Straßenszene in Isfahan
Zwischen den Machtblöcken bleibt die Mehrheit der iranischen Bevölkerung, die Jugend, die Frauen, gefangen: Straßenszene in Isfahan / picture alliance / NurPhoto | Morteza Nikoubazl

Iran - Fünf Kräfte ringen um die Zukunft einer Nation

Die Legitimationskrise des iranischen Regimes ist unübersehbar. Doch die Kräfte, die über den weiteren Verlauf der Geschichte entscheiden könnten, sind ideologisch, organisatorisch und historisch zutiefst heterogen. Fünf Strömungen lassen sich identifizieren.

Autoreninfo

Wahied Wahdat-Hagh ist Politologe und Soziologe. Von 2009 bis 2013 gehörte er dem ersten Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus für den Antisemitismusbericht des Bundestags an.

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Der Iran steht an einem historischen Scheideweg. Die Richtung, in die sich das Land entwickeln wird, ist ungewiss. Die Islamische Revolution von 1979 markierte nicht nur einen tiefgreifenden Einschnitt in der iranischen Geschichte, sondern entfaltete eine welthistorische Tragweite. Sie wurde als paradigmatischer Aufstand gegen westliche Dominanz wahrgenommen, ein totalitäres System, das moderne Technologie nutzte, um antiwestliche Ziele zu verfolgen, und islamistische Terrorgruppen unterstützte, deren Wirkungskreis bis heute reicht und immer mehr auch Europa gefährdet, von der Unterdrückung der eigenen Bevölkerung ganz zu schweigen.

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Ernst-Günther Konrad | Mo., 21. Juli 2025 - 14:12

Die sollen in ihrem Land bleiben, sollen da ihre Konflikte austragen und wenn sie sich gegenseitig massakrieren wollen, dann eben auch das. Ich will keine Auseinandersetzungen in meinem Land, keine Für- oder Gegensprache unserer Politiker, denn egal was die sagen, die schütten eher Öl ins Feuer und bocken Iraner, die hier leben am Ende noch auf. Lasst die dort machen was sie wollen und halten wir uns einfach raus. Und wer hier den Konflikt ins Land holt bzw. ausleben will, ab in den Iran. Sollen sich da austoben.