Keir Starmer
Keir Starmer / picture alliance / empics | Henry Nicholls

Großbritannien ein Jahr nach der Wahl - Starmers Stolperstart: Regierung in der Vertrauenskrise

Zwölf Monate nach dem fulminanten Wahlsieg sinkt die Zustimmung für Labour in den Umfragen rapide. Staatsverschuldung, Abgabenlast und Sozialkürzungen machen den Briten zu schaffen. Dabei sind die Kosten für den Sozialstaat längst außer Kontrolle geraten.

Autoreninfo

Christian Schnee studierte Geschichte, Politik und Public Relations in England und Schottland. Bis 2019 war er zunächst Senior Lecturer an der Universität von Worcester und übernahm später die Leitung des MA-Studiengangs in Public Relations an der Business School der Universität Greenwich. Seit 2015 ist er britischer Staatsbürger und arbeitet als Dozent für Politik in London.

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„Hatte jemals ein britischer Regierungschef ein schlechteres erstes Jahr?“ Zu keiner Frage muss sich Sir John Curtice in diesen Wochen häufiger äußern. Dabei benötigt das Publikum die historische Einordnung des Professors für Meinungsforschung an der Universität Strathclyde längst nicht mehr. Gerade einmal zwölf Monate nach dem fulminanten Sieg Labours bei den Wahlen zum britischen Unterhaus ist die schwere Krise der Regierungspartei allzu augenscheinlich.

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Karl-Heinz Weiß | Sa., 12. Juli 2025 - 18:39

Danke für diesen sehr informativen Beitrag. Ich lege ihn für Mitte 2026 auf Wiedervorlage und werde dann die Namen Starmer, Reeves und Farage durch Merz, Klingbeil und Weidel ersetzen.

Ja nach aussen spielen sie die großen Gönner und Maker Macron, Starmer und unser schneidiger Fritz und im eigenen Land versagen sie erbärmlich. Wenn`s um die Ukraine geht da stehen sie an vorderster Front und glänzen mit großen Sprüchen und Geld und Waffenzusagen und überbieten sich mit Drohungen gegen Russland. Es ist unbegreiflich, wie diese Einfältigen "Volksvertreter" ihre Länder an die Wand fahren nur um nach aussen glänzen zu wollen.

Ernst-Günther Konrad | So., 13. Juli 2025 - 09:41

Das wäre doch die Konsequenz, wenn ich mir ansehe, wer da zur Zeit die Mehrheit hat. Das wäre dann der wievielte Staat in der EU, der eine "böse rechte" Regierung bekäme, würden Neuwahlen kommen? So, so. Ein Wiedereintritt in die EU würde die Lösung bringen? Echt jetzt. Das waren sicher alles Labour Experten, die da gesprochen haben. Ich hoffe die Briten wissen, was sie zu tun haben. Und mit vorzeitige Wahlen haben die ja auch Erfahrung.

Walter Bühler | So., 13. Juli 2025 - 11:05

... die etablierten Parteien sind ausgelaugt. Ihre Funktionäre können nicht mehr regieren, auch wenn sie sich in den Medien zu kleinen Napoleons aufzublasen versuchen.

Trump und Selenski können aus diesen Ländern so viel Geld herausnehmen, soviel sie wollen. Gleichzeitig pumpen sich die europäischen Napoleoniden auch noch zu Bezwingern Chinas und Russlands auf und machen sich den größten Teil der Welt zum Feind.

Ein lächerliches Schauspiel, wenn man die wahren Kräfteverhältnisse in der Welt betrachtet.

Man sieht aber, dass diese Apokalypse der üolitisch-medialen Eliten nichts mit dem Wahlsystem oder dem Staatsaufbau zu tun hat.

Die Misere ist die Misere der Führungspersonen, die sich in der Realität gewaltig verzockt haben.

Alles sehr, sehr traurig.

Gisela Hachenberg | So., 13. Juli 2025 - 15:00

Langsam überall in Europa: wer will die Sozis noch? Vor der Wahl große Versprechungen machen, dann Geld umverteilen wollen… In unserem Land nur in der Regierung, weil es eine dumme Brandmauer gibt. Aber leider wollen sie nicht wahrhaben, dass keiner (nur die Betonköpfe) sie mehr will!!!