss von Männern, kann aber auch von Frauen getragen werden?
Eine Kippa dürfen nur Männer/Jungen tragen, was aber ist das weibliche Pendant dazu?
Ein Problem könnte für Muslima die Regelung sein, bis zum 14. Lebensjahr ohne Kopftuch sein zu müssen?
Für mich steht in europäischen Staaten im Vordergrund, dass NIEMAND dazu gezwungen werden "darf", religiöse Symbole während des Schulunterrichtes zu tragen.
Wenn das Kopftuch bislang kein ausgewiesenes religiöses Symbol war, dann könnte der Islam es jetzt dazu machen unter dem Gesichtspunkt des Lebens in nicht muslimischen öffentlichen Bereichen?
Eine "Behinderung" der muslimischen Mädchen sollte aber
ausgeschlossen werden.
Da sollte es Angebote seitens der islamischen Glaubensverbände geben.
Ich möchte einen Kulturkampf vermeiden.
Eine naive "Öffnung" unserer Gesellschaften gegenüber evtl. problematischen religiösen Regeln wünsche ich nicht.
Debatten
hilft den Mädchen gegenüber ihren Eltern. Es ist einfach verboten, basta.
Das wird akzeptiert werden.
Ansonsten halte ich auch eine Schuluniform sinnvoll.
In der CH gab es eine Diskussion vor ein paar Jahren, ob Mädchen baufrei in die Schule dürfen oder nicht. Es lenke die Lehrer ab. (Natürlich tut es das).
Aber da gab es "emanzipierte" Mütter, die fanden, ihre Tochter trage was sie wolle und Lehrer, die sich ablenken liessen, seien Unholde.
Natürlich soll es "bauchfrei" heissen😂
von (noch?) Minderheiten, die sich ständig auf die Religionsfreiheit beruft. Von Juden und Sikhs hört man nichts dergleichen.
Eine Tatsache ist doch, dass der Islam entgegen der irrigen Meinung einiger seit Merkels Ägide, u. a. eines gewissen BP Christian Wulff, vermutlich nicht wissend was er da erzählte, in keiner Weise in die westliche Hemisphäre gehört. Diese ist seit etwa 2000 Jahren mal mehr mal weniger christlich kulturell geprägt. Nur ein Wirrkopf, der sich mit dem Koran, dessen 114 Suren der Prophet Mohammed von Allah (Gott) "diktiert" bekommen haben soll, noch nie auseinander gesetzt hat, kann zu so einer abwegigen Meinung kommen. Die zu Teilen absurden Inhalte, insbesondere barbarische Rituale und Bestrafungen für unwesentliche Nichtigkeiten grenzen zu Teilen an grausame Verstümmelungen bis hin zu Tötungen und haben mit unserer christlichen Kultur nichts zu tun. Diese uns von Fundamentalislamisten sukzessive oktroyierten obskuren "Riten" aus dem 7. Jahrhundert gehören schlicht und ergreifend nicht in unsere ethisch-moralische moderne Welt, sowenig wie Kopftücher für Schulkinder/Mädchen.
Ich hoffe nur, dass die anders als unsere Union nicht vor dem eigenen Schatten erschrecken und alles widerrufen. Aber ich denke mal, da es ein Gesetz ist, wird es nicht so leicht rückgängig zu machen sein. Deutschland könnte sich das abschauen, aber eben nicht it diesem Lügenkanzler.
...gibt es sehr viele "vermummelte" Frauen auf der Straße. Gefallen tun sie mir nicht, aber sie stören auch nicht wirklich... ein bisschen vielleicht schon.
Aber die "Dickschlitten", die hier herumfahren, stören mich mehr.
Herr Krischke schrreibt, das Verbot sei "richtig" und empfiehlt es für auch D-Land.
Ich würde sagen "im Zweifel für die Freiheit" und "es lebe der Unterschied".
Ob Kinder gläubiger muslimischer Eltern in D-Land z. B. im Sportunterricht unbedingt alles mitmachen müssen, darf man bezweifeln.
Muslimische Frauen treiben eher keinen "Sport"... wozu auch... sie "bewegen" sich im Rahmen der Anforderungen des Lebens.
Tiere treiben auch keinen "Sport".
Wer sich in anderen Kulturkreisen umsieht, merkt, wie relativ unser mitteleuropäisches Modell ist.
Aber wenn man in Österreich sagt "bei uns tragen Mädchen unter 15 kein Kopftuch... warum nicht.
Wem es nicht gefällt, kann gehen.
...z. B. nach Norden oder ggf. auch nach Westen... oder auch nach Hause.
Lieber Herbert Schultz-Gora, mir scheint Sie haben das Problem nicht so ganz erfasst. Das Schülerinnen-Kopftuch ist nur ein Symbol für weibliche Unterwerfung. Der Islam gemäß dem Koran, gemäß der Scharia, ist eine Religion der Unterwerfung. Wenn Bürger wie Sie und weitere viel zu viele sogenannte verständnisvolle allesverstehende Gutmenschen den Islam in unseren Breiten nicht als gefährlich erkennen (wollen) halten ist das für Sie vielleicht ok. Aber für Deutschland, für Europa ist es eine fremde Kultur, die Grausamkeit zur Durchsetzung und Erhaltung ihrer Riten und Gebräuche einsetzt und das ist gegen unsere Demokratie, gegen unsere seit 2000 Jahren gewachsene abendländische Kultur. Ich empfehle Ihnen, sich einmal intensiv mit dieser fremden Kultur auseinander zu setzen oder testhalber mal für ein paar Jahre nach Kabul, Islamabad oder so umzusiedeln und sich dort so wenig anpassen wie es unsere "Islam-Gäste" bei uns tun.
Direkt dazu: Je eine ausgiebige Reise auf eigener Achse bis in den äußersten Osten der Türkei und eine durch Tunesien, Algerien und Niger nach Kamerun mit dortiger Gasttätigkeit in einem "Buschkrankenhaus" waren mir sehr eindrückliche Erfahrungen in Sachen Menschen, die nach vom Islam geprägten Regeln leben.
Apropos Kopftuch: Die Kurdischen Frauen in Ostanatolien trugen eher kein Kopftuch, die Türkischen teilweise.
In Algerien und Niger war das Kopftuch zum Teil sehr verbreitet, so daß unsere beiden Frauen beschlossen, sich dieser Sitte durch Tragen eines solchen Tuches und eines entsprechenden Umhanges anzupassen, wenn sie sich in der Öffentlichkeit bewegten.
Islamistischen Tendenzen sind wir vor 30 Jahren nicht begegnet.
Insgesamt gab es im Umgang auf der Grundlage von Respekt vor der Andersartigkeit keine kulturspezifischen Probleme und je mehr der Umgang sich an den universellen menschlichen Grundbedürfnissen orientierte, desto besser verstand man sich.
