- Go West!
Viele Kommentatoren sind dabei, den Westen zu beerdigen. Wegen China. Oder wegen Trump. Aber die Diagnose ist falsch. Der Westen lebt. Und wie. Denn Westen bedeutet Debatte und Selbstzweifel, nicht Koma und Stillstand. Das macht ihn so erfolgreich.
Der Westen geht unter. Wieder einmal. Wie eigentlich schon immer. Während des Kalten Krieges drohte er an der Sowjetunion und ihren fünften Kolonnen zu scheitern. Dann am islamischen Fundamentalismus. Schließlich an China. Und aktuell an sich selbst, an den USA oder an Donald Trump persönlich.
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Während sie im Osten aufgeht. Ein Naturgesetz, das in der Politik seine Entsprechung hat. Der politische Westen ist korrupt, zutiefst amoralisch, dekadent und im Absterben. Er war mal ein Modell, dem viele nachstrebten. Das war in den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts. Dann sorgte der tiefe Westen, mit seiner USA, für eine Euphorie in vielen Bereichen. Inzwischen steht der Westen für Verfall und Untergang, er ähnelt dem Römischen Reich in seiner Endphase. Da ist nichts zu beschönigen oder wie Sie es tun, Herr Grau, schön zu reden. Wir werden oder zumindest die Jüngeren unter uns werden es sicher erleben, wie eine östliche Macht, China, die Welt dominiert und zu neuer und seltener Blüte führt, so wie es schon einmal vor Tausenden Jahren geschah. Nur damals kriegten es infolge nicht vorhandener Kommunikationsmittel nur wenige Völker mit. Das wird heute anders sein. Und es ist schon anders geworden. Selbst heute würde der europäische Markt zusammenbrechen, zöge sich China zurück. QED
Die Antwort auf das Buch "Deutschland schafft sich ab" war fünf Jahre später "Wir schaffen das". Kolonialmächte wie Großbritannien, Frankreich und die Niederlande erleben den nationalen Identitätsverlust als Folge ihrer Vergangenheit direkt, Deutschland als Folge fataler Fehlentscheidungen eigenverantwortlich. Wer ist bereit, für die vom Autor beschworenen "westlichen Werte" offensiv einzustehen ? Die vom linksgrünen Politik-und Medienmilieu seit Jahren betriebene "Gehirnwäsche" ist weit fortgeschritten.
an die Überlegenheit des Westens anhängen.
Niemand hat das Recht, einem anderen die Überzeugungen zu zerstören, die seinem Leben Sinn verleihen.
Ich vertraue allerdings lieber dem Evangelium Jesu Christi als den sogenannten "westlichen Werten", als da sind "Freiheit und Grenzenlosigkeit" sowie Wohlstand für alle - unter Verzicht auf Gott u. Eigenleistung.
Im Verlauf der Geschichte hat sich gezeigt, wie fragil eine Gesellschaft ist, welche den - zugegeben - verlockenden Werten von Freiheit, Gleichheit u- Brüderlichkeit anhängt. Wer nicht bereit ist, diese Prinzipien mit
Herzblut u. Wachsamkeit - notfalls unter Anwendung von Gewalt - zu verteidigen, wird sich ihrer niemals lange erfreuen.
Das erweist sich zur Zeit in brutaler Klarheit.
Wir sind endgültig am Ende der Naivität angekommen, mit der in Europa, besonders aber in Deutschland (!), Politik gemacht wurde.
Die Realität hat uns wieder im Griff. Auch ohne Trump wäre sie in unser Leben zurückgekehrt.
Nein, es gibt kein Zurück.
@Christa Wallau, sehr treffend. "Christliche Werte" sind zur bloßen Worthülse verkommen. "Über sich hinausdenken " als Kitt einer Gesellschaft, wie es Victor E. Frankl formuliert hat: Fehlanzeige.
Was ist mit dem Osten, Süden, Norden? Genau das eint den sogenannten Westen, die Überheblichkeit, dass z.B. "China (übrigens eine der ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit) der Welt schlicht kein attraktives kulturelles Angebot zu machen hat ." Oder anders gesagt, sein Wertemodell anderen nicht aufdrücken will., was übrigens Teil des globalen Erfolges von China ist. Die WTO-Chefin, die nigerianisch-amerikanische Ökonomin Ngozi Okonjo-Iweala sagte 2023 als Gast auf der Botschafterkonferenz im AA: «Sprechen wir mit China, bekommen wir einen Flughafen; sprechen wir mit Deutschland, bekommen wir einen Vortrag». Es ist ein Umbruch, der ist global. Alte Gewissheiten des Westens (noch vorhandene Kolonialansprüche, Machtverhältnisse, Strukturen) werden durch andere aufgebrochen. Da reicht es nicht, sich zu schütteln, auf die eigene Schulter zu klopfen, Krönchen zu rücken und weiterzumachen. Vielleicht ist die Zeit des Ostens, Nordens und Südens angebrochen.
Stimmt. Noch lebt der Westen, aber einige befinden sich in Lethargie und andere rennen aufgescheucht wie Hühner in der geopolitischen Welt umher und Gaggern, plustern sich auf, legen aber kein Ei. Als erstes muss diese unsäglich EU weg und die Länder wieder für sich eigenverantwortlich leben und regieren. Da ging früher schon einmal so. Das heißt ja nicht, das man en europäischen Gedanken nicht neu beleben kann. Der lebte von Freiheit, Freizügigkeit, Respekt und Verzicht auf Krieg und Pflege des Friedens. Der forderte ständigen Diskurs und Debatte, bei gegenseitigem Respekt und Anerkennung auch anderer Meinungen. Nicht die Politik bestimmt das Volk, sondern umgekehrt, Keine Ideologische und moralisch geprägte Politik und Einmischung, sondern gemeinsame Werte wieder klar formulieren und selbst leben. Und vor allem mit allen reden, auch Handel treiben, aber eben nicht abhängig machen. Und genau das haben wir getan. Wir haben das Reden, selber Denken eingestellt und sind jetzt abhängig.
..das schon die Abrissbirne aus der Uckermark nutzte.
Der Autor muss in einer Parallelwelt agieren.
Wo bitte wird gestritten, diskutiert oder geschweige nach Auswegen gesucht?
Das "WIR" muss mit politisch handelnden Person genauer beschrieben werden.
Ich helfe gerne aus.
Die Linksgrünen, genauer die selbsternannten "Demokraten" sind die Moralspießer, die Kleingeister, die Diskussionsverweigerer.
Es sind die andere ausgrenzen, die nicht ihrer Ideologie folgen. Die Anwälte schicken, sollte sich der Bürger mal mit klaren Worten melden.
Der Westen bzw. deren linksgrünen Ideologen veranlassen, das wir von Millionen inkompatiblen und den Sozialstaat ausplündernden Massen überrollt werden. Setzt bewusst die jüdisch christliche Kultur aufs Spiel. Das die Popen noch mitmachen ist die Krönung.
Trump ist nur der entsprechende Keil, der auf den politisch verblödeten europäischen Klotz gehört.
Selbstzweifel.“
Tja, wohl war, genau das habe ich in der DDR vermisst, die Diskussion (= Debatte)
um die bestmögliche Lösung, ohne das diese Lösung in den Papierkorb wanderte, weil in der sozialistischen Planwirtschaft nicht durchsetzbar ……
Aber Herr Dr. Grau, das was uns heute als „Debatte“ verkauft wird, zumindest derzeit in Deutschland, und auch in der EU, hat doch mit dem Wort Debatte im wahrsten Sinn des Wortes, nichts aber auch gar nichts mehr zu tun……
Da geht es doch seit Jahren nicht mehr um Lösungen, sondern lediglich darum, eine ideologisch aufgeladene Diskussion, fern ab jeglicher tatsächlicher Realität, nur zum Zweck der Machterhaltung zu führen um die, die eben nicht die Meinung und Vorstellungen der etablierten Parteien teilen, diese in den Diskussion herabzuwürdigen um damit jede politische Machtteilhabe zu verhindern.
MfG a d Erfurter Republik
Trump ist bzgl Grönland mit Getöse aufgetreten. Ich habe mir gleich gedacht, dass das die Masche mit den Maximalforderungen ist, garniert mit Andeutungen (!) einer Besetzung Grönlands, um per shock-and-awe sein Ziel zu erreichen. Prof. Rieck hat in einem youtube-Video (Grönland-Verhandlung ...) das verhandlungstheoretisch feiner analysiert, sehenswert!
Ein Kommentator merkte dort an, dass Golden-Dome-Basen auf Grönland Sinn machen, weil man dort Hyperschallwaffen auf halben Weg aus Russland abfangen, wenn sie noch nicht so schnell sind.
Anstatt über Trumps Psychologie zu reden, sollte man bei uns Hausaufgaben machen. Was, wenn es in D Nukleartreffer gibt? Millionen Tote und Verletzte, aber viel mehr Überlebende. Lassen wir dann die Zivilisation im Chaos und Plünderungen zusammenbrechen?
Wir brauchen eine Wehrpflicht (4 mal 14 Tage Grundausbildung, alternativ 3 Monate Ausbildung zur Pflegehilfskraft), um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten und Verletzten zu helfen.
Trump ist einer von vielen Bausteinen der sich nicht mehr akzeptierten Polarisierungen innerhalb des freiheitlichen Westens. So optimistisch der Artikel auch Hoffnung macht, der Westen erodiert in sich und wird viele Autokratien hervorbringen, da Autokratien wieder Ordnung und Kompass bereitstellen. Es werden linke, wie rechte Autokratien sein.
Wovon träumt der Autor, wenn er diese Aussicht verkündet? Seit Frau Merkel ist Politik „alternativlos“, da gibt es keine Diskussionen mehr. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für die EU-Chefin, die bei ihr in die Lehre gegangen ist. Daran kann, zumindest in unserem Land, derzeit nicht einmal der Wähler etwas ändern. Entweder die Konkurrenz, die etwas ändern würde, hat zu wenig Stimmen, sie wird verboten oder das höchste Gericht erklärt die neue Politik für GG-widrig. Das sind aus meiner Sicht die derzeitigen Aussichten. Da hat auch ein Trump mit seinem Weckruf keinen Einfluss, eher geht man mit dem kommunistischem Partner China einen „Deal“ ein. Der sorgt wenigstens für billige Waren und ist (noch) unser größter Handelspartner.
Leider haben unsere politischen Parteien zu stark auf „Parteikarrieristen als Berufspolitiker“ gesetzt, die nichts anderes können, als ihren Parteigranden zu folgen. Vielleicht helfen andere Länder durch Trumps Weckruf beim Umdenken.
Zumindest nicht in Europa, oder besser gesagt im alten West-Europa. Und momentan scheint Europa sich eher weiter von den alten westlichen Werten wie Freiheit, Aufklärung und Mündigkeit zu entfernen, als dass es eine 180° Wende hinlegen würde. Skepsis bleibt nach wie vor angezeigt.
die Einschätzung teile ich uneingeschränkt! Mit Veränderungen stehen wir allerdings erst am Anfang! Wir sollten uns wieder bewusst machen, was den Westen ausmacht und unsere Stärke daraus ziehen. Libertas!
Aber nur auf den ersten Blick. Man darf getrost davon ausgehen, dass auch Herr Grau - z.B bezüglich Brandmauer und AfD-Verbot - dieses dämliche Moralisieren ablehnt und den von ihm selbst propagierten Wettbewerb einfordert. Er stellt, auch richtig, fest: Der Westen steht erst am Anfang des Prozesses. Und warum sollten wir fremden (Un?-)Kulturen den Vorzug geben (China).
Das kann man nicht so stehen lassen. Denn als Ihre Vorfahren, verehrter Herr Stein, noch mit Holzgabeln aufeinander losgingen, da war China bereits eine Hochkultur, die das Schreibpapier und die Dichtkunst kannte, die Porzellan und das Schießpulver erfunden hatte. Sollten Sie das tatsächlich ernst meinen, outeten Sie sich als Kulturbanause und schlimmer Ignorant. Oh Gott, warum lässt Du immer wieder solche Banausen zu?
Ich widerspreche Herrn Grau vehement. Denn was wir hier in Europa, speziell in Deutschland erleben, ist seit etwa 20 Jahren eine steile Abfahrt in den Abgrund. Und zwar einen Abgrund, den wir uns mit sehr viel Liebe zum Detail und sehr viel Freude am eigenen Untergang selbst erschaffen haben.
Dazu brauchten wir keinen Putin, keinen Trump u. kein China, das haben wir ganz alleine geschafft. Im Hinblick auf die unheilige Ära Merkel bleibt zu konstatieren, dass diese Unperson das Fundament dazu gelegt hat, dazu noch ein ganz besonders stabiles mit sehr viel Stahlbeton und entsprechenden Bewehrungen für eine Langlebigkeit, die zur Not auch noch weit über ihr politisches oder physisches Ableben hinaus Bestand haben wird.
Und so sehe ich auch am Horizont keinen Hoffnungsschimmer, sondern noch mehr Elend u. Verwahrlosung, die wirklich guten Zeiten sind tatsächlich vorbei, schön, dass ich gerade die so lange u. intensiv erleben u. genießen durfte, Erinnerungen sind schließlich auch viel wert!
wahrscheinlich haben Sie Herrn Grau missverstanden. Richtig, die Destructio bekommen wir alleine hin. Allerdings liegt auch hier ein Neuanfang drinnen. Besinnen auf das was Deutschland mithin Europa ausmacht und prägt. Drang nach Freiheit, Eigenverantwortung, Kreativität und ja das wir in Europa in der Regel einen Beruf und keinen Job nachgehen. Ich weiß klingt alles schrecklich protestantisch und auch Biedermeierlich. Dafür hatte das Biedermeier schlanke und elegante Möbel und wahr trotz der verheerenden Befreiungskriege nicht Kleingeistig. ;)
