- „Da wurde mir klar, dass wir ein Todesurteil unterschrieben haben“
Hunderte Kenianer folgten vermeintlichen Jobangeboten in Russland – und landeten an der Front in der Ukraine. Dort wurden sie unter Zwang verpflichtet, kurz ausgebildet und in Kämpfe geschickt. Zwei Rückkehrer berichten von Täuschung, Gewalt und Flucht.
Die Nachmittagssonne brennt auf Kibera herunter. Die Luft in der Wellblechhütte am Rande des größten Slums Afrikas, mitten in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, ist stickig, Fliegen schwirren durch den kleinen Raum. Das Lachen von Kindern, die vor den Hütten spielen, mischt sich mit der Musik aus einem Fernseher, der in einer Ecke vor sich hin dudelt. An der Wand neben dem Fenster hängt ein gelber Schutzhelm.
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
Putin und durchaus wohl bestimmte Kreise in Russland sehen den Krieg gegen die Ukraine als wichtige nationale Sache und gegen Nazis. Das echte Engagement der breiteren Bevölkerung für diese nationale Sache scheint begrenzt zu sein.
Der massive Einsatz von Gewalt und Druck bei diesem Krieg (unter eigenen Leuten) aber wohl auch allgemeiner im politischen System ist von außen betrachtet wenig überzeugend.
Ein Hauptpunkt aus russischer Sicht in diesem Krieg scheint mir zu sein, dass man von einer westlichen Kultur nicht einfach untergebuttert werden will. Das scheint erstmal nachvollziehbar, aber wenn man als eigene Alternative das Bedrohen und Einschüchtern von Menschen zur Aushandlung von politischen Fragen anbietet, wird man glaube ich in seiner eigenen Reichweite und Überzeugungskraft an harte Grenzen stoßen.
Wie auch immer man den Ukrainekrieg im Außenverhältnis analysiert: für die russische Bevölkerung ist es kein »Großer Vaterländischer Krieg«. Anders als die Ukraine betreibt Russland daher keine zwangsweise Massenmobilisierung von Staats wegen, jedoch ist das ersatzweise zur Anwendung kommende Kontraktniki-System stattdessen anfällig für Korruption und fließenden Übergang zu organisierter Kriminalität. Das Muster ist dem Verfahren des »Impressment« nicht unähnlich, mit dem in früheren Jahrhunderten für die britische Marine zwangsrekrutiert wurde.
Und der Missbrauch betrifft auch nicht nur Fälle wie in Kenia, die für den Westen leichter zu beobachten sind, sondern ist auch in Russland selbst ein Problem und wird dort auch öffentlich kritisiert – wenngleich eher in Regionalmedien und nicht im Zentrum des russischen Mediensystems. Denn auch Wehrpflichtige werden nur mit zusätzlichem Vertrag an die Front geschickt. Mit einer staatlichen Duldung solchen Missbrauchs ist daher zu rechnen.
… an die Autorin und das CM; solche glaubhaft dokumentarische Artikel lies man woanders kaum. Er bestätigt meine Meinung über Stegner, Mützenich und die Bullshit-Partei.
... angefangen von der Photographie bis hin zu der Tatsache, dass über die vom Westen (USA oder EU) bezahlte "Vertragsnehmer" in der Ukraine kein Wort verloren wird, lässt in mir das Gefühl wachsen, dass in diesem Artikel die gewöhnliche Propaganda überwiegt.
Frau Wetzel wird bei ihrer prsönlichen Reise nach Afrika (nach Kibera/Nairobi) wohl wirklich von Frau Kuloba einen Bericht über ihren Sohn gehört haben. Ihr persönliches Zusammentreffen mit Otieno und Brian hat wohl Herr Ken Opala von der betreffenden NGO organisiert.
Aber diese Gespräche werden mit derselben merkwürdigen Rührseligkeit wiedergegeben, wie man sie aus den Spendenaktionen der Hilfsorganisationen kennt.
Mich stört auch, dass das Füllmaterial nur von "westlichen" Quellen stammt. Und wie gesagt - über "Vertragsnehmer" bei westlichen privaten "Sicherheitsfirmen" wird kein Wort verloren.
Die Wahrheit bleibt ein Opfer des Krieges, auch wenn sie mal einen realen Kern enthalten sollte.
Deswegen habe ich das oben versucht, und ich denke, es sollte tatsächlich nicht erst der Kommentatoren eines Artikels bedürfen, um eine solche Einordnung vorzunehmen. Daher wirkt der Artikel als völlig kontextloses emotionales Schockmoment, der auch sogleich beim Publikum verfängt, wie man das einen Kommentar über dem Ihren schon beobachten kann.
Nun würde ich nicht behaupten, dass dieser Artikel zwangsläufig einen Vergleich mit der Situation in der Ukraine herstellen muss, da es um die Dokumentation der Aussagen von Betroffenen als Primärquelle geht. Andererseits waren m. W. die Rekrutierungsverfahren in der Ukraine bislang noch gar nicht Thema im Cicero.
Der Kanzler möchte ja jetzt anscheinend ukrainische Flüchtlinge zurückschicken, damit Selenskyi sie gegen Russland verheizen kann. Werden wir im Cicero hierzu einen kritischen Artikel lesen, oder möchte sich die Redaktion nicht dem Vorwurf aussetzen, ukrainische Wehrkraft zu zersetzen und sich auf »Mirotvorez« wiederfinden?
geht um.....So ging der Song von Falco.
Es gibt hier Foristen, die Standhaft für Russland das selbe tun würden, weil das russische Regime ist ja so toll. Endlich mal einer der sagt was Sache ist. Klar Wladimir. Ich könnte kotzen!
Wann versteht es hier endlich der letzte das dieses Regime eine Diktatur & ein Terrorregime ist?
Aber jeder weiß ja hier zu welcher Gruppe sich die Außenränder zählen dürfen.
Die Reise nach Jerusalem hat bei uns begonnen. Vollbracht durch den politischen Außenrand. Nur zu. Aber der unterirdische Souverän macht einfach weiter....
Ja die Bildung war die letzten Jahrzehnte echt bescheiden hier in unserem Land, aber es trifft auch die mit einem hohen Bildungsstand...
Macht was Ihr wollt, bewirbt & zieht auch mit Eurem Sugar Daddy Wladimir in den Krieg gegen die Ukraine & zukünftig gegen die Nato. Was soll´s
Eure Reaktionen bezüglich des neuen Buches von Ulrich Thiele "Die Sprengung" sind mir noch im Kopf.....
BYE, BYE, everybody got´s to go!
... ihre Einschätzung der Lage der Bildung in Deutschland teile ich, auch wenn ich Ihrer Meinung nach zum Außenrand gehöre.
Sie müssen mir gegenüber nicht den pluralis maiestatis anwenden. Mir genügt das einfache Sie.
Zwei Dinge verstehe ich nicht:
1. Führt Ihre "Reise nach Jerusalem" in Wirklichkeit zu Herrn Putin im Kreml von Moskau? Was hat Jerusalem für Sie mit Moskau und mit Kiew zu tun?
2. Wer ist "Sugar Daddy Wladimir"? Meinen Sie Wladimir Selenski, der als Komiker in Moskau, in Putins Staatsfernsehen sein erstes Medienimperium aufbauen konnte, oder meinen Sie Wladimir Putin, den Präsidenten im Kreml?
Identität ist so eine Sache. Manche meinen, wenn sie einpaar Buchstaben verändern oder sich einen "Künstlernamen" zulegen, dann würden sie automatisch auch in der Wirklichkeit eine neue Identität bekommen.
Das bezweifle ich, nicht nur in diesem Fall.
---
Ich habe nur einen Wunsch: Der unnötige und grausame Bruderkrieg muss möglichst schnell enden!
über die deutsche "Mobilmachung" auf allen Ebenen und über den neuen unverarbeiteten Rassismus gegenüber Russland und versuchten Genozid der 40er Jahre.
