- Der Wolf von Pjöngjang
Völlig überraschend wollen sich US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un treffen. Die Begegnung gilt als heikel, auch weil Kim Jong-un meist als verrückter Diktator dargestellt wird. Mit der Realität hat das nur bedingt zu tun
Westliche Kommentatoren behandeln Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un oft als einen Witz. In privaten Gesprächen habe ich gehört, wie Vertreter der US-Regierung und der militärischen Führung ihn gelegentlich als „fetten Jungen“, einen „jungen Playboy“ und als „Witzfigur“ bezeichneten. UN-Botschafterin Nikki Haley hat sogar öffentlich die Frage gestellt, ob er verrückt ist. Den nordkoreanischen Führer zu beleidigen, ist jedoch ein Fehler – nicht, weil es sich nicht gehört, sondern weil unterschätzt wird, wozu er fähig ist. Kim ist kein Clown. Ihn als einen solchen zu behandeln, bedeutet, die Bedrohung zu verkennen, die Nordkorea und dessen Machthaber darstellen.
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
erscheint mir nach diesem Artikel eher ein Fuchs. Sehr interessant und inhaltlich so ganz anders, als das, was man sonst in den Medien lesen kann. Scheinbar gibt es für das Groß der westl. Medien nur das System "deklassieren", wenn es um unliebsame Politiker geht. Dieser Artikel hat mir gezeigt, dass es, wie immer, auch hier mehr als nur schwarz und weiß gibt. Für die meißten Medien kein Thema. Danke für diesen Artikel.
