Strache-Video - War es der Mossad?

Warum wurde das Video, das FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Johannes Gudenus zu Fall brachte, erst jetzt veröffentlicht? Und wer steckt dahinter? Noch bleibt alles Spekulation. Für Ex-BND-Vize Rudolf Adam deutet aber vieles auf den israelischen Geheimdienst hin– auch der Antisemitismus der FPÖ

Heinz-Christian Strache und Johannes Gudenus
Heinz-Christian Strache und Johannes Gudenus haben ihre Ämter abgeben müssen. Doch wer steckt hinter der Intrige? / picture alliance

Autoreninfo

Rudolf Adam war von 2001 bis 2004 Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes. Von 2004 bis 2008 leitete er als Präsident die Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Foto: Bundesakademie für Sicherheitspolitik

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In Österreich werden der zweitmächtigste Mann der Regierung und sein Intimus in einer sorgfältig eingefädelten Falle als raffgierige, machtversessene, gewissen- und skrupellose Gauner enttarnt. Ein heimlich aufgenommenes Video vom Sommer 2017 zeigt die beiden mit einem Verhalten, das halb mafiös, halb landesverräterisch wirkt. Heinz-Christian Strache, bis zum Wochenende noch Vizekanzler, nennt seine Äußerungen selbst „katastrophal und ausgesprochen peinlich” und spricht von „alkoholbedingtem Machogehabe“. 

Die Aufregung weltweit ist groß. Das Gehabe der beiden ist abstoßend und dürfte ein juristisches Nachspiel haben. Viel interessanter aber ist die Frage: Wer steckt hinter dieser Intrige? Welche Absichten haben die Initiatoren geleitet? Lassen sich daraus Rückschlüsse auf weitere Angriffe auf westliche Demokratien herleiten?

Strache und Gudenus – eine enge Verbindung

Zunächst ein Blick auf die Protagonisten: Strache hat 2005 Jörg Haider als zu zentristisch von der Spitze der FPÖ verdrängt. Sein Kompagnon im Video, Johannes Gudenus, ist seit gemeinsamen Tagen in der Burschenschaft „Vandalia“ mit Strache eng verbunden und dessen rechte Hand. Strache pflegte enge Beziehungen zu rechtsextremistischen Gruppierungen wie zur Wiking-Jugend und zur deutschen DVU. Er hat 2016 einen Kooperationsvertrag zwischen seiner FPÖ und der russischen Regierungspartei Einheitliches Russland unterschrieben. Gudenus wurde 2017 von Bundespräsident Alexander van der Bellen als Minister abgelehnt. Gudenus hielt stattdessen seither die FPÖ-Fraktion auf Strache-Linie.

Er ist durch hemdsärmelige Auftritte und betonte Russlandfreundlichkeit aufgefallen: Er unterstützte im Wahlkampf die rechtsextreme Jobbik-Partei in Ungarn. Er attestierte dem Referendum, das im März 2014 auf der Krim abgehalten wurde, es sei völlig legitim und ohne Druck und Zwang abgelaufen. Die OSZE hatte zuvor eine Wahlbeobachtung abgelehnt, weil zu offensichtlich war, dass dieses Referendum nachträglich eine Scheinlegitimität für einen völkerrechtswidrigen Gewaltakt schaffen sollte. Dass dieses Referendum beängstigende Parallelen zu der Volksabstimmung aufwies, mit der Hitler 76 Jahre zuvor den „Anschluss“ Österreichs zu legitimieren trachtete, störte Gudenus nicht. Gudenus pflegt freundschaftliche Beziehungen zu Tschetscheniens Herrscher Kadyrow. Er ist verheiratet mit einer Serbin und feiert den (illegitimen) serbischen Nationalfeiertag in der (bosnischen Teil-)Republika Srpska. Bereits sein Vater John Gudenus saß für die FPÖ im National- und im Bundesrat. Er machte sich einen Namen als Verharmloser von KZs, Gaskammern und vom Holocaust.

Verhalten grenzt an Landesverrat

Beide Protagonisten stehen jetzt vor dem abrupten Ende ihrer politischen Karrieren. Strache verlor nicht nur sein Ministeramt, sondern auch den Parteivorsitz. Gudenus legte alle Parteiämter nieder und gab seinen Parlamentssitz auf.

Es blieb ihnen keine Wahl: Denn zwei sich nationalistisch gebende Politiker haben sich als skrupellose Manipulateure entlarvt, die mit ausländischen Geldgebern die demokratische Willensbildung ihres Landes zu ihren eigenen parteipolitischen Gunsten beeinflussen wollten. Sie waren bereit, den Geldgebern dafür Staatsaufträge mit entsprechenden Profitmargen auf Kosten der Steuerzahler den Geldgebern zuzuschanzen. Das Ganze grenzt an Landesverrat. 

Der verhängnisvolle Abend auf Ibiza

Doch was ist auf Ibiza eigentlich passiert? Was bislang bekannt ist, bleibt dürftig. Strache hat in seiner Rücktrittsrede Folgendes verraten: Schon Monate vor dem Sommer 2017 sei eine Frau, die sich als lettische Staatsbürgerin und als Nichte eines Putin nahestehenden russischen Oligarchen ausgab, an Gudenus herangetreten. Sie behauptete, mit ihrer Tochter nach Wien übersiedeln zu wollen, dazu Investitionsmöglichkeiten in Österreich zu suchen und eine Jagd pachten zu wollen, die Gudenus besaß. Das war kurz nach dem Tod seines Vaters (14. September 2016). Über Monate habe sich ein Vertrauensverhältnis entwickelt. Hier liegt die erste Ungereimtheit. Wenn ich über Monate mit jemandem über Geschäftsbeziehungen rede, ziehe ich Erkundigungen über Umfeld und Hintergrund dieser Person ein. Die Dame muss also einen Namen haben. Sie wird auch den Namen ihres vorgeblichen Onkels fallen gelassen haben, denn dessen Nähe zu Putin und dessen Geld scheinen die Türöffner für die Beziehung gewesen zu sein und das Interesse der Österreicher geweckt zu haben. 

Die Dame hat Strache und Gudenus dann zu einer Besprechung in eine Finca auf Ibiza eingeladen. Wohnzimmer, Terrasse und Küche des Gebäudes waren vorher systematisch für eine Abhör- und Videoüberwachung vorbereitet worden. Die Ausschnitte dieser Videos kursieren im Internet. Insgesamt waren im Wohnzimmer mindestens zwei Kameras versteckt. Beide ließen sich ein wenig bewegen. Bildausschnitt, Fokussierung und Brennweiten werden angepasst. Es muss also ein Kameramann von außen die Aufnahmen im Inneren mitverfolgt und gesteuert haben.

Diese Aufnahmen wurden vor mehr als einem Monat einigen deutschen Journalisten angeboten, unter abenteuerlichen Umständen übergeben, eingehend geprüft und vergangene Woche publiziert. An der Echtheit der Aufnahmen besteht kein Zweifel. Selbst die beiden Hauptdarsteller räumen ein, dass sie echt sind.

Warum taucht das Video jetzt auf?

Doch weshalb macht jemand solche Aufnahmen, hält sie dann fast zwei Jahre zurück und gibt sie erst jetzt an die Öffentlichkeit? Weshalb sind diese Aufnahmen nicht bereits vor den Nationalratswahlen publiziert worden, die am 15. Oktober 2017 (also drei Monate später) stattfanden und die FPÖ und Strache überhaupt erst in die Regierung gebracht haben?

Grund könnten die bevorstehenden Wahlen zum EU-Parlament sein. Hier zeichnet sich ein beispielloser Erfolg rechtsnationaler Parteien und deren europaweiten Bündnissen ab. Umfragen sehen diesen Block bei 30 Prozent. Strache hat in diesem Block mit seiner FPÖ eine zentrale Rolle gespielt. Er hat zwischen den nordischen Rechten (AfD, PVV von Geert Wilders in den Niederlanden, Schwedendemokraten) und den populistisch-nationalistischen Parteien am Mittelmeer und auf dem Balkan (Salvinis Lega in Italien, Orbans Fidesz in Ungarn, Le Pens Rassemblement National in Frankreich, Santiago Abascals Vox in Spanien) vermittelt. Wer diesem sich anbahnenden EU-weiten Bündnis rechtsnationaler Kräfte entgegen treten wollte, musste jetzt handeln. Das Video ist ein Schuss vor den Bug dieser Bewegung und ein Schuss in Herz der FPÖ. Dass dieses Video so lange zurückgehalten wurde, deutet darauf hin, dass sich hier jemand mit weiter Voraussicht Kompromate beschaffen wollte. Vermutlich ist dieses Video nicht das einzige belastende Material dieser Art. Seine jetzige Veröffentlichung ist gleichzeitig eine Warnung an alle, die sich in ähnlicher Weise exponiert haben könnten. Natürlich wirft so ein Video die Frage auf, ob vielleicht auch das ominöse Treffen von Donald Trump Jr, Paul Manafort und Jared Kushner mit der rätselhaften Natalja Veselnitzkaja in New York am 9. Juni 2016 illegal dokumentiert worden ist und somit als Kompromat zur Erpressung taugt.

Alles deutet auf Geheimdienste hin

Die Herstellung dieses Videos deutet darauf hin, dass es sich nicht um die Arbeit von Journalisten handelt, sondern professionelle Geheimdienstler am Werk waren. Die Aktion ist mit großem finanziellen und organisatorischen Aufwand vorbereitet und durchgeführt worden. Zunächst musste Gudenus „angefüttert“ werden. Er hat den Köder sofort geschluckt. Auch Strache scheint in völliger Ahnungslosigkeit in die Falle hineingetappt zu sein. Wenn er sich mit Alkohol und Imponiergehabe zu entschuldigen versucht, zeigt das nur, dass er jegliche Vorsicht, Kontrolle und jeglichen Verdacht beiseite geschoben hat. Und das bei einer Frau, die er angeblich zum ersten und letzten Mal dort gesehen hat. Er muss durch Hinweise aus dem Umfeld vertrauensselig gemacht worden sein. 

Die Operation Ibiza war also von langer Hand sorgfältig geplant, mit höchster Professionalität vorbereitet – vermutlich auch eingeübt – und dann durchgeführt. Es ist kaum anzunehmen, dass Journalisten oder Redaktionen für eine derartige Operation die Erfahrung und das Geld haben. Vor allem aber kann sich keine Redaktion leisten, bei einer solchen Aktion in flagranti erwischt zu werden. Es ist also wahrscheinlich, dass professionelle Geheimdienstler dahinter stecken, die in der Kunst bewandert sind, sich zu verstellen, Quellen zu ködern und dann in Sicherheit zu wiegen, und die Zugang zur notwendigen Technik haben.

Doch wer kann sie beauftragt haben? Es kommen nur staatliche Geheimdienste oder eine Gruppe von ehemaligen Geheimdienstlern in Frage, die sich von einem Privatmann haben anheuern lassen. Die letzere Hypothese ist jedoch extrem unwahrscheinlich. Kein Privatmann kann riskieren, dass eine solche Operation mit seinem Namen verbunden wird, vor allem, wenn sie schief gehen sollte. Zudem wird ein bunt zusammen gewürfelter Haufen von ex-geheimdienstlichen „Landsknechten“ nicht die notwendige Teamarbeit und den langen Atem aufbringen, der für diese Operation notwendig ist. Es wäre auch ein Wunder, wenn eine solche privat initiierte Operation im Zeitalter umfassender Terrorüberwachung unentdeckt bliebe.

Welcher Staat könnte dahinter stecken?

Kein europäischer Dienst dürfte und könnte so etwas durchführen. Die amerikanischen Dienste sind vollauf mit Korea, Iran und China beschäftigt. Zudem dürften die politischen Sympathien von Präsident Donald Trump eher bei Strache und der FPÖ als bei ihren Gegnern liegen. Russland? Dafür spricht, dass Russland in letzter Zeit immer wieder versucht hat, demokratische Willensbildung in westlichen Staaten zu beeinflussen, und dass russische Sicherheitsdienste sich seit Jahrzehnten auf die Kunst des Kompromats verstehen. Das Kompromat ist sozusagen der Kitt, der die russische politische Elite zusammenhält. Dagegen spricht, dass Strache und Gudenus seit Jahren Fürsprecher Russlands waren. Strache hat wiederholt und insistent ein Ende der Sanktionen gefordert. Beide verkörpern in perfekter Weise die eigenartige Affinität zwischen rechtsnational-autoritären Strömungen und dem autoritär herrschenden Putin. Beide Politiker waren aus Moskauer Sicht vielleicht Idioten, aber eben höchst nützliche Idioten. 

China oder Dienste aus der arabischen Welt dürften kein Interesse an österreichischer Innenpolitik haben.

Bleibt nur ein Staat, der die menschlichen und technischen Fähigkeiten zu einer derartigen Operation und ein eindeutiges Motiv hat: Israel. Dort und in den jüdischen Gemeinden in Europa wächst die Angst vor einem anschwellenden Antisemitismus, der den Nationalsozialismus schönfärberisch bemäntelt und den Holocaust verharmlost, wenn nicht leugnet. Wenn derartige Strömungen im Parlament der EU einen institutionellen Rahmen und einen weithin tönenden Resonanzboden erhalten, dürften diese Gefahren weiter anwachsen. Israel hat ein Überlebensinteresse daran, dass die EU eine Israel-freundliche Politik verfolgt. Diese Linie war schon bislang unter den EU-Mitgliedern umstritten. Ein Triumph von politischen Parteien, die der FPÖ nahe stehen, könnte hier einen Umschwung einleiten und die EU insgesamt auf eine eher Israel-kritische Linie bringen. Dies ist zu sehen vor der steigenden Wahrscheinlichkeit eines Konflikts Israels mit dem Iran, der gegenwärtig vor allem aus der EU und aus Russland Sympathie erfährt. Eine Spaltung zwischen den USA und der EU über den Iran hätte unweigerlich Auswirkungen auf deren Verhältnis zu Israel.

Was für Israel als Auftraggeber spricht

Getroffen hat es die FPÖ und zwei ihrer markantesten Köpfe. Beide verkörpern einen Kurs, der tiefsitzenden Antisemitismus mit einer Bagatellisierung nationalsozialistischer Untaten verbindet. Die jüdische Kultusgemeinde Österreichs und die Regierung Israels lehnen jegliche Kontakte zur FPÖ ab. Antisemitische Ausfälle und deutliche Sympathien für Hitler und seine völkische Politik sind für die FPÖ tägliches Brot: Es sei nur an das unsägliche Rattengedicht von Christian Schilcher aus Braunau oder an die Ungeheuerlichkeiten eines Udo Landbauer erinnert, der Hitler-Bilder verteilte und meinte, auch „die siebte Million sei noch zu schaffen.“ Gudenus hat mehrfach angedeutet, dass Juden und insbesondere George Soros hinter den anschwellenden Migrantenströmen stecken könnten. Soros habe „mit viel Kapitalmacht versucht, alle möglichen Umwälzungstendenzen in Osteuropa zu finanzieren.” Insassen des KZ Mauthausen nannte er „Landplage“ und „Kriminelle”.

Dem Mossad ist eine solche Operation zuzutrauen. In Israel finden sich viele Staatsbürger, die Russisch als Muttersprache sprechen und enge Beziehungen zu russischsprachigen Gemeinden in der ehemaligen Sowjetunion unterhalten. Viele russische Oligarchen entstammen jüdischen Familien und unterhalten enge Beziehungen zu Israel.

Hoffnung auf Aufklärung

Vielleicht werden Strache und Gudenus noch nähere Einzelheiten zu dem bizarren Vorgang enthüllen. Solange allerdings mit Herbert Kickl ihr Parteifreund  das Innenministerium kontrolliert, wird der Aufklärungseifer sich in Grenzen halten. Wichtig wären jetzt ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss und ein Gerichtsverfahren. Nur so lassen sich die Beteiligten zu Aussagen zwingen. Entscheidend wird sein, ob sich die Identität der ominösen Russisch sprechenden Nichte eines Oligarchen aus Lettland und der Name dieses Onkels feststellen lässt. Ohne deren Identifizierung dürften Aufklärungsbemühungen bald an ihre Grenzen stossen.

Nach dem Novichok-Attentat auf Sergej Skripal in Salisbury vom 4. März 2018 tappte man monatelang im Dunkeln. Dann aber gelang es, zwei Verdächtige zu identifizieren. Vielleicht ist Ähnliches ja auch in diesem Fall möglich. Wie viel Videoüberwachung öffentlicher Plätze gibt es auf Ibiza? Gibt es noch Zugriff auf die Namen der Flugreisenden im fraglichen Zeitraum und deren Unterlagen? Wer hat die Finca, wer die Autos angemietet? Welche Dokumente wurden vorgelegt? Wurden diese fotokopiert? Es gibt viele Spuren, denen nachzugehen sich lohnt.

Gegenwärtig bleiben jedoch alle Überlegungen, die über das, was bislang bekannt ist, hinausgehen, pure Spekulation und sollten als solche mit äußerster Vorsicht aufgenommen werden – also auch dieser Beitrag.

Heinz Meier | Mo, 20. Mai 2019 - 20:39

Lt. SPIEGEL liegen die Filmdokumente schon einige Monate vor. Ich stelle mir die Frage, warum diese nicht gleich der österreichischen Staatsanwaltschaft übergeben wurden?

Gerhard Lenz | Di, 21. Mai 2019 - 08:34

In reply to by Heinz Meier

...dann hätten Sie auch erfahren, dass die Redaktion die Echtheit der Information erst prüfen ließ.
Davon abgesehen sind Journalisten nicht verpflichtet, Informationen herauszugeben.

Es ist leider ganz normal für Juden in vielen Städten Deutschlands geworden,
in der Öffentlichkeit keine Kippa mehr zu tragen.
Es ist ganz normal geworden, in Berlin von Neukölln ... bis Wedding nicht laut Hebräisch zu sprechen.
Es ist ganz normal geworden, dass arabischstämmige Fußballer meinen Mitspielern und mir bei Spielen unseres jüdischen Fußballvereins Makkabi
"Ich stech euch scheiß Juden ab!" entgegenschleudern.
Es ist ganz normal geworden, dass jüdische Schüler so lange von muslimischen Mitschülern gemobbt werden, bis sie auf eine Privatschule gehen müssen.
...
Es ist ganz normal geworden, dass palästinensische Jugendliche mit Molotowcocktails einen Brandanschlag auf eine Synagoge verüben.
Es ist ganz normal geworden,
dass ein hebräischsprechender Mann in der U-Bahn von Arabern verprügelt wird.
Es ist ganz normal geworden,
dass mitten in Berlin auf dem Ku'damm
Horden arabisch- und türkischstämmiger Deutscher "Juden ins Gas!" rufen.

(Spiegel 2017/51)

Dennis Staudmann | Mo, 20. Mai 2019 - 21:00

meint, die EU würde eine Israel-freundliche Politik betreiben, wenn diese selbst und die Mitgliedstaaten von "linksliberalen" Regierungen geführt werden. Beispielsweise zeigen das Abstimmungsverhalten Deutschlands, wenn es um UN-Resolutionen zur Verurteilung Israels geht, Deutschlands Eintreten und Unterstützung für das Regime im Iran oder auch die antisemitischen Aussagen führender Mitglieder der Labour-Partei in Grossbritanien, um nur einige Beispiele zu nennen, dass die Realität wohl anders aussieht. Wenn man nach dem sucht, der die Falle stellte, sollte man auch nicht vergessen, dass das Video zwei deutschen Printmedien zugespielt wurde, die beide sicher explizit einem politischen Spektrum zuzuordnen sind. Somit haben wir einen österreichischen Skandal, welcher verzweifelten Politikern und Medien in Deutschland dazu dient, dem Wähler einzureden, dass Strache nur die Spitze des Eisberges ist.

Sehe ich auch so. So wichtig ist Österreich nicht und für Israel schon mal gar nicht. Ich denke, es gibt zwei Möglichkeiten: Jemand aus Deutschland oder Österreich und wenn es jemand von außerhalb ist, dann jemand mit einem guten Motiv. George Soros hätte ein Motiv - er wurde mächtig von den Rechten angegangen - und die Mittel. Könnte aber auch z.B. der französische Geheimdienst gewesen sein.

Allerdings finde ich die Frage wer das gemacht hat nicht wirklich wichtig. Das da der Vorhang weggezogen wurde und man hinter die Kulissen blicken konnte, war viel wichtiger. Wir hier haben mit den diversen Spendenskandalen etwas ähnliches gesehen. Offenbar ist diesen Leuten egal wie sie an Geld und Macht kommen - Moral kennen sie nicht. Nicht das das unerwartet ist, die Übermoral ihrer Gegner ist ja gerade ein wichtiges Motiv für diesen politischen Kampf. Jetzt wissen wir halt besser was das genau meint.
Was diese Enthüllung für meine Wahlentscheidung bedeutet, weiß ich noch nicht.

Gerhard Lenz | Di, 21. Mai 2019 - 16:30

In reply to by Robert Müller

....das der nicht früher genannt wurde, wundert mich. Schliesslich ist es ihm doch ein Anliegen, der Demokratie zu nutzen (und somit der rechtspopulistischen Sache zu schaden).

Stimmt, wir haben hier Spendenaffären erlebt. Aber keine dieser Affären - die der AfD-Wahlkampfhilfe mag da Ausnahme sein - sollte dezidiert antidemokratische Ziele verfolgen.
Es ist ja nicht Geld, was Strache treibt, es ist die Aussicht auf Macht und Kontrolle ...und eine willfährige Presse.

Ich meinte nur die AfD-Spendenskandale, die eben genau wie jetzt in Österreich zeigen, dass man für den Erfolg lügt und betrügt. Wobei der Betrug auch die mögliche "russische" Spenderin mit einschließt, die ziemlich belogen wurde. Andere Großspender werden sich in Zukunft genau überlegen wie sie ihre Gegenleistungen bekommen können.

Zur Frage welche Folgen das für die EU-Wahl haben wird, sage ich, dass durch diesen Skandal nicht das Problem (Masseneinwanderung) verschwunden ist, sondern nur die Lösung - FPÖ/AfD - weniger Lösung geworden ist, weil die Nebenwirkungen deutlicher geworden sind. Wer allerdings Russland und Korruption für wenig problematisch hält - was ich nicht tue - wird mit diesen Nebenwirkungen wenig Probleme haben. Ich selber habe die Rechten immer nur als Hebel gesehen und da in DE eine Koalition Union/AfD nicht zu erwarten ist, sehe ich eine AfD bei 10-15% als kein Problem an. Eine starke rechtpopulistische Fraktion im EU-Parlament hat andere Folgen.

Andreas Schmidt | Di, 21. Mai 2019 - 18:12

In reply to by Robert Müller

Die Frage halte ich für enorm wichtig, welche Regierung für den Sturz dieser Regierung in der EU kurz vor der wichtigen Wahl verantwortlich ist! Denn so eine Fehlentwicklung ist mega-gefährlich, wenn ausländische Regierungen nun bestimmen, wer uns regiert.

Nicht der Auftraggeber dieses Videos ist das Problem, sondern der dessen schmutziges Verhalten enthüllt wurde. Im übrigen funktioniert Erpressung nur wenn die Veröffentlichung entfällt, also wenn Politiker nicht nur damit angeben, sondern tatsächlich so auch handeln. Den Endzustand konnte man in der Ukraine besehen, aber auch in diversen anderen europäischen Ländern. So war das z.B. im spanischen Immobilienmarkt vor dem Zusammenbruch, mit der Folge dass das politische System dort heute ziemlich anders aussieht als vorher. Ähnliches ist passiert in Island, Italien (mani pulite), Griechenland, ...

die nicht wirklich an die "Mossad-Version" glauben können. Wenn ich eine Aussage wie diese "Kein europäischer Dienst dürfte und könnte so etwas durchführen." lese, weiss ich nicht recht, ob ich nun eher lachen oder den Kopf schütteln soll. Was das Dürfen angeht, so ist Papier bekanntlich geduldig, gerade auch in der Welt der "Schlapphüte". Und was das "Können" betrifft, bin ich doch etwas erstaunt, dass europäische Geheimdienste nicht in der Lage sein sollen, einem Mann vom "Format" des österreichischen Ex-Vizekanzlers dabei zu helfen, sich aufs Glatteis zu begeben und seine misslungenen Piroutten à toutes fins utiles in Bild und Ton festzuhalten. Nein, dazu fallen mir entlang der berühmten Frage "Cui bono?" naheliegendere Versionen europäischer Provenienz ein.

Wer oft genug Navi CSI schaut wird vermutlich Ziva David verdächtigen, die ihren toten Vater rächt. Ich glaube mit der Mossadtheorie sollen wir nur abgelenkt werden. So hochprofessionell, wie man uns das verkaufen will, war das gar nicht. Bei zwei solch dummen "Opfern" eher ein leichtes Spiel, wobei mir die Rolle des Herrn Gudenus näher beleuchtet werden sollte, über den hört man fast gar nichts mehr. Er ist zurück- und aus der Partei ausgetreten, das war's. Alles sehr merkwürdig.

Dagegen spricht, dass die Likud-Partei Strache und andere FPÖ-Politiker 2016 sogar nach Israel eingeladen hatte. Obendrein möchte ich bezweifeln, ob die starke Zuwanderung von Islamisten in die EU, gegen die die Regierung Kurz Massnahmen ergriffen hat, im Interesse Israels ist.
Es gibt andere Nachrichtendienste, die evtl. ein grösseres Interesse haben, dass die Regierung Kurz scheitert bzw. dass diese Politik fortgesetzt wird: Da wäre z.B. die
Ukraine unter Poroschenko, denen die FPÖ zu Russland-freundlich ist, Spanien oder Griechenland, die ihre Flüchtlinge gerne nach Norden weiterschicken möchten.

Tomas Poth | Mo, 20. Mai 2019 - 21:28

Egal wer dahinter steckt es zeigt welche politischen Machtspiele getrieben werden, um die eigene Positionen zu stärken und die Gegner zu bekämpfen. Demokratie ist die Fassade unterhalb der üble Machenschaften ablaufen.
Man kann nur hoffen dass der Fall bis ins Detail aufgeklärt wird.
Mindestens das sollte man dem Wähler geben!

Wolfgang Denz | Do, 23. Mai 2019 - 07:16

In reply to by Tomas Poth

Sie scheinen zu verdrängen, dass mit dem Video die Absicht des Landesverrats dokumentiert wurde? Für mich ist das eine weitaus üblere Machenschaft als das heimlich aufgenommen Video oder die geschickt inszenierte Falle. Die Falle hat nur die wirkliche Gesinnung des Herrn Strache ans Licht gebracht, was von den Rechten wohl gerne vergessen wird

gabriele bondzio | Mo, 20. Mai 2019 - 23:24

bis vor diesem Satz stimme ich Ihren Überlegungen zu, Herr Adam.Der Zentralrat der Juden warnte bereits früh davor, dass von muslimischen Migranten Gefahr für das Judentum in DE ausgehen könnte. Analog dürfte es in Österreich sein. Ein Kriterium ist die offene/vorbehaltlose Sprache (ohne Furcht vor ges. Ächtung), derer sich die muslimischen Täter bedienen.Während Antisemiten in Europa, eher hinter vorgehaltener Hand reden. Wenn ich Jude wäre, wüsste ich daher, vor wem ich mich zu füchten hätte.Z.B Finkelkraut: „Nein. Wir befinden uns nicht auf dem Rückweg in die dreißiger Jahre. Wir erleben einen anderen Antisemitismus, der umso gefährlicher ist, weil er sich nicht anklagen lässt. Denn er kommt im Namen der Unterdrückten, der Entrechteten daher." Israel fordert schon länger die EU auf, anti-israelische Organisationen nicht mehr zu fördern. Auch der Fakt, dass die Mehrheit der Israelis die EU eher als Gegner und nicht als Verbündeten sieht, gibt mir hier Zweifel an ihrer Version auf.

..das kann durchaus sein, zumindest theoretisch. Denn Gefährdungen jüdischen Lebens gehen in Europa ja primär von einheimischen Rechtsextremisten aus - erst danach kommen bereits ansässige oder eingereiste islamistische Extremisten.
Die FPÖ ist, da sind sich Experten einig, eine durch und durch antisemitische Partei, die sich, ähnlich der AfD, der jüdischen Bevölkerung höchstens mal argumentativ bedient, um Stimmung gegen gleichfalls verhasste Menschen aus muslimischen Ländern zu machen. Wer es war, wird sich (wahrscheinlich) zeigen, aber die Idee, dass es der israelische Geheimdienst war, gehört wohl eher in die Abteilung "Verschwörungsphantasie" (da findet man ja schon Sorros, oder Zionisten, die überall die "Umvolkung" und den großen Betrug am Volk organisieren). Es ist bequem und für manche ideologisch passend, stets die gleichen "Schuldigen zu identifizieren". Im Mittelalter waren die Juden ja auch für die Entstehung der Pest verantwortlich, wie jeder "aufgeklärte" Christ wußte.

'Denn Gefährdungen jüdischen Lebens gehen in Europa ja primär von einheimischen Rechtsextremisten aus - erst danach kommen bereits ansässige oder eingereiste islamistische Extremisten.'
Die Gefahr für das jüdische Leben in Europa durch extreme 'Rechte' soll weder bestritten noch verharmlost werden. Trotzdem ist Ihre Behauptung einfach unwahr.
Dem Spiegel werden Sie doch glauben?
Spiegel (Ausgabe 2017/51) "Es ist normal geworden, ..."

https://www.spiegel.de/spiegel/was-muslimischer-hass-auf-juden-in-deren…

Autor Philipp Engel schreibt ansonsten für die Jüdische Allgemeine.
Es ist billig, 'die Rechten' für alles Übel dieser Welt verantwortlich zu machen!

Was sagen Sie dazu, daß am 'Al-Quds-Day' Linke und Araber in Berlin Demonstrationen veranstalten (dürfen), auf denen '... Juden ins Gas ...' gerufen wird ? Was sagen Sie zu den Boykott-Aktivitäten der BDS?
Die Haltung der AfD zur BDS und deren Boykottaufrufen, ist da absolut eindeutig!

Diese These halte ich für fragwürdig. Zugereiste Islamisten sind sehr wohl ein Problem und wir haben sogar bereits Ärger mit so einer Person gehabt, die aus Pakistan als angeblicher Afghane eingereist ist. Stein des Anstosses war ein Kruzifix in einem privaten Büro, das ganz blass mit viel Mühe vom Bürgersteig aus bei Licht im Büro zu erkennen war. Promptes Ergebnis: "Internet-Dschihad" gegen uns mittels grundloser schlechtestmöglicher negativ-Bewertung forte gegen unseren Betrieb eingespeist wenige Stunden später. Der ist jedoch noch nichtmal am Markt überhaupt tätig und zum Zeitpunkt der Bewertung sass ich täglich im ersten Stock an diesem Computer und hatte überhaupt keinen Kontakt mit diesem Herrn, der vorgab, Kunde gewesen zu sein.

Es war Karl Marx, der an Engels über den Juden Ferdinand Lassalle schrieb: „Es ist mir völlig klar, dass er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen …. Diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen … niggerhaft.“
DAS ist der Begründer der kommunistischen Ideologie Karl Marx in Wirklichkeit! Politisch korrekt war seine Sprache jedenfalls nicht, oder?!
Juden werden auch nach 1945 weltweit besonders in der arabisch-islamischen Welt verfolgt und ermordet. Die RAF arbeitete mit dem MfS der DDR (Stasi), aber auch mit den linken Terror-Palästinensern eng zusammen. Bis heute fühlen sich diese „Genossen“ auf´s Innigste verbunden. Und die Merkel-Regierung heute: Warum holt man die Hauptfeinde der Juden aus dem Islam millionenfach nach Deutschland, wenn man um den islamischen Judenhass weiß? Scheinheiligkeit ist keine Tugend!

Das Zitat ist bekannt. Könnte Sie bitte trotzdem die Quelle noch nachreichen.

Beim Kampf gegen Rivalen, Zweifler und Kritiker in der 'Internationalen Arbeiterbewegung' waren Marx und Engels wenig zimperlich. Ihr Agieren verdient die Attribute: skupellos und menschenverachtend.
Der Zweck heiligte schon damals ALLE Mittel.
Marx und Engels waren bereits von der sogenannten 'stalinistischen Syphilis' (Zitat Wolf Biermann) befallen, die 50 oder 60 Jahre später die kommunistischen Nachfolgeparteien in ganz Europa infizierte.
Der bekannt DDR-Autor Stefan Heym zitierte in seinem Roman "Lassalle" WÖRTLICH aus dem Briefwechsel von Marx und Engels. Das Denken von Marx und Engels war antisemitisch, rassistisch und auf eine verstörende Weise frauenfeindlich und frauenverachtend.
Heute würde man für eine solch "schweinische" Rede vor Gericht gestellt!
Für Interessenten - hier ist der Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Lassalle_(Stefan_Heym)

Günter Johannsen | Fr, 24. Mai 2019 - 16:49

In reply to by Wilfried Düring

"Unzensiertes von Marx und Engels"

Karl Marx, Friedrich Engels: „Marx & Engels intim“, Random House Audio Verlag, München 2009

gehen primär vom ... äh ... "importierten" Antisemitismus aus.
Dazu Wolfgang Fuhl:
"Die größte Sorge ist zur Zeit der von Merkel importierte Antisemitismus. Alle ermordeten Juden in Europa in diesem Jahrtausend (d.h. ab 2000, Anm. d. Redaktion) wurden von Muslimen ermordet, dies ist eine prägende, negative Erfahrung, die sich in das kollektive jüdische Gedächtnis genauso einbrennt wie der Holocaust."

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der israelische Geheimdienst - der doch am ehesten den Durchblick hat - daran interessiert ist, den Islamisten und der Linken Einheitsfront einen Gefallen zu tun! Die Einzigen, welche ein Interesse daran haben, die Kurz-Regierung (und nur auf die hatten es die Attentäter abgesehen!) zu zerstören, sind die links-grünen "Möchtegern-Weltbeglücker"! Kurz ist denen mit seiner Frische, Intelligenz und Authentizität ein Dorn im Auge, weil sie gegen ihn nicht anstinken können. Warum sollte der Mossad das tun? Weiß der doch, dass die Hauptfeinde der Juden millionenfach aus dem Islam nach Deutschland geholt werden, trotzdem klar ist (oder gerade deshalb?), damit treibt man den Judenhass auf die Spitze? Und dann gibt man vor, Judenfreundlich zu sein? Faktisch erscheint mir das als Lüge und äußerst scheinheilig!

Sie versuchen hier,Herr Lenz, Ihr persönliches Weltbild der Allgemeinheit über zu stülpen. Sie hassen ja die AfD, obwohl Juden in der AfD sind und sich sogar als Gruppe zusammengeschlossen haben. Ihr Tabu sind die Muslime und ihr Antisemitismus, den Sie wohl nicht leugnen können, der aber nicht in die "political correcness" passt. Selbst Sie können nicht leugnen, dass Juden erst neuerdings in
Deutschland sich nicht mehr mit Kippa in der Öffentlichkeit sehen lassen können
und wenn sie hebräisch sprechen, in öffentlichen Verkehrsmitteln verbal und tätlich angegriffen werden. Jüdische Schüler von muslimischen Schülern aus der
Schule gemobbt werden. Das alles lasten Sie gerne den "Rechten" an, obwohl es
nicht stimmt. Wenn deutscher Antisemitismus, dann schauen Sie doch mal in die
"Linkspartei", da finden Sie genug davon.

Sehr geehrter Herr Adam, ich bedanke mich für den produktiven Beitrag. Er ist für mich im besten Sinne aufklärerisch, verschleiert nichts. Denn was sich auch hier, in der Bundesrepublik Deutschland breitmacht, trägt eine so schamlose Massivität zur Schau, dass jede geistige Ausstrahlung daran zerbricht. Angesichts dieses Vorgangs, der mehr ist als (nur) ein Skandal, verstehe ich Ihren Beitrag auch als eine Warnung vor diesen Rechtspopulisten und Rechtsradikalen in Europa.

Zitat:„…zeigt die beiden mit einem Verhalten, das halb mafiös, halb landesverräterisch wirkt.“ (Zitatende)

Zitat: „Antisemitische Ausfälle und deutliche Sympathien für Hitler und seine völkische Politik sind für die FPÖ tägliches Brot: Es sei nur an das unsägliche Rattengedicht von Christian Schilcher aus Braunau oder an die Ungeheuerlichkeiten eines Udo Landbauer erinnert, der Hitler-Bilder verteilte und meinte, auch „die siebte Million sei noch zu schaffen.“ (Zitatende)

Ich habe eine Frage.
Falls Sie Recht haben und die FPÖ auf allen Ebenen tatsächlich antisemitisch ist -
warum haben dann SPÖ und FPÖ im Burgenland 2015 eine Koalition auf Landesebene gebildet?
(Diese Koalition wird auch beendet - es wird vorgezogene Neuwahlen geben).

gibt es genug .Herr Schultz hat die Wasserlüge verbreitet ,dem Holocaustleugner Abu Mazen aka Abbas, im EU -Parlament Standing Ovation gespendet. Im SPD Parteiprogramm steht ,dass man die gleichen Werte teile wie seine Palipartei. Auf Arafats Grab legt man dann schon mal Blumen .Als ich dies ,immerhin seit über 45 Jahren Parteimitglied, mit einer geharnischten E-Mail kritisierte, bekam ich einen O/8/15-Brief.Da ist doch eine Koalition mit eventl. antisemitisch Eingestellten ein Klacks.

helmut armbruster | Di, 21. Mai 2019 - 09:31

und wir dürfen gespannt sein wer die nächsten "Opfer" sein werden.
Ich bin mir sicher, dass einiges Material dieser Art auch zur Erpressung in Verhandlungen benutzt wird und die Öffentlichkeit dann nichts davon erfährt.
Dagegen gibt es nur einen Schutz. Integer sein und bleiben, und das auch laufend dokumentieren, dann kann dich niemand erpressen.
Mit den heutigen elektronischen Mitteln kann alles überwacht werden, ja es kann sogar künstlich erzeugt werden (fake news).
Politiker, die diese Lektion noch nicht verstanden haben tun mir leid. Sie stehen alle auf der Abschussliste.

Dana Winter | Di, 21. Mai 2019 - 10:27

Dem letzten Satz des Artikels kann ich zustimmen: "Gegenwärtig bleiben jedoch alle Überlegungen, die über das, was bislang bekannt ist, hinausgehen, pure Spekulation und sollten als solche mit äußerster Vorsicht aufgenommen werden – also auch dieser Beitrag." Aber: Im Lichte dieser Erkenntnis fragt es sich, warum dieser Artikel geschrieben wurde? Mit weiteren Spekulations-Artikeln könnte vermutlich das ganze Heft gefüllt werden. Vielleicht wäre ein Beitrag, der die verschiedenen Gerüchte auf Plausibilität abklopft, sogar interessant. Nicht aber so ein spekulativer Text. Was bei mir zurückbleibt ist die besorgte Frage, welche Absicht der Autor verfolgt, wenn er doch selbst erkennt, dass sein Artikel ins Reich der Märchen gehört?

Ernst-Günther Konrad | Di, 21. Mai 2019 - 10:38

Ich bin mir sicher, viele hier im Forum und auch die Journalisten köönten eine Menge an Hypothesen beisteuern, wer da was möglicherweise beauftragt hat. Offenkundig war das Ziel, davon gehe ich für mich aus, den Europawahlkampf zu beeinflussen, weil schon sehr lange absehbar war, das rechte Regierungen und Parteien gestärkt aus der Wahl hervor gehen weden und der EU in ihrer derzeitigen Ausgestaltung Ungemach droht. Die Zielrichtung des ganzen Komplotts ist scheinbar klar mit allen einzukalkulierenden Nebeneffekten. Das nur Geheimdienste solche Aufnahmen herstellen können, zweifele ich vehement an. Die Filmindustrie hat genügend Kameraleute, IT-Spezialisten usw., die sehr wohl in der Lage sind, solche Aufnahmen herzustellen. So schwer war das aus meiner Sicht auch nicht. Die Frage ist doch: Wer hat mit wem den ersten Kontakt hergestellt? War es der russisch sprechende Gudenus? Ist der vielleicht vom öst. Verfassungsschutz angeleitet? Warum wieder deutsche Medien und dieser Böhmermann?

frage ich mich nach der Besprechung des Videos jedenfalls nicht, warum dieser Strache.
Er wirkte in Österreich wirklich politiktauglich auf mich. Andererseits war es die Situation nach der Merkelentscheidung, da mag er nur so geklungen haben.
Nun, wenigstens bin ich einsichtig.

Ich bin sicher , dass Israel nicht hinter dem Film steckt , denn nur Linke Kreise in der BRD haben Nutzen vom Schaden , der hier entstanden ist . Warum sollte der Israelische Geheimdienst der konservativen AfD schaden wollen , die sich in vielen Redebeiträgen für den Schutz des Staates Israel eingesetzt hat . Nur die Linken , Grüne und Teile der SPD stehen zu den muslimischen Migranten , die die Vernichtung des Staates Israel anstreben und die erklärten Feinde sind . Auch der ARD und ZDF traue ich zu , um der AfD zu vor der Europawahl zu schaden , diesen Film in Auftrag gegeben zu haben . Will doch nur die AfD die Kosten für diese Anstalten senken .
Geld , Personal und Filmmaterial hat das BRD Staatsfernsehen genug , dazu Grund genug , das Erstarken der sogenannten Rechten zu fürchten .

Willy Ehrlich | Di, 21. Mai 2019 - 16:15

Wichtig für eine Beurteilung sind die Zeitpunkte. Der Mossad hätte keinen Grund gehabt zu zögern, der fällt also definitiv aus. Warum das Video in 2017 nicht veröffentlicht wurde? Es gab damals das heutige Ergebnis (natürlich) noch nicht und die SPÖ hatte noch Chancen auf die relative Mehrheit. Eine Veröffentlichung in 2017 hätte die Werte der ÖVP sofort durch die Decke geschossen. Und über die Tätigkeiten und Aktivitäten des SPÖ-Wahlhelfers ist genügend bekannt.
Ich kannte übrigens Rainer Pfeiffer persönlich.

Karola Schramm | Di, 21. Mai 2019 - 19:59

Ein sehr einleuchtender Artikel, der jedoch einige Makel hat, nämlich u.a. die Sache mit der Krim, die nachweislich ganz anderes gewesen ist. Dass die FPÖ zu russischen Extremisten Verbindung hat mag richtig sein, doch was sagt uns das? Soll nun ganz Russland und Putin an den Pranger, weil Strache § Co Rechtsextremisten sind?
Diesen Menschen ist eine Falle gestellt worden. Was wäre, wenn man das mal mit unseren Politikern machen würde? Wie z.B. sind die sündhaft teuren Beraterverträge der U.v.L. für die Bundeswehr zustande gekommen? Und was denken Politiker über die Bevölkerung wirklich? Erkennt man sie nicht an den Taten?? Sehe ich mir diese allein in DE an, sollten wir wirklich nicht mit Steinen werfen, wenn wir im Glashaus sitzen.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 22. Mai 2019 - 07:01

Obgleich wir hier alle feststellen, dass das Verhalten von Strache und Gudenus unterirdisch, charakterlos und dumm war, so sehe ich aufgrund der Entstehung des Videos und der zu vermutetenden Hintergründe in jedem Fall eine "neue" Form von Wahlbeeinflussung. Nicht nur das Video selbst, auch die damit einhergehende Verallgemeinerung und Unterstellung, alle rechte Parteien seien deshalb korrupt oder anfällig für derlei Gedanken eines Herrn Strache. Ich sah gestern ein Interview mit dem ehem. BND-Chef Hanning auf NTV. Er kam mehr als deutlich zu dem Schluss, dass hier die Demokratie in Misskredit kommt, weil der Zeitpunkt Veröffentlichung des Videos offensichtlich zur Einflussnahme auf Wählerentscheidungen kurz vor den Wahlen "gewählt" wurde. Von zwei FPÖlern auf die gesamte konservative Politik Rückschlüsse zu ziehen und alle "Populisten" unter Verdacht zu stellen ist gezielte Diffamierung und Verhöhnung der sie wählenden Bürger und ihrer Angeordneten. Der mündige Wähler wird das sehen.

Henning Magirius | Mi, 22. Mai 2019 - 09:07

Mit diesem Artikel wird wieder das Narrativ geschürt, dass die europäischen Rechtspopulisten antijüdisch seien. Was Orban, das große ungarische Vorbild der Rechtspopulisten, betrifft, ist dieses Narrativ falsch und eine Irreführung des Autors: So sagte Victor Orban bei einem offiziellen Besuch in Israel bei einer Pressekonferenz mit Benjamin Netanjahu am 19.07.2018: „Eine einseitige Voreingenommenheit gegen Israel ist dabei eine der Erscheinungsformen des modernen Antisemitismus.“ - Nachtrag: Im übrigen unterhalten weltweit sogenannte „extremistische Rechtspopulisten“ wie Trump oder Bolsonaro hervorragende Beziehungen zu Israel. Was eint die Rechtspopulisten in ihrer Zuneigung zum jüdischen Volk? Es ist die Liebe zum Recht, für das auch die Juden gemäß ihrer jahrtausende alte Geschichte stehen.

Wir recht Sie haben! Wie kann ein Autor Trump in die Nähe der FPÖ setzen,ist doch gerade Trump einer der treuen Unterstützer Israels.Das läßt mich erheblich am Durchblick des Autors zweifeln.

Ernst-Günther Konrad | Do, 23. Mai 2019 - 07:58

Lt. derzeitigem Stand hat ein in Bayern lebender Österreicher über einen Anwalt Kontakt zu Gudenus und über diesen zu Strache hergestellt. Dieser Kontaktmann ist derzeit nicht auffindbar. Das mit dem Mossad halte ich eh fürein Klischee. Es dürfte interessant werden, wenn dieser Erstkontaktmann befragt werden kann, ob er seine Auftraggeber nennt und deren "wahre" Absichten.
Wenngleich etliche Spekulationen stattfinden, sollten wir darauf warten, was uns da offiziell erklärt werden wird. Ich sage wie immer Uffpasse!

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