- Nicht nur nett
Heiner Wilmer zieht die Sympathien auf sich. Doch als neuer Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz und neuer Bischof von Münster wird er auch manche enttäuschen müssen, wenn er die Kirche durch aktuelle Krisen und politische Spannungen führen will.
Weltbekannt ist Heiner Wilmer schon, zumindest in der katholischen Welt. Der Bischof von Hildesheim gab 2018 kurz nach seiner Ernennung ein Interview im Kölner Stadt-Anzeiger. Darin erklärte er: „Der Missbrauch von Macht steckt in der DNA der Kirche.“ Der einfache Satz sorgte für große Aufregung. Sollte nun also die ganze Kirche verdorben sein, meinte das der Bischof?
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
Zu zwei Sätzen von Heiner Wilmer:
Erstens, seine einstigen Worte „Der Missbrauch von Macht steckt in der DNA der Kirche.“ sehe ich anders. Der Missbrauch von Macht gehört zur DNA des Menschen. Und da die Kirche von Menschen gebildet wird, ist sie somit auch nicht von Missbrauch frei.
Zweitens erklärt Wilmer zur Partei AfD: „Völkischer Nationalismus sei mit dem Christentum nicht vereinbar“. Völk. Nationalismus und Christentum sind zwei Paar Schuh. Der erste Begriff ist politischer, der zweite religiöser Natur. Dies zu unterscheiden ist H. Wilmer leider (noch) nicht in der Lage. Politik ist seine Privatsache. Allein für die kath. Religion ist er als Bischof zuständig.
„Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, …“ heißt es bei Matthäus 11,26. Damit sind ALLE gemeint, egal welcher politischen Ausrichtung. An diese einladenden Worte Jesu erinnerte ich meine Kirchengemeinde, deren Kircheneingang mit der ausgrenzenden Parole „Unser Kreuz hat keine Haken“ versehen war.
Ich stimme völlig mit Ihnen überein.
Leider hat auch der neue Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz nicht begriffen, daß es nicht seine Aufgabe ist, sich zur Politik zu äußern, sondern
einzig und allein zum Evangelium Jesu Christi.
Das ist eine gute Einsicht! Voraussetzung wären mehr Kinder (für später) und keine Ausgrenzung von Gläubigen (heute). Willmer: „allerdings gebe es Grenzen“. Ja, die gab es auch noch vor 70 Jahren, nämlich von katholisch zu evangelisch.
Getrennte Schulen und möglichst keine Mischehen. Auch da wurden Grenzen gezogen Heute haben sie sich auf die politische Ebene verlagert. Die Vielfalt des Glaubens darf heute weit gefaßt sein. Auch über das Christsein hinaus. Die Vielfalt der gesellschaftlichen Ansichten dagegen ganz eng ausgelegt. (Richtig und falsch). Ob man damit für spätere Zeiten gerüstet ist und die Austritte stoppen kann?
Dieser Herr eklärt die AfD zur völkisch nationalistischer Partei, und springt mit dieser Äußerung auf den Zug der politischen Ausgrenzung der AfD auf, die durch die "Brandmauer" besiegelt bleiben soll!
Also, für diesen Herren reicht es, wenn es einige Personen gibt, die radikale Position vetreten, und schon ist die ganze Partei völkisch nationalistisch.
Tja, nun können Akteure, die die katholische Kirche als Institution nicht mögen behaupten, dass zu deren DNA die Pädophilie gehört.
