Bolsonaro
Jair Bolsonaro im Hausarrest, 11.09.2025 / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Luis Nova

Hohe Gefängnisstrafe für Ex-Präsident Jair Bolsonaro - Brasiliens Opposition wird per Gerichtsurteil enthauptet

Die harte Strafe gegen Brasiliens Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro wegen angeblicher Putschpläne bedeutet auch einen Schlag gegen die rechte Opposition ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen. An der Neutralität der Richter, die zum Teil Präsident Lula da Silve nahestehen, gibt es Zweifel.

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Tobias Käufer ist Auslandskorrespondent in Lateinamerika. 

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Am Tag der Urteilsverkündung ließ sich Jair Bolsonaro noch auf dem Gelände seines Hauses in Brasilia fotografieren. Stunden später war seine politische Karriere endgültig beendet. Das Oberste Gericht in Brasilien verurteilte den rechtspopulistischen Ex-Präsidenten zu 27 Jahren und drei Monaten Haft. Bolsonaro, so dass nicht einstimmige Urteil, soll eine kriminelle Organisation angeführt haben, die geplant habe, den amtierenden Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva von der Macht zu putschen und zu ermorden. 

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Walter Ranft | Sa., 13. September 2025 - 08:55

sah ich gestern einen ziemlich einhellig verurteilten Staatsvrbrecher und ein ebenso ziemlich ausnehmend glückliches Staatsvolk ...

Wie kann das sein?

Bei Radio Eriwan hätten sie wahrscheinlich gesagt:
Stecken Sie doch mal den Fernsehstecker in die Cicero-Steckdose ...

Achim Koester | Sa., 13. September 2025 - 09:11

was dem Land durch die Wahl von Richterinnen wir Brosius-Gersdorf und Kaufhold bevorsteht: das gerichtliche Verbot der Opposition durch regierungshörige Juristen, wie seinerzeit in der DDR.CDU, bewahre uns davor, blockiert diese kommunistische Entscheidung.

Jens Böhme | Sa., 13. September 2025 - 09:14

Wenn Bolsonaro wählbare Opposition sein soll, dann ist Lula ein liberaler Freigeist.

Achim Koester | Sa., 13. September 2025 - 09:36

Brasilien ist seit Jahrzehnten ein failed State, von seinen ReGIERenden wirtschaftlich zugrunde gerichtet, die sich massiv in die eigenen Taschen gewirtschaftet haben.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 13. September 2025 - 10:25

Nach meiner bescheidenen Meinung ist da einer nicht besser als der andere. Die haben schon immer mit unsauberen Mitteln gearbeitet und die Brasilianer müssen selbst entscheiden, ob sie das mit sich weiter machen lassen wollen. Aber mir fehlt natürlich der Blick von innen heraus beurteilen zu können, ob es da jemand gibt, der frischen sauberen Wind in die Politik bringen könnte.