Vier Personen in Anzug und Kostüm stehen nebeneinander in elegantem Raum, Gruppenfoto, Foto.
Gesprächsbereit: US-Außenminister Marco Rubio, US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, die libanesische Botschafterin Nada Hamadeh Moawad und der israelische Botschafter Yechiel Leiter am 14.04. in Washington / picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin

Gespräche zwischen Israel und Libanon - Verhandlungen im Schatten der Hisbollah

In Washington zelebrieren Israel und der Libanon eine „historische Chance“. Der Libanon soll die Hisbollah entwaffnen – während er deren Geisel bleibt. Das Chaos in Teheran hat die Terrormiliz geschwächt – dennoch versucht sie, die Gespräche zu sabotieren.

Autoreninfo

Shantanu Patni studiert Osteuropa-Studien an der Freien Universität Berlin. 

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Am Dienstag empfing der amerikanische Außenminister Marco Rubio die libanesische Botschafterin Nada Hamadeh Moawad und den israelischen Gesandten Jechiel Leiter zu den ersten direkten Gesprächen beider Länder seit 1993. Nach zwei Stunden intensiver Beratung verkündete Rubio den Beginn eines „umfassenden diplomatischen Prozesses“. Man habe sich darauf geeinigt, offizielle Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe und die Grenzziehung aufzunehmen.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 15. April 2026 - 12:05

wenn es seitens Ankara gar keinen Einfluss auf den Libanon gäbe.
Wenn Herr Netanjahu vielleicht am Traum von Groß-Israel bastelt, dann Herr Erdogan evtl. am Wiederaufstieg des osmanischen Reiches?
Orientierung tut Not und deshalb gebe ich sie ohne Gewähr!
Der Libanon, Jordanien und Israel stellen vielleicht jenes Groß-Israel dar, an dem Herr Netanjahu evtl. bastelt?
Unschwer zu erkennen, dass dies mittlerweile 3 Staaten sind und eher mit dem Libanon als "Speerspitze"?
Ich "entfalte" von Nord nach Süd, West nach Ost.
Eine gute Beobachtung, dass Christen und Drusen evtl. in der Hisbollah einen internen "Feind" sehen.
Die Hisbollah gehört m.E. entwaffnet und das haben die Türkei, Syrien, Irak und der Iran evtl. immer noch nicht begriffen.
Den Schutz des m.E. nördlichsten afrikanischen Staates Libanon kann evtl. nur die UNO garantieren und eine von ihr legitimierte Schutztruppe.
Bis sich der afrikanische Kontinent vom turk/arabischen trennt, vergehen evtl. noch ein paar Millionen Jahre...?

Thomas Veit | Mi., 15. April 2026 - 12:16

von Herrn Patni aus einer Region in der 'wir' uns wohl nicht wirklich auskennen (können)...

Die Komplexität der Zusammenhänge lässt eine einfache klare Lösung sehr unwahrscheinlich erscheinen, mEn. Wie ich schon schrieb: nichts dort im Nahen Osten ist 'Schwarz-Weiß'..., alleine die religiösen Verhältnissen sind extrem komplex, für gemeine Europäer.

"Ein direkter Konfrontationsbefehl liefe heute Gefahr, das Militär entlang seiner konfessionellen Bruchlinien zu spalten und genau das auszulösen, was er verhindern soll: den endgültigen Zerfall des Staates." -- und wenn das libanesische Militär nicht in der Lage ist oder versetzt wird 'durchzuziehen'... und Sicherheit herzustellen und dauerhaft zu gewährleisten... ..., dann sind alle Willensbekundungen und politischen Absichtserklärungen oder Verträge nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben sind. ☹

>> Trotzdem: vielen Dank! Herr Shantanu Patni - weiter so!

ab welchem Zeitpunkt der Libanon trotz wider/auseinanderstrebender Religionen und evtl. Ethnien bei dem Versuch einer "Vereinheitlichung" DOCH zsammenstehen wird und zusammenleben wird im Libanon.
Meist merkt man das, wenn man eben nicht eher mit anderen zusammenleben will.
Man will Israel dort wohl nicht?
Irgendwann und irgendwo blieb das deutsche Reicht trotz des 30jährigen Krieges föderal zusammen, weil mehr verband, als es trennte.
Es gab die Wiedervereinigung und Österreich und Deutschland gehören nicht besser zusammen, nur weil es Kaiserin Sisi gab...

Ich befand mich mit meinem Kinde in der Fussgängerzone.
Was das Kind wollte, konnte ich vor lauter Zetern und Widerstreben nicht herausfinden.
Irgendwann setzte ich mich hin und wartete ruhig/resiginiert ab.
Derweil bemühten sich Passanten gutwillig, das Kind zu beruhigen.
Sie glauben gar nicht, wie schnell es wieder bei mir war.
Wir fanden dann eine gemeinsame Basis.
Auch aus meinem Zusammenleben in großer Familie, mit Partner und Kindern, sowie Gesellschaft habe ich immer viel gelernt.
So gesehen empfinde ich mich nicht nur als "Ungelernte", auch nicht für die Politik.

zumal wenn störische Kinder analog dienen sollen.

Hier geht es nicht um Sandkasenspiele, sondern um bitteren Ernst, da beispielsweise auch Libanon den Staat Israel nicht anarkennt, und darüber hinaus beherbergt er die terroristische Hisbolah, die übrigens von Iran mit Waffen versorgt wird, und zuletzt obwohl zwischen Iran und USA/ Israel Waffenruhe vereinbart wurde, haben diese Terroristen drei Drohneangriffe gegen Nord- Israel durchgeführt, natürlich stellvertretend für den Iran.

Tja, man stelle sich vor, der eigener Heimatstaat - Deutschland wird trotz jahrzehte langes Bestehen von einigen feindlichen Nachbarländern nicht anerkannt, mehr noch, man will ihn vernichten, und so zu sagen als Vorgeschmack darauf verübt man nach Gusto, aus sicheren "Hafen", ab und an terroristische Anschläge um Menschenleben und Infrastruktur zu vernichten.
Vieleicht kommt danach die Erleuchtung, von wegen "Kinderkram" .