- „Wir füttern damit unsere eigene Hybris“
Nach mehr als zehn Jahren bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Afghanistan und im Irak zieht Michael Rohschürmann eine ernüchternde Bilanz. Im Gespräch erklärt er, warum er die Organisation schließlich verlassen hat.
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit Sitz in Bonn und Eschborn bei Frankfurt ist ein bundeseigenes Unternehmen und einer der wichtigsten Umsetzer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Im Auftrag der Bundesregierung organisiert sie weltweit Projekte in Bereichen wie Bildung, Wirtschaft, Klima, Gesundheit und Verwaltung. Sie hat ein Geschäftsvolumen von jährlich vier Milliarden Euro – finanziert aus Steuergeldern.
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Das ist ja fast so schlimm wie ein Putinversteher oder, Gott bewahre, ein Höckeversteher wie dieser Youtuber, der so heißt wie Bernd das Brot! Dabei weiß doch jeder, dass Verstehen dazu führt, Realität in die Wahrnehmung zu lassen, und davon läuft nicht nur die schöne blankpolierte Weltanschauung an wie ungeputztes Silber, sondern auch der ordnungsgemäße Gang bürokratischer Weisungen von oben nach unten wird durch Sachkompetenz gefährdet!
Spaß und verzweifelter Sarkasmus beiseite: was Herr Rohschürmann da schildert, ist eine Miniatur der realitätsfremden Werteprojektion unseres und anderer westlicher Länder, deren Hauptfunktion in narzisstischem virtue signaling und in einer ideologischen Deckerzählung für eine wenn nicht neokolonialistisch ausbeuterische, dann zumindest nicht hilfreiche Handelspolitik besteht.
Diese Bürokratenlogik operiert immer noch wie ein völlig veraltetes Wasserfallmodell in der IT-Branche. Nur, dass die Behörde zwar bankrott sein, aber nicht pleite gehen kann!
hervorgebracht..., und implementiert...!!
Lotus 1-2-3..., zum Beispiel! ☝
Lachen musste ich bei der Stelle, wo deutsche Entwicklungshelfer den Moslems in Afghanistan erklärten, wie man Islam und Koran deuten müsse. Grundsätzlich ist deutsche Entwicklungshilfeindustrie ein Anarchronismus, sieht man den Zerfall von Wirtschaft und freier Gesellschaft im eigenen Land.
Dank uns wissen aber die von uns geschulten Mullahs jetzt nicht nur WAS im Koran zur Rolle der Frau steht, sondern auch WIE (es im Sinne unseres Selbstbestimmungsgesetzes?) zu interpretieren ist. Oder gibt es zum (zukünftigen afghanischen) Selbstbestimmungsgesetz noch eine Extra-Schulung..., die eigentlich am 15. September starten sollte... (2021)? 🤔 /Ironie und Sarkasmus
PS: Scholl-Latour hat die Entwicklung des Afghanistan-Einsatzes im westlichen von Anfang an so vorhergesagt wie dann gekommen ust, einschließlich der Unmöglichkeit diese Gesellschaft(en) nach westlichen Maßstäben umzubauen bzw. zu demokratisieren... Dafür wurde et mehrfach in ÖRR Diskussionsrunden von politischer Seite massivst 'abgewatscht', bis zu dem Vorwurf er hätte ja 'garkeine Ahnung, was die Menschen vor Ort wirklich wöllten'... ... - nämlich DEMOKRATIE! (westliche) Ab einem gewissen Punkt hat man/ÖRR Scholl-Latour einfach nicht mehr eingeladen... ... ... 🤔 -- 'Problem' gelöst! >> Vogel-Strauss Taktik...
Deutschland geht es nicht mehr so gut. Ich stelle mir jetzt vor, wie erfolgreiche islamische Länder bei uns Hilfsprogramme starten (in Ansätzen passiert das ja auch längst). Es werden dabei Führungsvertreter unserer Institutionen, Kirchen, NGOs etc. in einem "modernen" (was modern ist, ändert sich mit den Zeiten, Moden, Regionen) Gesellschafts-, Menschen-, Familien- und Frauenbild geschult. Die Ausbilderposten sind gut bezahlt, für die Teilnahme gibt es Anreize. Klar würden solche Programme laufen. Ob sie einen tieferen Sinn ergeben, ob das die Menschen wirklich erreichen wird? So sicher scheint mir das nicht. Aber vielleicht ja: vielleicht wäre es ein Weg zu einer universellen Gesellschaft und Menschlichkeit, zB auf Basis des Islam. Durchaus möglich. Wäre es auch besser? Was wären die Kriterien dafür, dass es besser ist?
Vom universellen Menschenbild und Selbstbild des Westens halte ich nur noch begrenzt viel.
