Foto: Union-Jack-Flagge weht vor der Fassade mit Aston Villa-Logo und Baudetails.
In Birmingham weht der Union Jack / picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andrew Yates

Flaggenstreit in Großbritannien - Der Kampf um den Union Jack

Ein Streit um den Union Jack spaltet Großbritannien: Was lange als selbstverständliches Symbol von Patriotismus und Zusammenhalt galt, steht heute zunehmend für die Auseinandersetzung um Migration und Identität – und zeigt, wie umkämpft die nationale Identität des Landes inzwischen ist.

Autoreninfo

Christian Schnee studierte Geschichte, Politik und Public Relations in England und Schottland. Bis 2019 war er zunächst Senior Lecturer an der Universität von Worcester und übernahm später die Leitung des MA-Studiengangs in Public Relations an der Business School der Universität Greenwich. Seit 2015 ist er britischer Staatsbürger und arbeitet als Dozent für Politik in London.

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Wenn Andrew Rosindell an kalten Tagen mit seinem Hund Spike spazieren ging, zog er dem Staffordshire-Bullterrier stets einen kleinen Mantel an. Das tiergerechte Kleidungsstück zierte das rot-weiß-blaue Doppelkreuz des Union Jack, wie die britische Nationalflagge umgangssprachlich genannt wird. Rosindell, der den Wahlkreis Havering im Osten Londons 25 Jahre lang für die Konservativen im Unterhaus des Parlaments von Westminster vertrat, ist bekannt als leidenschaftlicher Verfechter des Brexit und enthusiastischer Anhänger der Royals. 

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Markus Michaelis | Mo., 7. September 2026 - 18:38

Das kann man verstehen. Andererseits wäre es auch verständlich, wenn Menschen gegen Halbmonde in der Öffentlichkeit sind, weil sie nicht unter dem Symbol spazieren möchte, dass "einen" (es gibt hier wohl auf beiden Seiten Identitäten?) über Jahrhunderte angegriffen und versklavt hat. Man sieht schon, dass das eigentlich nur noch Experten mit mindestens 20 Semester einschlägigem Studium auf faktenbasierte Füße stellen können.

In Deutschland würde wir das denke ich so sehen, dass das GG vorgibt, wie Menschen zu sein haben und zwar für alle Menschen. Religionen und anderes werden dann zu privaten Hobbies, alle Menschen bekennen sich als höchsten Wert zu den Normen des GG, die den Menschen definieren.

Eine elegante Lösung, in GB sind ja auch 50% gegen den Flaggenstolz, also für die Menschheit, nur 25% für die Flaggen. Mein Bauchgefühl sagt mir trotzdem, dass sich hier eher Überforderungen, vielleicht sogar Sackgassen, als klare Menschheitslinien ausdrücken.

Hans Süßenguth-Großmann | Di., 8. September 2026 - 09:18

aus UK insgesamt Wochen, der Union Jack lebt noch, aber in England sieht man soviel Georgs- wie in Schottland Andreaskreuze zu sehen sind.
Und UK ist sehr multikulturell geprägt.

Hans Süßenguth-Großmann | Di., 8. September 2026 - 09:19

4 Wochen in Shottland und Südengland.