Hamas-Kämpfer
Keine Bereitschaft, die Waffen niederzulegen: Kämpfer der Hamas und des Islamischen Dschihad / picture alliance/dpa | Abed Rahim Khatib

Gaza-Israel-Krieg - Ein Krieg endet durch bedingungslose Kapitulation

Europäische Politiker und Medien fordern ein sofortiges Ende des Krieges in Gaza – als einseitiger Appell an Israel. Dabei kann einzig die Hamas den Krieg beenden. Die Anerkennung der eigenen vollständigen Niederlage gehört untrennbar dazu.

Pietzcker

Autoreninfo

Dr. phil. Dominik Pietzcker studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik in Freiburg i. Br., Dublin und Wien. Bis 2011 in leitender Funktion in der Kommunikationsbranche, u.a. für die Vereinten Nationen, die Europäische Kommission und diverse Bundesministerien. 2012 Professur für Kommunikation an der Macromedia University of Applied Sciences, Hamburg. Seit März 2026 Magnolia Professur an der Shanghai International Studies University. Zahlreiche Veröffentlichungen zu interkulturellen und wirtschaftssoziologischen Themen. 

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Die urteilsfreudigen westlichen Debatten um den Krieg im Gazastreifen sind von einer beschämenden Einseitigkeit geprägt. Seit Wochen und Monaten empören sich Leitartikler, Sonderkorrespondenten, Moderatoren und, in ihrem Fahrwasser, die Öffentlichkeit über die Schreckensbilder aus dem Nahen Osten, die ausschließlich zivile Opfer der israelischen Offensiven zeigen. Vor allem linke Politiker, bis tief ins sozialdemokratische und grünbewegte Milieu hinein, können kaum an sich halten, ihrer vermeintlich humanitär motivierten Parteinahme Ausdruck zu verleihen und ein Ende der Kampfhandlungen zu fordern. Diese Forderung richtet sich ausschließlich an Israel. Doch wer ist in diesem Konflikt der wahre Aggressor? Nicht der israelische Staat, nicht die IDF, sondern einzig und allein die Hamas und niemand sonst.

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Achim Koester | Fr., 25. Juli 2025 - 16:49

gibt es immer noch keinen Frieden in der Region, das haben wir beim IS gesehen. Der Selbstauflösung folgte unmittelbar der Aufstieg neuer radikaler Fanatiker, wie Phoenix aus der Asche, und das Morden geht aufs Neue los.

im Militärischen, es sei denn Israel will mit militärischen Mitteln die 2+ Mio Palästinenser vollständig beseitigen..., wohin auch immer, das wäre dann aber tatsächlich ein Genozid - zweifellos.

Übrigens ist sich die israelische Bevölkerung in Gänze auch überhaupt nicht wirklich einig, welches die eigentlichen Ziele dieses Krieges heute sein sollen, wer mal in letzter Zeit die Berichterstattung aufmerksam verfolgt hat. Nur wird diese Tatsache HIER eher jeruntergespiel..., könnte 'unser' Narrativ beschädigen...

Bitte nicht falsch verstehen: würde durch ein wie auch immer geartetes 'Verschwinden' der Hamas dieser Konflikt gelöst oder wenigstens befriedet - ich wäre SOFORT DAFÜR!

NUR WIRD ES NICHT SO SEIN, wie eigentlich auch der (umfänglich gebildete) Autor wissen müsste, trotz seine absolutistischen Schwarz-Weiß-Meinung... ...

Urban Will | Fr., 25. Juli 2025 - 17:21

Teilen wahrlich naiver, sagen wir es klar: dummer geworden. Obwohl sich die Wehrmacht nie hinter Zivilisten versteckte, bombte man Millionen von diesen in den Tod und zwang das Land zur bedingungslosen Kapitulation. Nur so konnte ein Neuanfang für Deutschland ermöglicht werden. Auch wenn, da bin ich mir sicher, man die Massenbombardements, gegen die das Vorgehen Israels in Gaza ein Kinderspiel ist, nicht gebraucht hätte.
Die Hamas ist ein feiger, menschenverachtender Terrorhaufen. Er massakriert sogar Säuglinge und versteckt sich hinter Zivilisten, deren Tod im Rahmen des mehr als gerechtfertigten Kampfes die dumme Weltgemeinde dann Israel zur Last legt.
Wie hier geschrieben: sie haben in den USA - zumindest unter Trump – einen zuverlässigen Verbündeten. Mehr brauchen sie nicht außer ihrer eigenen, bewundernswerten Stärke und ihres Durchhaltevermögens gg all den Dreck, den man ihnen vorwirft.
Ja, die Hamas muss weg. Komplett. Vorher wird es keinen Frieden und keinen Neuanfang geben.

hinkt, und zwar gewaltig. Die deutsche Bevölkerung hatte 1945 nach 12 Jahren Nazieherrschaft trotzdem noch ihren kulturell-gesellschaftlichen Kompass aus einer weit über diese 12 Jahre zurück reichenden kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung..., nicht zuletzt auch aus der Zeit der Aufklärung und der Reformation. Darauf konnten die Besatzungsmächte aufbauen, welche übrigens der selben Kultur entstammten.

Dass ist beim Israel-Palestina-Konflikt wesentlich anders. Hier spielen auch historische und aber vor! allem! (teils fanatische/extreme) auch RELIGIÖSE Beweggründe eine wesentliche Rolle, gepaart mit territorialen Konflikten, Land- und Wassernahme seitens Israels zum Beispiel...🤔

Der Hauptunterschied zu Nazi-D 1945 ist aber der religiöse Fanstismus auf beiden Seiten, ja auch bei den Orthodoxen in Israel! Dazu speist sich der palästinensische Widerstand ständig aus der Bevölkerung nach... >> auch ohne die Hamas gäbe es diesen Krieg, jetzt oder später, das hört damit nicht auf!!

Überschrift genannte Thema „bedingungslose Kapitulation“. Natürlich ist es hanebüchen, das NS-Regime, Deutschland als solches und dessen Bevölkerung anno '45 und andererseits die Hamas und Gaza, bzw. das palästinensische Volk direkt zu vergleichen.
Natürlich ist die deutsche Geschichte in jeglicher Hinsicht ein komplett andere wie die der Hamas oder der palästinensischen Bevölkerung.

Aber radikale Regime wie die Nazis und eben auch die Hamas in die Knie zu zwingen gelingt mM nach nur durch den vollständigen Sieg und deren bedingungsloser Kapitulation. Sollte der Hamas eine gleichartige Truppe folgen, würde das ebenso gelten.

Mehr wollte ich nicht sagen.

G. Fischer | Fr., 25. Juli 2025 - 19:28

Ja, der Angriff der Hamas vom 07.10.2023 war ein furchtbarer Terrorakt auf unschuldige Zivilisten und ja, die Hamas sollten die Waffen niederlegen und kapitulieren, um zivile Opfer zu vermeiden und dem GAZA-Streifen eine Zukunft zu ermöglichen. Aber was kommt danach? Wird Israel sich aus den widerrechtlich besetzten Gebieten zurück ziehen, welche Lösung gibt es für den israelischen Siedlungsbau, wird die jahrzehnelang andauernde unsägliche Flüchtlingssituation endlich durch eine friedliche Lösung entspannt, können Palästinenser in ihre Heimat zurück kehren? Israel ist der militärische Chef im Ring, aber für einen dauerhaften Frieden braucht es mehr, und das ist das Problem.

Christoph Schnörr | Fr., 25. Juli 2025 - 19:52

klare Gedanken, klare Worte, danke.

Herbert Schultz-Gora | Fr., 25. Juli 2025 - 21:59

...ebnen..." schreibt Herr Pietzcker und wundert sich auch, warum die Bevölkerung in Gaza nicht gegen die Hamas aufbegehrt... und aus ihrer Opfer-Rolle aussteigt.
Wer sich mit "Sozialpsychologie" auskennt, weiß, daß der Opferstatus für die, die ihn innehaben, einen unschätzbaren Vorteil bietet: Man kann sich als Opfer dem Täter moralisch überlegen fühlen.

Für diese Seite der Medaille hat der Autor offenbar kein Gespür, wird mit dieser Sichtweise aber gerade den arabischen und moslemischen Gesellschaften, um die es neben den Juden bzw. Israelis eben im Nahen Osten auch geht, nicht gerecht.
Auch der Satz "nur die Hamas kann den Krieg beenden" krankt am selben blinden Fleck: Würde die Hamas den Krieg beeunden, würde sie sich ihrer moralischen überlegenheit berauben...

Also "cui bono"... was bringt es, über Verhältnisse zu schreiben, die man nicht versteht.
Mein Wunsch an den Cicero: Man suche ergänzend einen Autor, der die Lücke füllt.

Am westlichen Wesen wird die Welt nicht genesen.

Thomas Veit | Fr., 25. Juli 2025 - 22:19

Genau so einseitig wir die Pro-Palestina-Demos in Berlin, nur mit anderem Vorzeichen und am Schreibtisch verfasst. Was bitte soll das...?

Die Hintergründe des gesamten Konflikts zu beleuchten ist hier kein Platz..., und wir würden uns wahrscheinlich auch nicht einig werden können.

Warum nicht können? Weil dieser Konflikt nicht erst mit dem grausamen Terrorüberfall der Hamas am 7. Oktober begonnen hat, sondern bereits mit der Staatsgründung Israels im Mai 1948, in welche man seitens der UNO die auf diesem Gebiet lebendenden Palästinenser schlicht und ergreifend nicht involviert hatte.

Seit dem - 1948 - entwickelt sich dieser Konflikt spiralförmig nach oben..., und der Terrorüberfall der Hamas ist im wesentlichen 'nur' eine extreme grausame und verabscheuungswürdige Aktion in einer Reihe von gegenseitigen Gewalttaten von beiden Seiten über viele Jahre hinweg - das ist ein historisch nachweisbarer Fakt.

Genau so wenig wie der Ukraine-Konflikt auch nicht erst am 24.02.22 begonnen hat... 🤔

Christoph Kuhlmann | Sa., 26. Juli 2025 - 07:40

Die Hamas ist eine terroristisch-militärische Organisation ohne Territorium. Wer nimmt ihre Führung auf, ohne sie der internationalen Justiz auszuliefern? Von wessen Ressourcen hat sie gelebt und von wessen Geld lebt sie jetzt? Ich nehme an da zeigen viele Hinweise auf Europa, Türkei und den arabischen Raum. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die "Gerechten", die Geiselnahme der Menschen in Gaza, durch die eigene politische Führung erst ermöglichen. Das die ganzen Terroranschläge und 10 tausende improvisierter Raketen auf Israel durch politisch Kräfte ermöglicht wurden, die nicht zwischen Diktatur und Demokratie und Rechtstaat und Terrorismus unterschieden. Dir bedingungslose Kapitulation der Hamas geht mit der lebenslangen Haft sämtlicher Führungskader einher. Sie alle arbeiteten für den Genozid an den Juden in Israel.

Jens Böhme | Sa., 26. Juli 2025 - 10:26

Das wäre neu, dass Ägypten und Jordanien bedingungslos kapituliert hätten. Ägypten bekam als "Verlierer" die Sinai-Halbinsel zurück. Jordanien bekam für seine "Kapitulation" hohe Geldsummen als Ausgleich zugesprochen.

Brigitte Miller | Sa., 26. Juli 2025 - 10:37

Sagt klar, wie es ist. Und was endliche eine positive Veränderung bringen würde.
Erstaunlich, wieviele Vorbehalte es dagegen gibt.
Prof.Michael Wolffsohn sagt es im interview mit Ralf Schuler nius :"Historiker Prof. Michael Wolffsohn über Gaza-Politik: „Wadephuls Rhetorik ist völlig inakzeptabel“
deutlich: "Die Palästinenser hatten schon einige Chancen, die sie aber immer abgelehnt haben".
Sicher wäre nicht alle Probleme gelöst, aber es wäre ein grandioser Anfang.

Günther Anderer | Sa., 26. Juli 2025 - 12:56

"In Berlin läuft ein aufsehenerregender Prozess gegen vier mutmaßliche Hamas-Anhänger, die Anschläge in Deutschland geplant haben sollen. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges.

Nach Schätzungen umfasst die Hamas in
Deutschland rund 450 Mitglieder, zudem ist von mehreren Tausend Unterstützern die Rede. Laut dem Verfassungsschutzbericht von 2022 will die Hamas in Deutschland „Spenden sammeln, neue Anhängerinnen und Anhänger rekrutieren und ihre Propaganda verbreiten“.

Wir helfen: Gesamtpaket “Team Europe” (Mitgliedstaaten + EU-Institutionen): Allein für die Jahre 2023–2024 belief sich die humanitäre Unterstützung für die besetzten palästinensischen Gebiete – inklusive Gaza – auf über 1,56 Mrd €, davon mehr als 1,35 Mrd € allein seit dem 7. Oktober 2023.

Und trotzdem trägt die Hamas den Terror nach Deutschland und Deutschland läßt den Hass gegen ALLES Jüdische auf unseren Straßen zu. Dazu gibt es auch noch die Geschichte der Juristin Karoline Preißler. Muss man mehr wissen?