Friedenssaaal
Auffällig ist, was fehlt: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock mit Amtskollegen im Friedenssaal zu Münster /dpa

G7-Außenministertreffen im gesäuberten Friedenssaal - Baerbocks Beamte canceln das Kreuz

Für das G7-Außenministertreffen in Münster wurde auf Wunsch des Auswärtigen Amtes das mittelalterliche Ratskreuz aus dem Friedenssaal des Rathauses entfernt. Ein einmaliger Vorgang, wie die Stadt bestätigt. Für die Gäste der Bundesregierung wird das Kreuz gecancelt. „Eine Beleidigung für Münster“, sagt der Bundestagsabgeordnete Stefan Nacke. Und was sagt der Bischof?

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

So erreichen Sie Volker Resing:

In der Mitte des Friedenssaals in Münster ist an der Decke eine Mahnung angebracht: „Audiatur et altera pars“. Er sollte in dem historischen Rats- und auch Gerichtsraum zu Ausgewogenheit mahnen. Die Mitarbeiter des Berliner Auswärtigen Amtes schritten nicht ein, vielleicht verstanden sie die lateinischen Worte nicht. Stattdessen vergriffen sie sich an dem historischen Ratskreuz, das an der vertäfelten Wand am Kopf des Raumes seinen Platz hat, und schafften es beiseite. Von Ausgewogenheit und Toleranz keine Spur. 

Dalai Lama und Großimam stört das Kreuz nicht 

Vor diesem Kreuz werden die Ratsherren und -frauen vereidigt, aber vor diesem 480 Jahre alten Kreuz werden auch alle Gäste der Stadt empfangen, wenn sie sich ins Goldene Buch eintragen. Etwa wenn der niederländische König zu Besuch ist oder auch das religiöse Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama. Aber auch die beiden Tatort-Kommissare Axel Prahl und Jan Josef Liefers nahmen bei ihrem Empfang keinen Anstoß an dem Kreuz. Nur die Protokollbeamten von Außenministerin Annalena Baerbock meinen, den anderen Außenministern der G7-Gruppe und deren Gästen das Kreuz nicht zumuten zu können. Offenbar gehört Cancel Culture zur neuen wertegeleiteten Außenpolitik der Ampel-Regierung. Vor Ort hatten die Westfälischen Nachrichten zuerst von der Kreuzabhängung berichtet. Sie hatten auch herausgefunden, dass 2016 der Großimam Ahmad al-Tayyeb aus Kairo in Münster zu Besuch war. Die Fotos zeigen ihn im Friedenssaal vor dem Kreuz. Kein Problem. 

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Werner Peters | Fr., 4. November 2022 - 17:25

Werden Frau Roth und Frau Baerbock die Inschrift über dem Reichstag "Dem deutsche Volke" demnächst auch löschen ? "Volk" ist inzwischen ja ein Begriff der Rechtsradikalen laut linkem Mainstream.

Günter Johannsen | Fr., 4. November 2022 - 17:33

"Und was sagt der Bischof?" Ich denke, da gibt es nur Schweigen ... und Kreuz abnehmen vor dem Islam. In Berlin und anderen Städten wird das Kreuz aus Schulen und öffentlichen Gebäuden verbannt, dafür aber Gebetsräume für Moslems eingerichtet.
Dass die Linken die Christen entfernen wollen, lässt sich leicht erklären: haben die doch 1982 - 1989 mit Erfolg daran gebastelt, ihr Lebenswerk DDR zu Fall zu bringen!
Moslems, so glaubt man, sind brav und obrigkeitshörig. Wenn man sich da nicht gewaltig irrt!
Ein Genosse Bischof Bedford-Strohm wird sich keinesfalls dazu äußern, denn der hat es eher mit der Selbstverleugnung. Er hat offensichtlich Matth. 5,15 falsch verstanden: "Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind."

weder der Dalai Lama noch Imame noch Muftis habem sich bis jetzt an dem Kreuz gestört und von den G7 Staaten ist kein einziges Land islamisch also muss man sich schon fragen warum das AA das Kreuz abhängen ließ. Wenn es nicht pure Dummheit war, das bei Frau Baerbock nicht verwundern würde, was war es dann. Der einzige Grund der mir einfiele wäre aus Sorge, dass es Herrn Blinken oder Annalena nicht zufällig auf den Kopf fällt.

Christa Wallau | Fr., 4. November 2022 - 17:38

von Münster für das Treffen der G7-Außenminister ist umso ärgerlicher als dies doch offenbar nicht ausdrücklich von der Gastgeberin, Frau Baerbock, verlangt wurde.
Jedenfalls ist mir davon nichts bekannt.

Es handelt sich hier also wohl einmal wieder um einen Akt von vorauseilender, falsch verstandener Toleranz, wie man sie sonst nur von kriecherischen Menschen her kennt, die über keine eigene Überzeugung verfügen, sondern sich überall einschleimen wollen.

Wieso muß in einem vom Christentum geprägten Land beim Besuch von Ausländern mit anderer Kultur bzw. Religion das Kreuz im Begegnungsraum abgehängt werden?
Das soll mir mal jemand erklären.
Wird denn etwa der Ruf des Muezzins in Ägypten oder der Türkei abgestellt, wenn Frau Baerbock dort zu Besuch weilt?

Man kann sich als deutsche Staatsbürgerin nur in Grund und Boden schämen für Politiker und
Kirchen-Obere, die nicht den Mut besitzen, die eigene Kultur und Tradition hoch zu halten.
Welch ein Armutszeugnis!

"Wird denn etwa der Ruf des Muezzins in Ägypten oder der Türkei abgestellt, wenn Frau Baerbock dort zu Besuch weilt?"
Was ist mit Köln? Dort müssen es täglich die Anwohner das Geschrei ertragen, dass Allah der Größte ist (Juden und Christen Ungläubige sind)!

Thomas Hechinger | Fr., 4. November 2022 - 18:01

Da will man für die Diplomaten eine hübsche Kulisse haben. Was paßt besser als ein mittelalterlicher Saal! Herrlich! Dieser Atem der Geschichte, der die Diplomaten bei ihrem für die Menschheit so bedeutsamen Tun umweht! Ein Saal, in dem vor 375 Jahren ihre Vorgänger einen Frieden geschlossen haben, der 150 Jahre hielt. Also so halbwegs. Nur was soll dieses dämliche Kreuz da, dieses Zeichen des kreuzzüglerischen chauvinistisch-kolonialistischen Europas? Wie verstörend! Weg damit!

Wie krank muß man eigentlich sein, um so denken zu können...

Mein Vorschlag fürs nächste Mal. Es muß doch im Auswärtigen Amt in Berlin irgendwo im Keller einen abhör- und atomwaffensicheren Saal geben, so mit meterdicken Betonwänden und karger Notausstattung. Da trefft euch das nächste Mal. Das Protokoll kann ja in der Mitte eine Vase mit einer Sonnenblume, dem Symbol aller achtsamen und klimabewegten fortschrittlichen Menschen, aufstellen, damit es auch richtig gemütlich wird.

Ingo frank | Fr., 4. November 2022 - 18:03

Wenn sich hohe deutsche Geistliche mit hohen islamische Würdenträgern treffen und die Symbole ihrer Religion, das Kreuz, vorher ablegen ist dem nichts hinzuzufügen. Und wenn die 2. Reihe des Außenministeriums ebenso mit hohem grünen Anteil, ihrer Chefin den „Wunsch von den Augen ablasen“ das Kreuz aus dem historischen Sitzungssaal zu entfernen, ist doch dies ein Akt von hohem moralischem Anspruch.. Oder?
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Hans Page | Fr., 4. November 2022 - 18:10

Konnte Münster das Außenministerium nicht einfach wieder ausladen oder Zugang zu diesem Saal verweigern? Es ist schon ein Skandal, so oder so.

Maria Arenz | Fr., 4. November 2022 - 18:46

Bei unserer süßen kleinen Außeministerin mit ihrem "kecke Göre"- Getue ist die kulturelle Autoimmunerkrankung ja geradezu schmerzlich deutlich. Wobei es bei ihrer Vita sicher keine Überdosis von Bildung war, die die Erkrankung ausgelöst hat. Je nach "Stall" reicht dazu schon sehr wenig.

Könnte es nicht einfach sein, dass (Achtung, Satire!) die AA-Chefin A.B. doch explizit FEMINISTISCHE Aussenpolitik machen will - wozu soll denn da ein Mann über dem Ganzen rumhängen, noch dazu ein halbnackter?!

Chris Groll | Fr., 4. November 2022 - 19:00

In einem Artikel v. H. Strate hat Herr Brand in seinem Kommentar darauf hingewiesen, daß 1933 sich bald zum zum 100 Mal jährt und die Mehrheit aus dieser Erfahrung offensichtlich nichts gelernt hat.
Sie haben nichts gelernt, weil sie nichts begriffen haben. Auch damals waren nationalSozialisten an die Macht gekommen und alles, was christlich war, war obsolet.
Während des Krieges wurden Hunderte von Geistlichen in Konzentrationslagern gefangengehalten, usw. z.B. Martin Niemöller
Viele überlebten die Haft nicht; Einzelne wurden zum Tode verurteilt. z.B. Dietrich Bonhoeffer. Die Nationalsozialisten erhoben auch gegenüber den christlichen Kirchen ihren weltanschaulichen Führungsanspruch. Genau wie damals, stellen heute die linksgrünen ihren weltanschaulichen Führungsanspruch über Gott. Genau wie damals, werden diese Menschen heute nicht aufgehalten und können ihr verhängnisvolles Treiben fortsetzen.
Am Ende hat wieder niemand etwas gewußt oder geahnt. (Wie die Kreuzabnahme in Jerus

Urban Will | Fr., 4. November 2022 - 19:05

mal was historisch einmaliges geschafft. Und musste nicht mal lügen, bzw. falsches vorgeben.

Der, der da am Kreuz hängt, verzieh im Angesicht des Todes seinen Peinigern.
Annalenchen versteht so etwas natürlich nicht.
Das Trampeltier der Außenpolitik kennt in Sachen Ukrainekrieg nur gnadenloses Ruinieren des Gegners. Man kann von dieser intelligenzbefreiten Dame in keinster Weise so etwas wie realistische, vernünftige Politik erwarten.
Sie hat sich ja „werteorientiert“ auf die Fahne geschreiben.
Eine hohle Phrase, wenn man jegliche Werte vermissen lässt, außer hohles Geschwafel, dem nicht mal ernsthafte Taten folgen.
Weder tritt sie für Frieden ein, sondern für Krieg. Weder tritt sie für Frauen ein, sondern stärkt den Mullahs den Rücken.
Das Klima ist ihr wurscht, denn ihre Partei ist zur größten Umweltzerstörerin und CO²–Verursacherin mutiert.
Diese Dame und diese Partei stehen für die Dummheit unserer Zeit. Ohne Substanz nur Dünnes produzieren und sich dafür noch feiern lassen.

michael büchner | Fr., 4. November 2022 - 19:13

hatte.... & so, wie ich die sache sehe, ja wohl eindeutig der bürgermeister!

& der hätte einfach mal sagen müssen:

nöö! das kreuz bleibt da, wo es immer stand und kraft meines amtes auch immer stehen wird!

weiter wäre wirklich interressant zu wissen, welche würstchen*innen zwar im geschichtsunterricht wohl offensichtlich längere zeit gefehlt haben, dennoch aber in kreise aufgestiegen sind, die sich anmaßt solche weisungen zu erteilen & (viel schlimmer noch!) eine erwartungshaltung hat, dass ihren befehlen auch folge zu leisten ist...

peinlich & zum fremdschämen, aber letztlich nur wieder mal der beweis, dass man sich in linksgrünen regierungszeiten solch offensichtlichen pfeifen bedienen muss, ganz einfach deshalb, weil jede andere fähige personalie (m/w/d) sich lieber der freihen wirtschaft andient, als sich seinen lebenslauf mit so einer nummer zu versauen....

schönes wochenende allerseits!

War auch nicht anders zu erwarten. Geschichtliches Wissen fehlt. Aber das ist ürigens bei allen Kommunisten (Grünen) so. Sie schreiben Geschichte um oder sie definieren alles so, daß es zum Kommunismus und ihrer Ideologie paßt.

"Ein Volk, das keine Vergangenheit haben will, verdient auch keine Zukunft."
Wilhelm von Humboldt

Andreas Michaelis | Fr., 4. November 2022 - 22:03

Wer "wird das Kreuz gecancelt" für so einen Vorgang schreibt, der ist auf Provokation aus und biedert sich bestimmten Kreisen an. Plump, wie leider allzu viele Beiträge hier.

Günter Johannsen | Sa., 5. November 2022 - 14:59

Antwort auf von Andreas Michaelis

Interessant ... Ein Linker steht doch immer wieder über allen Dingen ...
Hätte mich gewundert, wenn er, sie, es anders daher käme!

M. Bernstein | Fr., 4. November 2022 - 23:12

Die beiden 7armigen Leuchter hat man dann vermutlich nur vergessen? Es mag ja sein, dass christliche Werte, wie liebe Deinen nächsten wie Dich selbst, bei unserer Regierung nicht so gut ankommen. Dann sollte man sich aber auch fragen welche Moral man eigentlich vertritt.

Walter Bühler | Sa., 5. November 2022 - 00:30

... woher Frau Baerbock ihre Werte und auch große Teile ihres Wissens bezieht. Nämlich aus ihren politischen und ideologischen Netzwerken, die sie nach oben gespült haben, und denen sie sich ausschließlich verpflichtet fühlt. Eigenständiges Denken ist da nicht zu erwarten.

Und natürlich: Loyale Beamt*innen haben sich in Deutschland schon immer durch vorauseilenden Gehorsam ausgezeichnet. Das ist auch nicht besonders neu.

Die herrschende Geschichte wird immer von den gerade Herrschenden geschrieben. Siehe Auswahl der Namen für neue Berliner Straßen und die damit verbundenen Säuberungsaktionen bei den alten Berliner Straßennamen. Das ist halt so, wie vor 90 und vor 70 Jahren.

Gerhard Lenz | Sa., 5. November 2022 - 00:59

So what? Was haben religiöse Symbole in Verwaltungsgebäuden zu suchen? Nichts.

Die Trennung von Staat und Kirche ist bei uns zwar noch immer nicht vollzogen, aber mehr als überfällig.

Man kann natürlich einwenden, jenes Kreuz dort spiele eine bedeutende Rolle in der Geschichte Münsters. Das wäre in der Tat ein Argument, es hängen zu lassen. Es ist aber auch kein Problem, es vorübergehend zu entfernen.

Dass ein Herr Nacke, der bis zu seiner beruflichen Vollzeittätigkeit als Politiker in der katholischen Kirche Funktionsträger war, nicht begeistert ist, dass das Kreuz verschwindet, überrascht nicht, ist aber nicht weiter relevant.

... was in die Ideologie Ihres "Stammes" passt. Alles andere interessiert den braven Inquisitor mit gutem Gewissen nicht.

Das Kreuz muss also weg in Deutschland, bestimmt wollen Sie es am liebsten unter einem schönen Kopftuch verhüllen. Tja, marxistisch-leninistische Grundbildung in ihrer gröbsten Form.

Wer religiöse Symbole aus öffentlichen Gebäuden verbannen will, der muss wohl Kommunist sein - so wie in Ihrer "geläuterten" Überzeugung mittlerweile jeder links der AfD einer ist.
Oder, da es sich um ein christliches Symbol handelt, soll da vielleicht gar dem Islam (heimlich) zum Durchbruch verholfen werden? Daran haben Sie doch sicher auch schon gedacht.

So wie in Frankreich. Dort haben religiöse Symbole, christliche eingeschlossen, in öffentlichen Gebäuden nichts zu suchen. Dort sind Staat und Kirche getrennt, und Religion ist Privatsache.

Und wie man sieht, sind die Franzosen alle stramme Kommunisten geworden.

Herr Bühler, Herr Bühler, wieder so ein Klops ..

Einige Menschen spielen dieses infantile Spiel ein s ist besser als deins) im Erwachsenenalter auf politischer Ebene weiter: meine Ideologie ist besser als deine. Deshalb müssen sie die politische Einstellung Andersdenkender herabwürdigen. Zuspitzung ist dann : man muss den Besseren denunzieren, damit man selbst zum Zuge kommt! Bedauernswert. Gibt es das auch hier im Forum?

... einem schönen großen Parkhaus oder im herrlichen Congress-Centrum Berlin (ICC) stattgefunden, Herr Lenz? Warum hat denn überhaupt unsere Regierung ein historisches Gebäude für den G7-Gipfel gewählt? Ist das nicht Protzerei vom Feinsten, etwa so wie eine Parlamentstagung im neu gebauten Schloss von Potsdam?

Nazizeit und Stalinismus haben Deutschland recht gründlich von der alten europäischen Tradition abgeschnitten. Da muss halt der übrigen Welt ab und zu gezeigt werden, dass Deutschland wider Erwarten noch immer im alten Europa liegt.

Möglicherweise glauben Sie ja, Herr Lenz, dass sich historische Räume heute allenfalls noch als malerischer Hintergrund für die Schmierereien unserer letzten Generation eignen.

Allerdings: Im werbetechnischen Sinne wäre es bestimmt nicht verkehrt, den nächsten G-XX-Gipfel etwa in Neuschwanstein oder in einem Zelt auf dem Münchner Oktoberfest zu veranstalten. Auch der Leipziger Hauptbahnhof käme m. E. in Frage.

Unsere Phantasie ist gefragt.

... einem schönen großen Parkhaus oder im herrlichen Congress-Centrum Berlin (ICC) stattgefunden, Herr Lenz? Warum hat denn überhaupt unsere Regierung ein historisches Gebäude für den G7-Gipfel gewählt? Ist das nicht Protzerei vom Feinsten, etwa so wie eine Parlamentstagung im neu gebauten Schloss von Potsdam?

Nazizeit und Stalinismus haben Deutschland recht gründlich von der alten europäischen Tradition abgeschnitten. Da muss halt der übrigen Welt ab und zu gezeigt werden, dass Deutschland wider Erwarten noch immer im alten Europa liegt.

Möglicherweise glauben Sie ja, Herr Lenz, dass sich historische Räume heute allenfalls noch als malerischer Hintergrund für die Schmierereien unserer letzten Generation eignen.

Allerdings: Im werbetechnischen Sinne wäre es bestimmt nicht verkehrt, den nächsten G-XX-Gipfel etwa in Neuschwanstein oder in einem Zelt auf dem Münchner Oktoberfest zu veranstalten. Auch der Leipziger Hauptbahnhof käme m. E. in Frage.

Unsere Phantasie ist gefragt.

Der ausgewählte Saal in Münster ist der wohl kaum als behördliche Verwaltungsräumlichkeit zu verstehen. In diesem Raum dominiert ganz eindeutig der historische Geist des Ortes - das in Rede stehende Ratskreuz ist dort seit Jahrhunderten nicht mehr entnommen worden. Alle neu zu vereidigenden Münsteraner Ratsherren und Ratsherrinnen werden vor diesem Ratskreuz vereidigt - bis auf den heutigen Tag! Der Unterschied zwischen einer ordinären Verwaltungsbürobaute in der täglich Beamte und Angestellte ihren gewöhnlichen Dienstgeschäften nachgehen und diesem außergewöhnlichen Ort, der nur zu ausgewählten Ereignissen besonderen Charakters von der Stadt Münster genutzt wird, sollte klar auf der Hand liegen.

Nummer eins bei den Linken! Warum wohl, Herr Lenz?
Weil die pöösen Christen den Lebenstraum der Kommunisten - DDR - zerstörten.
Das stimmt aber so nicht, weil sie schon selbst ihr Lebenswerk durch dumme Rechthaberei, Kontrolle, Meinungsterror, Mauer- und Stasimorde, Korruption, Bevormundung des Souverän und Selbstbereicherung zerstörten!
Verständlich: für Linke ist das Kreuz nicht relevant, sondern Symbol der schlimmsten Klassenfeinde! Soweit haben Sie recht!

Einverstanden, na dann mal los.
Aber spätestens wenn in einem Verwaltungsgebäude der Muslima das Tragen des Kopftuches oder dem Juden das Tragen einer Kippa untersagt würde, dürfte in den Medien sofort die Rassismuskeule geschwungen werden.

Das Kreuz hing dort seit hunderten von Jahren, ohne das es jemanden störte.
Das Abhängen ist schlicht lächerlich und wurde wohl aus einer beschränkten Weltsicht aus heraus durchgeführt.
Zu rechtfertigen gibt es da nichts, man kann nur den Kopf schütteln.

Jens Böhme | Sa., 5. November 2022 - 01:03

Es ist ein Affront gegen Münster und dessen Geschichte. Wenn dem Bundesaußenministerium das Gebäude bzw. der Saal nicht passt, wählt man diesen nicht aus! Wie sähe das aus, wenn bei einem Gottesdienst in einer Kirche Jesus verhangen wird, weil dieser Frauen und Diverse nicht gleichberechtigt abbilde? Was rege ich mich über den kulturellen Untergang des Westens überhaupt noch auf. Gegen staatstragende Dummheit hilft keine Kritik.

Michael Bahr | Sa., 5. November 2022 - 01:16

Die Deutschen mutieren immer mehr zu leeren Figuren, die nur im Hier und Jetzt leben, für die es keine Vergangenheit, keine Traditon, kein Herkommen, keine Überlieferung gibt - nicht mal eine, mit der sie sich kritisch auseinandersetzen könnten. Beamte der Protokollabteilung des Auswärtigen Amtes haben diese Entscheidung getroffen - wahrscheinlich Leute mit Abitur und Studium. Formal gebildet - und trotzdem leer. Die Köpfe mutmaßlich vernebelt von Versatzstücken einer völlig fehlgeleiteten Toleranzkultur, von Versatzstücken einer geistig öden Woke-Kultur und einer diffusen Ablehnung von allem, was der gegenwärtigen Zeitgeistkultur im Wege steht, was von diesem Zeitgeist nicht verstanden wird. So wird das Treffen im schönen Münster, mit beziehungsreich ausgedachter historischer Einrahmung dann doch zu einer Peinlichkeit. Auch wenn's die Ministerin nicht angeordnet hat. Sie trägt die Verantwortung für die Beamten ihres Hauses. Es ist alles so geisttötend, was diese Berliner Blase macht.

Sabine Lehmann | Sa., 5. November 2022 - 01:51

Die Schäden in dem Teil zwischen den Ohren scheint bei manchen Vertretern der links-grünen Sektierer doch größer ausgefallen zu sein, als bisher zu befürchten war. Man weiß nicht woran es liegt. Es könnte die Folge von jahrelangem Sauerstoffmangel aufgrund des ständigen Maske Tragens sein, oder vielleicht doch eher der ideologische Nebel, welcher die Fähigkeit rationalen Denkens dezimiert. Man weiß es nicht.
Um beim nächsten potentiellen Anlass nicht wieder in die Bredoullie zu kommen sich entwürdigen und canceln zu müssen, schlage ich Annalena vor, einen Ort zu wählen der an Neutralität und Blutleere nicht mehr zu überbieten ist: Es gibt da in geschlossenen Anstalten so etwas wie aggressionsfreie Räume, die komplett leer und ganz weiß sind, Wände und Decken gepolstert, gut isoliert. Da müsste hinterher nur jemand den Schlüssel verlegen........für sehr, sehr lange Zeit.
Huch, jetzt bin ich wach geworden, war nur ein Traum;-)

Christoph Kuhlmann | Sa., 5. November 2022 - 03:52

Pressekonferenz zum Abschluss des G7 Treffens
, war die Frage nach der Abhängung des Kreuzes.
Baerbock antwortete erstaunlich wortreich und stufte es zu einem Orga-Ding herunter. Das Wort kennt meine Rechtschreibkorrektur genauso wenig wie Abhängung. Das Kreuz steht in vielen nicht christlichen Kulturen für Unterdrückung und Krieg. Wenn ich mir die Christianisierung der Sachsen zur Zeit Karls des Großen so anschaue, verstehe ich sie. Es waren halt nicht nur Mönche, die Bekehrten, sondern auch Panzerreiter mit der Klinge am Hals der Täuflinge. Das Kreuz ist auch ein Symbol des Imperialismus, der andere Imperien vernichtete. Die christlichen Nationen waren darin eine Zeitlang erfolgreicher, hatten dafür aber auch einen größeren Widerspruch mit den eigenen gepredigten Werten auszuhalten. Es bedurfte schon einer Menge rassistischer Wertungen, um die Differenz zwischen Bergpredigt und Kolonialismus zu erklären. Mich stört dabei die Verklärung der Unterdrückten wie die der Unterdrücker.

Romuald Veselic | Sa., 5. November 2022 - 07:06

Als ich 198X nach D kam, glaubte ich zu erkennen, welch Idioten Grüne sind + Anhängerschaft.

Nach 40J stelle ich fest, dass meine Diagnose zu niedrig angesetzt wurde. In dem Sinne muss ich Fr. Wagenknechts Aussage bestätigen, dass Grüne die gefährlichste Partei in D sind u sie mit Taliban/Mullahs gleichstelle.

Der anekdotische Moment siehe ich darin, daß dies v einer Partei kommt, die eigentlich mit 4,9% Wahlergebnis, im BT - 736! Mandatsträger, nicht sitzen sollte. Aber der idiotische Wahlsystem mit Direktstimmen u debilen Überhängen, diesen Zustand zuläßt. Und keinen schert das ?

Nicht nur Grüne führen das Land in das Neandertal zurück.
Dennoch, gute Fahrt in den Abgrund. ?

Jedem Land seine Politiker.
Anderswo nennt man sie Totengräber.

hat die CDU seit Menschengedenken (1949) die absolute Mehrheit.
Ich weiß jetzt nicht, ob der Anteil der Grünen speziell im Neandertal signifikant höher liegt, jedenfalls soll der typische Neandertaler sehr prakmatisch gedacht haben und hätte die AKWs wahl bis zum letzten U235-Isotop laufen lassen.

in menschlicher Gestalt & seinen falschen Pharisäer.
Geschichte wiederholt sich eben

Und vor über 2000 Jahren hat Jesus eine Tempelreinigung vollzogen.
Es wird langsam Zeit, das ein neuer Jesus eine Tempel-Reinigung vollzieht

Wie hieß der Spruch im Film Vendetta
Das Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben. Eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volke haben.
(aber die haben nicht einmal RESPEKT!!!!!!)

Ja lieber Herr Johannsen, was hier in D. z.Zt. abläuft hätten wir uns zur DDR-Zeit nie vorstellen können.
Anderer Seites sind wir es doch gewöhnt & wir mit unseren Glauben wurden schon zu DDR-Zeit immer als ein paar Dinosaurier aus relikter Zeit abgetan.
Spätestens beim beten.
Aber wie sagte ich früher:
"Abgerichtet sein kann ein jeder".
Und auch die vielen Menschen, die an D. nicht nur materielle Wünsche hatten, kommen jetzt aus dem "staunen" nicht mehr heraus.

Ob Positiv, das ist immer eine Betrachtungsweise. Wunderschön zu lesen bei zwei unseren Mitstreiter hier im Cicero

Brigitte Simon | Sa., 5. November 2022 - 09:49

Die Kreuzentfernung im Freidenssaal zu Münster zeigt die menschenverachtende grüne Ideologie. Sie ist eine Beleidigung unserer Kultur und Leistung unserer Vorfahren. Was wäre nichts eindrucksvoller als das Kruzifix im Friedenssaal zu Münster.

In diesem wurde Frieden nach dem Dreißigjährigen Krieg geschlossen. Dieser Saal mit historischem Kreuz ein Symbol für die Suche nach Friedensgespräche zwischen Rußland und Ukraine. Doch die populistische und selbstdarstellerische grüne Außenministerin B bei dieser Konferenz wäre eine Farce in diesem Saal gewesen. B Anweisung der Kreuzentfernung zeigt die zerstörerische Gewalt der grünen Sekte.

Was passiert mit unserem Glauben? Ähnliches erlebten wir bereits bei Marx und Bedford-Strohm in Israel. Sie legten ihr Kreuz ab. Der grüne Özdemir gründete 2018 vor einer Islam-konferenz "Eine Bewegug für einen westlichen Islam". Der grüne Nouripour sucht nach Teilen einer kompatiblen Scharia. In Köln ruft der Muezzin.

hermann klein | Sa., 5. November 2022 - 11:13

Bisher hat sich kein Vertreter der Kirche zu dem skandalösen Vorgang zu Wort gemeldet.
Das passt genau ins große Bild von der völlig ideologischen verweltlichten, Kirche, wo man vielerorts schon lange nicht mehr zwischen Gottesdienst und grünem Parteitag unterscheiden kann.
Die Intriganten solcher Dekrete möchten was ganz anderes zum Ausdruck bringen.
Nach jahrelanger grüner Unterwanderung ist die Kirche auf dem besten Weg zur gottlosen Gemeinschaft zu werden, die nicht der Bibel dient, sondern dem ökoreligiöser Größenwahn.
Vielleicht vergewissern sich die Kirchenfürsten/Genderristen - ob Jesus, wie derzeit viele Gläubige ebenfalls aus der Kirche austritt?

Lisa Werle | Sa., 5. November 2022 - 11:58

Die deutsche G7-Gastgeberin hat – evtl in grün-parteilicher Absprache mit Claudia Roth - beschlossen, dass es nun an der Zeit sei, nicht nur die deutsche Nation, sondern auch den christlichen Glauben und damit die christlichen Fundamente der westlichen Wertewelt in D mit Füßen zu treten. DIE christliche Wertewelt, von der Baerbock doch so trefflich profitiert. Im Iran hätte man sie mit einer vergleichbaren Aktion einen Kopf kürzer gemacht. Hier aber glaubt sie, sich alles erlauben zu können. Nicht nur, dass mit diesem Frevel Millionen von Christen – auch zugewanderte Christen – massiv beleidigt werden. Veröffentlichte Fotos zeigen die Dame, wie sie voller Eitelkraft den von ihr okkupierten historisch-christlichen Saal benutzt, obwohl sie gleichzeitig die Würde des Kreuzes mit Füßen tritt. Das ist nun mit Abstand das Widerlichste, was diese Frau bisher getan hat – und es gab schon eine Menge widerliche Taten, Worte und Lügen von ihrer Seite. Das ist vollends inakzeptabel.

BHZentner | Sa., 5. November 2022 - 23:07

Hätte ich nicht davon gehört,ich hätte das Fehlen nicht bemerkt.Zu sehr schon hatte mich die Meldung alarmiert(meine Spottlust erregt), daß unsere Chefdiplomandin den ,,Ort" des Westfälischen Friedens als Kulisse für ihre Selbstinszenierung als Weltaußenministerin zu gebrauchen dachte:Sie läßt ihr Haar geradezu ihm Hauch der großen Geschichte wehen. Leider brauchte sie nur die historische Kulisse- u. die auch nur ,,bereinigt"-,um sich in den historisch. Bezügen zu spiegeln. Hätte mich gewundert, wenn sie der Bedeutung dieses Ortes für die deutsche u.europ.Geschichte(un)bewußt, auf die Idee gekommen wäre, auf diplomatische Verhandlungen im Ukrainekrieg zu drängen. Äußerst peinlich,aber für seinesgleichen von der CDU bezeichnend, der ,,bekennende,fröhliche" OB-als hätt' er das mit der rücksichtsvollen Entfernung des Kreuzes nicht gewußt. Dazu noch der jämmerliche Oberhirte. Christl.Symbole stören einen Muslim nicht im ,,dar al kufr"-welche/wessen Werte meint AB eigentl. zu vertreten?

Dr.Ott | So., 6. November 2022 - 18:05

Wenn das Kreuz störte, hätte man doch auch in den nächstbesten kahlen Besprechungsraum gehen können.